VELOBerlin Fahrradfestival: Neuheiten, Trends und Testfahrten

Bereits zum zwölften Mal lud das Fahrradfestival VELOBerlin am vergangenen Wochenende Fahrradbegeisterte zu vielfältigen Erlebnissen rund ums Rad ein.

An über 200 Messeständen präsentierten Unternehmen Produktneuheiten und Trends von 400 Marken.

Die umfassende Produktschau in einem Hangar des ehemaligen Flughafen Tempelhof und dem riesigen, teils überdachten Außengelände präsentierte die Vielfalt der Fahrradwelt, die für jede Zielgruppe und jede Gelegenheit das passende Rad im Angebot hat.

19.000 Besuchende (2023: 17.000) nutzten das frühlingshaft warme Wetter zu tausenden Testfahrten auf den neuesten Bikes.

Während E-Bikes in den vergangenen Jahren zunehmend kräftiger und Lastenräder größer wurden, sind neue, leichte E-Bikes und kompakte Cargobikes, sowie ganz „normale“ Fahrräder auf ihre Anwendungsfälle im Radalltag zugeschnitten und überzeugen mit Praktikabilität und gleichzeitig ausreichend Power.

Neben neuen Bikes, Zubehör, Bekleidung und Ausrüstung waren es auch ausgefallene Mobilitäts- und Produktideen, die besonderen Anklang beim begeisterten Publikum fanden.

Frei nach dem Motto, dass ein Fahrrad wie ein Schuh passen sollte, nutzten Fahrradfans und -interessierte die VELOBerlin zu ausgiebigen Proberunden.

Auf vier großen Teststrecken fanden an den zwei Festivaltagen tausende Testfahrten statt.

Sportliches Kräftemessen stand beim Airfield Race des Berliner Radsportverbandes im Vordergrund, das zum zweiten Mal auf einem 10km-Rundkurs über das Tempelhofer Feld stattfand.

Neben den traditionellen Laufrad- und Kinderrennen standen die Offenen Berliner Landesmeisterschaften im Einzelzeitfahren und Straßenrennen auf dem Renntableau.

Im Fokus der Podiumsdiskussionen stand das Fahrrad als demokratisches Verkehrsmittel, „das für alle zugänglich sein müsse, um sein volles Potenzial zu entfalten“, so Isabell Eberlein, Velokonzept-Geschäftsführerin und VELOBerlin-Organisatorin, den Programmfokus „Radfahren für alle“.

Traditionell wurde im Rahmen des Fahrradfestivals der Engagementpreis Fahrrad Berlin der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt durch Senatorin Manja Schreiner verliehen.

Erstmals wurde das Fahrradfestival in diesem Jahr von zwei Botschafterinnen und einem Botschafter repräsentiert.

Mit ihren unterschiedlichen Hintergründen aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft erklärten Bestsellerautorin Katja Diehl und Radverkehrsprofessor Christian Rudolph ihre Liebe zum Fahrrad.

Olympiasiegerin Kristina Vogel, im Vorfeld schon für die VELOBerlin aktiv, musste krankheitsbedingt ihre Bühnenpräsenz kurzfristig absagen.

Seit 2011 ist die VELOBerlin das Fahrradfestival in der Hauptstadt.

Veranstaltet von der fairnamic GmbH (Veranstalterin der Weltleitmesse EUROBIKE in Frankfurt/Main), konzipiert und organisiert von der Berliner Fahrradagentur Velokonzept, präsentiert die Fahrradmesse über 200 ausstellende Fahrradmarken, Händler:innen und Dienstleistende aller Fahrrad- und Mobilitätsbereiche, die die große Vielfalt der Trends und Innovationen der Fahrradbranche widerspiegeln.

Nach den pandemiebedingten Absagen der Veranstaltung in den Jahren 2020 und 2021 öffnete die VELOBerlin im April 2022 wieder ihre Tore.

Nach sieben Ausgaben an der Messe Berlin zog die VELOBerlin 2018 an den Flughafen Tempelhof, die neue Location und die einhergehende Neukonzeption sorgte für einen enormen Aussteller- und Publikumszuwachs bis 2019 (300 Messestände, 20.000 Besucher:innen).

Mit der Gründung der fairnamic GmbH besiegeln die Messegesellschaften Frankfurt und Friedrichshafen eine Partnerschaft mit Schwerpunkt innovativer Mobilität.

Durch gebündelte Kompetenz sowie Marktkenntnis, globale Aufstellung, Markenstärke und Schnelligkeit wird die Marktposition in den Zukunftsmärkten Fahrrad, E-Bike, Micromobility und General Aviation gestärkt.

Die Marken Eurobike und AERO sowie ihre Satelliten bilden dabei den Schwerpunkt des Joint Ventures.

Ziel ist der Ausbau und die Weiterentwicklung der beiden Leitmessen.

