E-Mountainbikes werden zunehmend intelligenter und verfügen nun auch über automatische Schaltfunktionen. Jetzt steigt auch der E-Bike-Motoren-Gigant Bosch in den Markt ein und erweitert sein Smart System um eine Automatikschaltung für E-Mountainbikes namens eShift. Obwohl automatisches Schalten an E-MTBs nichts Neues ist, hat es den Markt noch nicht breit erobert.
Doch der Startschuss ist bereits gesetzt: 2022 hat der Komponenten-Riese Shimano seine Shimano XT Di2-Schaltgruppe mit Autoshift-Funktion vorgestellt, ein Jahr später hat SRAM mit dem neuen Powertrain-Motorsystem und integrierter Automatikschaltung nachgelegt.
Nun zieht Bosch auch im E-MTB-Bereich nach und ermöglicht mit ihrem Bosch eShift genannten System das vollautomatische Schalten an E-MTBs und auch E-Gravel-Bikes mit Kettenschaltungen. Die Stuttgarter wissen, wovon sie sprechen, bereits 2014 haben sie ihre ersten Lösungen für elektronisches Schalten zur Marktreife gebracht und voll- und halbautomatisches Schalten im urbanen Bereich ermöglicht.
Teamwork: TRP Schaltung und Bosch Algorithmus
Für den sportlichen Einsatz an E-MTBs hat Bosch mit dem taiwanesischen Komponenten-Riesen TRP zusammengearbeitet. Bosch stellt mit der eShift-Funktion die Software bereit, TRP liefert die nötige Hardware in Form der neuen elektrischen E.A.S.I. A12-Schaltgruppe. Die 12-fach-Gruppe zieht ihren Strom direkt aus dem Hauptakku und hat eine Bandbreite von 520 %. Damit kann sie locker mit der Konkurrenz von SRAM und Shimano mithalten, die ebenfalls auf 520 % Übersetzungsbandbreite oder weniger setzen.
Optisch sorgt das System für einen cleanes Cockpit, denn der Schalthebel sitzt unauffällig rechts am Lenker und kommuniziert kabellos mit dem Schaltwerk. In Kombination mit der Software stehen einem dann verschiedene Schaltfunktionen zur Wahl wie Schalten ohne Pedalieren oder vollautomatisches Schalten.
Beim vollautomatischen Schalten wird der Gang durch einen Schaltalgorithmus an die jeweilige Fahrsituation angepasst. Hält man den mittleren Button der Bosch Mini Remote gedrückt, lässt sich die Trittfrequenz zwischen 40 und 120 Umdrehungen in 5er-Schritten definieren. Für den Gangwechsel dreht der Motor das Kettenblatt selbständig an - das Hoch- und Runterschalten erfolgt damit automatisch.
Ihr wollt die Kontrolle über die Schaltvorgänge nicht abgeben? Kein Problem - denn während der Automatik-Modus aktiv ist, kann man auch selbst schalten: Beim Druck auf den Schalthebel wird der Auto-Modus durch den Fahrer „überstimmt“ und pausiert dann einige Sekunden. So kann man jederzeit eingreifen, falls man auf dem Trail von einer engen Kurve oder einem plötzlichen Anstieg überrascht wird. Drückt man den kleinen Knopf auf der Vorderseite des Schalthebels, kann man auch komplett in den manuellen Modus wechseln und das Schalten selbst übernehmen. Hier bleibt die sogenannte Roll-Shift-Funktion, also Gangwechsel ohne zu Pedalieren, trotzdem erhalten.
Auch wenn ihr mal zum Stehen kommt, ist für einen smoothen Übergang in die Weiterfahrt gesorgt: Denn es gibt noch die Auto-Downshift-Funktion, die beim Anhalten in einen vordefinierten Gang schaltet, um das Anfahren zu erleichtern.
Wie bei den automatischen Schaltsystemen von Shimano und SRAM ist die eShift-Funktion von Bosch komplett in die Software-Oberfläche des Motorsystems eingebunden.
