Bulls Fahrräder haben sich in verschiedenen Tests und Bewertungen als vielseitig und qualitativ hochwertig erwiesen. Der Fokus liegt dabei sowohl auf Kinderfahrrädern als auch auf Mountainbikes und E-Bikes, die für den alltäglichen Gebrauch konzipiert sind. Hier eine detaillierte Analyse basierend auf aktuellen Testergebnissen.
Kinderfahrräder im Test: ADAC-Test 2024
Der ADAC hat 2024 insgesamt 14 Kinderfahrräder mit 16-Zoll-Reifen auf Handhabung, Fahreigenschaften, Eignung für das Kind, Sicherheit und Schadstoffe geprüft. Viele der getesteten Fahrräder haben einen stolzen Preis. Doch muss das sein? Die Ergebnisse im Überblick.
Mit acht der getesteten Kinderfahrräder für den Einstieg ins Radfahren erhält über die Hälfte das ADAC Urteil "gut". Vier Räder bekommen das Urteil "befriedigend", eines das Urteil "ausreichend" und eines fällt mit "mangelhaft" durch. Mit dem Testsieger Woom und dem zweitplatzierten Puky erzielen zwei namhafte Hersteller das beste Ergebnis.
Wer ein qualitativ hochwertiges Kinderfahrrad sucht, muss mit einem Preis von 300 bis über 400 Euro rechnen. Doch Qualität zahlt sich in dem Fall aus: Die Eigenschaften eines guten Fahrrads erleichtern es den Kindern extrem, das Radfahren zu lernen.
Positiv fiel auf, dass der Bremshebel und die Sattelhöhe ohne Werkzeug einstellbar sind. Die leichtgängigen Bremsen funktionieren fast zu gut, denn sie mussten mit etwas Vorsicht eingebremst werden. Hilfreich in der Bedienung der Bremsen ist in jedem Fall, dass der hintere Bremshebel farblich markiert ist. So können Kinder beim Fahrradfahren den vorderen und hinteren Bremshebel nicht verwechseln.
Pyro Sixteen: Ein Ausreißer nach unten
Das Kinderfahrrad Sixteen vom Hersteller Pyro musste deswegen, wie oben beschrieben, sogar auf das ADAC Urteil "mangelhaft" abgewertet werden. Das Pyro Sixteen lässt nicht einmal 18 Grad zu, dann berührt das Pedal den Boden. Beim Kurvenfahren wird das gefährlich, wie der Praxistest eindeutig gezeigt hat.
Denn die Kinder berührten mit den Pedalen teilweise die Fahrbahn und wurden dadurch regelrecht mit dem Fahrrad zur Seite versetzt. Das hatte das ADAC Urteil "mangelhaft" zur Folge.
Weitere Sicherheitsmängel
Fünf Hersteller hatten nicht die vorgegebene Anzahl an Reflektoren für ein verkehrssicheres Fahrrad angebracht, bei acht Modellen gab es keinen vollständigen Schutz der Kette. Beim Kinderfahrrad von Bikestar waren die Lenkerenden nicht geschützt, und beim Modell von Cube ließen sich die Griffe abziehen.
Technische Schwächen zeigte besonders das Fahrrad Royal Baby Freestyle mit den schlechtesten Bremsen im ADAC Test, die sich negativ sowohl auf das Bremsverhalten als auch die Einstellung der Bremsen auswirkten. Das führte letztendlich zum vorletzten Platz im Test mit dem ADAC Urteil der Note "ausreichend".
Schadstoffe in Griffen
Überraschend ist, dass nur die zwei preisgünstigsten Modelle im Test (Royal Baby Freestyle und B'Twin 500 Robot) frei von Schadstoffen sind. Bei allen anderen Kinderfahrrädern wurden Schadstoffe in den Griffen und auch im Sattel gefunden.
Das Kinderrad MX 16 2023 von Orbea, das immerhin rund 360 Euro kostet, hatte mit dem Weichmacher DPHP Schadstoffe in den Griffen und musste dadurch auch abgewertet werden. Deshalb wurde das Kinderfahrrad 16 Zoll von Orbea im ADAC Test abgewertet und erhielt in der Kategorie Schadstoffe die Note "ausreichend".
