Bulls E-Bikes für Damen im Test: Ein umfassender Überblick

Bulls ist eine Marke der Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft (ZEG), ein Verband, dem auch prominente Marken wie Pegasus und Hercules angehören. Vertrieben werden die Räder sowohl über den stationären Handel (sog. „ZEG“-Händler) als auch über Online-Versender. Max. Über Einzelhändler vertriebene Marke mit breit aufgestelltem Sortiment und guten Testnoten. In der Bestenliste finden Sie die derzeit besten Bulls E-Bikes. Wir arbeiten unabhängig und neutral. Wenn Sie auf ein verlinktes Shop-Angebot klicken, unterstützen Sie uns dabei. Wir erhalten dann ggf. eine Vergütung.

Lacuba, Urban, Sturmvogel - hinter Serienbezeichnungen wie diesen verbirgt sich bei Bulls eine ganze Armada an E-Bikes, die ein breites Spektrum an Typen umfasst, sich preislich aber in den höheren Rängen ansiedelt. Dafür erzielen E-Bikes von Bulls in den Tests der Fachzeitschriften stets gute Noten - Durchschnittswertung auf Basis aller auf Testberichte.de gelisteten Modelle: 1,34. Häufig stehen nur Kleinigkeiten auf der Mängelliste, wobei sich anhand der Testfazits keine typischen Schwächen ausmachen lassen.

Wie gut sind die E-Bike-Antriebe bei Bulls?

Das E-Bike-Gehege von Bulls teilen sich zwei Anbieter: Bosch und Brose. Beide Hersteller liefern leichte, kompakte und gut abgestimmte Antriebe für Ketten- und Nabenschaltungen. Eine Übersicht aller derzeit erhältlichen Antriebe finden Sie in unserem E-Bike-Ratgeber. Alle Modelle werden inzwischen mit unauffälligen Intube-Akkus ausgerüstet.

Bulls Sonic EVO AM SL1 im Detail

Das Sonic EVO AM SL von Bulls bot 2022 eine außergewöhnliche Ausnahme. Mit großem 725er-Akku und klassischen Shimano-Motor brachte das Bike schlanke 21,5 Kilo auf die Wage. Und das für gut 5000 Euro! Eigentlich waren solche Kombinationen der absoluten Highend-Liga vorbehalten. Das Bike drang damit direkt in die Herzen der EMTB Leser: Das Bulls Sonic EVO AM SL 1 belegte Platz 1 bei der Wahl zum E-Tourenbike des Jahres 2022!

Geblieben ist das edle und leichte Carbon-Chassis, in dessen Unterrohr die große, aber leichte Batterie eingelassen ist. Doch durch andere Federelemente wurde der Federweg von 140 auf 160 Millimeter aufgebohrt. Außerdem wurden die zahmen Nobby-Nic-Reifen gegen stark profilierte Magic Mary getauscht. Die Eckdaten zeigen damit weniger auf sanfte Tour, sondern fast schon auf Enduro! Wie sich das Bike im Gelände schlägt, haben wir ausführlich getestet.

Das Bulls Sonic EVO AM SL1 hat für 2024 ein umfangreiches Update bekommen: Mehr Federweg und robustere Reifen spendieren ein Plus an Fahrsicherheit. Geblieben ist die schlanke Silhouette und ein gutes Gewicht.

Die Fakten zum Bulls Sonic EVO AM SL1

  • Motor: Shimano EP6, 85 Nm max. Drehmoment
  • Akku: 725 Wh (entnehmbar)
  • Rahmenmaterial: Carbon
  • Federweg: 160 / 160 mm
  • Laufradgröße: 29 Zoll
  • Rahmengrößen: S, M, L, XL
  • Preis: 5199 Euro
  • Gewicht: 23,1 kg (Testbike in Größe L, EMTB-Messung, ohne Pedale)
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 130 kg (Herstellerangabe)

