Das Boxberg Fahrsicherheitstraining für Motorradfahrer bietet eine ideale Möglichkeit, unter professioneller Anleitung und auf einem dafür perfekt geeigneten Gelände, die fahrphysikalischen Möglichkeiten des eigenen Fahrzeugs auszuloten. Ziel und Zweck des Trainings ist es, ein richtiges Verhalten und Reagieren in verschiedensten praxisbezogenen Situationen zu trainieren.
Das Trainingsgelände
Die Teststrecken und Trainingssektionen befinden sich auf einem in sich geschlossenem 94 ha großem Areal. Eingerahmt wird das Gelände von einem 3 km langem Hochgeschwindigkeitsoval, im innenliegendem Raum befinden sich u.a. abwechslungsreichen Teilabschnitten.
Trainingsablauf und Inhalte
Im Verlaufe des Trainingstages führen wir die Teilnehmer schrittweise an die einzelnen Schwierigkeitsstufen der Sektionen heran. Durch die langjährige Erfahrung der MOTORRAD action team Instruktoren lernen die Teilnehmer unter realen Bedingungen und professioneller Anleitung den Umgang mit verschiedensten teils auch kiniffligen Fahrsituationen und verbessern gleichzeitig ihr Fahrvermögen.
Fahrdynamik- und Schräglagentraining
Seit der Erweiterung/Verbesserung des Handling-Kurses auf dem Gelände gibt es neben dem seit Jahren gewohnten und bewährtem Fahrdynamiktraining parallel auch ein Schräglagentraining. Hierbei steht das bessere Kennenlernen der Assistenzsysteme des Fahrzeuges im Vordergrund. Wiedereinstieg oder die Saisonvorbereitung sind ebenfalls wichtige Aspekte.
In überschaubaren Gruppen mit maximal 7 Teilnehmern wird in abwechslungsreichen Teilabschnitten trainiert. Dabei wird auch auf Kurvenfahrtechniken inklusive der Hanging-Off-Technik eingegangen. Bei dieser Trainingsform setzen wir auch unseren Schräglagentrainer ein.
Technologische Innovationen im Fokus
Im Rahmen der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, die aktuellsten Motorräder aus der gesamten BMW Modellpalette Probe zu fahren. Ganz gewaltig welche Technologien da auf uns zukommen, soviel sei schon mal verraten. Die Technik macht Fortschritte und wir Motorradfahren müssen - oder besser gesagt - dürfen mit.
ABS und Traktionskontrolle sind heute bereits omnipräsente Begleiter im Motorradalltag. Selbst in der Einsteigerklasse sind die Technologien angekommen und werden bereits für die breite Masse verbaut. Seit Jahresbeginn ist ABS bei Straßen-Motorrädern über 125 ccm übrigens Pflicht.
Bosch Innovationen für mehr Sicherheit
Die Bosch Mannschaft stellte uns äußerst interessante Entwicklungen in Hard- und Software vor. Die Vision von Bosch ist es, einen globalen Signalstandard zu kreieren, mit welchem die verschiedensten Fahrzeugklassen, vom Elektrofahrrad bis hin zum LKW, miteinander kommunizieren. Auf Basis von Navigationsdaten und GPS Signalen tauschen Fahrzeuge im Umkreis von mehreren hundert Metern ständig Informationen zu Fahrzeugtyp, Geschwindigkeit, Position und Fahrtrichtung aus. So können aktiv Unfälle verhindert werden.
Die Technologie "Connected Horizon" ermöglicht es dem Motorradfahrer quasi um die Ecke zu schauen, um so rechtzeitig auf mögliche Gefahrenstellen reagieren zu können. Daten aus dem Internet liefern Echtzeit-Informationen zu Geschwindigkeitsbegrenzungen, empfohlener Kurvengeschwindigkeit, Gefahrenpunkten sowie eine Vorausschau auf Stauenden, Bau- und Unfallstellen. Dieser digital unterstützt Weitblick erhöht die Sicherheit und den Komfort beim Motorradfahren enorm.
Auf Basis intelligenter Crash Algorithmen erkennt der eCall wenn der Motorradfahrer in einen Unfall verwickelt wurde und setzt - sofern der Fahrer nichts "dagegen" unternimmt - automatisch einen Notruf ab. Dabei werden die notwendigen Fahrzeugdaten sowie die aktuelle Position direkt an die Notrufzentrale übermittelt. Vielleicht noch nicht ganz so bekannt aber dennoch extrem hilfreich sind die beiden weiteren Punkte Breakdown Call und Information Call. Mit dem bCall nimmt das Motorrad bei einer Panne selbstständig Kontakt mit der Werkstatt auf und sendet die nötigen Daten. Der iCall ist ein hilfreicher Assistent auf allen Straßen.
Motorrad-Stabilitätskontrolle (MSC)
Die Motorrad-Stabilitätskontrolle, kurz MSC, ist eine Art ESP (kennt man aus dem Auto) für Motorräder. Das System erkennt auf Basis der Daten von Vorderrad- und Hinterraddrehzahl sowie einer Sensorbox, welche für mehrachsige Schräglage- und Beschleunigungs-Messungen zuständig ist, den aktuellen Fahrzustand des Zweirads. So können sämtliche elektronischen Regeleingriffe, sei es beim Bremsen oder Gasgeben, blitzschnell der momentanen Situation angepasst werden. Dadurch verhindert das System beispielsweise aktiv den oft gefürchteten Highsider beim Herausbeschleunigen aus Kurven.
