Damit das Fahrrad dauerhaft eine optimale Bremsung leisten kann, sollte man regelmäßig die Bremsen kontrollieren. Nach einiger Zeit ist es sogar empfehlenswert, den Fahrrad Bremszug zu wechseln. Das kann aus verschiedenen Gründen notwendig sein. Der häufigste Grund ist jedoch der Verschleiß oder Bruch der Kabel.
Fahrrad-Bremskabel bestehen aus Stahlgeflecht und sind in der Regel sehr widerstandsfähig. An einem Ende befindet sich eine Metallklemme, um das Kabel fest mit dem Bremshebel zu verbinden. Die Kabel fransen typischerweise in der Nähe der Klemme aus, die sie mit den Bremsen verbindet. Bei extremer Belastung oder Vernachlässigung der Pflege kann es sogar zum Bruch kommen.
Ein weiteres häufiges Problem, dass zur Notwendigkeit führt, den Fahrrad Bremszug zu wechseln, ist das falsche Lagern des Fahrrads. Das Problem tritt dann auf, wenn die Bremskabel und -hüllen zum Zeitpunkt der Lagerung keine ausreichende Schmierung erhalten haben. Wenn das Fahrrad zusätzlich auch noch Feuchtigkeit ausgesetzt ist, kann das zu Oxidationen im Inneren der Hülle führen.
Das Kabel verliert an Geschmeidigkeit und gleitet schlecht und die Hebel lassen sich nur schwer bedienen. Bowdenzug und Bowdenzughülle sind integraler Bestandteil der mechanischen Schaltungs- und Bremssysteme am Fahrrad. Sie unterliegen, wie alle Komponenten am Fahrrad, einer Abnutzung und sind der Witterung ausgesetzt. Um den Seilzug, genannt Fahrrad Bowdenzug (benannt nach seinem Erfinder, Ernest Bowden, manchmal aber auch Fahrrad Bautenzug genannt) dauerhaft gängig zu halten, muss er von Zeit zu Zeit gewartet werden.
Im schlimmsten Fall musst du sogar Bremszug oder Schaltzug wechseln oder die Bowdenzughülle erneuern. Wie das alles geht und was du dabei alles beachten musst, beschreiben wir in diesem Artikel. Eine umfassende Schritt für Schritt Anleitung für außen verlegte Schaltzüge einer Kettenschaltung und die Bremszüge von V-Brake, Cantilever Bremse und anderen Seilzugbremsen.
Funktion und Aufbau der Fahrrad Bowdenzüge
Die Fahrrad Bowdenzüge übertragen die Schalt- und Bremsvorgänge von den Betätigungshebeln am Lenker zu Schaltwerk und Umwerfer bzw. zur Bremse an den Laufrädern. Der Schaltzug verläuft dabei durch die Schaltzughülle und der Bremszug verläuft durch die Bremszughülle.
Der Bowdenzug
Diese Seilzüge sind komplexe Drahtgeflechte, bei denen das Kerngeflecht die Kräfte aufnimmt bzw. weitergibt und das sehr glatte äußere Drahtgeflecht für einen reibungsarmen Lauf in der Zughülle zuständig ist. Am oberen Ende befindet sich ein Tonnennippel, der in den Betätigungshebeln eingelegt wird und als Mitnehmer wirkt. Hochwertige Innenzüge bestehen aus Edelstahl, die preiswerteren Varianten aus verzinktem Stahl. Weil diese Seilzüge mit ca. 2 Euro keine große finanzielle Belastung darstellen, raten wir immer zur Verwendung der hochwertigen Edelstahlzüge. Sie sind stabiler und besser gegen Korrosion geschützt.
Die Bremszüge müssen höhere Kräfte aushalten und sind um die 1,5 mm dick, Schaltzüge haben lediglich um die 1,2 mm Durchmesser (je nach Hersteller variieren die Maße). Auch die Tonnennippel sind bei beiden Zugarten unterschiedlich in Größe und Ausführung. Verwende niemals einen Schaltzug als Bremszug, selbst wenn es sich vom Durchmesser her anbietet. Denn Bremszüge sind sicherheitsrelevante Bauteile, also herstellerseitig sehr stabil ausgelegt (schon aus Gründen der Produkthaftung). Schaltzüge sind das nicht.
