In Bremen und Umgebung kam es in den letzten Tagen zu mehreren schweren Verkehrsunfällen, bei denen Motorräder beteiligt waren. Die Polizei Bremen und Bremerhaven ermitteln in verschiedenen Fällen und suchen Zeugen.
Tödlicher Verkehrsunfall in Bremen-Burglesum
Am Morgen kam es in Bremen-Burglesum, Grambker Dorfstraße, zu einem schweren Verkehrsunfall an einem Bahnübergang. Gegen 7:20 Uhr kollidierte ein Personenzug mit einem Pkw. Der 19 Jahre alte Autofahrer verstarb noch am Unfallort. Nach derzeitigen Erkenntnissen wurden im Zug keine Personen verletzt.
Lebensgefährlich verletzter Motorradfahrer in der Überseestadt
Am Morgen kam es auf dem Autobahnzubringer Überseestadt zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und einem Auto. Ein 34 Jahre alter Mann wurde dabei lebensgefährlich verletzt. In der Folge kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Gegen 06:50 Uhr befuhr ein 19 Jahre alter Mann mit seinem Volkswagen Passat den Autobahnzubringer Überseestadt in stadtauswärtiger Richtung und wollte nach links in die Ingolstädter Straße abbiegen. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der 34-jährige Motorradfahrer auf der gegenüberliegenden Seite und fuhr in stadteinwärtiger Richtung. Nach bisherigen Zeugenaussagen überfuhr der 19-Jährige dabei eine rote Ampel und erfasste den Motorradfahrer im Kreuzungsbereich.
Der 34-Jährige wurde durch den Aufprall vom Motorrad mehrere Meter in die Luft geschleudert und kam zu Boden. Er wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Auch der 19-Jährige musste mit schweren Verletzungen von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht werden.
Sowohl das Motorrad als auch der Passat mussten abgeschleppt werden. Es entstand ein Sachschaden von 32.000 Euro. Während der Unfallaufnahme und Aufräumarbeiten musste der Autobahnzubringer Überseestadt vorrübergehend gesperrt werden, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte.
Zeugensuche nach Unfall in Bremen: Biker bricht sich mehrere Knochen
In Bremen ist es am Mittwoch zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Der Fahrer eines Motorrads krachte am späten Nachmittag frontal mit einem Transporter zusammen. Dabei zog sich der 66-jährige Biker mehrere Knochenbrüche zu. Der mutmaßliche Verursacher des Crashs floh, wie eine Sprecherin der Polizei am Donnerstag mitteilte.
Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr der 66-Jährige gegen 16.55 Uhr von der Autobahn 27 auf die Franz-Schütte-Allee in Fahrtrichtung Oberneuland. Zum gleichen Zeitpunkt habe ein schwarzer Ford, der sich zunächst in zweiter Reihe hinter dem Biker befunden habe, ausgeschert und sowohl den Biker als auch ein weiteres Fahrzeug überholt. Beim Einfädeln sei es zwischen dem Motorradfahrer und dem Fahrer oder der Fahrerin des Fords zu einem Streit gekommen.
Als der Biker im weiteren Verlauf versuchte, wiederum den Ford zu überholen, habe der Fordfahrer dem Motorradfahrer das Wiedereinscheren nicht ermöglicht, sodass dieser frontal in einen entgegenkommenden Transporter krachte und sich dabei schwere Verletzungen zuzog. Laut Polizei erlitt der Mann mehrere Knochenbrüche und musste umgehend ins Krankenhaus gebracht werden. Lebensgefahr bestand jedoch nicht.
Auch der 20 Jahre alte Fahrer des Transporters erlitt Verletzungen, die von den Beamten aber als leicht eingestuft wurden. Unter anderem erlitt der Mann einen Schock, hieß es. Der Fahrer oder die Fahrerin des Fords entfernte sich unerlaubt von der Unfallstelle, ohne sich um das Geschehen zu kümmern. Die Polizei sucht deshalb Zeugen, die sowohl Angaben zum Unfallhergang als auch zum Ford machen können.
Beim Fahrzeug soll es sich laut Zeugen um eine schwarze Schräghecklimousine handeln. Weiter ist bekannt, dass über dem Kennzeichen rote Streifen angebracht waren.
Tödlicher Unfall auf der A1 im Landkreis Harburg
Beim Zusammenstoß mit einem Auto auf der Autobahn 1 im Landkreis Harburg ist ein Motorradfahrer getötet worden. Eine 37-Jährige war am Donnerstag zwischen den Anschlussstellen Hittfeld und Dibbersen in Richtung Bremen mit ihrem Fahrzeug auf den 55 Jahre alten Motorradfahrer von hinten aufgefahren, wie die Polizei mitteilte.
Der Biker prallte zunächst auf den Wagen, wurde durch die Luft geschleudert und blieb auf der Fahrbahn liegen. Er erlitt tödliche Verletzungen. Ein zweiter Motorradfahrer, ein Bekannter des Unfallopfers, blieb unverletzt. Er hatte im Rückspiegel gesehen, dass die Autofahrerin ihre Geschwindigkeit nicht verringerte und war laut Polizei in letzter Sekunde auf den Standstreifen ausgewichen.
Der Mann sowie die Unfallverursacherin erlitten einen Schock. Warum die 37-Jährige mit ihrem Wagen nahezu ungebremst auf das Motorrad auffuhr, ist Gegenstand der Ermittlungen. Der Frau wurde eine Blutprobe entnommen, da es Anhaltspunkte gab, dass sie eventuell unter Alkohol stand. Die A1 wurde für rund fünf Stunden in Fahrtrichtung Bremen voll gesperrt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft war ein Gutachter vor Ort, um Spuren zu sichern und den Unfallhergang zu rekonstruieren.
Weitere Meldungen
- Bei einem missglückten Verkehrsmanöver in Elsdorf sind ein Motorradfahrer und seine Mitfahrerin verletzt worden.
- Ein betrunkener Fußgänger lief auf die Fahrbahn der Weserstraße und gefährdete damit sich und zwei Motorradfahrer. Die Polizei ermittelt wegen Nötigung.
Appell der Polizei
Mit steigenden Temperaturen sind mehr Motorradfahrer unterwegs. Das führt leider auch zu mehr Unfällen. Die Polizei bittet alle Verkehrsteilnehmer um erhöhte Aufmerksamkeit und gegenseitige Rücksichtnahme, um schwere Unfälle zu vermeiden.
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