Gewicht und Zulässiges Gesamtgewicht
Generell ist es von Vorteil, wenn das erste Kinderfahrrad ein geringes Eigengewicht hat. Denn: Je leichter ein Kinderfahrrad ist, desto leichter ist das Üben für das Kind und desto besser auch das Fahrverhalten. Auch das zulässige Gesamtgewicht (Eigengewicht Fahrrad und Gewicht des Kindes) für ein Kinderfahrrad ist wichtig und muss altersgerecht sein.
Ein 16-Zoll-Kinderfahrrad sollte deshalb mindestes 30 Kilo Gesamtgewicht oder mehr zulassen. Das getestete Kinderfahrrad 16 Zoll von Pyro (Testverlierer) lässt jedoch nur 25 Kilo Gesamtgewicht zu. Positiv fallen dagegen die Hersteller Woom (Testgewinner) und Puky auf. Denn sie geben ein zulässiges Gesamtgewicht von 60 Kilo an, was sehr gut ist. Das Kinderfahrrad von Woom ist mit 5,9 Kilo Eigengewicht zudem das leichteste Fahrrad im ADAC Test.
Praxis-Tipps für Eltern
Vor dem Kauf eines Kinderfahrrads ist es immer von Vorteil, die Kleinen beim Fachhändler Probe sitzen zu lassen und das Rad zuvor richtig einzustellen. Dabei sollten Sattelhöhe, Lenkerposition und die Erreichbarkeit der Bremshebel so eingestellt sein, dass diese vom Kind einfach bedient werden können. Radfahren bedeutet auch, den ein oder anderen Sturz zu erleben. Deshalb ist das Tragen eines gut sitzenden Fahrradhelms immer unerlässlich. Sollten Bedenken wegen möglicher Schadstoffe in den Lenkergriffen bestehen, können diese immer im Fachhandel getauscht werden.
Bulls Sharptail Street 2 27,5: Mountainbike für den Alltag
Mit alltagstauglicher Ausstattung ist das Bulls-MTB ein idealer Begleiter auf dem Weg zur Schule, zum Sport und in der Freizeit. Sportliche Material nur bei sportlichen Einsätzen nutzen? Das ist fast ein bisschen Verschwendung, und außerdem - mal ganz ehrlich: Kinder und Jugendliche, die Rad fahren, finden Mountainbikes meist faszinierend, auch wenn sie selbst keine aktiven Offroad-Fahrer sind.
Da liegt es natürlich nahe, MTBs speziell für den Alltagseinsatz zu konzipieren - und Bulls tut das mit den „Street“-Modellen der Baureihe Sharptail. Die Offroad-Bikes im mittleren Preissegment sind keine dezidierten Jugendräder, aber gerade durch das Größenspektrum, das beim 27,5-Zoll-Rad je nach Modell bis hinter zur Größe XS geht, eignen sie sich vorzüglich für jüngere Radler.
Mountainbike-Merkmale und Alltagstauglichkeit
Das Rad mit der kompakten Rahmenform, deren Plus eine niedrige Überstandshöhe ist, zeichnet sich durch eine Federgabel mit satten 100 mm Weg aus - wenn es also doch einmal wirklich ins Gelände geht, ist das Bulls für alles gerüstet. Auch die großvolumigen Reifen sind auf lockeren Untergrund abgestimmt, wobei sie auf der Straße durchaus leicht rollen. Scheibenbremen dürfen natürlich auch nicht fehlen, wobei der Hersteller hier auf eine mechanisch aktivierte Variante setzt.
Außerdem ist das Rad mit einer offroad-typischen 3×7-Schaltung ausgestattet, deren Übersetzungsbandbreite freilich nicht ganz so groß ist wie beim „echten“ Mountainbike. Die eher aufrechte Sitzhaltung ist durchaus ein Merkmal moderner Trailbikes und im Stadtverkehr natürlich optimal - hier liegen Mountainbike und Alltagsrad nah beieinander.
Ausstattung für den Alltag
Erst einmal ist das Bulls mit kurzen, sportlich anmutenden Kunststoff- bzw. Steckschutzblechen versehen: Der vordere Schützer kommt ganz ohne Streben aus, und hinten klemmt das Teil mit einer Klammer am Unterrohr. Der vordere Schützer kann abgenommen werden; hinten klappt das allerdings nicht, denn daran ist die Rückleuchte montiert, deren Kabel an der Strebe entlang geführt wird.
Den Strom fürs Rücklicht und den recht hellen (30 Lux) Scheinwerfer liefert natürlich ein ausfallsicherer Nabendynamo, der per Schalter an der Frontleuchte aktiviert werden kann. Ein Parkständer am Hinterbau rundet die Alltagsausstattung des Sharptail Street ab, und dieses Bauteil ist gerade für Jugendliche wichtiger als ein Gepäckträger, der nicht zur sportlichen Anmutung des Bulls passen würde.
