Die bayerische Firma Cube zählt zu den größten Bike-Produzenten Europas. Jede Fahrradmarke hat ihren ganz eigenen Kern. Bestimmte Modelle, die man seit Jahren untrennbar mit dem Namen verbindet und die ausdrücken, auf welchem Gebiet, in welchem Segment sich der Hersteller besonders heimisch fühlt.
Als Marke erfreut sich Cube vor allem in Deutschland großer Beliebtheit. Erfahrungsgemäß punkten die Bikes der Oberpfälzer mit einem niedrigen Gewicht und einem attraktiven Preis.
Cube Mountainbikes im Test
Dass sich Mountainbikes von Cube blendend verkaufen, ist kein Geheimnis. Allen voran die Hardtails der Reaction-Serie. Diese erhielten vor wenigen Wochen ein umfangreiches Update-Paket und beabsichtigen an alte Erfolge anzuknüpfen.
Cube Reaction C:62 Pro
BIKE wollte herausfinden, was das XC-Hardtail von Cube zum Verkaufsschlager macht und lud das Reaction C:62 Pro für 1999 Euro zum Test.
Ein zeitloser Klassiker: Das Cube Reaction C:62 ist der Inbegriff eines cleanen, bezahlbaren Carbon-Hardtails. Carbon-Hardtails mit Shimano-XT-Ausstattung waren lange Zeit ein solides Fundament des Mountainbike-Sports.
Fast jeder Biker hatte mal eines im Keller. Nicht unwahrscheinlich, dass dieses dann den Reaction-Schriftzug trug, denn Cubes preiswerte Hardtail-Linie ist auf dem deutschen Markt einer der Klassiker schlechthin.
Um die Erfolgssträhne des Reaction nicht abreißen zu lassen, schärft Cube für 2025 dessen Profil. Eine integrierte Sattelklemme und eine semi-integrierte Zugverlegung mit Eintritt durch den Steuersatz sparen am Kohlenstoff-Rahmen einige Gramm.
Auch eine aufgefrischte Geo soll das im Twin-Mold-Verfahren gefertigte Chassis näher an die Spitze der Produktpalette rücken. Mit knapp unter 2000 Euro will das Pro-Modell vor allem ambitionierte Einsteiger und preis-leistungsbewusste Racer abholen. Bleibt das neue Reaction seinen beliebten Wurzeln treu?
In der Preisklasse unter 2000 Euro ist ein leichter Carbonrahmen keinesfalls selbstverständlich. Bei Cube bleibt Kohlenstoff erschwinglich.
Details zum Cube Reaction C:62 Pro
- Preis: 1999 Euro
- Einsatzbereich: Crosscountry / Marathon / Tour
- Federweg: 100 mm
- Laufradgröße: 29”
- Rahmenmaterial: Carbon
- Gewicht: 10,6 kg
- Vertriebsweg: Fachhandel
- Garantie: 3 Jahre
- Maximales Systemgewicht: 115 Kilo
- Besonderheiten: C:62-Carbonrahmen, integrierte Sattelklemme
Mit 100 Millimeter Federweg ist das Cube Reaction ein klassisches Race-Hardtail. Gut, dass Cube-Kunden die Beratung eines Händlernetzes in Anspruch nehmen können, denn die Wahl der passenden Rahmengröße hat beim Reaction Hardtail ihre Tücken.
Obwohl das Reaction seinen Fahrer mit einem tiefen Tretlager gut im Rahmen integriert, fühlt es sich in steilen Abfahrten nicht zu Hause. Selbstvertrauen spenden dem Piloten des Cube Hardtails im Downhill zwar das 760 Millimeter breite Cockpit mit guten Griffen und die starken Shimano-Bremsen, leider spezifiziert Cube aber Schwalbe Reifen in der einfachen Performance-Variante.
In seichtem Gelände gefällt das reaktive Handling des Hardtails. Dank moderatem Lenkwinkel werden Lenkimpulse blitzschnell umgesetzt. Zudem lässt sich das Bike leicht vom Boden lupfen.
