Egal ob du eben schnell zum Supermarkt fährst, deine täglichen Kilometer radelst oder Downhill unterwegs bist - wir empfehlen dir bei jeder Radtour einen Fahrradhelm zu tragen! Deine Sicherheit sollte es dir wert sein.
Damit du das für dich perfekte Modell findest, helfen wir bei ROSE Bikes dir mit diesem informativen Leitfaden: Was muss ein Fahrradhelm können? Welche Größe ist die richtige?
Alle Modelle online im ROSE Shop und vor Ort in den ROSE Stores in Bocholt und München überzeugen mit modernen Technologien und robuster Sicherheit auf der einen Seite sowie tollem Komfort und Design auf der anderen Seite. Benötigt dein gebrauchter Helm lediglich ein kleines Makeover, kannst du dich im Bereich Helmzubehör umsehen.
Damit du einen gut sitzenden und optimal belüfteten Fahrradhelm findest, stellen wir dir Top Modelle von bekannten Marken wie uvex, Abus, Giro oder Bell zur Auswahl.
Vom Kinderhelm über E-Bike Helme bis hin zum Fullface Helm, in zahlreichen Varianten von klassisch black and white bis hin zu auffälligen Farben findest du hier alles, was du zum Schutz deines Kopfes benötigst.
Wir bieten Fahrradhelme für alle Einsatzgebiete: MTB Helme, Rennradhelme, City Helme, Fahrradhelme für Herren, Fahrradhelme für Damen und sogar Helme für Kinder.
Verschiedene Arten von Fahrradhelmen
Mountainbike-Helme
Wenn du auf dem Trail unterwegs bist, empfehlen wir dir einen MTB Helm. Dieser zeichnet sich vor allen Dingen dadurch aus, dass er eine sehr große Schutzfläche bietet und auch im Nacken oftmals besonders tief geschnitten ist, um bestmöglichen Schutz zu ermöglichen.
MTB Helme haben für eine bessere Belüftung große Öffnungen auf der Oberseite. Ein integriertes Visier kann vor Ästen schützen.
Fullface Helme
Bist du bevorzugt im Downhill Bereich unterwegs, empfiehlt sich ein Vollvisier- oder Integralhelm mit zusätzlichem Kinnschutz.
Rennradhelme
Rennradhelme eignen sich für alle Geschwindigkeitsfans. Sie sind besonders leicht und in klaren - aerodynamisch günstigen - Linien für schnelle Fahrten designt. Zudem sorgen große Belüftungsöffnungen für einen breiten Lufteinlass direkt von vorn.
Dirthelme / BMX Helme
Beim Dual Slalom, Biker Cross oder bei Trailjumps auf der BMX-Strecke wird ein BMX- oder Dirthelm benötigt. Dieser zeichnet sich durch tiefer gezogene Flanken aus,um auch bei einem seitlichen Aufprall zu schützen.
Trekking und Cityhelme
Wenn du einen Fahrradhelm suchst, der dir im Alltag, auf dem Weg zum Supermarkt oder zur Arbeit treue Dienste auf dem Fahrrad leistet, gibt es bei uns ein großes Sortiment alltagstauglicher City-Helme. Sie sind vielseitig einsetzbar und bieten einen hohen Tragekomfort für tägliche Touren. Durch ihren stoßabsorbierenden Schaumstoff und die robuste Außenschale sorgen sie für einen effektiven Schutz bei Stürzen. Große Belüftungsöffnungen bieten die nötige Ventilation. Im Straßenverkehr und während gemütlicher Fahrradausflüge bietet ein Cityhelm hervorragend Schutz. Er ist leicht und verfügt über eine gute Belüftung.
Kinderhelme
Speziell für den Nachwuchs gibt es Radhelme in Kindergrößen. Kinderhelme sind prinzipiell verkleinerte Versionen von „Erwachsene-Helmen“. Zusätzlich sind sie meist mit einem speziellen Sonnenschutz für die jungen Augen sowie mit besonders vielen Luftlöchern ausgestattet.
