Btwin Fahrrad 28 Zoll im Test: Eine umfassende Analyse

Btwin setzt mit seinen Fahrrädern auf Innovation und Design. In diesem Artikel werden verschiedene Modelle der Marke Btwin mit 28 Zoll Rädern getestet und analysiert. Dabei werden Aspekte wie Design, technische Daten, Fahrverhalten und Preis-Leistungs-Verhältnis berücksichtigt.

Btwin Riverside 100: Einsteigerfreundliches Alltagsrad

Das Btwin Riverside 100 wird aktuell bei Decathlon für 129,99€ angeboten. Es ist ein traditionelles Stahlfahrrad mit vielseitigen Reifen für alle Wege und Straßen.

Erster Eindruck und Design

Auf den ersten Blick macht das Btwin Riverside 100 einen guten Eindruck. Der Rahmen wurde ergonomisch mit einer abgesenkten Rahmengeometrie gestaltet, die eine einfache Montage und Demontage ermöglicht. Das Fahrrad ist durch die Bauweise als Unisex-Rad konzipiert. Das Riverside 100 von Btwin verzichtet auf viel Schnickschnack und ist vom Design her ein schlichtes, zeitloses Rad. Insgesamt wurde das Fahrrad so entworfen, dass es klarer Einfachheit und Ästhetik entspricht.

Technische Daten

Das Fahrrad hat eine starre Gabel und ist in zwei Größen erhältlich - Medium und Large. Das mittlere wiegt 14,1 kg und das große 14,3 kg. Zusätzlich verfügt es über eine starre Stahlgabel.

Gangschaltung

Es handelt sich um ein Sechsgang-Fahrrad, das sich ideal für Stadt und Freizeitfahrten eignet. Es ist ein Drehgriffschalter von Microshift vorhanden, welcher die einzelnen Gänge problemlos einstellen lässt. Das Schaltwerk ist ein Freilauf-Zahnkranz von Shimano TZ-500. Die geringe Anzahl an Gängen reicht für den normalen täglichen Gebrauch vollkommen aus. Praktisch ist die KMC Z33 Kette mit Schnellmontage und zusätzlichen Abwurfschutz.

Bremse und Lenkung

Vorne und hinten verfügt das Fahrrad über V-Brakes, die eine ausreichende Bremskraft gewährleisten. Das Rad lässt sich ohne großen Kraftaufwand zum Stehen bringen. Bei nassen und rutschigen Untergründen kann die Bremse allerdings etwas reaktionsverzögert greifen. Die Bremshebel aus Kunststoff sind gut am Lenker platziert, so dass man bei Gefahrenbremsungen reaktionsschnell zugreifen kann. Darüber hinaus ermöglicht ein breiter Lenker eine bequeme Sitzposition. Er ermöglicht auch ein leichteres Manövrieren. Zusätzlich ist der Vorbau höhenverstellbar.

Reifen und Sattel

Das Btwin Riverside 100 ist mit Duro Cordoba Reifen ausgestattet. Die Reifen befinden sich auf 28 Zoll Aluminiumfelgen mit Stahlnabe, perfekt für lange Touren. Mit diesen Reifen kann man mühelos von der Straße auf flache Trails und schroffe Pfade wechseln. Der Btwin Sport 100 Ergofit Sattel besteht aus Schaumstoff. Der Sattel ist weich und sorgt für ein angenehmes Fahrgefühl. Außerdem ist er sowohl für Fahrten in der Stadt als auch für regelmäßige Freizeitfahrten geeignet. Ausgiebige Fahrten, die länger als eine Stunde dauern, können zu leichten Beschwerden auf den Sitzknochen führen.

Der einzige Nachteil dabei ist, dass die Sattelstütze zwar in der Höhe verstellbar ist, aber keinen Schnellspanner hat. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die Gesamtleistung des Fahrrads.