Der E-Bike-Antrieb

Das Bulls Sonic EVO AM SL 1, das wir Ende 2021 getestet haben, kam mit Shimanos EP8. Inzwischen haben die Japaner von Shimano ihren Motor umfangreich erneuert. Der EP801 ist kräftiger geworden, zudem hat er einen kleinen Bruder bekommen. Und genau dieser EP6 steckt in der Neuauflage des EVO AM SL 1. Dieser günstigere Motor ist optisch mit EP801 und EP8 identisch, hat aber kein Magnesiumgehäuse. Das macht ihn rund 300 Gramm schwerer als die 8er-Serie. Leider ist er auch in Sachen Leistung nicht mit dem EP801 auf Augenhöhe. 100 Watt soll der “kleine” Steps weniger liefern und damit eher auf dem Niveau des alten EP8 liegen. Das spürt man auch in der Praxis.

Ein Teil des Geheimnisses des geringen Gewichts des Bulls Sonic Evo AM SL ist die Batterie. 725 Wattstunden liefert der Akku, bei einem Gewicht von 3,55 Kilo. Das ist ein richtig starker Wert. Ein Bosch Powertube 750 wiegt zum Beispiel 4,3 Kilo! Der Akku wird nach seitlich/oben aus dem Unterrohr genommen. Dafür braucht man weder Schlüssel noch Werkzeug. Die Entnahme ist allerdings etwas hakelig. Zumindest, wenn sie so stramm eingestellt ist, dass der Akku nicht klappert. Während wir bei früheren Tests mit dieser Konstruktion ein sehr störendes Akku-Klappern bemängeln mussten, machte das aktuelle Bike hier keine nennenswerten Probleme.

Die Geometrie des Bulls Sonic EVO AM SL1

Trotz geändertem Federweg hat sich die Geometrie des Sonic Evo AM SL 1 kaum verändert. Heißt: Der Charakter bleibt eher tourenorientiert, ein echtes Enduro ist das Bike also trotz des 160er-Hubs nicht. Der Lenkwinkel fällt dafür zu steil, der Radstand zu kurz aus. So bleibt das Bike handlich und ausgewogen und macht auch bei gemäßigter Fahrweise eine gute Figur.

EMTB-Messwerte im Überblick (Rahmengröße L)

  • Sitzrohrlänge: 460 mm
  • Radstand: 1250 mm
  • Reach: 454 mm
  • Stack: 653 mm
  • Lenkwinkel: 65 Grad
  • Sitzwinkel: 76 Grad
  • Kettenstrebenlänge: 451 mm

Die Ausstattung des Bulls All Mountain E-Bike

Vergleicht man das neue 2024er-Modell des Evo AM SL1 mit dem Bike von 2022, ist die Ausstattung bei identischem Preis etwas schwächer geworden. Nicht nur das Downsizing beim Motor, auch bei den Bremsen und der Schaltung greift Bulls etwas weiter unten ins Shimano-Regal. Das günstige Rockshox-Fahrwerk weicht Federelementen von SR Suntour. Die Gabel kommt mit ihren 36er-Standrohren robuster daher als die Rockshox 35, der Federweg wächst von 140 auf 160 Millimeter. Zusätzliche Gimmicks wie die magnetische Monkey-Link-Halterung für ein optionales Front licht (bereits am Haupt-Akku angeschlossen), der Fidlock-Flaschenhalter und die Smartphone-Befestigung von SP-Connect bieten Mehrwert im Alltag und auf Tour.

  • Gabel / Dämpfer: SR Suntour 36 Zeron / Edge Plus
  • Schaltung: Shimano Deore, 12fach, 10 - 51 Zähne
  • Bremsen: Shimano MT 420, 203 / 203 mm
  • Laufräder: Shimano-Naben, Rodi Tryp 30 Felgen
  • Reifen: Schwalbe Magic Mary Performance, 29 x 2,4 Zoll
  • Besonderheiten: Monkey-Link-Halterung für Frontlicht, Fidlock Trinkflaschenhalter

Praxistest: So fährt sich das Bulls Sonic EVO AM SL1

Aufsitzen und wohlfühlen - das trifft auf das Bulls Sonic Evo AM SL 1 noch immer zu! Der Verzicht auf Extremwerte bei der Geometrie macht die Sitzposition und auch das Fahrverhalten ausgewogen und neutral. Die Lenkung kippt nicht ab, der Fahrer ist zentral zwischen den Achsen positioniert. Die Körperhaltung ist dabei leicht gestreckt und sportlich angehaucht.