Die Bowdenzughülle
Die Bowdenzughüllen dienen als Führung für die Seilzüge und ermöglichen durch ihre feststehende Länge die Übertragung der Betätigungskräfte und -wege, die an den Griffen/Hebeln am Lenker eingeleitet werden. Es sind kunststoffummantelte, biegsame Metallhüllen mit einem Kunststoffschlauch im Kern, durch den der Bowdenzug gleitet. Auch bei den Zughüllen ist die Ausführung für den Bremszug stabiler ausgelegt als die Schaltzug-Variante. Im Gegenzug führt die Schaltzughülle den Schaltzug wesentlich präziser. Das ist den heutigen indexierten Schaltungen geschuldet.
Und auch hier gilt: niemals eine Schaltzughülle für einen Bremszug verwenden oder umgekehrt eine Bremszughülle für die Schaltzüge. Denn ein Bremszug wird eine Schaltzughülle schnell platzen lassen und ein Schaltzug wird in der Bremszughülle nicht präzise genug geführt. Je nach Hersteller besteht der innere Kunststoffschlauch aus POM, PE oder PTFE. Das musst du berücksichtigen bei der Auswahl des passenden Schmierstoffs für den Bowdenzug. Denn manches Fett (z.B. Lithium-verseiftes Lagerfett) löst PTFE (Teflon) auf.
Die Bowdenzugspannung
Um die Spannung der Bowdenzüge geringfügig zu verändern, befinden sich am oberen und am unteren Ende der Bowdenzughüllen Einstellschrauben zur Feinjustage. So bewirkt z. B. das Herausdrehen dieser Schrauben eine größere Zughüllen-Länge und somit eine höhere Spannung im Bowdenzug. An diesen Schrauben musst du ja drehen, wenn du Schaltung oder Bremse neu einstellen willst.
Für größere Veränderungen an der Spannung der Bowdenzüge müssen jedoch die Klemmschrauben an Schaltwerk, Umwerfer oder den Bremsarmen gelöst werden.
Die Belastung am Fahrrad Bowdenzug
Der Fahrrad Bowdenzug überträgt die Zug- und Druckkräfte aus der Betätigung der Hebel am Lenker. Theoretisch findet dadurch im Laufe der Zeit eine Materialermüdung statt und das Drahtseil altert. Praktisch sind die eingeleiteten Kräfte in der Regel aber relativ gering im Verhältnis zur Drahtseil-Zugfestigkeit. Schlimmer ist für den Bowdenzug die Einwirkung der Witterung: Nässe und Staub werden schleichend in das Innere der Bowdenzughülle verschleppt und bewirken dort eine Korrosion am Bowdenzug.
Dadurch entsteht Schwergängigkeit und erhöhte Reibung zwischen Innenzug und Zughülle. Eine weitere Belastung sind Knickstellen oder zu enge Radien in der verlegten Bowdenzughülle. Sie behindern den Bowdenzug in seiner Bewegungsfreiheit und das erzeugt unnötigen Verschleiß an der inneren Kunststoffhülle und erhöht die Reibungsverluste merklich. Mit zunehmendem Verschleiß aus diesen Belastungen erhöhen sich die Betätigungskräfte an Schaltung und Bremse.
Spätestens jetzt ist eine Wartung an den Bowdenzügen fällig.
Bowdenzug und Bowdenzughülle warten
In der Regel ist eine spürbare Schwergängigkeit der Anlass für eine Wartung. Viel besser wäre natürlich, regelmäßig vorbeugend eine Wartung vorzunehmen. Für die Wartung musst du die Bowdenzüge ausbauen, reinigen und gegebenenfalls gefettet wieder einsetzen.
Bowdenzug ausbauen
Hier der Ablauf zum Ausbau der Bowdenzüge:
- Stelle Schaltung bzw. Bremse so ein, dass der betreffende Bowdenzug vollständig entlastet ist. Das betrifft auch die Stellschrauben zur Feinjustage.
- Entferne die Endkappe vom Bowdenzug. Du kannst sie wieder verwenden, wenn sie noch intakt ist.