Zubehör

Das Modell der Marke Btwin ist mit Klingel, Speichenreflektoren und Pedalen ausgestattet. Als zusätzliche Ausstattung ist folgendes Zubehör kompatibel: Schutzbleche, Ständer, Trinkflaschenhalter, Satteltasche, Gepäckträger und Kindersitz.

Fazit zum Riverside 100

Das Fahrrad der Marke Riverside ist das perfekte Fahrrad für Anfänger, die ein komfortables und zugleich günstiges Rad suchen. Es ist durch die vorhandenen Allzweckreifen perfekt für alle Fahrten des täglichen Lebens geeignet. Die Fahrdaten sind gut und sprechen wirklich für das Fahrrad. Zusätzlich wird eine lebenslange Garantie auf den Rahmen, die Gabel den Vorbau und den Lenker gewährt.

B’Twin Elops 900 E red

E-Bikes erfreuen sich in deutschen Städten immer größerer Beliebtheit. Mit dem City Speed 28 Zoll 900E Connect will B’TWIN nun ein besonders leichtes und smartes E-Bike für Pendler und Stadtfahrer auf den Markt bringen.

Zielgruppe und Design

Das City Speed ist als sportliches Stadtrad konzipiert und richtet sich an Pendler und urbane Fahrer, die ein schnelles, wendiges E-Bike für den Alltag suchen. Mit nur 15 kg Gewicht ist es deutlich leichter als viele Konkurrenzmodelle. Allerdings stellt sich die Frage, ob die Akkukapazität von 250 Wh für längere Strecken ausreicht. Die sportliche Auslegung und das geringe Gewicht sprechen vor allem fitte Fahrer an, die Wert auf Agilität legen. Die verwendeten Materialien machen einen hochwertigen Eindruck. Der Aluminiumrahmen verspricht Langlebigkeit bei geringem Gewicht. Die hydraulischen Scheibenbremsen von Tektro gelten als zuverlässig.

Besondere Merkmale

  • Sehr geringes Gewicht von 15 kg: Erleichtert das Handling in der Stadt und beim Transport erheblich.
  • Konnektivität über DECATHLON Mobility App: Ermöglicht Ortung und Überwachung.

Konkurrenzmodelle

Einige Konkurrenzmodelle im Vergleich:

  • Cube Ella Ride Hybrid 500 (2023): Bietet mit 500 Wh eine deutlich höhere Akkukapazität als das B’TWIN und verfügt über eine Federgabel für mehr Komfort. Mit Gepäckträger und Schutzblechen ist es alltagstauglicher ausgestattet. Allerdings ist es mit über 25 kg auch deutlich schwerer.
  • KTM Macina City P610 belt 625 Wh (2023): Setzt auf einen leisen und wartungsarmen Riemenantrieb. Mit 625 Wh Akku bietet es die größte Reichweite im Vergleich. Die Ausstattung mit Federgabel, Gepäckträger und Schutzblechen ist sehr umfangreich.
  • VanMoof S5: Besticht durch sein minimalistisches Design ohne Display. Die Bedienung erfolgt über Knöpfe am Lenker und eine Smartphone-App. Ein Boost-Knopf sorgt für zusätzlichen Schub.
  • Lemmo One: Ist mit 27,5 Zoll Reifen und Gravel-Profil vielseitiger einsetzbar als das B’TWIN. Es verfügt über 10 Gänge und ein im Rahmen integriertes Display. Der Akku lässt sich als Powerbank nutzen.
  • Gazelle Ultimate C5 HMB 625 Woman (2023): Ist speziell auf weibliche Fahrer zugeschnitten und bietet mit 625 Wh eine sehr hohe Reichweite. Die Ausstattung mit Beleuchtung, Gepäckträger und Schutzblechen ist umfangreich.