Noch interessanter für mich aber die Leistung der Elektronik beim Bremsen in Schräglage. Am Stammtisch wird die Technologie gerne als Kurven ABS bezeichnet. Vermieden werden dabei bestmöglich zwei Dinge: Das Wegrutschen übers Vorderrad und das ungewollte Aufstellen des Motorrads beim Bremsen in Schräglage.
Dennoch es funktioniert: Butterweich dosiert die MSC über das ABS genau so viel Bremskraft an das Vorderrad, wie es verträgt um den Biker selbst aus größter Schräglage sicher zum Stehen zu bekommen. Da geht richtig viel! Ein tolles System, welches im Ernstfall als Lebensretter fungiert. Das Kurven ABS kann tatsächlich enorm viel, der gesunde Hausverstand des Fahrers sollte dennoch bei jeder Fahrt mit an Bord sein.
Vehicle Hold Control (VHC)
Das Handling von schweren Maschinen erleichtert Bosch mit dem Fahrzeughalteassistenten genannt "Vehicle Hold Control" oder kurz VHC. Dabei handelt es sich um eine ABS-Zusatzfunktion, die mittels intelligenter Algorithmen in das ABS-Steuergerät einprogrammiert wird.
Aktiviert wird das System nach dem Halten mittels kräftigem Druck bzw. Zug an einem der beiden Bremshebel. Im Anschluss berechnet und adaptiert das System je nach Fahrzeugstatus den Druck auf das hintere Bremssystem über die Pumpe und die Ventile der ABS-Steuereinheit und hält somit für exakt 9 Sekunden das Fahrzeug am Platz. Persönlich würde ich dieses Feature nicht als Must-have bezeichnen, dennoch ist es eine tolle Möglichkeit um dem Fahrer das Anfahren leichter zu machen, da sich dieser dann ganz auf Gas und Kupplung konzentrieren kann.
Elektromobilität mit Bosch
Den integrierten Antrieb mit Radnabenmotor steuert nämlich Bosch bei. Da das System zum größten Teil aus bereits entwickelten Automotive-Komponenten besteht, entstehen weit geringe Entwicklungsaufwendungen. Das macht Elektromobilität für Unternehmen wirtschaftlich und für Endkunden bezahlbar. Bosch bietet dabei auf Wunsch für jeden Hersteller das komplette Elektronikpaket.
Smartphone-Konnektivität
Als Basis für die vorgestellten Apps diente immer die Smartphone-Integrationslösung von mySPIN für den Einsatz bei Zweirädern. Die Anwendung ermöglicht Motorradfahrern, ihr Smartphone mit dem Bike zu verbinden. So können durch entsprechende Apps beispielsweise Staus umfahren, Touren mit anderen Bikern geplant oder Musikstreams aus dem Internet gehört werden. Ein Motorrad Tourenplaner, der die besten Straßen markiert, für den Motorradfahrer relevante Einträge entlang der Route anzeigt und ebenfalls eine Community Funktion integriert hat, mit welcher der Biker seine Routen teilen kann.
Die innovativen Damen und Herren bei Bosch haben noch einige tolle Pläne und Technologien in der Schublade, welche uns Motorradfahrern in den kommenden Jahren den Alltag erleichtern werden.
Teilnahmeinformationen
Das Fahrertraining Boxberg ist ein Trainingsprogramm, geeignet für alle Sportwagenpiloten, die ihr Fahrkönnen perfektionieren möchten ohne dabei das Vergnügen außer Acht zu lassen. Bei unserem Boxberg Fahrtraining erleben Sie ein ganztägiges Sportwagen Fahrtraining mit ca. 7-8 abwechslungsreiche Trainingsstationen, die durch professionelle Coaches aus dem Rennsport angeleitet werden.
Unser Boxberg Fahrtraining dient nicht der Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten und wir fahren auch keine Rennen. Dennoch bewegen wir und in den einzelnen Sektionen auch an die Grenzbereiche heran, ohne sie zu überschreiten. Unsere ausgebildeten Rennsport-Instruktoren mit DMSB-Lizenz geben Ihnen Tipps und sorgen für ein professionelles Coaching in Kleingruppe mit maximal 5 Fahrzeuge je Trainingsgruppe.
Ablauf des Trainings
- Zuerst gab es eine gemeinsame Besichtigungsrunde.
- Nächstes Training war die sogenannte Rennstrecke.
- Wieder eine Besichtigungsrunde mit moderater Geschwindigkeit.
- Danach wurde der Speed merklich erhöht.
- Nun ging es in die Kreisbahn.
- Zum Abschluss ging es in einen Kurvenparkour.
Das Training wurde vom Veranstalter in allen Belangen hervorragend durchorganisiert. Es konnte viel mitgenommen und erlernt werden.
Kosten
Bosch Prüfcenter Boxberg 1-tägig 469 €, 2-tägig 847€ (abzgl.
Rabatt
Und das Beste: Unsere Kunden erhalten bei einer Buchung über uns einen Rabatt von 10 % des Nettopreises! Bitte beachten: Eine Rabattierung von 10 % auf den netto Teilnahmebetrag erfolgt bei der Rechnungsstellung durch das Action-Team. Die Berechtigung auf den Rabatt haben ausschließlich Kunden vom ADAC Fahrsicherheitszentrum Westfalen GmbH.
Anmeldung
Wir prüfen deine Anmeldung auf Vollständigkeit und deine Rabattierungsberechtigung. Sollten sich daraus noch Fragen ergeben, melden wir uns bei dir. Deine verbindliche Anmeldung leiten wir direkt im Anschluss an das Action-Team weiter. Die Anmeldebestätigung und alle weiteren Infos zum Training erfolgen direkt vom und durch das Action-Team. Eine Weitergabe deiner Anmeldung und deiner Daten durch uns an andere Dritte erfolgt nicht.
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