- Schneide den möglicherweise ausgefransten Bereich am unteren Ende des Bowdenzugs ab. Hierfür benötigst du eine spezielle Bowdenzugzange. Diese Zange hat konkav geformte Schneiden, die das Aufspleißen des Drahtseilgeflechts beim Schneiden verhindern. Alle anderen Arten von Schneidzangen kannst du für diesen Job vergessen. In der Not kommst du aber auch ohne eine solche Zange zurecht: Die Schnittstelle vor dem Schneiden dafür mit etwas Tape umwickeln.
- Löse die Befestigungsschraube an Schaltwerk, Umwerfer oder den Bremsarmen
- Beim Bremszug: Drehe die Einstellschraube am Bremsgriff so in Position, dass gemeinsam mit dem Schlitz im Bremshebel (Bild) ein durchgängiger Schlitz entsteht und der Bremszug aus dem Bremshebel samt dem Tonnennippel entnommen werden kann
- Beim Schaltzug: Entferne die Abdeckung (je nach Modell oben, unten oder seitlich) und schiebe den Schaltzug soweit gegen den Schalthebel, dass du den Zug am Tonnennippel greifen kannst (Bild). Löse in diesem Zusammenhang aber niemals die zentrale Verschraubung der gesamten Mechanik, denn dann springen dir viele Kleinteile entgegen, die du sicher nirmals wieder korrekt montiert bekommst.
- Ziehe den Bowdenzug über den Tonnennippel nach oben vorsichtig aus der Bowdenzughülle heraus. Sobald du einen Widerstand beim Herausziehen spürst, solltest du erst nach der Ursache suchen und auf keinen Fall gegen den Widerstand weiterziehen. Sonst zerstörst du unter Umständen die empfindliche Innenhülle deiner Bowdenzughülle.
Bowdenzug prüfen, reinigen und schmieren
Prüfe den Bowdenzug auf Beschädigungen, Korrosion oder andere Auffälligkeiten. Ist er schon zu stark verrostet oder sogar beschädigt (Knicke, einzelne Drähte gebrochen), muss der Bowdenzug erneuert werden. In der Regel ist der Zug auch an der Klemmstelle deformiert oder sogar leicht aufgespleißt. Entscheide nach eigenem Ermessen, ob du daher nicht doch besser einen neuen Bowdenzug einsetzt.
Wenn du allerdings geplant hast, die betreffende Bowdenzughülle um ein Stück zu kürzen (weil sie in der Vergangenheit möglicherweise zu lang war), verlagert sich die Klemmstelle am Bowdenzug um das betreffende Stück und eine Beschädigung an der alten Klemmstelle wäre irrelevant. Wenn noch kein Austausch erforderlich ist: Reinige den Bowdenzug vorsichtig mit einem sauberen Lappen. Ein zu rauer Umgang mit dem Bowdenzug kann einzelne Litzen aus dem Drahtgeflecht herauslösen. Und damit wäre der Bowdenzug zerstört.
Bei der Frage nach der Notwendigkeit einer Schmierung wird es schwierig, pauschale Empfehlungen auszusprechen. Seitdem es Edelstahlzüge gibt und die Zughüllen einen Innenliner aus Teflon enthalten, ist laut der Angabe vieler Hersteller eine Schmierung nicht mehr erforderlich, ja sogar kontraproduktiv. Doch wenn, dann sollte es ein Teflon-verträglicher Schmierstoff sein: Vaseline oder Teflonfett.
Weil selbst hochwertige Seilzüge aus Edelstahl heute kein Vermögen kosten (2 Euro), solltest du im Zweifel zu einem neuen Seilzug greifen. Das erspart dir etwas Arbeit (siehe oben) und erhöht auf alle Fälle die Sicherheit gegen einen plötzlichen, unerwarteten Ausfall wegen Materialermüdung.
Bowdenzughülle prüfen und reinigen
Zunächst kontrollierst du die Hüllen auf der gesamten Länge auf Beschädigungen im Außenmantel, auf Knicke, zu enge Radien, Zwangslagen oder andere Auffälligkeiten. An dieser Stelle wäre übrigens der richtige Zeitpunkt, um Bowdenzughüllen zu kürzen, wenn sich im Fahrbetrieb herausgestellt haben sollte, dass sie zu lang waren. Wenn die alten Hüllen dagegen zu kurz waren, solltest du jetzt längere Hüllen einbauen.
