Bowdenzug Schaltung Fahrrad Funktion

Der Begriff Zuganschlag bezieht sich auf eine mechanische Vorrichtung am Fahrrad, die die Außenhülle eines Bowdenzugs fixiert. Bowdenzüge sind die Kabel, die beispielsweise die Schaltung oder die Bremsen deines Fahrrads steuern. Der Zuganschlag sorgt dafür, dass die Außenhülle an einer bestimmten Stelle stabil bleibt, während sich der innere Zug frei bewegen kann. Bei vielen Rennrädern befindet sich der Zuganschlag direkt am Unterrohr. Einige Fahrräder haben Zuganschläge an der Gabel oder am Sitzrohr für die Bremszüge. Manchmal ist der Zuganschlag auch in die Schelle integriert, die den Umwerfer am Rahmen befestigt.

Funktionsweise eines Zuganschlags

Ein Zuganschlag funktioniert nach einem sehr einfachen Prinzip. Die Außenhülle eines Bowdenzugs wird in den Zuganschlag eingeführt und an Ort und Stelle fixiert. Das ermöglicht es, dass sich der innere Zug bewegt, ohne dass sich die Hülle selbst mitbewegt. Wenn du zum Beispiel beim Rennrad die Gänge wechselst, übst du mit dem Schalthebel Druck oder Zug auf den Bowdenzug aus.

Wichtigkeit und Pflege

Eine stabile Fixierung der Außenhülle verhindert Energieverluste. Schmutz und Staub können sich in den Zuganschlägen absetzen und die Funktion beeinträchtigen. Überprüfe regelmäßig, ob die Zuganschläge noch fest sitzen und keine Schäden aufweisen. Kontrolliere, ob die Bowdenzugspannung korrekt eingestellt ist.

Bowdenzüge im Detail

Leichtgängige Schalt- und Bremszüge sind enorm wichtig für die Funktion des Rennrades. Verschlissene oder beschädigte Züge sollten deshalb ausgetauscht werden - hier steht, wie’s geht. Die Erfindung der Seilzug-gesteuerten Schaltung war eine Revolution in der Fahrradtechnik. Und man muss sagen: Dieses Funktionsprinzip hat durch stetige Weiterentwicklung bis heute eine hohe Perfektion erreicht. Dennoch sind Bowdenzug-Systeme seit jeher anfällig gegen Verschmutzung und Verschleiß. Die Folge: Schwergängige und ungenaue Gangwechsel verbunden mit einem relativ hohen Wartungsaufwand.

Bestandteile eines Bowdenzugs

  • Bowdenzug (Stahlseil): Überträgt die Kraft.
  • Zughülle: Äußere Hülle, die den Zug führt und fixiert.
  • Zuganschlag: Fixiert die Zughülle am Rahmen.

Funktionsprinzip der Bewegung

Erstmal: Der Bowdenzug ist das Stahlseil, das sich bewegt. Das schwarze außenrum ist die Zughülle. Wird der Zug gelockert, bewegt sich die Mechanik ihrer Rückholfeder folgend, meistens zum kleineren Ritzel oder Kettenblatt hin. Wird der Zug nicht bewegt, hält aber gegen die Rückholfeder, bewegt sich das Schaltwerk nicht. Wird stärker am Zug gezogen als die Feder gegenhält, bewegt sich der Zug und zieht die Mechanik mit in Richtung größerem Ritzel.

Wartung und Kontrolle

Prüfen Sie die Züge regelmäßig auf Beschädigungen, ­besonders in der Nähe der Anschläge. Quetschungen, Knicke, eingerissene Enden oder Schmutz in den Hüllen erhöhen die Reibung; Schaltung und Bremsen werden dann schwergängig und unpräzise. Das beste Schmiermittel für Bowdenzüge ist Fett. Es dichtet die Enden gleichzeitig gegen Wasser und Schmutz ab. In Hülsen und Zuganschlägen schützt es vor Korrosion und Knackgeräuschen. Ziehen Sie den gut eingefetteten Zug mehrmals in der Hülle hin und her, damit sich das Fett gut verteilt.