In der Ebene rollt das leichte Cube Reaction zügig voran. Die Sitzposition fällt sportlich aber nicht extrem aus. Im dick gepolsterten Sattel überstehen auch Einsteiger ihre ersten längeren Touren. Für den Zwischensprint lässt sich die Federgabel vom Lenker aus blockieren.
Auch bergauf trüben die günstigen Reifen das Gesamtbild. Im Wiegetritt erzeugt der schmale Karkassenaufbau auf den breiten Felgen ein unharmonisches Fahrgefühl. Schrauben sich die Rampen in den Himmel, muss der Fahrer wegen der super kurzen Kettenstreben viel Gewicht nach vorne bringen, um effizient zu klettern.
An der falschen Stelle gespart: Die Schwalbe-Reifen in der günstigen Performance-Variante sind das größte Manko in der Ausstattungsliste des Cube Reaction C:62 Pro.
Minimalistisch: Nur ein einfacher Aufkleber schützt das Carbon des Cube-Bikes.
Aus dem Testlabor
BIKE betreibt einen beispiellosen Aufwand zur Vermessung von Mountainbikes. Das Gesamtgewicht versteht sich ohne Pedale, das Laufradgewicht pro Satz mit Reifen, Kassette und Bremsscheiben. Für den Messwert der Laufradbeschleunigung gilt: je niedriger, desto leichter zu beschleunigen.
- Gesamtgewicht: 10,61 kg ohne Pedale
- Gewicht Laufräder: 4441 g
- Beschleunigung Laufräder: 3235 kg x cm²
- Sitzkomfort: 8,4 mm
Der Shimano-XT-Antrieb sorgt am Cube Reaction für sorgenfreies, mechanisches Schalten.
Fazit zum Cube Reaction C:62 Pro
Um erste Race- und Touren-Luft zu schnuppern, ist das neue Cube Reaction mit dem ästhetischen Carbon-Rahmen genau die richtige Wahl. Solange Steigung und Gefälle moderat bleiben, macht das wendige Hardtail Laune.
Cube Elite C:68X Race
Das ELITE C:68X RACE zählt zu den meist verkauften Carbon Hardtails in ganz Europa. Mit 9 kg ist das ELITE C:68X RACE ein echtes Leichtgewicht. Der moderate 69 Grad Lenkwinkel sorgt für ein ausgewogenes Handling.
Bei der Sitzposition schlägt CUBE den goldenen Mittelweg zwischen sportlich und komfortabel ein. Der hochwertige Carbon-Rahmen erfüllt alle aktuellen Standards und dient damit als perfektes Fundament für ein solides Komplettbike. Geschickt: Per Knopfdruck am Lenker lässt sich das komplette Fahrwerk des Racebikes blockieren.
Cube Elite 240 Pro
Mit Carbonrahmen wird das ELITE 240 PRO zum absoluten Hingucker auf jeder Rennstrecke. Das ELITE 240 PRO fühlt sich mit seiner Ausrichtung im Gelände am aller wohlsten. Leichte Singletrails machen damit richtig Spaß.
Wer auf eine extrem hochwertige Ausstattung wert liegt, macht mit dem ELITE 240 PRO sicher nichts falsch. Bei einem Komplettgewicht von 6,9 kg kann man durchaus von einem federleichten Bike sprechen. Hier schöpft Cube das Leichtbaupotential wirklich voll aus.
Cube Stereo One44 C:62 Pro
Als Trailbike muss das Cube mit 140 Millimetern Federweg sowohl bergauf als auch bergab überzeugen. Wie gut schlägt sich das Cube Stereo One44 C:62 Pro für 3299 Euro im Labor- und Praxistest?
Die Grundlage für das niedrige Gewicht des Cube Fullys legt ein leichter Carbonrahmen mit Staufach im Unterrohr. Auf den ersten Blick macht das Stereo One44 da keine Ausnahme: Mit dem schlanken Carbon-Rahmen bleibt das Gewicht unter 13 Kilo.
Mittels eines Flipchips lässt sich sogar die Geometrie noch feintunen. Erfrischend leicht rollt das Cube voran. Neben dem niedrigen Gewicht liegt das am geringen Rollwiderstand der schmal bauenden Maxxis-Forekaster-Reifen.
