Fahrt ihr mehr als ein E-Bike mit einem Smart System-Antrieb von Bosch? Falls ja, nutzt ihr vermutlich für jedes einzelne Fahrzeug einen separaten Account, um alle über die Bosch eBike Flow App zu verwalten. Mit dem Update seiner eBike Flow App erleichtert Bosch all denjenigen den Alltag, die mehrere E-Bikes mit der neuesten Entwicklungsstufe von Bosch E-Bike-System ihr Eigen nennen. Das wird künftig einfacher. Mit dem Update auf Version 1.26 wird die eBike Flow App zur digitalen Garage für bis zu sechs verschiedene E-Bikes.
Die App für Android und iOS kann nun bis zu sechs verschiedene E-Bikes in einem Account verwalten. Bisher ließ sich nur ein Elektrofahrrad pro Account mit der Flow-App administrieren. Radlerinnen und Radler hatten bisher ein Problem, wenn sie mehrere E-Bikes mit Boschs Smartem System besaßen: Sie konnten jeweils nur ein Elektrofahrrad mit der Flow-App administrieren. Auch das Verwalten mehrerer E-Bikes etwa von Familienmitgliedern war nicht möglich.
Verwaltung mehrerer E-Bikes
Mit dem Flow-Update auf Version 1.26.9 haben es nun auch Besitzer mehrerer E-Bikes mit Boschs Smartem System einfacher, von einem Elektrofahrrad zum nächsten zu wechseln. Dazu müssen sie das neue E-Bike lediglich in der Flow-App registrieren. Dann kann über einen Button links oben auf dem Homescreen (kleines Symbol mit Fahrrädern) eine Liste angezeigt werden, über die Biker zwischen den Elektrofahrrädern hin und her wechseln können. Sie können so wie bisher alle Einstellungen an den Bikes vornehmen. Das klappt auch, wenn mehrere Fahrräder einer Familie registriert sind.
Die unter einem Account gemeinsam erfassten E-Bikes behalten ihr jeweiliges Setup. Einstellungen, die ihr an einem der E-Bikes ändert, gelten ausschließlich für dieses und werden auf keines der anderen Bikes automatisch übertragen. Denkt daran: Wollt ihr Einstellungen an eurem E-Bike ändern, müsst ihr es mit der App verbinden. Nutzt ihr die App aktiv beim Fahren, seht ihr auf dem Home Screen stets die Angaben zur aktuellen Akkukapazität und der verbleibenden Reichweite des E-Bikes, mit dem ihr in dem Moment verbunden seid.
Individuelle Anpassung und Einstellungen
Nach der Verbindung des ersten eBikes mit der App lassen sich weitere Räder über einen Button auf dem Home Screen hinzufügen. Dort findet sich dann eine Übersicht über alle registrierten E-Bikes, die sich zudem individuell benennen lassen. Ein Wechsel zwischen den Modellen sei jederzeit möglich, wobei getroffene Einstellungen wie individuell konfigurierte Fahrmodi und weitere voreingestellte Funktionen auch nach einem Wechsel erhalten bleiben sollen, verspricht Bosch.
Die Limitierung des Verwaltens des Accounts von einem einzigen Smartphone aus bleibt bestehen. Dafür könnt ihr von nun an dort aber ein, zwei, drei, vier, fünf oder maximal sechs E-Bikes hinterlegen. Je nachdem, wie viele eure Fahrradgarage umfasst. Erfasst werden sie mit einem Namen, den die Fahrradhersteller festgelegt haben. Gefällt euch das nicht, könnt ihr ihnen eigene Namen verpassen.
Neuerungen im Home Screen und Menü
Im Zuge des Updates gestaltet Bosch den Home Screen in einigen Details um. Ganz neu ist beispielsweise ein Button oben links. Klickt auf diesen, gelangt ihr zur Übersicht, in der alle mit dem Account verknüpften E-Bikes aufgelistet werden. Dort könnt ihr dann auch neue E-Bikes eurer virtuellen Garage hinzufügen.
Weiterhin hat Bosch mit dem Update personenbezogene Angaben klar von den E-Bike-bezogenen Angaben getrennt und an unterschiedlichen Stellen im Menü eingebunden. Alle Einstellungen, die sich auf ein E-Bike beziehen, findet ihr in Zukunft hinter dem Zahnradsymbol oben rechts im Home Screen. Was euch als Person betrifft, ist über ein neues Symbol abrufbar. Dieses wurde unten rechts im Home Screen platziert und ist mit „Profil“ betitelt.