Qualität und Austausch

Es lohnt sich, für hochwertige Züge etwas mehr Geld auszugeben. Die beschichteten Shimano-Züge verbessern die Performance aller Shimano-Schaltgruppen enorm. Auch die originalen Campagnolo-Züge sind gut. Schalt- und Bremszüge sind verschieden und dürfen nicht verwechselt oder gemischt werden. Schalt-Innenzüge sind dünner als Brems-Innenzüge und haben einen kleineren Kopf. Achtung: Hier gibt es unterschiedliche Versionen von Shimano und Campagnolo! Die Shimano-­Köpfe sind ­geringfügig größer und können sich in Campagnolo-Schalthebeln festfressen. Schalt-Außenzüge sind etwas schlanker als Brems-Außenzüge und in Längsrichtung verstärkt, damit sie beim Schalten nicht gestaucht werden. Brems-Außenzüge ­haben eine spiralförmige Verstärkung, das macht sie ­etwas flexibler beim Verlegen.

Werkzeug und Tipps für den Austausch

Verwenden Sie fürs Kürzen der Züge immer eine gute Bowdenzugzange (oberes Bild). Die Hüllen müssen sauber und exakt rechtwinklig abgeschnitten werden. Trennen Sie die Züge oder Hüllen nicht mit Seitenschneider oder Kneifzange, da diese die Züge zu sehr quetschen. Glätten Sie die Enden der ab­geschnittenen Außenhüllen mit ­einer Feile, damit sie fest und bündig in Anschlägen und Endkappen sitzen. Weiten Sie außerdem den Kabelkanal nach dem Schnitt mit einem spitzen Gegenstand.

Wichtige Hinweise

  • Vermeiden Sie beim Verlegen der Züge enge Biegungen; die Züge sollten in weichen Bögen verlaufen, damit die Reibung so gering wie möglich bleibt.
  • SRAM schreibt einen verhältnismäßig großen Bogen am Schaltwerk vor, damit die Schaltung perfekt funktioniert.
  • Für mechanisch betätigte Scheibenbremsen empfehlen sich spe­zielle druckstabile Brems-Außenhüllen. Sie vermitteln einen definierteren Druckpunkt und erhöhen die Bremsleistung.
  • Die mit PTFE beschichteten Shimano-Züge (ab 105 aufwärts) verbessern die Funk­tion aller Shimano- und SRAM-Schaltungen. Sie sind zwar sensibel zu montieren, aber sehr leichtgängig und bleiben lange geschmeidig.

Verlegen von Kabeln und Leitungen im Rahmen

Kabel und Leitungen werden in der Regel durch den Rahmen verlegt. Sind die Züge noch montiert, dann ziehen Sie sie nicht komplett aus dem Rahmen. Tauschen Sie zunächst nur den Innenzug aus, dann ziehen Sie die alte Außenhülle über den Innenzug heraus und fädeln die neue darüber. Werden die Züge im Rahmeninneren hüllenlos geführt, hilft eine lange, dünne ­Innenzug-Hülle (Liner), um die Position des Zuges zu halten. Bei der Neuverlegung leistet ein Bremszug mit leicht gebogenem Ende gute Dienste. Er ist etwas steifer und schwerer als ein Schaltzug, lässt sich also besser fädeln.

Weitere Tipps

  • Mit einem starken Magneten lassen sich Züge im Rahmen von außen führen.
  • Wenn Kanten und enge Radien die Verlegung erschweren, können Sie es mit Woll­faden und Staubsauger versuchen.

Bedienelemente am Lenker

Am Lenker kommen alle Kabel an, eine saubere Verlegung ist hier besonders wichtig. Vergewissern Sie sich, wie die Schaltzüge in die Hebel gefädelt werden müssen. Meist geschieht das im entspannten Zustand durch eine Öffnung, entweder seitlich (Shimano, SRAM) oder von unten (Campagnolo) unter dem Griffgummi. Kleben Sie die Außenhüllen zunächst mit Klebeband eng an den Lenker, bevor Sie das Lenkerband wickeln. Achten Sie darauf, dass die Hüllen fest in den Anschlägen sitzen und eng in den Lenkerbiegungen und in ihren Führungen verlaufen.