Auch in diesem Jahr haben tausende Kinder und Jugendliche am Projekt „FahrRad!“ des ökologischen Verkehrsclubs VCD und der AKTIONfahrRAD teilgenommen.

Seit Projektstart im Jahr 2006 sind insgesamt 100.000 Kinder und Jugendliche für den Klimaschutz in die Pedale getreten.

Von April bis September hatten Schulklassen, Familien und Kleingruppen wieder die Möglichkeit, sich an der Jugendkampagne „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“ des ökologischen Verkehrsclubs VCD und der AKTIONfahrRAD (AfR) zu beteiligen.

Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren konnten ausprobieren, wie es ist, wenn sie ihre Alltagswege vorrangig selbstständig und aktiv mit dem Rad zurücklegen.

Das ist gut für die eigene Gesundheit und das Selbstvertrauen, aber auch fürs Klima.

Stephanie Päßler, VCD-Projektleiterin von „FahrRad!“: „Angesichts von Krisen und Kriegen überall erleben viele junge Menschen ein Gefühl von Ohnmacht.

Das Projekt „FahrRad!“ ermöglicht es ihnen, selbst aktiv zu werden und etwas für den Klimaschutz zu tun!

Und: Wer frühzeitig das Fahrrad für sich entdeckt, nutzt es häufig ein Leben lang.

VCD und AfR fordern Kommunen dazu auf, die Möglichkeiten der vor Kurzem reformierten Straßenverkehrsordnung (StVO) zu nutzen, um Kindern sichere Mobilität zu ermöglichen.

Es braucht einen massiven Ausbau der Fahrradinfrastruktur, nicht nur, aber insbesondere im Umfeld von Schulen.

Der Vorsitzende des Beirats von AfR, Ulrich Fillies, ergänzt: „Tauschen Kinder und Jugendliche das Elterntaxi gegen ein Fahrrad, bedeutet das für sie in erster Linie eine neue Unabhängigkeit.

Außerdem tun sie ihrer Gesundheit etwas Gutes und schützen gleichzeitig Umwelt und Klima.

Botschafter der Aktion „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“ ist in diesem Jahr auch Julian Janssen, bekannt aus verschiedenen TV- und Onlineformaten für Kinder als Checker Julian.

Er erklärt: „Das Fahrrad ist mein Lieblings-Fortbewegungsmittel, denn mit ihm kann ich mich wunderbar von A nach B bewegen.

Und das Beste: Fahrradfahren ist gesund und gut für die Umwelt!

Und man ist oft viel schneller am Ziel als mit dem Auto.

Ich finde es wichtig, dass Kinder und Jugendliche lernen, wie sie in ihrem Alltag möglichst umweltbewusst handeln.

Die Art der Mobilität spielt dabei eine besonders große Rolle.

Fahrradfahren ist eine besonders umweltfreundliche Fortbewegungsform, denn es wird kein zusätzliches CO₂ ausgestoßen.

Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren können sich mit ihren Schulklassen, Jugendgruppen oder Familien unter klima-tour.de anmelden.

Jeder geradelte Kilometer kann auf dem Online-Portal eingetragen werden.

Neu in diesem Jahr ist die App Biketour.Guide, die das Zählen und Eintragen der Kilometer übernimmt.

Mit jedem geradelten Kilometer kommen die Teilnehmenden auf einer virtuellen Tour durch Deutschland und Europa voran.

An 18 Stationen auf der Online-Tour werden Fahrrad- und Klimathemen jugendgerecht präsentiert.

Außerdem gibt es Mitmachaktionen und Quizfragen.

Für die Kombination aus richtigen Antworten und gesammelten Fahrradkilometern können als Hauptgewinn bis zu 500 Euro für die Gruppenkasse, eine Fahrradabstellanlage und weiteres Equipment für kommende Radausflüge gewonnen werden.

Lehrkräfte und Jugendgruppenleiter finden auf der Webseite Unterrichtsmaterialien und Aktionsideen aus den Bereichen Fahrrad, Klimaschutz und Mobilitätsbildung.

Wir freuen uns, dass Julian Janssen, bekannt als „Checker Julian“ aus der gleichnamigen Kinder-Wissenssendung, auch 2025 wieder als Botschafter für die Klima-Tour mit euch gemeinsam in die Pedale treten wird!

Kein lästiges Aufschreiben der gefahrenen Kilometer mehr per Hand, denn die Biketour.Guide-App übernimmt dies für die Teilnehmenden.

Wie? Biketour.Guide einfach kostenlos im App Store bzw. bei Google Play herunterladen, QR-Code für die Zuordnung der Gruppe scannen und losradeln.

Mit nur einem Klick können die Teilnehmenden datenschutzkonform und ohne Login ihre mit dem Fahrrad zurückgelegten Distanzen automatisch vom Biketour.Guide übertragen lassen.

Wer lieber - wie bisher - seine Kilometer manuell eintragen möchte, kann dies natürlich weiterhin tun.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0