Im Uphill setzt sich der unkomplizierte Charakter fort, erst in sehr schwierigen Sektionen setzt der etwas schwächere Motor der Steigfähigkeit Grenzen. Das Bike muss erst an steilen Rampen aktiv gefahren werden und folgt Lenkbewegungen sehr direkt. Die Hinterbaufederung vermittelt viel Komfort und Traktion. Auf nassen Steinen und Wurzeln kann die günstige Variante von Schwalbes Magic Mary Reifen aber nicht genügend Grip aufbauen. Auf losen Böden fällt das hingegen weniger ins Gewicht, denn hier kann das kernige Profil gut greifen.

Auch in der Abfahrt braucht es keine lange Eingewöhnungszeit. Das Handling des Bulls ist intuitiv und ausgewogen, ein gelungener Kompromiss aus Laufruhe und Agilität. Hinter dem Lenker des Sonic Evo AM SL 1 braucht man sich weder vor verwinkelten Pfaden, noch ruppigen Passagen fürchten. Letztere stellen allerdings das Fahrwerk auf die Probe. Bei gemäßigter Geschwindigkeit rollt das Bike souverän über Hindernisse. Bei schneller Fahrt können die Federelemente von SR Suntour nicht mehr richtig mithalten, und den vollen Hub konnten wir selbst bei softem Set-up kaum ausnutzen. Dadurch wirkt das Fahrwerk auf ruppigen Strecken recht harsch. Das haben wir an E-MTBs in diesem Preisbereich schon deutlich besser erlebt. Enduro-Feeling kommt so nicht auf, trotz 160 Millimeter Federweg. Im Vergleich zum zahmeren Vorgänger ist das neue Bulls trotzdem ein deutliches Update an Fahrsicherheit, fährt sich aber nicht mehr ganz so leichtfüßig und spritzig.

Kritik gibt es noch für die mäßig kräftigen Bremsen, die aus dem günstigen Segment von Shimano stammen. Auch die Ergonomie der langen Bremshebel kann nicht voll überzeugen. Tuning-Potenzial bieten außerdem die Reifen. Denn Bulls hat die günstige Performance-Variante der Magic Mary spezifiziert. Auf nassen Steinen und Wurzeln, wie bei unserem Test im Dezember am Gardasee, ist die Traktion des harten Gummis begrenzt. Das schränkt die Fahrsicherheit spürbar ein.

Positiv fällt das vergleichsweise geringe Gewicht und die wendige Geometrie auf. Das Bike fühlt sich nicht schwerfällig oder träge an, sondern lässt sich intuitiv und direkt über den Trail steuern, wenn auch nicht ganz auf dem Niveau des deutlich leichteren Vorgängers. Auch das Fahrwerk verhindert noch bessere Noten in der Trail-Wertung. Es bietet nicht ganz den Komfort, den der Federweg suggeriert, könnte für ein poppiges Fahrgefühl aber gleichzeitig definierter arbeiten. Das funktionierte beim 140er-Vorgänger mit Rockshox-Federelementen besser.

EMTB-Bewertung des Bulls Sonic EVO AM SL1

Stärken

  • Leicht bei großem Akku und fairem Preis
  • Ausgewogene Fahreigenschaften
  • Gute Reichweite

Schwächen

  • Günstige Reifen mit mäßigem Nassgrip
  • Bremsleistung
  • Fahrwerk

Das EMTB-Fazit

Edles und leichtes Carbon-Chassis, großer Akku, ausgewogene Fahreigenschaften: Das Bulls Sonic Evo AM SL 1* bietet ein solides Paket zum fairen Preis. Im Vergleich zum Vorjahresmodell gewinnt es einiges an Fahrsicherheit, doch Fahrwerk, Bremsen und Reifen bremsen die Euphorie im Praxistest. Hier lohnt sich Tuning! Die teureren Varianten haben noch deutlich mehr Potenzial: EN für All Mountain bis Enduro, AM für Tour und seichte Trails.

