Cabrio vs. Motorrad: Ein Vergleich von Fahrspaß und Alltagstauglichkeit

Die Frage, ob ein Cabrio oder ein Motorrad die bessere Wahl ist, beschäftigt viele Fahrer. Beide Fahrzeugtypen bieten ein besonderes Fahrerlebnis, unterscheiden sich jedoch erheblich in Bezug auf Fahrspaß, Nutzwert und Sicherheit. Es stellt sich also die Frage: Cabrio s t a t t Moped, oder Cabrio u n d Moped?

Fahrspaß: Motorrad vs. Cabrio

Ganz klare Sache: beim fortbewegen ist das Motorrad das KFZ mit dem deutlich höheren Spaßfaktor. Wenn es rein um den Fahrspaß geht, ist das Motorrad klar besser. Mit dem Motorrad kann man sich fortbewegen, aber vor allem Spaß haben. Es muss sehr viel weniger Gewicht beschleunigt und bewegt werden.

Das Größte beim Motorradfahren ist das Kurvenfahren. Und die Königsdisziplin sind Pässe in den Alpen oder etwas Südtirol: Anbremsen, Runterschalten, Abwinkeln mit etwas Gas durch die Kurve und und im Kurvenscheitel oder wenigstens so früh wie möglich wieder ans Gas und in meinem Fall den Motor schön ausdrehen. Dazu gibt es noch den Sound, bei dem sich die Nackenhaare aufstellen. Schon ein Moped für 1500euro geht in 3.5 Sekunden auf 100 und in 5 Sekunden auf 150. Dafür muss bei einem Auto irgendwas jenseits der 150000euro ausgeben.

Wenn man ein sehr schnelles leichtes Auto und freie Straßen hat, kann man auch mit dem Auto Spaß haben. Aber wir sprechen dabei von über 300PS und freier Fahrt auf freien Straßen.

Im Grunde sind Auto und Motorrad so grundverschieden, wie nur irgend möglich. An dieser Grundtatsache ändert auch ein Cabrio nichts. Vier Räder gegen zwei - breit gegen schmal: Speziell auf engen Passstraßen kann so ein breiter Wagen ganz schön nerven. Wo man mit dem Motorrad leichten Fußes einfach durch flitzt, kommt man mit dem Zweispurfahrzeug gehörig ins Schwitzen. Das bedingt einen grundsätzlich anderen Fahrstil.

Den bolzstabilen Geradeauslauf des Zweirads, der auch bei hohen Geschwindigkeiten völlig entspannt und mit traumwandlerischer Sicherheit verfolgt werden kann, bietet ein Auto leider nicht. Ständig ist man am Korrigieren und damit beschäftigt, kleinere und größere Fehler in der Richtungswahl auszugleichen.

Überraschenderweise ist das Fahrgefühl im offenen Wagen nicht ansatzweise mit dem auf dem Motorrad zu vergleichen. Ohne Helm und Schutzkleidung, dazu im äußerst bequemen Ledersitz, der - ebenfalls überraschend - überhaupt nicht den Mief des Rentnerfahrzeugs verströmt, sondern im Gegenteil sportlich, zurückhaltend elegant rüberkommt, macht das Fahren unter offenem Himmel - wie bereits gesagt - im Schleichmodus am meisten Spaß.

Alltagstauglichkeit: Auto vs. Motorrad

Dafür ist der Nutzwert eines Autos klar besser. Großeinkauf macht mit dem Auto mehr Spaß, Urlaubsgepäck transportieren ebenfalls und mit dem(n) Beifahrer(n) quatschen auch. Bei Eisglätte, Schnee, Frost, Hagel oder Regen usw. macht das Mopedfahren nicht soooo viel Spaß, da ist es im Auto wesentlich entspannter und angenehmer. Gleiches gilt im Hochsommer - wenn man frei fahren kann, hat das Moped dann schon seine Reize, aber wehe, man kommt in einen Stau, Berufsverkehr mit Zuckeltempo oder muss durch eine Zusammenrottung roter Ampeln - da ist es im T-Shirt und mit Klimaanlage im Auto wesentlich angenehmer als mit Schutzklamotten und ohne Fahrtwind auf dem Zweirad.

Auto, weil vielseitiger! Durch den Verkehr kommst halt viel viel viel schneller mit 2Rad statt 4Wheels + null Parkplatzsuche + keine Sorge wenn jemand ausparkt meinen Neulack anzutouchen. Da gibts echt nichts Praktischeres (motorisiertes / Öffentliche außen vor). Btw. Wenn das Wetter und die sonstigen Umstände es zulassen, geht´s i m m e r mit dem Moped in die Stadt.

Aber wenn es >30Grad sind, kann man im Cabrio klimatisiert fahren und bequem mit dem Beifahrer reden, oder in aller Ruhe Musik hören. Dies ist im Motorrad nicht so einfach.

Sicherheit: Ein wichtiger Aspekt

Einen wesentlichen Nachteil hat das Moped allerdings: man ist nicht alleine auf den Straßen unterwegs und als Mopedfahrer wird man sehr leicht von den anderen Verkehrsteilnehmern übersehen oder in der Geschwindigkeit falsch eingeschätzt. Ergo ist man als Mopedfahrer deutlich stärker darin eingebunden, etwaige brenzlige Situationen schon im Vorfeld zu erahnen und entsprechend auch "für die anderen" zu reagieren.

Cabrio und Roadster im Vergleich

Für die einen ist es kleinkarierte Haarspalterei, für die anderen ein elementarer Unterschied: Cabrio oder Roadster? Hauptsache offen, das greift als Antwort zu kurz. Erfahrene Oben-ohne-Fahrer erwarten zu Recht eine genaue Analyse.

Kabriolett: stammt vom französischen Wort Cabriolet ab und bezeichnet laut Lexikon einen "Ausflugswagen für Schönwettertage, dessen Dach durch Zurückklappen geöffnet werden kann". Roadster: Der englische Begriff steht für "zweisitzige Sportwagen ohne festes Dach, die nur mit einfachen Hilfsmitteln geschlossen werden können. Sie dienen dem Fahrspaß. Statt Komfort steht niedriges Gewicht im Vordergrund."

So eindeutig hab ich das nicht erwartet: Wenn es um Fahrspaß geht, also Handling, Sound und ein unverfälschtes Offenfahrgefühl, führt kein Weg an Roadstern wie dem Z4 vorbei. Starker Motor sowie straffes Fahrwerk allein machen aus einem Cabrio noch keinen Sportwagen. Das hat dieser Vergleich eindeutig gezeigt. Obwohl die Viersitzer mit dem gleichen Antrieb wie die Roadster unterwegs sind, bleiben sie behäbiger und benehmen sich bei flotter Fahrt störrischer. Das macht sie für aktive Fahrer zur zweiten Wahl.

Fazit

Das perfekte Cabrio gibt es ebenso wenig wie es das perfekte Motorrad gibt, alles ist ein Kompromiss. Ein Cabrio kann ein Motorrad prima ergänzen. Es sind halt zwei Paar Schuhe. Und deshalb wähle ich mein Fortbewegungsmittel gezielt aus: mal das Moped, mal das Auto.

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