Die Oberfläche hat Bosch etwas übersichtlicher gestaltet. Die Einstellungen sind nun schneller über einen eigenen Button oben rechts (Zahnradsymbol) erreichbar. Vorher versteckten sie sich in den Tiefen der Menü-Leiste und erforderten dadurch "Menu-Diving". Die Profileinstellungen sind nun unter "Profil" zusammengefasst.
eBike-Pass und TRP-Schalthebel
Die dritte Neuerung der eBike Flow App betrifft wohl nur einen recht geringen Teil der Menschen, die ein E-Bike mit dem Smart System von Bosch fahren. Gemeint sind alle, deren Modell mit der elektrischen Kettenschaltung TRP E.A.S.I. A12 ausgestattet ist. Sie können den TRP-Schalthebel als eigenständige Komponente erfassen und im eBike Pass aufführen.
Unter zwei Umständen könnte sich das als Vorteil erweisen. Erstens, falls dein E-Bike mit eShift mal gestohlen wird. Dann ist der Schalthebel in der Ausstattung deines E-Bikes aufgelistet und du kannst mithilfe des eBike Pass der Polizei möglichst detaillierte Angaben zu deinem E-Bike übermitteln. Zweitens wird es später vielleicht möglich sein, einen neuen Schalthebel mit dem E-Bike-System anzulernen, falls der original verbaute Schalthebel mal kaputt geht. Bislang konnte dies nur eine Fachwerkstatt erledigen. Schalthebel für TRP E.A.S.I. Benutzer einer elektrischen "eShift"-Schaltung von TRP können ihren TRP-Schalthebel nun als Komponente in den digitalen "eBike-Pass" der Flow-App übernehmen.
Funktionen der eBike Flow App
Die eBike Flow App ist das Herzstück des smarten Systems, mit der alle Funktionen gesteuert werden. Drive Unit, Akku, Display und die Bedieneinheit sind somit vernetzt und ansteuerbar. eBike Alarmfunktion ermöglicht in Verbindung mit eBike Lock einen umfangreichen Schutz vor Diebstahl. Der Alarm ist beim einmaligen Einrichten automatisch aktiviert, sobald das eBike eingeschaltet wird. Bei Diebstahlversuch reagiert das Bike sofort mit leuchtenden LEDs und Tonsignalen, bei starker Bewegung des eBikes wird eine Nachricht auf das Smartphone übermittelt und die Tracking-Funktion startet zur genauen Positionsbestimmung.
ebike Lock ist der digitale Schlüssel zum Deaktivieren der Motorunterstützung über die eBike Flow App. Das eBike erkennt automatisch das via Bluetooth verbundene Smartphone. Bei Befestigung des Smartphones mit dem Smartphone Grip am Lenker kann einfach über die Flow App der Ride Screen ausgewählt werden. Dieser zeigt die aktuelle Geschwindigkeit, Fahrtdauer, sowie den Akkustand und die Strecke an. Der Ride Screen kann während der Fahrt ganz einfach über die LED Remote oder Mini Remote bedient werden. Somit ist eine Anwendung der Navigation speziell bei Routen oder zur Orientierung im Stadtverkehr mit 3D Ansicht der Gebäude wesentlich erleichtert. Eine detaillierte Ansicht von Eigenschaften wie Höhenmeter oder Strecken Beschaffenheiten werden aufgezeigt.
Eine Verbindung von eBike Flow App mit den Apps komoot und Strava ermöglichen eine automatische Aufzeichnung von Tour- und Fitnessdaten. Routen können ebenfalls über komoot importiert und bei Navigation angezeigt werden.
Mit diesem wird der Zugang zum Premium Service eBike Alarm möglich. So kann das eBike noch besser vor Diebstahl geschützt werden. Bosch vermarktet das Flow+-Abo als Premium-Erweiterung für die Kombination seiner E-Bike-Motoren und der App eBike Flow.
Weitere Neuerungen mit Flow+
Zu Beginn zwei wichtige Hinweise. Erstens, der Großteil der Funktionen setzt voraus, dass ihr die eBike Flow App im Abonnement als Flow+ besitzt. Im kostenlosen Modell sind diese schlichtweg nicht enthalten. Zweitens, euer E-Bike benötigt zur Unterstützung der Funktionen ein Bosch ConnectModule, sprich den GPS-Tracker für das Bosch Smart System. Der ist entweder serienmäßig in eurem E-Bike enthalten oder das Fahrrad eignet sich für ein nachträgliches Erweitern des E-Bike-Systems um diese Komponente.