Bulls Copperhead Evo AM 5 im Fokus

Auch E-MTB Fullys werden nicht selten im Alltag genutzt. Mit dem neuen Copperhead Evo AM 5 reagiert Bulls konsequent und verpasst dem Verkaufsschlager eine ganze Reihe praktischer Features: Integriertes Rück- und Kurvenlicht und eine neue Monkey-Link-Schnittstelle für Smartphone oder einen großen Scheinwerfer sind die Highlights. Aber auch abseits davon hat das neue Bulls mit seinem bescheidenen Vorgänger nicht mehr viel gemein. Der Hauptrahmen ist jetzt aus Carbon, der Hinterbau setzt statt klassischem Viergelenker auf eine einteilige Schwinge mit tief liegender Anlenkung. Im Unterrohr steckt der neue Bosch CX samt dem Top-Akku Powertube 800. Die Ausstattung am Topmodell Copperhead Evo AM 5 lässt mit XT-Schaltung, einteiligem Carbon-Cockpit und Lyrik-Ultimate-Gabel kaum Wünsche offen.

Mit 600 Watt und 85 Newtonmetern hat der CX dieselben Leistungsdaten wie sein Vorgänger. Bei den Softskills konnte Bosch aber nochmal deutlich nachlegen: Feineres Ansprechverhalten, weniger Tretwiderstand und weniger Motorgeräusch. Der neue 800er im Bulls ist hier besonders gut. Mehr geht kaum.

Die Kombination aus Mini-Remote und System-Controller am Bulls Copperhead Evo AM 5 ist minimalistisch. Dank der neuen Monkey-Link-Schnittstelle kann man aber unkompliziert ein Handy vor den Lenker packen, induktiv laden und mit der Bosch-App als weiteren Screen nutzen.

Die Reichweite liegt mit dem großen Bosch-Akku klar über dem Durchschnitt. Nur echte Exoten können Boschs 800er Akku in unseren Reichweiten-Tests noch überbieten.

Die Geometrie

Zugunsten von Alltags- und Tourentauglichkeit hat Bulls das Copperhead Fully wenig extrem gezeichnet. Der Lenkwinkel ist eher steil, der Sitzwinkel flach. Kurze Kettenstreben sollen ein agiles Handling bringen. Auffällig: Trotz hohem Stack sitzt man wegen des flachen Sitzwinkels und niedrigen Lenkers etwas sportlich-gestreckt auf dem Bulls. Ein anderer Lenker mit mehr Rise würde ein spürbares Plus beim Komfort bringen.

EMTB-Messwerte im Überblick (Rahmengröße L)

  • Sitzrohrlänge: 463 mm
  • Radstand: 1240 mm
  • Reach: 472 mm
  • Stack: 651 mm
  • Lenkwinkel: 66 Grad
  • Sitzwinkel: 75,3 Grad
  • Kettenstrebenlänge: 442 mm

Die Ausstattung des Bulls Copperhead Evo AM 5

Rockshox’ Top-Gabel Lyrik Ultimate, Shimano XT-Schaltung, Lenker-Vorbau-Einheit aus Carbon: Auf den ersten Blick wirkt das Bulls wie ein echter High-End-Bolide. Der Blick ins Detail offenbart aber ein paar Sparmaßnahmen, vor allem beim Dämpfer, und den Laufrädern sowie der Tele-Stütze der Eigenmarke Rumble. Funktional sind die Teile aber top. Das einzige was wirklich stört ist günstige Schwalbe-Magic-Mary-Reifen. Die teureren Modelle bieten gerade bei Nässe spürbar mehr Grip und Fahrsicherheit.