Die tiefgezogene und abgeflachte Rückseite schützt den Hinterkopf und sorgt dafür, dass sich das Kind im Fahrradanhänger oder im Kindersitz richtig anlehnen kann. Babyhelme und Fahrradhelme fürs Kind gibt es ab einem Kopfumfang von 44 Zentimetern.
Wenn Ihr Kind nicht mehr im Kindersitz oder Anhänger sitzt sondern bereits selbständig mit dem Fahrrad fährt sollten Sie einen Kinderhelm mit einer roten LED Blinkleuchte wählen. Achtung! Das Blinklicht am Kinderhelm ersetzt nicht ein fehlendes Fahrradrücklicht.
Jugendliche benötigen, ähnlich wie Kinder, kleinere Helmschalen, die nicht überdimensioniert auf dem Kopf schweben. Helme für Jugendliche gibt es ab einer Kopfgröße von 50 bis 58 Zentimeter.
Sicherheitsstandards und Technologien
Die wichtigste Aufgabe des Fahrradhelms ist es, deinen Kopf zu schützen. Dazu setzen die Hersteller auf verschiedenste Technologien, betreiben Forschung und unterziehen ihren Helmen diverse Tests.
Bei der Prüfung wird der Helm auf einen Prüfkopf mit einem Gewicht zwischen 3 bis 6 kg gesetzt und aus 1,5 Metern Höhe auf eine ebene Fläche fallen gelassen. Fahrradhelme müssen die Norm DIN EN1080 (CE) erfüllen Viele Helme sind zudem vom TÜV geprüft oder tragen das Zeichen für "geprüfte" Sicherheit GS.
Für dich bedeutet das: Nur Helme, die der CE-Norm entsprechen, bieten ausreichend Schutz. Sind alle Prüfungen bestanden, bekommt der Fahrradhelm das Prüfsiegel nach EN 1078 oder der Kinderhelm nach EN 1080 und darf zum Verkauf angeboten werden.
Achtung! Finger weg von besonders coolen, jedoch ungeprüften Fahrradhelmen aus dubiosen Quellen! Manchmal finden sich auf Internetplattformen vermeintlich preiswerte Helme aus Fernost oder Übersee, die zwar optisch toll aussehen, jedoch keinesfalls ausreichend vor Verletzungen schützen.
MIPS System
Viele Fahrradhelme sind mittlerweile mit einem MIPS System ausgestattet. Das „Multi-Directional Impact Protection System“ ist ein System, das Hirnchirurgen und Wissenschaftler entwickelt haben, um nicht-lineare Rotationskräfte, die bei einem schrägen Aufprall auf das Gehirn wirken, zu reduzieren.
Dazu ist eine Plastikschale im Helminneren befestigt, die mit wenigen Schrauben an der Innenseite der Helmschale befestigt ist und so innerhalb des Helms rotieren kann. Dadurch kann die Rotationsbelastung aufgenommen und die Aufprallenergie verringert, vermindert und absorbiert werden.
In unserem Sortiment findest du zahlreiche Fahrradhelme, die mit dem MIPS System ausgestattet sind. Wie viel mehr an Sicherheit die MIPS-Technologie tatsächlich bringt, wird in der Fachwelt noch diskutiert.
Die richtige Passform und Einstellung
Selbst der beste Fahrradhelm ist wertlos, wenn er nicht korrekt passt und schlimmstenfalls bei einem Sturz einfach verrutscht. Die richtige Größe ist daher beim Fahrradhelmkauf unerlässlich.
Neben dem Kopfumfang sollte auch das Gurtsystem des Helms zu deinem Kopf passen. Die meisten Fahrradhelme verfügen über ein Verstellsystem in Form eines Kopfrings, der im Nackenbereich mittels Drehrad eine individuelle Anpassung zulässt und so eine Bandbreite an Kopfumfängen abdeckt.