Die behaglich-aufrechte Sitzposition und das nur leicht wippende Fahrwerk empfehlen das One44 zusätzlich als Touren-Bike.
Auf dem Trail mag es das Cube gerne verspielt. Auch enge Kurven liegen dem Stereo. Auf einfachen Flowtrails bringt das gutmütige Handling eine gehörige Portion Fahrspaß.
In schroffen, schnellen Abfahrten zeigt sich jedoch die Kehrseite der Medaille. Dann liegt das quirlige Cube nicht so satt wie andere Bikes derselben Federwegsklasse. Zu großen Teilen liegt das auch an der wenig lebendigen Rockshox-Pike-RC, welche sogar noch eine Klasse unter der günstigen Select-Baureihe angesiedelt ist.
Selbst über gröberen Schotter vermögen Gabel und Dämpfer feine Schläge kaum aufzunehmen. Zur stumpfen Federung kommt der weiche Druckpunkt der Magura-Bremsen. Auf Wurzel-Trails führt diese Kombi schnell zu Ermüdung.
Technische Daten und Noten zum Cube Stereo One44 C:62 Pro
| Kategorie | Trailbike |
|---|---|
| Preis¹ | 3299 Euro |
| Rahmenmaterial | Carbon |
| Laufradgröße | 29 Zoll |
| Federweg | 140 mm (vorne) / 140 mm (hinten) |
| Gewicht ohne Pedale | 12,97 kg |
| Rahmengewicht | 2338 g |
| Gewicht Laufräder | 4775 g |
| Lenkerbreite | 760 mm |
| Rahmensteifigkeit (absolut) | 37 N/mm |
Für Touren-Fans ist das Cube Stereo One44 ein guter Deal. Es ist herrlich leicht, schön wendig und kommt schnell voran. Über ruppigen Trails wird man aber das Gefühl nicht los, dass Cube an der falschen Stelle gespart hat, nämlich am energielosen Fahrwerk.
Cube E-Bikes im Test
Einen solcher Kerne stellen im Falle von Cube die Trekking-E-Bikes der Kathmandu Hybrid-Modellreihe dar. Laut der Homepage des Herstellers umfasst sie aktuell ganze 49 Modelle. Vier davon sind ganz frisch hinzugekommen.
Cube Kathmandu Hybrid C:62
Klassischerweise soll ein Trekkingbike euch auf langen gern auch mehrtägigen Touren begleiten. Daher kommt es bei diesen E-Bikes besonders auf Zuverlässigkeit, Sicherheit und Stabilität an. Inklusive der umfangreichen Ausstattung mit fest montierten Schutzblechen, einer vollwertigen Lichtanlage, einem robusten Gepäckträger, geländetauglichen Reifen, einem Seitenständer und oftmals einer Federgabel.
Dem setzt der Hersteller nun bewusst ein deutlich leichteres Modell entgegen. In seiner Topausstattung wiegt es nur wenig mehr als 16 Kilogramm.
Um diesen beachtlichen Sprung zu realisieren, hat Cube in erster Linie an drei Stellschrauben gedreht: dem Rahmen, dem E-Bike-System sowie den Laufrädern.
1. Rahmen und Gabel
Um Gewicht an einem Fahrrad zu sparen, bietet es sich an, damit beim größten Teil des Fahrrades zu beginnen. Das hat Cube getan. Erstmals nutzt der Hersteller sein 2016 eingeführtes C:62® Carbon für ein Trekking-E-Bike. Bislang kam in dem Segment bestenfalls das hauseigene Aluminium Superlite zum Einsatz.
Cube beschränkt sich jedoch nicht allein auf den Rahmen. Auch die Gabel besteht aus diesem Material. Das bedeutet natürlich gleichzeitig den Abschied von eine Federgabel - ein zweites Novum in der Geschichte des Kathmandu Hybrid. Dafür stellt das neue Kathmandu Hybrid C:62 die restliche Modellreihe optisch in den Schatten. Mit seinen im Rahmen integrierten Kabeln wirkt es aufgeräumter und deutlich zeitgemäßer als anderen Modelle, zumindest in unseren Augen.