  • Gabel / Dämpfer: Rockshox Lyrik Ultimate / Deluxe Select
  • Schaltung: Shimano XT (12-fach)
  • Bremsen: TRP Slate Evo
  • Laufräder: Rumble Impeller Pro
  • Reifen: Schwalbe Magic Mary Performance 29 x 2,4
  • Besonderheiten: Integriertes Rück- und Kurvenlicht, Monkey-Link-Schnittstelle, Laufräder mit eigenem Bremsscheiben-Standard

Praxistest: So fährt sich das Bulls Copperhead Evo AM 5

Auf dem Bulls sitzt man eher so, wie man es von klassischen Sport-Tourern kennt. Der flache Sitzwinkel lässt das Rad lang wirken und soll prinzipiell im Flachen die Handgelenke entlasten. In Kombination mit der Lenker-Vorbau-Einheit ist leider das Gegenteil der Fall. Das zu tiefe und nicht anpassbare Cockpit ist an einem Bike dieser Kategorie völlig fehl am Platz. Wer es komfortabel mag, sollte auf einen klassischen Lenker umrüsten.

Immerhin: Wird’s bergauf anspruchsvoll, bringt das Carbon-Cockpit viel Druck auf die Front. Die günstigen Schwalbe-Reifen mit harter Gummimischung geizen aber auffällig mit Grip. Wer ernsthaft ins Gelände will, sollte ein Upgrade einplanen. Punkte bringen dagegen der feinfühlige und reichweitenstarke Bosch-Motor und der gute Hinterbau. Das Vorderrad steigt beim Bulls trotz moderater Kettenstreben kaum. Die Kassette mit etwas weniger Bandbreite als üblich fällt am Powerbike kaum ins Gewicht.

Bergab limitieren Reifen und Cockpit ebenfalls deutlich, ansonsten macht das Copperhead seine Sache aber gut. Der Hinterbau spricht sehr feinfühlig an und liefert trotzdem guten Gegendruck. So fährt sich das Bulls auch mit über 25 Kilogramm alles andere als schwerfällig und lässt sich leicht an kleinen Kanten in die Luft drücken. Der moderate Lenkwinkel beschert dem Bike dabei ein sehr neutrales Handling. So dürfte das Bulls gerade auf flacheren Trails und auf Hausrunden im Mittelgebirge in seinem Element sein.

Auf steilen Pfaden bringt das Bike mit der tiefen Front und der moderaten Geometrie den Fahrer aber in eine etwas unangenehme Position, außerdem lässt sich die Sattelstütze nicht ganz im Rahmen versenken. Die Gabel begeistert dafür mit viel Kontrolle und Sensibilität, die TRP-Bremse liefert eine gute Power und eine Ergonomie auf Top-Niveau. Bergab bleibt das Copperhead zudem extrem ruhig. Das ist für ein Full-Power-E-MTB richtig gelungen!

BIKE Bewertung des Bulls Copperhead AM 5 2025

Stärken

  • Gutes Fahrwerk
  • Motor und Reichweite
  • Viele praktische Alltagsfeatures
  • Bergauf und bergab recht leise

Schwächen

  • Fahrsicherheit in schwerem Gelände
  • Teils unpassend gewählte Ausstattung

BIKE-Fazit zum Bulls Copperhead AM 5 2025

Das neue Copperhead-Fully ist im Konzept ein ausgewogener und spaßig zu fahrender Tourer. Die vielen praktischen Features begeistern Alltags-Biker. Nur schade, dass Ausstattungsdetails wie das unpassende Sport-Cockpit und die günstigen Reifen eine noch bessere Wertung verhindern.

Bulls Aminga EVA 1 im Test

Bulls Aminga EVA 1 im Test: Mit starkem Antrieb und viel Federweg vorne spricht das Bulls ebenso Einsteigerinnen wie Routiniers an. Die Antriebstechnik hat dem Offroad-Sport einen ungeahnten Schub gegeben, denn einerseits gibt sie erfahrenen Bikern ganz neue Möglichkeiten - so ermöglicht die Antriebsunterstützung längere Federwege sowie neue Kinematiken und Geometrien -, andererseits haben viele Aktive erst mit dem E-MTB den Weg ins Gelände gefunden.

Bulls stattet das Aminga mit dem starken Bosch CX aus, der Fahrerinnen aller Klassen Vorteile bietet. Wer noch nicht so lange im Sattel sitzt und auf schweren Strecken konditionell im Nachteil ist, kann dank der starken Unterstützung seine (bzw. ihre) Kräfte schonen. „EVA“ (bzw. „EVO“ bei den Bikes für Männern) steht bei Bulls für einen in den Rahmen integrierten Akku, was nicht zuletzt der Optik des Bikes zugutekommt.