Praxistest

Um das B’TWIN Speed 900E Connect auf Herz und Nieren zu prüfen, wurde es einer Woche lang intensiv im Alltag genutzt. Der Test erstreckte sich über 7 Tage, in denen das E-Bike täglich für die Pendelstrecke zur Arbeit (2x 15 km) sowie für Erledigungen in der Stadt genutzt wurde. Zusätzlich wurde am Wochenende eine längere Tour von 60 km unternommen, um die Reichweite zu testen. Als Tester wurde eine männliche Person (32 Jahre, 1,80 m, 75 kg) verwendet, die der Zielgruppe des sportlichen Stadtrades entspricht. Die Testfahrten fanden bei unterschiedlichen Wetterbedingungen statt, von sonnig bis regnerisch.

Gleich bei der ersten Fahrt fällt das geringe Gewicht positiv auf. Das Handling ist agil und wendig, perfekt für den Stadtverkehr. Die Beschleunigung mit Motorunterstützung ist beeindruckend, gerade an Ampeln kommt man zügig weg. Der im Rahmen integrierte Akku fügt sich nahtlos ins Design ein. Das minimalistische Display am Lenker zeigt den Akkustand und die gewählte Unterstützungsstufe an. Im Pendelalltag macht sich das geringe Gewicht bezahlt. Das Tragen über Treppen zur S-Bahn ist kein Problem. Der Motor unterstützt sanft und natürlich bis 25 km/h. Die fehlende Gangschaltung fällt in der flachen Stadt kaum ins Gewicht. An den wenigen Steigungen wünscht man sich aber manchmal einen leichteren Gang. Die Beleuchtung mit 40 Lux Frontscheinwerfer ist für den Stadtverkehr ausreichend hell. Die Rückleuchte könnte etwas heller sein.

Am Wochenende wurde die maximale Reichweite getestet. Mit der niedrigsten Unterstützungsstufe schafft man tatsächlich knapp 80 km, allerdings mit deutlich mehr Eigenleistung als erwartet. Die Kopplung mit der DECATHLON Mobility App funktioniert problemlos.

Fazit zum Speed 900E Connect

Das B’TWIN Speed 900E Connect überzeugt vor allem durch sein geringes Gewicht und die Agilität im Stadtverkehr. Enttäuscht bin ich etwas von der Reichweite. Zwar werden die angegebenen Werte erreicht, aber nur unter optimalen Bedingungen.

Ein weiterer Tester lobte die Wendigkeit: „In engen Gassen und beim Slalom durch den Feierabendverkehr spielt das Bike seine Stärken voll aus. Kritisch sehe ich den fehlenden Gepäckträger und die mangelnde Federung.

Hintergrundinformationen zu B’TWIN

B’TWIN ist eine Eigenmarke des französischen Sportartikelherstellers Decathlon und wurde 2006 als Fahrradmarke eingeführt. Decathlon und B’TWIN setzen auf die Demokratisierung des Sports durch erschwingliche, aber qualitativ hochwertige Produkte. B’TWIN setzt auf urbane Mobilität und bietet eine breite Palette von Fahrrädern an, darunter Stadtfahrräder, Cargobikes, Falträder und E-Bikes für den täglichen Gebrauch. Die Marke genießt einen guten Ruf für ihr ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis. Decathlon bietet für B’TWIN-Produkte einen umfassenden Kundensupport.

Gesamtfazit zum B’TWIN Speed 900E Connect

Das B’TWIN Speed 900E Connect ist ein agiles und leichtes E-Bike für den urbanen Einsatz. Es überzeugt durch sein geringes Gewicht, die sportliche Auslegung und die smarten Konnektivitätsfunktionen. Stärken liegen eindeutig in der Wendigkeit und dem spielerischen Handling im Stadtverkehr. Der kraftvolle Motor unterstützt effektiv bis 25 km/h. Das ideale Einsatzgebiet sind kürzere bis mittlere Strecken in der Stadt.

Für sportliche Fahrer, die ein wendiges E-Bike für den täglichen Arbeitsweg suchen und Wert auf ein geringes Gewicht legen, ist das City Speed eine interessante Option.

