Campagnolo Shamal Laufräder Test: Neuartiges Profil für mehr Aerodynamik und Vielseitigkeit

Campagnolo brachte 1992 mit den Shamal die ersten serienmäßigen Aluminium-Hochprofil-Laufräder auf den Markt und prägte damit die Technik im Profi-Rennsport nachhaltig. Die neueste Generation der in Europa gefertigen Laufräder richtet sich gezielt an Allrounder, Marathonisti und Langstreckenfahrer - sowohl auf Asphalt als auch auf Schotter. 2025 präsentieren die Italiener die jüngste Generation Shamal-Laufräder, deren neues Design mit markantem Felgenprofil wieder einige Vorteile bieten soll. Dabei blieben die Merkmale der Vorgängermodelle erhalten, so Campagnolo.

Die Felgenform macht deutlich, warum die neuen Campagnolo Shamal-Laufräder den Zusatz Dual Profile tragen. Da, wo die Speichen sitzen, ist das Felgenprofil höher.

Dual-Felgen-Profil und verbesserte Aerodynamik

Bei der neuesten Generation setzt der italienische Hersteller auf Carbonfelgen mit einem neu entwickelten „Dual-Felgen-Profil“. Auffälligste Neuerung ist ein wellenartiges Felgenprofil, das im Bereich der Speichen höher, dazwischen niedriger ist. Im Bereich der Aufhängung der Speichen ist das Dual Profile Laufrad 45 mm hoch, dazwischen 40 mm. Campagnolo nennt in der ersten Veröffentlichung die Vielseitigkeit der neuen Laufräder.

Das Campagnolo Shamal - Dual Profile setzt auf ein Design mit differenzierter Linie und doppelter Felgenhöhe von 45/ 40 mm, das nach Angaben der Italiener durch computergestützte Strömungsanalysen und in Windkanaltests optimiert wurde. Laut Campagnolo soll dadurch vor allem die Aerodynamik verbessert werden, genauer gesagt die Stabilität bei Seitenwind: Durch die niedrigeren Bereiche soll die Felge weniger anfällig für Böen sein, bei gleichbleibender Aero-Performance.

Das Ergebnis sei eine verbesserte Aerodynamik, insbesondere bei Seitenwind. Gleichzeitig soll ein modulares Profil die Nutzung kürzerer Speichen ermöglichen und die Steifigkeit erhöhen, ohne den Komfort zu beeinträchtigen. Das Felgenprofil und neue Naben ermöglichen es, am neuen Laufradsatz kürzere Speichen zu verwenden, was zu einer höheren Gesamtsteifigkeit führen soll.

Technische Details und Spezifikationen

Die Tubeless-ready-Hakenfelgen sind, laut unseren Messungen, außen 29,3 und innen 22,9 Millimeter breit. Auch größere Reifen ab 28 mm finden Platz dank eines innen verbreiterten Felgenkanals mit Hakentechnologie. Durch das sogenannte C23 2-Way Fit-System besteht die Möglichkeit, sowohl Drahtreifen als auch Tubeless-Bereifung zu montieren. Und: da der obere Felgensteg bohrungslos auskommt, sei kein Dichtungsband nötig.

Undirektionale Carbonfasern verteilen das Gewicht gleichmäßiger und bringen so ein stabileres Fahrverhalten auf Asphalt und Schotter. Die unidirektionale Anordnung der Carbonfasern soll für eine gleichmäßige Kraftverteilung sorgen. Campagnolo erklärt dazu: "Die Schichten werden nicht miteinander verwebt, sondern parallel übereinander angeordnet, um eine Struktur zu bilden, die eine homogene Verteilung der mechanischen Belastungen entlang der Faserrichtung ermöglicht."

Die Reifenbreite ist ab 28 mm und bis maximal 45 mm angegeben. Weil die Felgen nicht Hookless sind, kann mit Schlauch und Tubeless gefahren werden. Als minimale Reifenbreite, die auf dem neuen Shamal Dual Profile Laufradsatz gefahren werden kann, gibt Campagnolo 28 Millimeter an. Über eine maximale Breite der Pneus gibt es keine Angabe.