Detaillierte Kartendarstellung
Was aus Sicht von Bosch aktuell möglich ist, holt der Hersteller ab sofort aus seiner Kartendarstellung auf den Displays Kiox 300 und Kiox 500 heraus. Straßen und Wege werden so umfangreich und so detailliert dargestellt, wie es die Bluetooth-Verbindung zur App erlaubt. Im Vergleich zu den Zeiten, in denen lediglich die geplanten Strecken und vereinzelte Kreuzungen sehr vereinfacht für euch abgebildet wurden, ist das ein beträchtlicher Schritt nach vorn. Mithilfe der zusätzlichen Informationen war das Orientieren und Navigieren an einem E-Bike mit Bosch-Antrieb noch nie so komfortabel.
Akkuladezustandsanzeige
Dank der App jederzeit zu wissen, zu wie viel Prozent der Akku eures E-Bikes gerade aufgeladen ist, klingt nicht nur vorteilhaft, sondern wird mit dem Update auch Realität. Verwundern könnte manche von euch, dass an der Stelle das Bosch ConnectModule seinen Beitrag zu dieser Funktion leistet. Über das darin enthaltene Kommunikationsmodul erreicht die Information euer Smartphone. Die dafür nötige Datenverbindung gehört zum Leistungsumfang des Flow+-Abo dazu.
Leistungsaufteilung und Fahrmodi
Radfahren soll in erster Linie Spaß bereiten. Für manche gehört dazu, sich nach der Fahrt ein paar Daten anschauen und vergleichen zu können. Zum Beispiel, wer eigentlich den größeren Teil fürs Vorangekommen beigetragen hat - der Motor oder ich? Dieses Rätsel löst demnächst die App für euch anschaulich mithilfe eines Kreisdiagramms auf. Darstellung der Leistungsaufteilung zwischen E-Bike-Fahrenden (dunkelblau) und E-Bike-Motor (hellblau). Welche Relationen hier zu sehen sind, hängt auch damit zusammen, in welchen Unterstützungsstufen ihr unterwegs gewesen seid.
Meist hat man nach einer beendeten Tour ein bestimmtes Gefühl dafür, welcher Modus an diesem Tag der eigene Favorit gewesen ist. Ob das stimmt, lässt sich nun in der Anzeige „Nutzung Fahrmodi“ überprüfen. Diesmal greift Bosch dafür auf ein Balkendiagramm zurück. Das listet auf bekannte Weise die einzelnen Fahrmodi mit den dazugehörigen prozentualen Anteilen auf. Ganz neu ist diese Funktion nicht. Wichtig: Damit ihr die Verteilung der Fahrmodi einsehen könnt, muss die App während der Fahrt mit dem E-Bike verbunden sein. War dies nicht der Fall, steht auch die Anzeige nicht zur Verfügung.
Neue Fahrmodi installieren
Anlässlich der Eurobike präsentierte Bosch unter anderem mit dem Eco+ einen neuen Fahrmodus. Dieser wird auf einigen neuen E-Bikes serienmäßig installiert sein. Aber was wird mit den ganzen E-Bikes, die bereits über ein Smart System von Bosch verfügen und zu einer Zeit ausgeliefert wurden, zu der es diesen Modus noch gar nicht gab? In dem Fall könnt ihr die Unterstützungsstufe jetzt ganz einfach mithilfe der App auf eurem E-Bike installieren.
Ganz allgemein gesprochen, wird Bosch diesen Weg nutzen, um solche Neuerungen auch für ältere E-Bike-Systeme verfügbar zu machen. Auf der entsprechenden Ansicht in der App erscheinen dann alle auswählbaren Modi. Maximal vier davon könnt ihr am Ende auf eurem E-Bike aufspielen. Vermutlich werden die meisten von euch sogar mehr zur Verfügung haben. Das heißt, wer Lust hat, kann regelmäßig kräftig durchtauschen. Vollkommen uneingeschränkt ist die Auswahl allerdings nicht. So sind einige Fahrmodi von vornherein an bestimmte Motoren gekoppelt. Zum Beispiel spielt Bosch den Cargo-Modus verständlicherweise ausschließlich bei E-Bikes mit einem Bosch Cargo Line aus.