Spezielle Aspekte bei integrierten Zügen

Wenn die Leitungen durch Lenker und Vorbau verlaufen, muss die Länge auf den Millimeter passen. Wenn möglich, lassen Sie bei den Arbeiten die Außenhüllen und Bremsleitungen am Lenker montiert. Kürzen Sie die Leitungen, wenn der Lenker in höchster Stellung steht. So bleibt etwas Spielraum, um später die Höhe zu verändern. Bei kleinen Rahmen kann es sinnvoll sein, die Schaltzüge vor dem Steuerrohr zu kreuzen - dann knicken sie beim Einlenken nicht so stark ab.

Elektrische Schaltungen und hydraulische Bremsen

Mit elektronischen Schaltungen und hydraulischen Bremsen gehört der Leitungswechsel nicht mehr zu den Routinearbeiten am Rennrad, weil sie nicht verschleißen. Verwenden Sie jedes Mal, wenn Sie die Leitung von Bremskörper oder Griff lösen, ein neues, passendes Anschlussstück. Pumpen Sie mit dem Bremshebel die Bremse möglichst vollständig leer. So kann auslaufendes Öl keinen Schaden anrichten.

Besonderheiten bei Elektrokabeln

  • Viele Funktionsstörungen lassen sich auf defekte Verbindungen zurückführen.
  • Sind die Kabel alle einwandfrei, kann es auch an den Steckern liegen: Sie sind vergleichsweise schwergängig und müssen spürbar einrasten.
  • Achten Sie deshalb auf ausreichend Schutz, z.B.

Funktionsweise einer Mountainbike-Schaltung

Schaltwerk und Schalthebel sind die entscheidenden Bauteile einer Kettenschaltung. Ein Schaltzug aus Stahlgeflecht (bei mechanischen Kettenschaltungen, z.B. von Shimano) oder ein Funksignal (wie bei den Sram AXS Elektro-Schaltungen) überträgt die Schaltimpulse vom Daumen auf den Antrieb. Das Schaltwerk einer Mountainbike-Schaltung sitzt hinten am Bike und ist das essenzielle Bauteil einer Kettenschaltung, damit die Kette über die Ritzel der Kassette wandern kann.

Bestandteile des Schaltwerks

  1. Befestigungsschraube
  2. Umschlingschraube
  3. Obere Anschlagsschraube
  4. Untere Anschlagsschraube
  5. Zugführung
  6. Zugklemmung
  7. Schaltwerksfedern
  8. Schaltröllchen
  9. Schaltkäfig

Bestandteile des Schalthebels

  1. Oberer Schalthebel
  2. Unterer Schalthebel
  3. Zugspannungsschraube

Detaillierte Betrachtung des Schaltwerks

Betrachten wir das Schaltwerk genauer: Es ist zuständig für die Gangwechsel am Hinterrad, es ist wie ein Parallelogramm mit vier Gelenken aufgebaut. Damit der hintere Werfer die Kette auf verschiedene Ritzel legen kann, ist es in Richtung der Nabe und der Kettenstrebe beweglich. Der genaue Schwenkbereich ist dabei einstellbar. Eine Feder, die permanent gespannt ist, schwenkt den Schaltarm nach außen von der Nabe weg. Dadurch wandert die Kette auf das kleinste Ritzel. Nun kommt der Schalthebel ins Spiel, der den Bowdenzug durch Rasterungen strafft und lockern kann. Durch Erhöhung der Zugspannung wirkt man der Feder im Schaltwerk quasi entgegen. Bedeutet: Wird der Bowdenzug nun straffer gezogen, überwindet er den Widerstand der Schaltwerksfeder. Somit schwenkt das Schaltwerk in Richtung Nabe, also in Richtung des größten Ritzels bzw. auf jenes. Durch feine Rasterungen im Schalthebel hält der Schaltzug seine Spannung, so kann gezielt ein Gang eingelegt werden.

Glossar zur Fahrradschaltung

Hier findest Du einen Überblick über die wichtigsten Technologien & Bauteile rund um die Schaltung am MTB, Rennrad & Alltagsfahrrad. Die Bauteile einer Kettenschaltung sind aber immer die Gleichen: Kettenblatt, Kassette, Kette, Schaltwerk, Umwerfer und Schalthebel. Jeder Hersteller hat eigene Ansätze zur Optimierung der Schaltqualität und Haltbarkeit, aber die grundsätzliche Funktionsweise ist bei Kettenschaltungen immer gleich.