BTWIN Rockrider 520: Einsteiger-Mountainbike im Test

Wenn man sich vornimmt, Mountainbiken als Sport zu betreiben, steht man vor einer schier unendlichen Auswahl an Modellen, unterteilt in die verschiedensten Kategorien, Modelle, Ausstattungsvarianten und Einsatzgebiete. Decathlon bietet hierbei die Hausmarke BTWIN an und das Einsteigerrad Rockrider 520. Das Bike ist im unteren Preissektor angesiedelt und soll sich explizit an Einsteigern richten.

Preis und Größen

Das BTWIN Rockrider 520 sticht preislich aus der Masse hervor. Schon fast unvorstellbar, dass man für 299€ ein komplettes Mountainbike bekommt. Das BTWIN Rockrider 520 wird in insgesamt vier verschiedenen Größen ausgeliefert. Von S über M und L bis hin zu XL dürfte für jeden Fahrer etwas dabei sein.

Entwicklung und Ausstattung

Das BTWIN Rockrider wurde im französischen Lille von passionierten MTB Experten entwickelt. Bei der Ausstattung wurde dann allerdings der Sparfuchs aus dem Keller geholt. Verzögert wird das Mountainbike mit mechanischen Hayes MX5 Scheibenbremsen. In der Front wird das BTWIN Rockrider 520 mit einer BTWIN U-Fit Gabel mit 80mm Federweg. Das Cockpit besteht aus einem B’Twin Sport-Oversize-Lenker mit 680mm (Rahmengröße L und XL) sowie einem Aluminium Vorbau mit 90mm.

Mängel und Wartung

Das, frisch aus dem Karton gezogene, Bike hatte ein paar kleinere und größere Mängel aufzuweisen. Neben den viel zu langen Bowdenzügen am Schaltwerk stießen vor allem lockere Speichen am Laufradsatz negativ auf. Nachdem wir das Bike, zwangsläufiger Weise, noch einmal warten mussten ging es dann, mit etwas Verzögerung, zur ersten Runde.

Fahrverhalten und Einsatzgebiet

BTWIN gibt für das Rockrider 520 allerdings keine Freigabe für All-Mountain, Enduro und BMX. Schon auf den ersten Metern macht das BTWIN Rockrider 520, nach unserem ersten Werkstattbesuch, einen guten Eindruck. Die Schaltperformance ist auf flachen Tretpassagen gut. Unter Last offenbaren sich kleinere Schwächen, was allerdings verständlich ist. Dank der klassischen Diamant-Rahmengeometrie fühlt man sich im Uphill pudelwohl. Geht es jedoch bergab offenbart das BTWIN Rockrider 520 fatale Lücken in der Ausstattung.

Während sich das Rad auf asphaltierten Wegen noch ganz passabel schlug, kam es auf Singletrails oder der Waldautobahn viel zu schnell an seine Grenzen. Wie in unserem Trailbericht festgestellt, hat das BTWIN Rockrider 520 so seine Schwächen sobald es etwas schneller bergab geht.

Fazit zum Rockrider 520

Für 299€ darf man keine Rennmaschine erwarten, das ist klar. Wer allerdings ein Einsteigerbike sucht und sich unsicher ist, ob einem der Sport liegt könnte mit dem BTWIN Rockrider 520 glücklich werden. Allerdings würden wir dazu raten, das Bike in einer der vielen Decathlon Filialen zu kaufen um vor Ort direkt vom Fachmann die Mängel wie zB. die lockeren Speichen beheben zu lassen.

BTWIN LD 920E Automatic: High-Tech zum Low-Budget-Preis?

Ein neues Decathlon E-Bike für die City macht es möglich. Das neue BTWIN LD 920E Automatic City-E-Bike wird befeuert von einem E2 Drives Owuru-Motor mit stufenlosem Automatikgetriebe und geht für unter 2.500 € über die blaue Decathlon-Ladentheke.