Ebenso ist jetzt die passende Gelegenheit, Lenker und Vorbau auszutauschen, wenn Körperhaltung und Ergonomie verändert bzw. verbessert werden sollen. Denn nicht selten erzwingt ein längerer Vorbau auch deutlich längere Bowdenzughüllen.
Kleinere Beschädigungen am Außenmantel lassen sich per Tape leicht reparieren. Knicke sind allerdings Anlass für den Austausch der Bowdenzughülle. Sie stellen eine Belastung für den Bowdenzug an genau dieser Stelle dar und können den Zug mit der Zeit zerstören.
Oft wird empfohlen, die Bowdenzughülle im Inneren mit Silikonspray zu reinigen. Wir selber verzichten auf jegliche Reinigung, weil wir die Verträglichkeit von Silikon oder anderer Flüssigkeiten mit den Schmierstoffen für den Bowdenzug nicht beurteilen können.
Bowdenzug einziehen
- Schiebe den gefetteten Fahrrad Bowdenzug vorsichtig von oben durch die Bowdenzughülle, bis er am unteren Ende aus der Hülle heraussteht. Vermeide dabei jede überflüssige Biegung der Bowdenzughülle, um es dem Bowdenzug so leicht wie möglich zu machen. Dafür solltest du die Zughülle bei Bedarf auch aus den Haltevorrichtungen am Fahrradrahmen lösen.
- Hänge im Betätigungshebel am Lenker den Tonnennippel wieder ein
- Reinige den Bowdenzug im Bereich der Feststellschraube, sodass der Klemmbereich fettfrei ist (am besten Bremsenreiniger)
- Verlege den Zug an der Feststellschraube unter Spannung. Dafür ziehst du beim Eindrehen der Klemmschraube am Zugende per Hand. Vermeide auf jeden Fall den Einsatz einer Zange zum Ziehen, weil du dann mit Sicherheit das Litzengeflecht aufspleißt. Auch ein übertriebenes Festziehen der Klemmschraube kann den Bowdenzug aufspleißen.
- Über die Einstellschraube kannst du jetzt die notwendige Spannung im Bowdenzug aufbauen und Schaltung bzw. Bremse korrekt einstellen.
- Kürze den Bowdenzug bei Bedarf am Ende mit der Bowdenzugzange (lasse einige cm hinter der Klemmschraube als Sicherheitsreserve stehen).
- Stecke eine Endkappe auf das Zugende und verkrimpe sie mit einer Rundzange oder einem anderen geeigneten Werkzeug.
Bowdenzug und Bowdenzughülle austauschen
Der Einbau neuer Bowdenzüge erfolgt ähnlich der obigen Beschreibung. Für den Austausch der Bowdenzughüllen ist zunächst erforderlich, die neuen Zughüllen in die passende Länge zu kürzen:
Bowdenzughülle kürzen
Neue Bowdenzughüllen müssen erst auf die erforderliche Länge zugeschnitten werden. Wenn die Länge der alten Hüllen korrekt bemessen war, kannst du die alten Hüllen als Maß für den Zuschnitt der neuen Hüllen verwenden.
Wenn du in Zukunft die Mitnahme deines Fahrrades auf Flugreisen geplant hast, solltest du die Bodenzughüllen nur soweit einkürzen, dass du den Lenker samt Vorbau noch bequem aus dem Lenkrohr entnehmen kannst, ohne dass dich die Bowenzüge daran hindern. Denn mancher Fahrradkarton ist heute derart klein bemessen, dass du im Rahmen deiner Flugvorbereitungen um diese Demontage nicht herum kommst.
Es wird häufiger empfohlen, die Hüllen per Bowdenzugzange zu kürzen. Wir raten davon ab, denn es ergibt sich dann keine saubere Endfläche. Du kannst die Zughülle auf diese Weise sogar beschädigen. Wir empfehlen dagegen das Ablängen per Schleifbock. Damit erzielst du in jedem Fall eine saubere Anlagefläche, was sich beim Schaltzug positiv auf die Präzision der Schaltvorgänge auswirkt.