Wie jede Automatik-Schaltung arbeitet auch das Bosch-System mit zwei Komponenten. Auf der Hardware-Seite steht aktuell die gemeinsam mit Bosch neu vorgestellte E.A.S.I.-Schaltung von TRP. Sie arbeitet nach dem Prinzip einer herkömmlichen Kettenschaltung und sortiert zwölf Gänge. Die Bandbreite liegt - typisch Mountainbike - um 500 %. So stehen sowohl kleine Berggänge als auch große Gänge für schnelle Abfahrten bereit. Damit hebt sich das neue eShift-System von bisherigen Automatik-Schaltungen mit Bosch ab. Die Automatik-Nabenschaltung von Enviolo aus dem Trekking-Bereich bietet beispielsweise eine deutlich geringere Bandbreite.
Der zweite und vielleicht noch wichtigere Teil des Systems ist der Automatik-Algorithmus. Er sitzt in den Steuereinheiten von Bosch und bestimmt, wann welcher Schaltvorgang durchgeführt werden soll. Was als zu leicht und zu schwer empfunden wird, kann aber je nach Fahrsituation unterschiedlich sein. Wer im Eco-Modus eine steile Rampe in Angriff nimmt, tritt in der Regel schneller als mit hoher Unterstützung und bei gleichmäßiger Fahrt in der Ebene.
Auch sollte das System zwar schnell auf Änderungen in Gefälle und Geschwindigkeit reagieren, aber nicht ständig hin- und herschalten. Sonst nervt’s am Ende mehr, als dass es einen Mehrwert bringt. Wie genau der Algorithmus funktioniert, ist bei Bosch wie bei allen Konkurrenten Firmengeheimnis.
Kompatibel sind prinzipiell alle Bikes mit Boschs Smart System, die Schaltung selbst wird aber aktuell nicht als Nachrüst-Teil verkauft. Theoretisch könnte der Bosch-Algorithmus auch mit Schaltungen anderer Hersteller zusammenarbeiten, aktuell ist dazu jedoch noch nichts bekannt.
Geschaltet wird natürlich elektronisch, der Saft dafür kommt per Kabel aus dem Haupt-Akku des E-Bikes.
Bosch eShift in der Praxis: So fährt sich die Schaltautomatik
Schwingt man sich auf den Sattel, merkt man im ersten Moment keinen Unterschied zu einem Bike mit Smart System ohne eShift-Funktion. Befindet man sich im manuellen Modus, schaltet man wie gewohnt durch den Schalthebel, und die TRP-Schaltung wechselt schnell und präzise die Gänge. Auch Gangwechsel unter Last gehen weich vonstatten und die Kette „knallt“ nicht über die verschiedenen Ritzel.
Rollt man in den Trail, spielt die Roll-Shift-Funktion im Vergleich zu einer herkömmlichen Schaltung ihre Stärken aus. Gerade in verblockten Passagen mit plötzlichem Gegenanstieg könnt ihr einfach in den passenden Gang wechseln, ohne Gefahr zu laufen, mit der Kurbel an Steinen oder Absätzen aufzusetzen.
Wechselt man in den Automatikmodus, übernimmt Bosch eShift das Schalten. Gerade am Anfang muss man sich noch daran gewöhnen, dass jetzt die Software das Sagen hat. Denn oftmals wechselt die Schaltung die Gänge an anderen Stellen, als man es selbst tun würde. Über die Bosch Mini Remote lässt sich einfach und auch während dem Rollen auf Forstwegen die präferierte Trittfrequenz einstellen, die der Schaltalgorithmus halten soll. So könnt ihr die Kadenz noch etwas anpassen, je nachdem, ob ihr sportlich oder eher gemütlich und in der Ebene oder im Uphill unterwegs seid.
Im Rahmen unserer Tests mit dem neuen Bosch Performance CX konnten wir uns mit einem Prototypen-Bike von Boschs neuer Schaltautomatik und auch dem neuen E-Bike ABS Pro einen genauen Eindruck verschaffen. Das Setup der Schaltautomatik ist denkbar einfach. Trittfrequenz einstellen, aufsteigen und losfahren! Ein- und Ausschalten sowie Einstellen lässt sich die Automatik über den zusätzlichen Knopf am Shifter, das E-Bike Menü (Kiox, Purion 200, Purion 400) oder über die Bosch-App eBike Flow.