Strategiewechsel bei Decathlon

Der französische Sportartikelriese Decathlon mischt schon seit einigen Jahren im urbanen E-Bike-Sektor mit. Neben der Preisführerschaft wird auch die Technologieführerschaft im urbanen E-Bike-Sektor angestrebt. Wozu Decathlon technologisch selbst in der Lage ist, hat das Unternehmen mit der Konzeptstudie Magic Bike schon 2022 eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Technische Details

Das BTWIN LD 920E ist ein urbanes City-E-Bike in Form eines Alu-Hardtails, also mit einer Federung an der Front und einem starren Heck, und mit 28”-Bereifung. Abgesehen von solchen Banalitäten besitzt es noch einen neuartigen E-Bike-Motor mit integriertem Automatik-Getriebe, wie wir es zuvor noch nie gesehen haben. Der neu entwickelte Owuru-Motor vom noch kaum bekannten Motorenhersteller E2 Drives sorgt für ein stufenloses „Schalt-Feeling“, das nichts mehr mit einer konventionellen Schaltung zu tun hat. Faktisch schaltet der Motor auch gar nicht, sondern er „variiert“. Mit Strom versorgt wird das E-Bike von einem 702-Wh-Akku, und es bringt im fahrfertigen Zustand knapp 27 kg in Größe M auf die Waage.

Der Owuru-Antrieb arbeitet völlig anders als bisher bekannte E-Bike-Motoren. Statt einen Gang einzulegen, wählt man beim Owuru-Motor eine Ziel-Trittfrequenz zwischen 40 und 90 U/min aus. Das deckt eine Bandbreite vom ganz entspannten Cruisen bis hin zum recht flotten und sportlichen Treten ab. Der Getriebemotor übernimmt den Rest und passt die Motor-Power und das interne Übersetzungsverhältnis mit enorm hoher Abtastrate und ohne Leistungsabriss an. Das Decathlon E-Bike fragt sehr höflich, wie schnell man treten möchte und setzt alles daran, einem den Wunsch auch zu erfüllen.

Im Motor laufen menschliche Kraft und Motorkraft über einen Riemen und ein Planetengetriebe zusammen. Ein zweiter Motor, der sogenannte Variator, versetzt das Planetengetriebe von außen in Rotation. Soviel Technik schlägt sich natürlich im Gewicht nieder: Die Kombo aus Motor und Automatik-Getriebe soll alleine schon 4,6 kg auf die Waage bringen.

Gesteuert wird über die Remote links am Lenker. Mit zwei Tasten wechselt man zwischen den Support-Modi und mit einem kleinen Joystick wählt man die Trittfrequenz aus. Das gelingt auch während der Fahrt, der Joystick hat jedoch ein etwas schwammiges Feedback. Eine weitere Taste ist jeweils der Lichtsteuerung und einer Hupe gewidmet. Die Hupe klingt wie der Laser aus Space Invaders auf dem Atari 2600 und ist nicht besonders laut.

Strom erhält das Decathlon E-Bike aus dem 702-Wh-Akku im Unterrohr. Der Akku kann bequem zur Seite hin entnommen werden, nachdem man ihn per Schlüssel auf der gegenüberliegenden Seite entsperrt hat. Der Akku hat eine breite Gummilippe, die Nässe und Schmutz davon abhält, in den Rahmen zu gelangen, und einen praktischen Tragegriff auf der Oberseite.