Die Bearbeitung mit einer Feile ist wirkungslos, weil die Metallspirale (Bremshülle) bzw. die Metalldrähte (Schalthülle) sehr hoch vergütet und damit fast wie gehärtet sind. Vermeide beim Trennen am Schleifbock aber eine zu starke Erhitzung der Metallröhre, denn diese Hitze kann die empfindliche Kunststoff-Innenhülle anschmelzen. Und beseitige den Schleifgrat, damit der neue Bowdenzug später nicht beschädigt wird. Benutze vor allem eine Schutzbrille, wenn du am Schleifbock arbeitest.
Mit dieser Anleitung zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie an Ihrem Fahrrad die Bremszüge bzw. Bowdenzüge selbständig wechseln können. Dieses spart den Weg zur Fahrradwerkstatt und ist auch für Laien recht schnell und einfach erledigt.
Ein Bowdenzug unterliegt einer natürlichen Alterung. Mit zunehmender Beanspruchung längt sich der Zug, so dass er sich nicht mehr präzise einstellen lässt und das Bremsverhalten leidet, zumal er bei starker Alterung und hoher Beanspruchung auch reißen kann. Auch die Außenhülle (Schutzhülle) unterliegt dem Verschleiß, da der Bowdenzug im Inneren durch seine Reibung für Abnutzung sorgt. Dieses ist auch einer der Gründe, warum die Hüllen schwergängiger werden und sich die Bremse schwerer bedienen läßt.
Durch den Einsatz von geeigneten Schmiermitteln, wie z.B. dem Multifunktionsöl WD-40 Sprühdose Classic lässt sich die Schmierung verbessern und ermöglicht wieder ein leichteres (und effektiveres) Bremsen mit dem Fahrrad. Irgendwann ist aber auch der hochwertigste Bremszug komplett verschlissen und sollte getauscht werden.
In unserem günstigen Fahrradteile Online-Shop erhalten Sie verschiedene Bremszüge, Bremszüge-Sets (Bremszugsätze), aber auch Zubehörteile wie Innenzugendkappen, Kabelführungen (Brakepipes), Bremskappen für Bremshüllen, Kabelstopper, Bremszug-Führungsröhrchen, Schmutzschützer, Bremsleitungshalter, Zugverbinder und vieles mehr.
- Zunächst lösen Sie den alten Zug an der Bremse und bauen ihn aus.
- Anschließend hängen Sie den neuen Bremszug in den Bremshebel ein und führen ihn durch die Einstellschraube (siehe folgendes Bild). Hierbei wird der Fahrrad-Bremszug automatisch geschmiert, da das Führungsröhrchen ab Werk schon mit Fett vorbehandelt wurde.
- Anschließend führen Sie den neuen Bremszug durch die Feststellschraube. Die Bremse sollte an der Felge liegen.
- Bevor der Bremszug durch die Schraube gesichert wird, halten Sie den Bremshebel leicht gezogen. Hierbei muss dem Bremszug mit der Hand etwas Länge nachgelassen werden.
- Anschließend ziehen Sie den Bremszug mit der Feststellschraube mit einem Innensechskantschlüssel fest. Testen Sie dann unbedingt die Funktion der Bremse.
- Steht einer der Bremsbeläge etwas weiter von der Felge ab, als der andere, stellen Sie dieses mit der kleine Einstellschraube auf der gegenüberliegenden Seite an der Bremsaufnahme nach.
- Zum Nachstellen des Bremszuges sollten Sie die Einstellschraube am Griffstück etwas herausdrehen. Somit lässt sich schlussendlich noch einmal etwas Feinjustage betreiben.
- Da man hier später von Zeit zu Zeit immer wieder etwas nachjustieren möchte, ist es ratsam die Justierschraube zu Beginn der Montage ganz hereinzudrehen.
- Abschließend kürzen Sie den Bremszug mit einem Seitenschneider oder Kabelschneidzange auf etwa 7 cm ein.
Zum Austauschen des Bremsseils Entspannvorrichtung (falls vorhanden), sonst das Bremsseil lösen, um den Bremsschuh zu ersetzen. Zum Einstellen der Bremsschuhe ist das Entspannen bzw. Lösen des Bremszuges i.a.
