Christoph Strasser: Eine beeindruckende Karriere im Ultraradsport

Christoph Strasser ist ein bekannter Ausdauerradsportler, der für seine unglaublichen Leistungen bei Langstreckenrennen bekannt ist.

Die Anfänge und der Weg zum Profi

Als Hobby-Mountainbiker und Fussballspieler wurde Strasser über die Medien auf das Race Across America aufmerksam und wollte von da an seinen Bubentraum verwirklichen - einmal daran teilzunehmen. Nach einigen Jahren auf der Uni schaffte er immer mehr „kleine“ Erfolge und konnte die ersten Podiumsplatzierungen einfahren sowie zwei 24-Stunden-Radrennen gewinnen.

Von da an setzte er alles auf eine Karte und betrieb das Radfahren professionell. Da gab es keine Sicherheiten, wenig Sponsoren aber viel Zeit zum Trainieren.

Nach seiner ersten Teilnahme am RAAM, wo er 2009 krankheitsbedingt aufgeben musste, war schnell klar, dass er nochmals starten werde.

Erfolge und Rekorde

Strasser hat dieses prestigeträchtige Rennen bereits mehrfach gewonnen und dabei Rekorde aufgestellt.

Der Österreicher ist sechsfacher Sieger des Race Across America (RAAM). Seine sechs Siege beim Race Across America sind ebenso unübertroffen wie zahlreiche Bestmarken bei den wichtigsten Langstreckenrennen der Welt. Er ist der erste gekrönte österreichische Meister im Ultracycling und hat mehrere 24h-Zeitfahrrekorde inne.

Als erster und bisher einziger Fahrer konnte er bei der 24h-Einzelzeitfahr-WM in Borrego Springs eine Distanz von mehr als 900 Kilometern erreichen.

2021 erfüllte er sich einen lang gehegten Traum: er wollte als erster Mensch die magische 1000km-Marke in 24h knacken. Bei der Generalprobe zu diesem Rekordversuch gelang, was eigentlich erst für Monate später auf einer Rennstrecke in Colorado möglich hätte sein sollen: Er schaffte den Rekord in seiner Heimat am Flugplatz Hinterstoisser des Bundesheeres.

»Eine Bestmarke fehlt ihm noch, und seit er für sich beschlossen hat, sie sei - wenigstens in der Theorie - machbar, geht sie ihm nicht mehr aus dem Kopf. One day, one thousand k - das wäre nicht bloß ein Sieg mehr im ohnehin schon endlosen Palmarès. Er wäre der Erste und vermutlich, für lange Zeit, der Einzige. 1000/24 - das ist der Sub-Zwei-Stunden-Marathon seiner Disziplin. Selbst ein Laie, selbst jemand, der noch nie auf einem Rennrad gesessen ist, versteht die Tragweite von 1.000 Kilometern aus eigener Kraft innerhalb eines Tages. Gelänge ihm dies, begänne eine neue Zeitrechnung in seinem Sport.

»Anfänglichen Rückenschmerzen, Regen und Dunkelheit trotzend, radelte Strasser mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 42,75 km/h und 1.026,215 Kilometern innerhalb von 24 Stunden zum Weltrekord.

Der österreichische Extrem-Radsportler Christoph Strasser hat binnen 24 Stunden 1026,215 Kilometer zurückgelegt und damit nach Angaben seines Teams einen neuen Weltrekord aufgestellt.

Viele Stunden musste Strasser auf dem 7,6-Kilometer-Rundkurs im österreichischen Zeltweg im strömenden Regen fahren. Ohne das schlechte Wetter wäre noch mehr drin gewesen, meinte der sehr entspannt wirkende Sportler nach der Zieldurchfahrt am Samstag.

Den Angaben zufolge hat Strasser bei der Gelegenheit außerdem zahlreiche weitere Weltbestleistungen aufgestellt, zum Beispiel über 100 Kilometer, 200 Kilometer, über sechs und über zwölf Stunden. Die Ergebnisse sind aber noch nicht offiziell bestätigt.