Technische Daten im Überblick

Ausstattung Details
Motor E2 Drives Owuru 65 Nm
Akku Trendpower 702 Wh
Display Decathlon, integriert
Gabel Headshock Monodämpfer 30 mm
Sattelstütze Alu
Bremsen BTWIN R280 by TEKTRO 180/160 mm
Schaltung Owuru Automatic, stufenlos 265%
Vorbau Decathlon
Lenker Alu 620 mm
Laufradsatz Alu 28"
Reifen Vittoria E-Randonneur Tech 1,5"

Smart-Funktionen

Man kann auch aus der Ferne auf das Decathlon E-Bike zugreifen. Dafür wurde es ab Werk mit einem GPS- und Mobilfunk-Modul sowie mit einem integrierten Bewegungssensor ausgestattet. Macht sich jemand an dem Bike zu schaffen, wird man sofort auf dem Smartphone benachrichtigt. Der aktuelle Standort lässt sich abrufen, und man kann einen sogenannten Geo-Fence errichten (Fence: Zaun). Verlässt das Decathlon-Bike die virtuelle Umzäunung, wird ebenfalls ein Alarm getriggert.

Wird das gestohlen gemeldete Decathlon-Bike nicht innerhalb von 48 h aufgespürt, bekommt ihr ein kostenfreies Ersatzrad angeboten. Der Service ist mit zusätzlichen Kosten verbunden, die an den Fahrrad-Versicherungspartner Laka zu entrichten sind.

Fahrverhalten und Komfort

Auf dem Decathlon E-Bike nimmt man in einer kompakten Sitzposition Platz. Zum kompakten Sitzgefühl trägt auch der 620 mm schmale Lenker bei. Tritt man in die Pedale, nimmt man schnell Fahrt auf und hat nach wenigen Metern die Wunsch-Trittfrequenz erreicht. Egal ob Ebene, leichtes Gefälle oder sanfte Anstiege, dem Owuru-Motor im Decathlon-Bike gelingt es immer irgendwie, die voreingestellte Trittfrequenz zu treffen. Ein kleines Manko hat der High-Tech-Motor jedoch: Er gibt leichte Vibrationen von sich, die man beim Pedalieren bis in die Fußspitzen spüren kann.

Die Geschwindigkeit reguliert man mehr über die Support-Modi (Eco, Standard, Boost) und über den Druck auf das Pedal, statt über die eigene Trittfrequenz. Die 25 km/h-Grenze erreicht man früh. Das verdankt das Decathlon E-Bike neben dem Owuru-Motor auch den Vittoria E-Randonneur Tech-Reifen, die laut Decathlon speziell für dieses E-Bike entwickelt worden sind. Sie sind nur 1,5” breit und haben ein Profil so glatt wie ein Babypopo. Das erzeugt nur einen geringen Rollwiderstand und schont den Akku.

Die Kehrseite ist, dass die Reifen so gut wie keine dämpfenden Eigenschaften besitzen. Nur fast ungefedert, weil zwischen der Gabelkrone und dem Steuerrohr ein unscheinbarer Headshock-Dämpfer mit 30 mm Federweg verbaut ist. Er ist aber im Ansprechverhalten nicht vergleichbar mit einer konventionellen Federgabel. Die meiste Zeit hat man an Bord des Decathlon E-Bikes den Eindruck, auf einem ungefederten Rad unterwegs zu sein.

Zur straffen Federung kommt ein sehr direktes Handling. Der schmale Lenker, der steile Lenkwinkel und die schmalen Reifen sorgen dafür, dass das Decathlon E-Bike empfindlich wie ein Rennrad auf Lenkimpulse reagiert. Geübte Piloten können so zwar flink durch den hektischen Stadtverkehr manövrieren und sich an Stop-and-Go-Autokolonnen vorbeischmuggeln.

Einsatzgebiet

Am besten spannt man in der Decathlon Geocover-App einen Geo-Fence um die Innenstadt mit guter Fahrrad-Infrastruktur, damit man sofort benachrichtigt wird, sobald man die City verlässt. In der Stadt fühlt sich das Decathlon E-Bike nämlich am wohlsten und punktet mit seinen starken Connectivity-Funktionen und der robusten Alltags-Ausstattung.

Mit seiner durchdachten Ausstattung und der smarten Ortungsfunktion richtet sich das BTWIN LD 920E an alle City-Biker und Pendler, die ein E-Bike mit hohem Diebstahlschutz suchen.