In der Praxis arbeitet eShift meist unkompliziert und stellt im gleichmäßigen Betrieb zuverlässig sinnvolle Trittfrequenzen ein. So zum Beispiel beim Pendeln oder auf dem Weg zum Trail. Allerdings: Schon hier fällt auf, dass die Gangwechsel der TRP unter Last manchmal etwas hakelig sind. Bei Automatik-Schaltungen ein besonderes Problem, schließlich kann der Fahrer den Schaltvorgang nicht mehr antizipieren und dafür etwas Last aus dem Pedal nehmen. Leider ist das System selbst mit moderatem Anbremsen für Stopps wie an einer roten Ampel überfordert. Der Schaltvorgang in einen kleinen Gang zum Anfahren wird dann zwar eingeleitet aber nicht abgeschlossen. Fährt man wieder an, quittiert die Schaltung das oftmals mit einem lauten metallischen Klonk, wenn die Kassette durch mehrere Gangwechsel auf einmal malträtiert wird. Hier dürfte es auch eine Rolle spielen, dass die TRP-Schaltung aktuell noch mit einer klassischen Hyperglide-Kassette zusammenarbeitet. Anders als Shimanos Linkglide oder Srams Transmission-Kassetten ist diese nicht für das Schalten unter Last konzipiert.
Bosch eShift auf dem Trail: Kann die Automatik hier punkten?
Auf Trails kommt die Automatikfunktion von Bosch eShift dann jedoch schnell an ihre Grenzen. Steuert man auf einen steilen Gegenanstieg zu, reicht dem Schaltalgorithmus oft die Zeit nicht aus, um rechtzeitig in einen passenden Gang zu schalten. Die Software kann natürlich nicht „vorausschauen“, sondern gibt den Schaltbefehl erst dann, wenn es eigentlich schon zu spät ist und man endet meist in einem zu schweren Gang im Uphill. Hier kann man dann das System durch einen eigenen Schaltbefehl überstimmen.
Autoshift eignet sich vor allem für gemütliche Touren in moderatem Gelände. So kann man sich voll und ganz auf das Fahren konzentrieren und muss keine Gedanken ans Schalten verschwenden.
Die wenig geschmeidigen Schaltvorgänge mit hoher Motorpower werden Boschs eShift-Schaltung in Kombination mit TRP auch auf dem Trail zum Verhängnis. Hier scheint der Bosch-Algorithmus zwar grundsätzlich gut zu arbeiten. Das metallische Geräusch, wenn die Kassette mitten im steilen Anstieg mit einem Gangwechsel malträtiert wird, bringt einen aber leicht aus dem Tritt. Von zusätzlichem Komfort durch die Schalt-Automatik kann man hier kaum sprechen. Auch beim Materialverschleiß dürfte sich die Hyperglide bemerkbar machen.
Wie alle Automatik-Schaltungen hat Boschs eShift System außerdem das Problem, dass sie nur reagieren, aber nicht vorausschauen kann. Nimmt man zum Beispiel im Uphill vor einer Geländestufe Tempo auf, schaltet das System viel zu schnell in einen für die Stufe unpassenden, schweren Gang. Ändert sich das Gefälle plötzlich, reagiert die Automatik oft zu langsam. Für anspruchsvolle Uphills oder stark wechselndes Gefälle würden wir daher in jedem Fall in den manuellen Modus wechseln. Kein exklusives Bosch-Problem, denn auch die Systeme von Sram und Shimano haben in diesem Einsatzszenario systembedingt klare Schwächen.