Um den Fahrradhelm in seiner Passform optimal einzustellen, sollte er am Kopf anliegend sitzen. Der Sicherheitsverschluss befindet sich beim Tragen des Helms in der Regel unter dem Kinn und erscheint meist als Steckverschluss.
Gurte am Fahrradhelm richtig einstellen. Setzen Sie den Helm gerade auf den Kopf. Die Riemen werden so eingestellt dass ein Dreieck entsteht das unter dem Ohren zusammen läuft. Damit der Helm auf dem Kopf gut sitzt sollte der Verstellmechanismus, oftmals in Form eines Drehknopfes, so eingestellt werden dass der Helm beim Kopfschütteln nicht wackelt.
Der Fahrradhelm muss mäßig straff sitzen und sich auf dem Kopf angenehm anfühlen. Bei geschlossenem Kinnriemen darf sich der Fahrradhelm nicht nach vorne oder hinten abstreifen lassen.
- Helm gerade auf den Kopf setzen, wobei der Hinterkopf und die Stirn größtenteils vom Helm umschlossen sind. Darauf achten, dass der Fahrradhelm das Gesichtsfeld nicht einschränkt!
- Nun den Kopfring so stramm ziehen, dass es er angenehm fest sitzt. Je nach Ausführung bieten die Hersteller hier unterschiedliche Verstellmöglichkeiten an.
- Jetzt das linke vordere Gurtband so einstellen, dass es senkrecht nach unten zeigt, wobei sich der Gurtbandverteiler unterhalb des Ohres befindet.
- Um die linke Seite zu straffen, wird an der rechten Seite gezogen und umgekehrt. Manche Hersteller fixieren sie Umlenkung der hinteren Gurtbänder direkt im Helm.
- Wenn beide Gurtbänder der linken Seite ein Dreieck bilden und das Ohr umschließen, ist alles richtig.
- Als Letztes erfolgt die korrekte Einstellung des Kinnverschlusses.
- Tipp: Versuche Deinen Helm nach vorne oder hinten abzustreifen.
Grundsätzlich ermöglicht es so gut wie jeder Fahrradhelm, die Größe über ein Drehrädchen anzupassen. Dennoch ist es wichtig, einen Fahrradhelm zu kaufen, der von seiner Dimension her zu Ihrem Kopf passt.
Der Kopf lässt sich in folgende vier Altersgruppen unterteilen: Kleinkinder bis zu drei Jahren haben meist einen Kopfumfang von 44 bis 52 Zentimetern, Zwei- bis Siebenjährige einen von 46 bis 57 Zentimetern und Fünf- bis Zwölfjährige messen für gewöhnlich 52 bis 60 Zentimeter. Allen Radfahrern über zwölf Jahren wird ein Helm für einen Kopfumfang von 52 bis 65 Zentimetern empfohlen.
Die Angaben dienen jedoch nur der groben Orientierung. Einige Fahrradhelme lassen sich zusätzlich durch versetzbare Kletteinsätze an die Kopfform anpassen.
Weitere wichtige Aspekte
Fahrradhelme gibt es in großer Preisspanne von unter 50 Euro bis zu mehreren hundert Euro. Wichtig sollte sein, dass dein Helm mit den genannten Sicherheitssiegeln ausgezeichnet ist. Du solltest deinen Fahrradhelm in jedem Fall durch einen neuen ersetzen, wenn du Defekte mit bloßem Auge erkennen kannst. Risse in der Schale oder Materialabsplitterungen sind ein absolutes Tabu. Auch wenn du mit deinem Helm bereits gestürzt bist, solltest du dich nach einem neuen Modell umsehen. Nach einem Sturz sollte der Helm ersetzt werden. Achtung! Nach einem Sturz sollte der Fahrradhelm generell ausgetauscht werden.