Den Gepäckträger hat Cube erneut in den Rahmen integriert. Als Verlust empfinden wir die Tatsache, dass vom Neuling nur die beiden Rahmenformen Diamant und Tiefeinsteiger angeboten werden. Unter den angebotenen Rahmenformen könnt ihr aus jeweils vier verschiedenen Rahmengrößen, die für euch passende wählen.
Wichtige Info für alle, die sich für den Tiefeinsteiger interessieren: Dort verbaut Cube einen Vorbau, der sich im durch ein Gelenk im Winkel verstellen lässt. Ihr habt dort also eine zusätzliche Möglichkeit, die Sitzposition zu optimieren.
2. Antriebssystem
Gehörigen Einfluss auf das Gesamtgewicht hat auch das verwendete Antriebssystem. Ob Bosch Performance Line CX oder Bosch Performance Line SX macht allein schon beim Motor einen Unterschied von gut einem Kilogramm zugunsten des Letztgenannten.
Mit 55 Newtonmeter liegt das Drehmoment des SX genau 30 Newtonmeter unter dem des CX. In puncto maximaler Leistung treffen sich beide bei 600 Watt. Ein ähnliches Bild zeichnet sich beim Blick auf die Akkus ab. Mehr als zwei Kilogramm spart der Bosch CompactTube 400 des Performance Line SX im Vergleich zum Bosch PowerTube 750 ein. Der Preis dafür ist eine um 350 Wattstunden geringere Kapazität.
Davon könnt ihr 250 Wattstunden wieder „aufholen“, wenn ihr euch neben dem Kathmandu Hybrid C:62 noch einen Bosch PowerMore 250 zulegt. Durch das feste Integrieren des Akkus im Rahmen hat Cube ein paar zusätzliche Gramm herausgeholt. Beim Bedienkonzept ist die Wahl übrigens auf die LED Remote zusammen mit dem Kiox 500 gefallen.
3. Laufräder
Bei Rahmen und Antriebssystem handelt es sich um starre Komponenten. Deren geringes Gewicht bemerkt ihr vor allem, wenn ihr zum Beispiel das E-Bike mal anhebt, um es ein paar Stufen hinunter in den Fahrradkeller zu tragen. Ob ein Fahrrad während der Fahrt ein leichtes und leichtgängiges Gefühl vermittelt, hängt dagegen von den rotierenden Komponenten ab.
Die Gewichtsersparnis durch den hier verwendeten Laufradsatz aus Carbon beträgt unter dem Strich vielleicht 500, 600 Gramm. Cube verbaut einen Laufradsatz des bayerischen Herstellers Newmen. Von dem stammt zudem die Carbon-Sattelstütze.
Wollt ihr den Genuss beider kommen, bleibt euch nur eine Option: der Griff zum Topmodell, dem Kathmandu Hybrid C:62 SLT 400X. Das bietet euch zudem Shimanos Deore XT-Gruppe bei der Schaltung mit zwölf Gängen sowie den Bremsen.
Sind euch die dafür aufgerufenen 4.799 Euro zu viel, käme vielleicht das Kathmandu Hybrid C:62 SLX 400X ins Spiel. Wie gesagt, dann mit Alu-Laufradsatz und Alu-Sattelstütze. Bezogen auf Schaltung und Bremsen geht es hinunter zu Deore-Gruppe von Shimano.
Verwandte Beiträge:
- Ducati Diavel Carbon Teile: Tuning & Zubehör
- Carbon Laufradsatz Rennrad Disc Test: Die besten Modelle im Vergleich 2024
- Fulcrum Carbon Laufräder: Test, Modelle & Kaufberatung
- Carbon Laufräder Haltbarkeit: Pflege, Lebensdauer & Reparatur
- Fahrradkette Schmieren: Die besten Hausmittel im großen Test für maximale Leistung!
- Die Ultimative Übersicht der Harley Davidson Sportster Modelle – Alle Infos & Highlights!
Kommentar schreiben