Lob gibt’s dafür für die Bedienung des eShift-Systems. Die Einstellung der Trittfrequenz ist simpel aufgebaut und in wenigen Sekunden erledigt. Der elektronische Shifter von TRP kommt ohne Kabel aus und überzeugt mit definiertem Feedback und wenig Verwechslungsgefahr bei den Schalthebeln - das war bei anderen Elektro-Shiftern schon deutlich schlechter. Nur der zusätzliche Knopf zum Ein- oder Ausschalten der Automatik könnte noch etwas klareres Feedback geben.
Vergleich mit SRAM und Shimano
Auf den ersten Blick wollen alle drei Systeme dem Fahrer das Leben erleichtern, doch das funktioniert nur bedingt, und der Teufel steckt im Detail. Im Gegensatz zu den Systemen von SRAM und Shimano bietet Bosch nicht nur die Schaltfunktionen, sondern auch weitere Features wie z. B. das ABS-System. So schnürt es ein gutes Gesamtpaket für Offroad-Einsteiger und Tourenfahrer, die eher auf gemütlichen Touren in moderatem Gelände unterwegs sind.
Im Vergleich zu SRAM und Shimano schaltet die Autoshift-Funktion von Bosch eShift seltener, was gerade auf Touren deutlich angenehmer ist, da sich die Trittfrequenz durch das häufige Schalten wie bei den anderen Systemen nicht die ganze Zeit ändert. In Sachen Haptik kann der TRP-Schalthebel des Bosch-Systems nicht ganz mit Shimano und SRAM mithalten. Hier bietet Shimano für das gleiche „analoge“ Schaltgefühl einen wertigeren Hebel.
Wer auch bei seinem Schalthebel voll auf Digitalisierung steht, wird bei SRAM mit den PODs fündig, die wie zwei Knöpfe auf der Fernbedienung liegen, aber auch nur in Kombination mit dem Powertrain-Motorsystem funktionieren. Schade: Wer Bosch eShift sein Eigen nennen will, ist an die TRP-Lösung gebunden und muss auf die beliebte SRAM-Schaltung verzichten.
Die Roll-Shift-Funktion - also schalten, ohne zu pedalieren - funktioniert bei allen drei Systemen gleich gut und ist ein wirklicher Mehrwert, wenn man in verblocktem Terrain unterwegs ist.
Mit Ergonomie und Interface kann Boschs Automatik punkten, auch der Shifter von TRP ist gelungen. Die aktuell verwendete Hyperglide-Kassette von Shimano verträgt das Schalten unter Last aber nicht gut. Das empfanden wir nicht nur auf dem Trail als störend, sondern die harschen Gangwechsel nervten auch beim Pendeln an jedem Ampelstopp. Hier sollte TRP unbedingt nachbessern, bevor das System auf breiter Front verfügbar ist.
Die Bosch E-Bike Antriebssysteme im Überblick
Bosch hat aktuell fünf Antriebssysteme im Angebot, die speziell an die Anforderungen von verschiedenen Fahrradtypen angepasst wurden. Eines ist bei allen gleich: 250 Watt Leistung und fünf Antriebsmodi unterstützen dich bis zu einer Maximalgeschwindigkeit von 25 km/h (optional auch 45 km/h für S-Pedelecs).
Bosch Performance Line CX
Das Top-Modell in Sachen Leistung, der eBike Antrieb Performance CX, startet runderneuert in die Saison 2023. Er wurde speziell für die extremen Anforderungen am E-Mountainbike entwickelt und macht sämtliche Offroad- und Trailabenteuer mit. Der Kraftprotz lässt krachen mit dem höchsten Drehmoment (75 Nm) im Sortiment und liefert höchste konstante Performance.
Als Bonus ist der Performance CX noch 200 Gramm leichter als die anderen E-Bike-Systeme von Bosch. Mit dem neuen Powerpack 626-Akku schiebt der CX dich je nach Gelände und Unterstützungsstufe über 80 km Weg. Mit der DualBattery kannst du den Radius deiner Abenteuer je nach Fahrmodus und Fahrweise auf über 200 km ausdehnen.