Intelligent platzierte Lüftungsschlitze schützen vor Hitzestau unter dem Helm. Bei Nichtgebrauch sollte ein Fahrradhelm immer kühl, trocken und möglichst dunkel lagern. Sofern der Fahrradhelm mit entnehmbaren Polstern ausgestattet ist, sollten dieses von Zeit zu Zeit mit einem Feinwaschmittel bei max. 30°gewaschen werden. Es dürfen am Helm keine Veränderungen (z. B. Zudem wird das Helmmaterial durch die Einwirkung von UV-Strahlen und Schweiß mit der Zeit porös und verliert dadurch seine dämpfende Eigenschaft.
Möglichst helle, auffällige Farben wählen und auf sicherheitsrelevante Extras, wie Fliegenschutzgitter, zweckmäßig positionierte Reflektoren und LED-Rücklicht achten. Achten Sie beim Kauf auf zusätzliche Reflektoren oder eine für andere Verkehrsteilnehmer gut sichtbare Farbe. Dunkle Fahrradhelme erwärmen sich bei Sonne stärker als helle. Auf der Verpackung und dem Helm sollte das Produktionsdatum abgedruckt sein.
Fahrradhelm-Test: Ergebnisse und Empfehlungen
Wir hatten insgesamt 59 Fahrradhelme im Test, 49 davon sind aktuell noch erhältlich. Die Stiftung Warentest und der ADAC haben im März 2024 gemeinsam einige Fahrradhelme getestet. Der Uvex Urban Planet LED schneidet unter den neu getesteten Helmen mit der Gesamtnote 2,0 (gut) am besten ab. In den Bereichen »Unfallschutz« und »Handhabung und Komfort« vergeben Stiftung Warentest und ADAC jeweils ein »gut« (2,3 bzw. 1,8).
»Der etwas schwere, aber gut verarbeitete Helm von Uvex geht als Testsieger hervor. Das Innenfutter dient gleichzeitig als Insektenschutz und vermittelt angenehmen Tragekomfort. Das Kopfband ist 6-fach höhenverstellbar und mittels Drehrad im Umfang verstellbar. Er besitzt Reflektorstreifen in den Trageriemen und ist mit einem aktiven Licht an der Rückseite (3 Modi) ausgestattet.
Ein vernünftiger Helm muss nicht viel kosten: Das beweist der Fischer Urban Plus Brooklyn. Für gerade mal rund 30 Euro bietet er Beleuchtung, Sonnen- und Insektenschutz, einen gepolsterten Kinnriemen und in die Helmgurte eingewebte Reflexstreifen. Außerdem zeichnet sich der leichte Fahrradhelm durch einen guten Tragekomfort aus.
Ein Fahrradhelm kann ebenfalls dazu beitragen, dass ein Radler im Straßenverkehr besser gesehen wird. Zudem bieten viele Fahrradhelme zusätzlichen Komfort. Mit einem Sonnenschutz versehen, reduzieren sie einfallendes Licht. Ein wasserdichter Überzug bietet Schutz bei Regen.
Idealerweise sollten Sie einen Fahrradhelm vor dem Kauf immer anprobieren. Nur so können Sie feststellen, ob er optimal zu Ihrer Kopfform passt. Er sollte stramm sitzen, aber nicht drücken. Als Faustformel gilt: Wenn Sie den Helm vor- und zurückbewegen, sollte die Stirn ein wenig Falten schlagen. Dann sitzt der Fahrradhelm fest genug. Ist der Kinnriemen geschlossen, darf sich der Helm nicht nach hinten abstreifen lassen.
Beispiele für getestete Modelle
- Uvex Urban Planet LED: Bietet zusätzlichen Schutz im Heck- und im Schläfenbereich. Er lässt sich sehr angenehm tragen und perfekt auf die Kopfform und Kopfgröße einstellen. Der Urban Planet ist sehr robust und mit einem rückseitigen LED-Licht ausgestattet. Zusätzliche Vorteile sind reflektierende Gurtbänder, ein weiches Kinnpolster und ein durchdachter Verschluss.
- Uvex Finale Visor: Verfügt über ein klappbares Visier. Zudem ist der Fahrradhelm mit Beleuchtung und Insektenschutz ausgestattet.