Weitere Varianten
Neben der hier gezeigten Variante in Blau gibt es das sportliche Alltags-Bike (oder alltagstaugliche Mountainbike) übrigens auch in Grau, Schwarz und Hellgrau mit orangen Farbakzenten; dazu kommen diverse Schwestermodelle, die sich bei Ausstattung, Größenspektrum und Laufradgröße unterscheiden. Größere bekommen das Bike auch mit 29-Zoll-Laufrädern, Kleinere als 26er Modell.
Bulls Tokee 20": Kinder Mountainbike
Mit dem Tokee 20” versucht sich Bulls im klassischen Kinder MTB-Segment. Die langen Kettenstreben sorgen für Fahrstabilität bei hoher Geschwindigkeit. Das Tokee 20” fühlt sich mit seiner Ausrichtung im Gelände am aller wohlsten. Leichte Singletrails machen damit richtig Spaß. Bei den Anbauteilen setzt Bulls auf das, was sich in diesem Preissegment bewährt hat.
Gewicht & Ausstattung
Wenn Kinder bei der Kaufentscheidung mitwirken, wird eine Federgabel oft zur Bedingung. Leider funktionieren diese beim niedrigen Gewicht der Kinder nicht immer tadellos. Die SR Suntour Gabel im Tokee 20” ist typisch in dieser Preisklasse. Leider lässt sie sich nur bedingt auf das Fahrergewicht anpassen.
Wie sicher sich ein Bike fahren lässt, hängt maßgeblich auch mit den Reifen zusammen. Die Ace of Pace Reifen fallen mit 2 Zoll breit aus. Schmälere Reifen sind zwar leichter, breitere Reifen vermitteln in der Regel aber ein sichereres Fahrgefühl. Im Gelände und auf der Straße.
Bei Kinder Mountainbikes müssen sich die Bremsen mit wenig Handkraft bedienen lassen. Die V-Brakes (Felgenbremsen) sind leicht und technisch extrem simpel. Das ist für Kinder Mountainbikes meist zweckmäßig. In den Punkten Dosierbarkeit und Bremspower sind sie jedoch den Scheibenbremsen unterlegen.
Mit sieben Gängen erfüllt die Shimano Schaltung am Tokee 20” ihren Zweck, lässt aber noch Luft nach oben. Mit 243 % fällt diese beim Tokee 20” relativ gering aus. In steileren Anstiegen wird es für Kinder schwer werden die Kurbel noch rum zu bekommen.
Größeneinschätzung & Ergonomie
Der Hersteller empfiehlt keine exakte Größe. Nach einem Blick auf die Geometrie sagen wir pauschal: zwischen 115 und 130 cm Körpergröße sollte das Tokee 20” passen.
Bulls E-Bikes: SONIC EVA TR 1 29 und Copperhead Evo AM 5
Unsere BULLS E-Bikes & Bikes fahren regelmäßig Testsiege und hervorragende Ergebnisse in den aktuellen Fahrrad und E-Bike Tests ein, wobei die Testberichte alle möglichen Fahrradtypen von E-MTBs, E-Trekkingbikes, Speed E-Bikes und Urban-E-Bikes, Mountainbikes, Rennrädern und Gravelbikes bis hin zu Citybikes und Trekkingfahrrädern umfassen.
Mit dem ausgezeichneten Motor und der starken Reichweite zählt das SONIC EVA TR 1 29 zu den besseren Kletterern auf dem Markt. Damit unterstreicht es seinen Spaßfaktor bei lange Touren auf fordernden Singletrails. Dennoch geben das mäßige Fahrwerk und die einfachen Schaltungskomponenten auch Anlass zur Kritik.
Bulls Copperhead Evo AM 5: E-MTB Fully für Alltag und Tour
Auch E-MTB Fullys werden nicht selten im Alltag genutzt. Mit dem neuen Copperhead Evo AM 5 reagiert Bulls konsequent und verpasst dem Verkaufsschlager eine ganze Reihe praktischer Features: Integriertes Rück- und Kurvenlicht und eine neue Monkey-Link-Schnittstelle für Smartphone oder einen großen Scheinwerfer sind die Highlights.