Hinzukommt, dass die Fahrradhersteller von sich aus ausgewählte Fahrmodi von der Konfiguration ausschließen können. Erfahrungsgemäß tun sie das auch. So werdet ihr den eMTB-Modus nur selten an einem urbanen E-Bike finden. Der Hersteller geht einfach davon aus, dass ein urbanes E-Bike nicht in einem Terrain gefahren wird, das diese Unterstützungsstufe erfordert. Solltet ihr euch dennoch genau dies wünschen, wendet ihr euch am besten direkt an den Fahrradhersteller. Auf eure Anfrage hin erteilt dieser eventuell einer Fachwerkstatt das Go für das Installieren eines gewünschten Modus.
Cloud-Speicherung
Mit dem Wechsel auf die Version 1.23 der eBike Flow App ändert Bosch zusätzlich die Art, wie und vor allem wo bestimmte Daten der App abgelegt werden. Bisher passierte das alles bei euch auf dem Smartphone. Von nun an gelangen alle Einstellungen und Verbindungen zu E-Bikes, die ihr über die App hergestellt habt in eine Cloud und werden dort gespeichert.
Das erweist sich dann als großer Vorteil, wenn ihr auf ein anderes Smartphone wechselt. Mit dem neuen Gerät könnt ihr nämlich nahtlos dort fortfahren, wo ihr zuvor aufgehört habt. Personalisierte Displays, aufwendig konfigurierte Fahrmodi und Ähnliches müssen nicht erneut eingerichtet werden. Stattdessen nehmt ihr das neue Smartphone, ladet die App herunter und meldet euch mit eurem Account an. Kein erneutes Pairing mit dem E-Bike. Einfach losfahren.
Sollte es nicht so funktionieren, solltet ihr in Zukunft die App ohne Bedenken einfach deinstallieren und danach neu starten können. Das ist bei manchem fehlgeschlagenen Anlauf für das Update der App ja ein guter Tipp. Alle zentralen Infos werden dann aus der Cloud heraus wiederhergestellt.
Statistiken und Premium-Services
Um die mit den E-Bikes zurückgelegten Gesamtkilometer und weitere Fahrdaten nachvollziehen zu können, seien die Aktivitätsdaten unter "Statistiken" an den Account gebunden. Unabhängig davon, mit welchem Bike eine Tour gemacht wurde, würden hier alle getätigten Fahrten angezeigt. Die Informationen auf dem Home Screen bezögen sich dagegen stets auf das aktuell ausgewählte eBike. Praktisch: Die Premium-Services des Flow+ Abos werden über den Account erworben und sollen dann für alle registrierten E-Bikes zur Verfügung stehen.
Strava-Club von Bosch
Neben der Erweiterung der App-Funktionalität baut Bosch eBike Systems seine digitale Präsenz weiter aus und startet einen eigenen Strava-Club. Dieser richte sich speziell an die sportive E-Bike-Community und solle als neue Anlaufstelle dienen. Mitglieder könnten sich auf Challenges und Events sowie inspirierende Lieblingsrouten der Bosch-Athleten freuen. Zudem solle der Club als Informationsplattform für Produkt-Launches und Feature-Updates dienen.
Im Strava-Club "Bosch eBike Systems" sollen Biker neuen Herausforderungen bekommen und sich mit anderen messen könne. Dazu bleibt man als Mitglied immer auf dem neuesten Stand, was Produktneuheiten von Bosch angeht.
Übersicht eBike Flow App Version 1.26
| Feature | Details |
|---|---|
| Maximale Anzahl verwaltbarer eBikes | 6 |
| Individuelle Benennung der E-Bikes | Möglich |
| Speicherung von Einstellungen | Fahrmodi und weitere Funktionen bleiben pro Bike erhalten |
| Aktivitätsdaten | An den Account gebunden, unabhängig vom genutzten E-Bike |
| Premium-Services | Flow+ Abo für alle registrierten E-Bikes verfügbar |
Die Möglichkeit, mehrere E-Bikes in einer App zu verwalten, kommt insbesondere Nutzern entgegen, die verschiedene E-Bike-Typen für unterschiedliche Einsatzzwecke nutzen - etwa ein E-MTB für Trail- oder Bergtouren, ein E-Gravel-Bike für lange sportliche Ausflüge und ein E-Cargo-Bike für den Alltag.
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