Wichtige Begriffe

  • Bowdenzug: Ein Stahlseil, das den Schaltimpuls vom Schalthebel mechanisch an das Schaltwerk oder den Umwerfer überträgt.
  • Bremsschalthebel (Brifter): Kombination aus Bremshebel und Schalthebel, vor allem an Rennrädern und Gravelbikes genutzt.
  • E-Schaltung: Statt durch einen Bowdenzug wird der Schaltimpuls per Kabel oder Funk übertragen.
  • Einfach-Antriebe: Schaltungen mit einem einzelnen Kettenblatt an der Kurbel.
  • Kassette: Wird auf den Freilaufkörper der Hinterradnabe gesteckt oder geschraubt.

Wartung von Bowdenzügen und Bowdenzughüllen

Bowdenzug und Bowdenzughülle sind integraler Bestandteil der mechanischen Schaltungs- und Bremssysteme am Fahrrad. Sie unterliegen, wie alle Komponenten am Fahrrad, einer Abnutzung und sind der Witterung ausgesetzt. Um den Seilzug, genannt Fahrrad Bowdenzug dauerhaft gängig zu halten, muss er von Zeit zu Zeit gewartet werden. Im schlimmsten Fall musst du sogar Bremszug oder Schaltzug wechseln oder die Bowdenzughülle erneuern.

Funktion und Aufbau

Die Fahrrad Bowdenzüge übertragen die Schalt- und Bremsvorgänge von den Betätigungshebeln am Lenker zu Schaltwerk und Umwerfer bzw. zur Bremse an den Laufrädern. Der Schaltzug verläuft dabei durch die Schaltzughülle und der Bremszug verläuft durch die Bremszughülle. Die Seilzüge sind komplexe Drahtgeflechte, bei denen das Kerngeflecht die Kräfte aufnimmt bzw. weitergibt und das sehr glatte äußere Drahtgeflecht für einen reibungsarmen Lauf in der Zughülle zuständig ist.

Belastung des Bowdenzugs

Der Fahrrad Bowdenzug überträgt die Zug- und Druckkräfte aus der Betätigung der Hebel am Lenker. Schlimmer ist für den Bowdenzug die Einwirkung der Witterung: Nässe und Staub werden schleichend in das Innere der Bowdenzughülle verschleppt und bewirken dort eine Korrosion am Bowdenzug. Dadurch entsteht Schwergängigkeit und erhöhte Reibung zwischen Innenzug und Zughülle.

Wartungsschritte

  1. Bowdenzug ausbauen: Stelle Schaltung bzw. Bremse so ein, dass der betreffende Bowdenzug vollständig entlastet ist.
  2. Bowdenzug prüfen, reinigen und schmieren: Prüfe den Bowdenzug auf Beschädigungen, Korrosion oder andere Auffälligkeiten.
  3. Bowdenzughülle prüfen und reinigen: Zunächst kontrollierst du die Hüllen auf der gesamten Länge auf Beschädigungen im Außenmantel, auf Knicke, zu enge Radien, Zwangslagen oder andere Auffälligkeiten.
  4. Bowdenzug einziehen: Schiebe den gefetteten Fahrrad Bowdenzug vorsichtig von oben durch die Bowdenzughülle, bis er am unteren Ende aus der Hülle heraussteht.

Austausch von Bowdenzug und Bowdenzughülle

Der Einbau neuer Bowdenzüge erfolgt ähnlich der obigen Beschreibung. Für den Austausch der Bowdenzughüllen ist zunächst erforderlich, die neuen Zughüllen in die passende Länge zu kürzen.

Zughülle kürzen

Neue Bowdenzughüllen müssen erst auf die erforderliche Länge zugeschnitten werden. Wenn die Länge der alten Hüllen korrekt bemessen war, kannst du die alten Hüllen als Maß für den Zuschnitt der neuen Hüllen verwenden.

Tabelle: Vergleich mechanischer und elektronischer Schaltungen

Merkmal Mechanische Schaltung Elektronische Schaltung
Ansteuerung Bowdenzug Kabel/Funk
Wartung Höher (Verschleiß,Justage) Geringer
Präzision Abhängig vom Zustand des Bowdenzugs Höher
Bedienung Manuell Elektrisch unterstützt

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