Fazit zum LD 920E Automatic

Das Decathlon BTWIN LD 920E ist smart, sexy, schnell und durch den günstigen Preis ideal für Sparfüchse. Es ist gut für den Commuter-Alltag ausgestattet und durch die Connectivity-Funktionen sicher vor Diebstahl geschützt. Die stufenlose Automatik-Schaltfunktion ist ein echtes Highlight, das selbst das E-Bike an sich überstrahlt. Das straffe Handling und der geringe Fahrkomfort beschränken das Einsatzgebiet des BTWIN LD 920E allerdings auf den reinen Stadtverkehr.

Testbericht von MyBike

Der MYBIKE-Testredakteur Georg Bleicher kommt zu folgendem Schluss: "An Komfort und Handling lässt sich noch feilen, doch die begeisternde Laufkultur des Antriebs macht vieles vergessen!"

B-Twin Elops 520 (Modell 2017): Damen-Citybike für den Stadtverkehr

Das B-Twin Elops 520 (Modell 2017) ist ein Damen-Citybike im Hollandrad-Stil, geeignet für kurze Touren und den alltäglichen Gebrauch im Stadtverkehr. Es ist für entspanntes Fahren in aufrechter Sitzhaltung ausgelegt; der tiefe Einstieg ermöglicht bequemes Auf- und Absteigen. Das Bike ist für Kundinnen gemacht, die Wert auf Komfort und Funktionalität legen.

Ausstattung

Das Elops bietet eine umfangreiche Ausstattung mit Kettenschutz, Gepäckträger, Seitenständer, Einkaufskorb, Schutzblechen und LED-Licht. Das LED-Licht wird über einen einfachen Reifendynamo versorgt, ein Nabendynamo bietet deutliche Vorteile. Die in den Rahmen bzw. in das hintere Schutzblech integrierten Leuchten müssen im Falle eines Schadens durch Originalteile vom Hersteller ausgetauscht werden, will man den ursprünglichen Zustand wieder herstellen. Schön ist, dass die vordere Leuchte durch den Lenkerkorb nicht verdeckt wird. Der Korb ist mit 7 Kilogramm belastbar und wird durch zwei dünne Streben gestützt. Ein voll beladener Korb am Lenker würde allerdings das Fahrverhalten ungünstig beeinflussen.

Gebremst wird mit V-Brake-Bremsen. Die Position der hinteren V-Bremse unterhalb des Rahmens ist nicht sonderlich gut gewählt, ein Austausch der Bremsschuhe wird dadurch erschwert und die Bremse wird stärker verschmutzen. Die 6-Gang-Kettenschaltung wird mit einem handlichen Drehgriffschalter geschaltet und dürfte für den Stadtverkehr ausreichen. Ein gefederter Sattel wäre angesichts der aufrechten Sitzposition die komfortablere Lösung; die Sattelbefestigung mit zusätzlicher Sattelklemme ist nicht mehr zeitgemäß. Die Reifen sind laut Hersteller mit einem Pannenschutz versehen, hinsichtlich der Einwand-Aluminiumfelgen sollte man auf ausreichend Reifendruck achten (Herstellerhinweis).

Preis-Leistungs-Verhältnis

Das Citybike wird für knapp 250 Euro angeboten. Dafür erhält man ein praktikables Stahlrahmenrad mit kompletter Ausstattung, die teilweise technisch nicht gerade auf dem neuesten Stand ist. Verbaut wurden fast ausschließlich No-Name-Komponenten; Kundenmeinungen oder Tests über deren Zuverlässigkeit liegen zurzeit nicht vor. B-Twin gibt eine lebenslange Garantie auf Rahmen, Lenker, Vorbau und Gabel. Die erfreuliche Webseite des Herstellers liefert viele Detailfotos und ausreichend technische Angaben.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0