Am Aminga EVA 1, dem günstigsten Modell der Baureihe, kombiniert Bulls den starken Bosch-Antrieb mit solidem Material: Das Bike ist mit einer Stahlfedergabel mit 120 mm Weg ausgestattet. Außerdem mit Zehngang-Kettenschaltung, wobei der Übersetzungsumfang von 11-46 Zähnen für die allermeisten Strecken ausreichen sollte.

Auffällig sind die extrem breiten Reifen, auf denen das Aminga rollt: Mit 2,6 Zoll bzw. 66 mm verfügen sie über ein extrem großes Luftvolumen, das einerseits den Fahrkomfort, andererseits die Traktion und damit die Fahrsicherheit verbessert. Die ebenfalls angenehm breiten Felgen können auf tubeless umgerüstet werden; der Verzicht auf den klassischen Fahrradschlauch verbessert dann Rolleigenschaften wie Pannenschutz weiter.

Das ist auch das Stichwort für eine Komponente des Antriebssystems, das Display - das fehlt nämlich beim Aminga. Was nur geht, da das Rad mit dem Bosch Smart System ausgestattet ist, der modernsten Variante des Motors. Hierbei ist das Display als „Gehirn“ des Systems nicht mehr nötig; alle Funktionen werden über die stylische „LED Remote“ am Griff bedient und ein Display kann nach Wunsch nachgerüstet werden.

Und noch etwas kann nachträglich an das Bike montiert werden, nämlich eine Lichtanlage - und für diese hat sich Bulls etwas ganz Besonderes ausgedacht: An Vorbau und Sattelklemme können spezielle Leuchten eingeschoben werden, die dann mit dem Antriebsakku verbunden sind -mit praktisch unbegrenzter Stromversorgung.

Die „MonkeyLink“-Lichtanlage ist auch der erste Schritt dazu, das Offroad-Bike zum Alltagsrad umzubauen, wozu dann nur noch Schutzbleche, ein Seitenständer und vielleicht ein Gepäckträger montiert werden müssen. Und damit ist das topaktuelle E-Bike nicht nur ausgesprochen vielseitig - es knüpft auch an die Geschichte des Mountainbikes an sich an.

Weitere Bulls E-Bike Modelle

Unsere BULLS E-Bikes & Bikes fahren regelmäßig Testsiege und hervorragende Ergebnisse in den aktuellen Fahrrad und E-Bike Tests ein, wobei die Testberichte alle möglichen Fahrradtypen von E-MTBs, E-Trekkingbikes, Speed E-Bikes und Urban-E-Bikes, Mountainbikes, Rennrädern und Gravelbikes bis hin zu Citybikes und Trekkingfahrrädern umfassen. Dabei ist für jeden Typ Fahrradfahrer etwas dabei; ob für Arbeitspendler, Freizeit- oder Leistungssportler.

Unsere Vuca und Sonic Modelle wurden bereits mehrfach als beste E-Mountainbikes ausgezeichnet.

Trekking E-Bikes

Straßen und Radwege sind für E-Bikes das bevorzugte Terrain. Die Sitzposition ist gestreckter als auf einem City E-Bike. sportlich-schnelles Reise- und Tourenrad mit ausreichendem Komfort. werden kann - und ein eher geringes Gewicht sorgen bei den Trekking E-Bikes für eine große Reichweite. Kontrolle erleichtert.

Die Kölner legen sich nicht auf einen Antriebshersteller fest - auch mit dem bärenstarken Brose-Motor bieten sie ein gelungenes E-Trekkingbike an, das mit 90 Nm Drehmoment raketengleich anschiebt und ebenso bei der Reichweite überzeugt. Dabei ist hier „nur“ der mittlere Akku mit 740 Wh an Bord, nicht der große mit ganzen 925 Wattstunden. Die Luftfedergabel ist mit 75 mm Weg lang genug, die Elfgang-Kettenschaltung mit 11-50 Zähnen superbreit abgestuft.

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