Bosch Performance Line
Der vielseitig einsatzbare Performance Line E-Bike Motor eignet sich perfekt für sportliche Bikes jeder Art. Mit einem konstanten Drehmoment das von 60 Nm auf 65 Nm aufgestockt wurde, ist er nicht ganz so drehfreudig wie die CX-Version, dafür aber durch seine höhere Laufruhe besser geeignet für die Fahrt auf befestigten Wegen und Straßen, auf denen ein erhöhtes Drehmoment zum Bezwingen von Hindernissen im Gelände sowieso nicht notwendig wäre.
Der Motor ist sowohl mit einer Unterstützung bis 25 km/h und bis 45 km/h (S-Pedelec-Version) zu haben und richtet sich an Tourenfahrer, Mountainbiker und sportliche Pendler.
Bosch Active Line
Die gemächlichste Variante im Bosch E-Bike Segment ist der Active Line Antrieb, der 40 Nm an Drehmoment abliefert. Der Motor ist besonders sparsam und laufruhig und überzeugt mit einer dynamischen, homogenen Leistungsentfaltung, die für Sicherheit und Vertrauen sorgt. Deswegen eignet sich das System vor allem für gemütliche Stadtfahrten und Pendler, die mit Genuss an die Arbeit fahren wollen.
Der Bosch eBike Antrieb ist sowohl mit Ketten- als auch mit Nabenschaltung einsetzbar - bei letzterer Variante wahlweise auch mit Rücktrittfunktion. Der Active Line ist der kleinste, leichteste und leiseste Motor, den Bosch im Angebot hat.
Bosch Active Line Plus
Etwas mehr Drehmoment bieten die Motoren der Active Line Plus Linie. Mit 250 Watt Leistung, 50 Nm Drehmoment und 4 Unterstützungsstufen kann ein Active Line Plus Motor alles was sein kleiner Bruder aus der Active Line kann, benimmt sich allerdings etwas spritziger, auch beim Anfahren. Er erweitert deinen Radius, wenn du die Stadt hinter dir lassen möchtest. Für Tagestouren oder leichtes Trekking ist er optimal.
Du hast die Wahl zwischen Fahrrädern mit Ketten-, oder Nabenschaltung, die wiederum mit einer optionalen Rücktrittbremse kombiniert werden kann.
Volle Kontrolle mit den Bordcomputern
Wie das Cockpit im Auto versorgen dich die Bosch E-Bike Bordcomputer mit allen wichtigen Informationen zu deinem E-Bike und deiner aktuellen Fahrt. Akkustand, aktueller Modus, Geschwindigkeit, Reichweite und auch die Kilometer bis zum nächsten Service lassen sich anzeigen. Bosch bietet mit Intuvia, Nyon und Purion drei Bordcomputer für seine Antriebssysteme an.
Intuvia
Wie der Name verspricht ist der Intuvia Bordcomputer leicht und intuitiv zu bedienen und abzulesen. Der Fahrer hat in jeder Situation alle wichtigen Daten im Blick und hat auch dank des hohen Kontrasts bei schwierigen Lichtverhältnissen vollen Durchblick. Auch die große Darstellung von Geschwindigkeit, Akkustand und dem aktuellen Fahrmodus hilft dabei, stets den Überblick zu behalten. Für Einsteiger und Gelegenheitsfahrer finden wir die Schalthilfe-Funktion besonders hilfreich, da sie Empfehlungen zum Hoch- und Herunterschalten bietet.
Nyon
Der Bosch Nyon ist die All-in-One-Kommunikationslösung für E-Bike Fahrer. Neben dem Bordcomputer stellt das System auch ein Online-Portal und eine App bereit, sodass du voll vernetzt bist und dir keine Informationen mehr verloren gehen. Egal ob GPS-Navigation, Fitness-Tracking oder detaillierte Reichweite - das Nyon versorgt dich mit allem, was für deine Fahrt nützlich ist.
Purion
Mit dem neuesten Purion-Bordcomputer setzt Bosch auf ein minimalistisches Design, das trotzdem auf der Funktionalität des bewährten Intuvia-Display basiert. Purion soll vor allem sportliche Fahrer ansprechen, die eine pragmatische und kompakte Lösung suchen. Über doppelt belegte Tasten kannst du dich durch die Informationsanzeigen schalten und die Unterstützungsstufen einstellen.