- Abus Pedelec 2.0: Hat einen Regenschutz integriert, der hinten in einem Geheimversteck untergebracht ist. Für bestmögliche Erkennbarkeit im Dunkeln ist der Helm zudem mit einem LED-Licht ausgestattet.
- POC Omne Beacon Mips: Ein echter Hingucker, speziell in der Lackierung in leuchtendem Orange und mattem Grün.
ADAC-Test 2024: Ergebnisse im Überblick
Der ADAC hat gemeinsam mit der Stiftung Warentest elf City- und Urban-Fahrradhelme sowie drei S-Pedelec-Helme in den Kategorien Sicherheit, Komfort, Handhabung und Schadstoffgehalt getestet. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
| Hersteller/Modell | Mittlerer Preis in Euro | ADAC Urteil | Handhabung & Komfort | Unfallschutz | Schadstoffe |
|---|---|---|---|---|---|
| Uvex Urban Planet LED | 130 | 2,0 | 1,8 | 2,3 | 1,0 |
| Alpina Gent MIPS | 130 | 2,2 | 1,9 | 2,5 | 1,0 |
| Limar Torino | 90 | 2,2 | 1,9 | 2,5 | 1,0 |
| Lazer Codax KinetiCore | 165 | 2,6 | 2,6 | 2,7 | 1,0 |
| Lidl Crivit - Fahrradhelm mit Rücklicht | 31 | 2,6 | 1,9 | 2,9 | 1,9 |
| Giro Fixture Mips II | 110 | 2,8 | 2,5 | 2,9 | 1,0 |
| Abus HUD-Y | 120 | 3,0 | 2,8 | 3,0 | 1,0 |
| Decathlon / B´Twin City 540 Bowl | 15 | 3,1 | 2,9 | 3,1 | 1,0 |
| Prophete ECO Urban | 15 | 3,1 | 2,4 | 3,2 | 1,9 |
| Cube Fleet | 15 | 3,2 | 2,6 | 3,2 | 2,0 |
| Casco E.Motion 2 | 120 | 5,5 | 1,9 | 5,5 | 1,6 |
Hinweis: Die Testergebnisse wurden gemäß den Kriterien des ADAC bewertet, wobei niedrigere Werte bessere Ergebnisse darstellen.
Der Uvex Urban Planet LED schnitt im Vergleich Bestnoten beim Unfallschutz und in der Handhabung ab. Da der Helm zudem keine Schadstoffe aufwies, kam er mit der Gesamtnote 2,0 auf Platz eins. Der Anschaffungspreis des Urban Planet LED liegt mit 130 Euro im oberen Bereich des Testfeldes. Mit 385 Gramm ist der Uvex kein Leichtgewicht, dafür bietet er an der Rückseite ein aktives Licht mit drei unterschiedlichen Beleuchtungsmodi. Ebenfalls positiv fielen den Testern Reflektorstreifen in den Trageriemen und das Innenfutter auf - es dient gleichzeitig als Insektenschutz.
Gut geschlagen hat sich der günstigste Helm im Test: Mit einer Gesamtnote von 2,6 kann sich der Crivit-Fahrradhelm von Lidl im Vergleichsfeld behaupten. Von insgesamt elf Modellen belegt er einen Platz im Mittelfeld. Sein Preis von gerade einmal 15 Euro ist um den Faktor acht günstiger als beim Testsieger von Uvex und beweist, dass ein Kopfschutz beim Radfahren nicht teuer sein muss.
Helmpflicht und Statistiken
Obwohl Politiker, Fahrradklubs und Straßenverkehrsbehörden seit Jahren hitzige Debatten um die Einführung einer generellen Helmpflicht für Fahrradfahrer führen, besteht hierzulande keine.
Das Hauptargument von Experten gegen eine gesetzlich festgeschriebene Pflicht, im öffentlichen Raum einen Fahrradhelm zu tragen, ist der damit angeblich verbundene Rückgang der Nutzung von Fahrrädern insgesamt. Der Gesetzgeber fürchtet einen drastischen Einbruch des Fahrradverkehrs, sobald man die Menschen zum Tragen eines Helmes zwingt.