Die Wartung des Bremskörpers erstreckt sich auf eine regelmäßige Kontrolle der Befestigung und der Einstellung sowie ein gelegentliches Schmieren der Drehstellen. Der/die Bremskörper soll(en) so eingestellt sein, daß beim Anziehen der Bremse beide Bremsschuhe gleichzeitig auf die Felge drücken. Das Ausrichten des Bremskörpers erfolgt bei allen Bremsen bis auf die Cantilever-Bremse am Befestigungsbolzen. Dazu löst man die Mutter auf der Rückseite der Bremse, wobei bei vielen Modellen ein Gegenhalten der Befestigungsmuttern auf der Vorderseite nötig ist (Abb.). Ist die Konterung zu fest, müssen beide Muttern auf der Vorderseite gelöst werden. Sie sind wieder so anzuziehen, daß sich die Bremsarme leicht, jedoch spielfrei bewegen können.
Wir empfehlen, den Zustand deines Bremssystems, also der Bremsbeläge und Bremszüge, regelmäßig zu kontrollieren. Geräusche beim Bremsen sind meist ein schlechtes Zeichen! Sie deuten darauf hin, dass die Bremsbeläge falsch eingestellt oder zu stark abgenutzt sind. So weit sollte es gar nicht erst kommen.
Überprüfe daher immer, ob die Bremsbeläge richtig ausgerichtet sind und noch mindestens 50 % ihrer ursprünglichen Stärke aufweisen. Kontrolliere außerdem die Bremszüge: Sind sie rostig? Weisen einzelne Drähte Einkerbungen auf? Bei leichtem Flugrost müssen die Bremszüge nicht unbedingt gewechselt werden. Wenn das Bremsen aber schwierig ist und sie nicht mehr reibungslos reagieren, musst du eventuell nicht nur den Bremszug, sondern auch die Bremshülle austauschen. Auch wenn einzelne Drähte des Bremszugs im Bereich der Bremssättel eingekerbt sind, solltest du den Bremszug wechseln. Die Fahrradbremse schleift oder lässt sich nur schwer anziehen?
Damit deine mechanische Bremse jederzeit sicher und zuverlässig funktioniert, ist es hin und wieder nötig, den Bremszug und die Außenhülle zu wechseln.
So montieren Sie Bremsehebel und Bremsebrücken an Ihrem Fahrrad
Nachdem Sie nun die wichtigsten Komponenten des Bremssystems kennen, ist es an der Zeit zu lernen, wie Sie die Bremsehebel und Bremsebrücken an Ihrem Fahrrad montieren. Folgen Sie diesen detaillierten Schritten, um die Installation sicher und effektiv durchzuführen.
1. Den Bremsehebel richtig montieren
Beginnen Sie, indem Sie die Schraube des Hebels entfernen, um ihn zu öffnen und am Lenker anzubringen. Positionieren Sie ihn so, dass er bequem zu betätigen ist. Ziehen Sie die Schraube fest, bis der Hebel sicher sitzt.
2. Die Bremsebrücke am Fahrrad befestigen
Die Bremsebrücke wird mit einer langen Schraube und einer Mutter geliefert. Entfernen Sie die Mutter und führen Sie die Schraube durch das Loch in der Gabel oder im Rahmen. Ziehen Sie die Mutter fest, um die Bremsebrücke sicher zu befestigen.
3. Das Bremskabel anbringen
Nach der Montage von Hebel und Brücke verbinden Sie das Bremskabel. Führen Sie das Kabel durch den Hebel, bis es am Anschlag sitzt. Fädeln Sie es durch die Bremsebrücke und spannen Sie es, indem Sie die entsprechende Schraube festziehen. Überprüfen Sie die Spannung des Kabels, indem Sie den Hebel betätigen.
4. Letzte Anpassungen vornehmen
Um die einwandfreie Funktion des Bremssystems zu gewährleisten, passen Sie die Bremsbeläge an, sodass sie mittig auf der Bremsflanke sitzen. Betätigen Sie den Hebel, während Sie die Schrauben lockern und die Beläge neu positionieren, um sicherzustellen, dass sie nicht an der Felge reiben. Ziehen Sie die Schrauben anschließend fest, um die Beläge zu fixieren. Indem Sie diese Schritte befolgen, können Sie das Bremssystem Ihres Fahrrads korrekt installieren.
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