Kiox und Kiox Lock
Der neue Bordcomputer hört auf den Namen Kiox und ist definitiv ein Hingucker: Das gestochen scharfe Farbdisplay ist kompakt, aufgeräumt und bietet eigene Integrationsmöglichkeiten für die Fahrradhersteller. Durch die unterschiedlichen Farben wird der aktuelle Unterstützungsmodus angezeigt, außerdem wirkt das Design moderner und hochwertiger. Der neue Kiox Lock dient außerdem als Schlüssel. Mit dem Abziehen des Displays aus der Halterung wird die Motorunterstützung blockiert, erst wenn das Display wieder an Ort und Stelle einrastet, wird der Motor wieder freigegeben.
COBI
Das COBI.Bike System ist seit kurzem Teil der Bosch E-Bike Familie, und ein echtes Highlight dazu. Konzipiert und gebaut wird es von einer Tochterfirma von Bosch, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, völlig neue Maßstäbe zu setzen. Du parkst dein Handy mittig am Lenker in einer Halterung - die es ganz nebenbei lädt und einen sensorgesteuerten Scheinwerfer beheimatet - und schon wird es zur Schaltzentrale.
SmartphoneHub
Eine Kombination aus der COBI-App, deinem Smartphone und dem SmartphoneHub macht dein E-Bike zur fahrenden Schaltzentrale. Mit der COBI-App kannst du dein Fahrrad per Handy steuern, der SmartphoneHub dient hier als Verbindungsstück zwischen E-Bike und Telefon. So kannst du unterwegs alle gewohnten Handyfunktionen nutzen und dir von deinem Handy beim Navigieren helfen lassen, rechtzeitig Schlechtwetterwarnungen und Nachrichten empfangen. Aber es geht auch ohne...der SmartphoneHub ermöglicht die Bedienung des E-Bike-Systems auch ohne angeschlossenes Handy. Du gönne dir den Luxus, nicht erreichbar zu sein! Dein Pedelec kannst du trotzdem unkompliziert bedienen.
Mehr Sicherheit mit dem ersten E-Bike ABS
Bosch hat kürzlich das erste Antiblockiersystem für Pedelecs vorgestellt. Das ABS verhindert bei plötzlichen Bremsmanövern das Blockieren des vorderen Laufrads und stabilisiert die Fahrspur des hinteren Rades - so werden Stürze vermieden.
Smartes Schalten mit eShift
E-Bikes mit Bosch-Antrieb erleichtern dir auch das Schalten. Jedes System verfügt über einen eingebauten Schutzmechanismus, sodass die Kette beim Schalten nicht springt oder komplett flöten geht. Der Motor erkennt einen Schaltvorgang aufgrund der sich ändernden Kettenspannung und setzt vorsätzlich aus, bis der Gangwechsel abgeschlossen ist, um danach mit einem zusätzlichen Leistungsschub wieder einzusetzen und den verlorenen Kraftfluss wieder gut zu machen.
Eine Stufe weiter geht das eShift System für E-Bike Antriebe. Das System arbeitet mit den automatischen Schaltungen von Shimano (Di2) und SRAM (DD3 Pulse) zusammen und sorgt für reibungsfreies Schalten zum optimalen Zeitpunkt. Die Auto Downshift Funktion hilft dabei beim Anfahren: Nach einer starken Bremsung bzw. einem kompletten Halt schaltet das System in einem vorher vom Fahrer festgelegten Gang, sodass er schnell wieder Gas geben kann.
Akkus und Wattstunden
Bei jedem Bosch E-Bike Antrieb hatte bisher der Käufer die Wahl zwischen drei Akkutypen - 300Wh, 400Wh und 500Wh. Mit der DualBattery, einer Komination aus zwei hintereinandergeschalteten Akkus, sind laut Bosch bis zu ca. 200 km ungetrübter Fahrspaß ohne Nachladen möglich.