Fakt ist, dass die Quote der Helm tragenden Erwachsenen aktuell lediglich zwischen sieben und zehn Prozent liegt. Viele tragen keinen Fahrradhelm, obwohl sie sich der Gefahr bewusst sind. Immerhin steigt Erhebungen zufolge die Quote der Fahrradhelmträger langsam aber stetig an. Vor allem bei den Kindern.
Laut Statistik der Arbeitsgemeinschaft „Unfallforschung der Versicherer“ erleiden rund 45 Prozent aller Radfahrer, die einen Fahrradhelm tragen, bei einem Unfall im deutschen Straßenverkehr Kopfverletzungen. Vor allem schwere Unfälle führen häufig zu Hirnverletzungen, die sich durch das Tragen eines passenden Helmes minimieren lassen.
Die Fahrradbranche boomt und speziell E-Bikes tragen zur enormen Popularität der Zweiräder bei. Durch das höhere Tempo der elektrifizierten Räder steigt allerdings auch die Unfallgefahr. Bei knapp 27.400 Radunfällen ohne weitere Beteiligte verletzten sich im Jahr 2023 rund 6.400 Menschen schwer und 147 tödlich. Darauf weist die Unfallforschung der Versicherer (UDV) im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hin.
Dabei sind nicht nur Gehirnerschütterungen, sondern schwere Kopfverletzungen bei Stürzen die häufigste Unfallfolge. Laut Deutscher Gesellschaft für Unfallchirurgie könnten 60 bis 70 Prozent der tödlichen Hirnverletzungen mit Kopfschutz vermieden werden.
Nach den aktuellen Zahlen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) aus dem Jahr 2022 tragen 40,3 Prozent aller Radfahrer und -fahrerinnen einen Fahrradhelm. Große Unterschiede herrschen hierbei zwischen den konventionellen Radfahrenden mit gerade einmal 34 Prozent und den Pedelec-Fahrern und -Fahrerinnen mit 60,1 Prozent.
Gerade bei Berufspendlern in innerstädtischen Bereichen, die nicht immer ein Pedelec nutzen, besteht starkes Verbesserungspotential hinsichtlich der Tragequote. Betrachtet man die steigenden Unfallzahlen in den letzten Jahren, stimmt die Erhebung besonders bedenklich. Denn gerade das Tragen eines Schutzhelms kann bei einem Sturz lebensbedrohliche Kopfverletzungen stark abmildern oder sogar vermeiden.
Schlussfolgerung
Fahrradhelme können schwere Kopfverletzungen verhindern und Leben retten. Das haben bereits verschiedene Studien und Untersuchungen belegt. Laut Bundesverkehrsministerium ist ein guter Fahrradhelm dazu in der Lage, bis zu zwei Drittel der Energie zu absorbieren, die bei einem Sturz ohne Helm auf den Kopf einwirken würde.
Egal ob man im lokalen Fahrradladen oder auf den Webseiten von Radherstellern und Online-Shops stöbert, die Auswahl von Helmen erschlägt einen nahezu. Für so gut wie jeden Einsatzzweck gibt es heutzutage den passenden Helm, aber auch Allround-Helme sind hoch im Kurs. Hier hilft nur eins: Sich für das Testen Zeit zu nehmen, denn ein Helm muss genauso gut passen wie ein Wanderschuh.
Dennoch ist die technische Sicherheit durch Materialien und Ausstattung wesentlich. Eines der bekanntesten am Markt ist das Mips-System, welches auch bei dem Großteil der Helme im Test verbaut ist. Diese Technologie soll zusätzlichen Schutz bei schrägen Aufprallwinkeln bieten. Dazu besteht das System aus einer beweglichen Innenschale im Helm, die unabhängig von der äußeren Schale rotieren kann.
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