Kurz & knapp: Campagnolo Shamal - Dual Profile

  • Besonderheit: Doppeltes Profil für bessere Aerodynamik
  • Reifenkompatibilität: Tubeless- und Drahtreifen, Mindestgröße 28 mm
  • Gewicht: 1.480 g
  • Naben: N3W-Freilaufkörper, Aluminium, mit Gleit- und Konuslagersystem
  • Einspeichung: G3-Muster
  • Verarbeitung Carbonfasern: Unidirektionales Carbon
  • Preise: 1890 Euro/ HG11 und 1897 Euro/ XDR

Weitere Details:

  • Innenweite: keine Angabe
  • Einsatzzweck: Rennrad, Allroad
  • Empfohlene Reifenbreite: ab 28 Millimetern
  • Gewicht: 1480 Gramm
  • Preis: 1890 Euro (inkl.

Leicht, robust und wartungsfreundlich

Mit einem Gewicht von nur 1.480 Gramm soll das Shamal auch im Hinblick auf Leichtbau beim Kunden punkten. Zudem sei das Gewicht im Vergleich zum Vorgänger um 105 Gramm je Laufradsatz reduziert worden, von 1585 auf 1480 Gramm. Neue Materialien zeichnen sich verantwortlich für das geringere Gewicht. Etwa kommen Aluminiumnaben mit Gleit- und Konuslagern zum Einsatz, die leichter sind. Gleichzeitig sei die Lagerwartung einfach.

"Die Aluminiumnaben mit Gleit- und Konuslagersystem gewährleisten eine reibungslose Performance und sind wartungsfreundlich", so der Hersteller aus dem italienischen Vicenza. Die Aluminiumnaben mit Gleit- und Konuslagersystem seien wartungsarm, so Campagnolo. Zusätzlich soll Campagnolos G3-Einspeichmuster für optimale Spannung und Steifigkeit sorgen, was sich vornehmlich bei der Kraftübertragung bemerkbar machen soll.

Schon bekannt und Campa-typisch ist auch der Shamal Dual Profile Laufradsatz mit dem G3-Einspeichmuster aufgebaut, bei dem in sieben Gruppen je drei Speichen parallel zueinander verlaufen und im Verhältnis 2:1 angeordnet sind. Auf der stärker belasteten Seite sind zwei Speichen, auf der gegenüberliegenden Seite nur eine.

Fahreigenschaften und Praxiseinsatz

Im Praxis-Einsatz überzeugten die Shamal-C23 voll: Auch bei stärkeren Windverhältnissen und Windböen vermitteln die Laufräder viel Sicherheit. Das Fahrverhalten bleibt stets kontrollierbar. Campagnolo hat das Modell zudem explizit als Allroad-Laufradsatz auch für den Gravel-Einsatz konzipiert. Campagnolo betont aber, dass die Laufräder für jedes Gelände geeignet seien, also auch für den Allroad- und Gravel-Einsatz.

Exemplarisch montierten wir im späteren Testverlauf 40 Millimeter breite Schwalbe-G-One-RS-Pro-Reifen tubeless - vorn mit 2,7, hinten mit 2,9 bar Reifendruck. Die Rad-Reifen-Kombination überzeugte auch auf unebenen Untergründen, Schotter und wurzeligen Trails mit einer hohen Steifigkeit und Reaktivität der Laufräder. Die Pneus boten zudem einen geringen Rollwiderstand und viel Dämpfungskomfort. Breitere Reifen von 45 Millimetern und mehr sind durch die für einen reinen Gravel-Laufradsatz eher geringe Innenmaulweite dagegen weniger geeignet.

Extra-Punkte vergab unser Tester für den fein gerasterten Freilauf, der ein direktes Ansprechverhalten bietet.

Alternativen und Fazit

Sowohl die Shamal, als auch die Levante sind überdurchschnittlich gut verarbeitet und sehen sehr edel aus. Durch die 21 mm Felgeninnenbreite eignen sich die Shamal am besten für Gravelreifen im Bereich von 35-40 mm. Mit 25 mm Innenbreite und ausgelegt für Reifen bis 50 mm breite, sind die Levante prädestiniert für den Offroad Einsatz!

Beide Laufradsätze sind sehr hochwertig und haben ein breites Einsatzspektrum! Wer mehr abseits der Wege unterwegs ist, wird die Vorteile der Levante besser ausspielen können. Mein Tipp: Sei ehrlich zu dir selbst.

Laut Camapagnolo werden die Shamal-Laufräder in Europa entwickelt und manuell montiert, was höchste Präzision und Qualität gewährleisten soll.

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