Alle Batterien werden entweder am oder im Unterrohr oder am Gepäckträger angebracht und nutzen wieder aufladbare Litium-Ionen Akkus. Sie lassen sich leicht aus ihrer Verankerung herausnehmen und verfügen an der Seite über eine Anzeige der verbleibenden Akkuleistung.
Der kleinste und leichteste Akku Bosch Power Pack 300 (295 Wh, 2,5 kg als Rahmenakku, 2,6 kg als Gepäckträgerakku, 2,5 Std. / 5 Std. Ladezeit). Etwas mehr Reichweite hast du mit dem Bosch Power Pack 400 (395 Wh, 2,5 kg als Rahmenakku, 2,6 kg als Gepäckträgerakku, 3,5 Std. / 6,5 Std. Ladezeit). Mit 482 Wh ist der Power Pack 500 (482 Wh, 2,6 kg als Rahmenakku, 2,7 kg als Gepäckträgerakku, 4,5 Std. / 7 Std. Ladedauer) das bisher leistungsfähigste Kraftpaket von Bosch. Eine Batterie mit den gleichen Spezifikationen ist die Power Tube 500. Dieser Akku ist so geformt, dass er im Rahmen des Fahrrads verschwindet, so ist er unsichtbar und perfekt vor äußeren Einflüssen geschützt. Eine nagelneue PowerTube 625 (3,5kg) ist angekündigt, sie hat -hättest du nie erraten, oder? - 625 Wh, und schafft damit ca. 80 km. Falls du wirklich Großes vorhast kannst du gleich auf die Power von zwei Akkus setzen und mit dem Bosch DualBattery System zwei Akkus miteinander kombinieren.
2018 neu hinzugekommen ist der Powertube Akku. Die neue Batterie ist mit allen Bosch-Produkten kombinierbar, kann komplett ins Unterrohr integriert werden und verfügt über 500 Wh. Die Abmessungen 349 x 84 x 65 Millimeter erleichtern die Integration, das Gewicht ist mit etwa 2,8 Kilogramm etwas schwerer als das PowerPack.
Fahrmodi / Unterstützungsstufen
Jeder der Bosch Motoren ermöglicht fünf unterschiedliche Unterstützungsstufen, die wir euch an dieser Stelle kurz vorstellen:
- Turbo: Turbo ist der schnellste Modus und gibt die volle Leistung und das maximale Drehmoment wieder. Für sportliche Fahrer die erste Wahl, vor allem in Kombination mit einer hohen Kadenz. Da die Unterstützung aber über 25 km/h aussetzt, sollte man sich diesen Modus eher für unebene Streckenteile aufheben.
- Sport: Immer noch ordentlich Power und Drehmoment bietet die Sport-Stufe, auch wenn sie nicht ganz so hoch dreht und deswegen auc...
Bosch E-Bike System und Smart System (BES3) im Vergleich:
Hier ist eine Tabelle, die die wichtigsten Unterschiede zwischen dem Bosch eBike System 2 und dem Bosch Smart System (BES3) zusammenfasst:
| Merkmal | Bosch eBike System 2 | Bosch Smart System (BES3) |
|---|---|---|
| Verfügbarkeit | Seit 2013 | Seit 2022 |
| Konnektivität, Personalisierung und smarte Funktionen | Eingeschränkt, über eBike Connect App | Umfangreich, über eBike Flow App |
| Upgrademöglichkeiten | Ja, aber teils aufwendig | Ja, sehr einfach per Plug-and-Play |
| Over-the-Air-Updates | Nein | Ja |
| Kompatibel mit ConnectModule | Nein | Ja |
| Größtmögliche Akkukapazität (PowerPack) | 500 Wattstunden | 800 Wattstunden |
| Größtmögliche Akkukapazität (PowerTube) | 625 Wattstunden | 750 Wattstunden |
| Mit Light-Motor erhältlich | Nein | Ja, Performance Line SX |
| Mit ABS erhältlich | Nein | Ja |
| Kompatibel mit eShift und Schaltautomatik | Nein | Ja |
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