Der Hauptrahmen ist jetzt aus Carbon, der Hinterbau setzt statt klassischem Viergelenker auf eine einteilige Schwinge mit tief liegender Anlenkung. Im Unterrohr steckt der neue Bosch CX samt dem Top-Akku Powertube 800. Die Ausstattung am Topmodell Copperhead Evo AM 5 lässt mit XT-Schaltung, einteiligem Carbon-Cockpit und Lyrik-Ultimate-Gabel kaum Wünsche offen.
Bosch CX Motor und Reichweite
Mit 600 Watt und 85 Newtonmetern hat der CX dieselben Leistungsdaten wie sein Vorgänger. Bei den Softskills konnte Bosch aber nochmal deutlich nachlegen: Feineres Ansprechverhalten, weniger Tretwiderstand und weniger Motorgeräusch. Die Reichweite liegt mit dem großen Bosch-Akku klar über dem Durchschnitt.
Geometrie und Ausstattung
Zugunsten von Alltags- und Tourentauglichkeit hat Bulls das Copperhead Fully wenig extrem gezeichnet. Der Lenkwinkel ist eher steil, der Sitzwinkel flach. Kurze Kettenstreben sollen ein agiles Handling bringen. Auffällig: Trotz hohem Stack sitzt man wegen des flachen Sitzwinkels und niedrigen Lenkers etwas sportlich-gestreckt auf dem Bulls.
Rockshox’ Top-Gabel Lyrik Ultimate, Shimano XT-Schaltung, Lenker-Vorbau-Einheit aus Carbon: Auf den ersten Blick wirkt das Bulls wie ein echter High-End-Bolide. Der Blick ins Detail offenbart aber ein paar Sparmaßnahmen, vor allem beim Dämpfer, und den Laufrädern sowie der Tele-Stütze der Eigenmarke Rumble. Funktional sind die Teile aber top. Das einzige was wirklich stört ist günstige Schwalbe-Magic-Mary-Reifen.
Ausstattung im Überblick:
- Gabel / Dämpfer: Rockshox Lyrik Ultimate / Deluxe Select
- Schaltung: Shimano XT (12-fach)
- Bremsen: TRP Slate Evo
- Laufräder: Rumble Impeller Pro
- Reifen: Schwalbe Magic Mary Performance 29 x 2,4
- Besonderheiten: Integriertes Rück- und Kurvenlicht, Monkey-Link-Schnittstelle, Laufräder mit eigenem Bremsscheiben-Standard
Fahrverhalten und Bewertung
Auf dem Bulls sitzt man eher so, wie man es von klassischen Sport-Tourern kennt. Der flache Sitzwinkel lässt das Rad lang wirken und soll prinzipiell im Flachen die Handgelenke entlasten. In Kombination mit der Lenker-Vorbau-Einheit ist leider das Gegenteil der Fall. Das zu tiefe und nicht anpassbare Cockpit ist an einem Bike dieser Kategorie völlig fehl am Platz.
Der Bosch-Motor bringt dem Bulls eine starke Dynamik und Modulation. Die günstigen Schwalbe-Reifen mit harter Gummimischung geizen aber auffällig mit Grip. Wer ernsthaft ins Gelände will, sollte ein Upgrade einplanen. Punkte bringen dagegen der feinfühlige und reichweitenstarke Bosch-Motor und der gute Hinterbau.
Der moderate Lenkwinkel beschert dem Bike dabei ein sehr neutrales Handling. So dürfte das Bulls gerade auf flacheren Trails und auf Hausrunden im Mittelgebirge in seinem Element sein.
BIKE Bewertung des Bulls Copperhead AM 5 2025
Stärken:
- Gutes Fahrwerk
- Motor und Reichweite
- Viele praktische Alltagsfeatures
- Bergauf und bergab recht leise
Schwächen:
- Fahrsicherheit in schwerem Gelände
- Teils unpassend gewählte Ausstattung
Zusammenfassung
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Testergebnisse und Bewertungen zusammen:
| Modell | Kategorie | Bewertung |
|---|---|---|
| Woom 16 | Kinderfahrrad (ADAC) | Gut (Testsieger) |
| Pyro Sixteen | Kinderfahrrad (ADAC) | Mangelhaft |
| Bulls Sharptail Street 2 27,5 | Alltags-MTB | Empfehlenswert |
| Bulls Tokee 20" | Kinder-MTB | Zweckmäßig |
| Bulls Copperhead Evo AM 5 | E-MTB Fully | Gut (Tourer) |
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