Transcontinental Race

2022 betrat Strasser nochmal Neuland: zum ersten Mal nahm er an einem „Unsupported Rennen“ teil, völlig auf sich allein gestellt, ohne seine Crew. Verpflegung, Schlafpausen, Gepäckmitnahme und allfällige Rad Reparaturen mussten von ihm ohne Hilfe von außen organisiert werden.

Beim „Transcontinental Race“ (Start in Belgien, Ziel in Bulgarien), galt es die über 4000km lange Strecke allein zu planen, lediglich 4 Checkpoints inkl. Parcours sind von der Rennleitung vorgegeben. Mit nicht allzu hohen Erwartungen startete er als „Rookie“ in dieses neue Abenteuer und konnte das Rennen nach anfänglichen Schwierigkeiten mit einer spannenden Aufholjagd in 9 Tagen und 14 Stunden gewinnen.

Unterstützung und Sponsoring

Red Bull, das für seine Unterstützung von Adrenalinsportarten und grenzüberschreitenden Athleten bekannt ist, erkannte Strassers außergewöhnliches Talent und seine Hingabe an sein Handwerk. Das Unternehmen ist ein wichtiger Sponsor und Unterstützer von Strasser und stellt ihm die Ressourcen, die Ernährungsunterstützung und die strategische Führung zur Verfügung, die er benötigt, um seine ehrgeizigen Ziele im Radsport zu erreichen.

Seit 2008 wird Strasser von Ausstatter owayo tatkräftig unterstützt. Er ist nicht nur Markenbotschafter, sondern war auch bei der Entwicklung und ständigen Verbesserung der Radsportbekleidung als Testfahrer eingebunden und fährt bis heute all seine Rennen mit den Trikots, Hosen, Westen und Jacken von owayo. Sein Lieblingsprodukt: Das long-distance Pad in der Trägerhose.

Christoph Strasser als Vortragender

Christoph ist nicht nur für das „Weitradlfoan“ zuständig und dafür verantwortlich, dass er jeden Tag anständig und hart trainiert (was aufgrund seiner zahlreichen Erfolge - 6 Siege beim Race Across America, 4 Siege beim Race Around Austria, 24-Stunden Weltrekorde - anscheinend recht gut funktioniert), sondern hält seit vielen Jahren auch Vorträge.

Seine Vortragstätigkeit findet hauptsächlich in Firmen und Unternehmen statt, wo Christoph für Mitarbeiter oder Kunden über Motivation, Durchhaltevermögen und Spaß an Herausforderungen spricht. Dazu kommen auch öffentliche Termine in Gemeinden, die auf Anfrage stattfinden oder teilweise auch selbst von uns organisiert werden.

Nächste Vorträge im Überblick

  • 13.10.Öblarner Haus für Alle, ÖBLARN
  • 14.10.K.U.L.T. Hof - HOF bei Salzburg
  • 15.10.arena365, KIRCHBERG in Tirol
  • 18.10.CasaNova, Wien
  • 30.11.Kulturbühne Ambach, GÖTZIS

Der Mensch hinter dem Sportler

Die Frage nach dem Sinn des Rennens stellte sich Strasser nur bei seinen ersten Teilnahmen. Mittlerweile, so sagt er, habe sich das RAAM perfekt in seinen Kopf eingebrannt und er weiß, welchen Stellenwert er diesen Erfolgen verdankt.

Immerhin kann er seinen Sport nun als Profi ausführen. Seine Sponsoren decken die Ausgaben, seinen Haushalt finanziert er mit Vorträgen und einem eigenen Online-Shop, den er mit seiner Lebensgefährtin Sabine führt. Dadurch braucht er sich die Sinnfrage nicht mehr stellen - das härteste Radrennen der Welt ist für Strasser Arbeitszeit.

Christoph Strasser im Onlineshop und die Bedeutung von Nachhaltigkeit

Im Onlineshop fungiert der Langstrecken-Nerd als Produkttester. Bei den Kundenbestellungen darf er nur in Ausnahmefällen helfen, denn kaum ist die Chefin mal aus dem Haus, kann es passieren, dass er ihr ins Handwerk pfuscht und aus Versehen ein schepfn Cappies versendet!

Gemeinsam mit Christoph hat sie den Ultracyclingshop in den letzten Jahren aufgebaut und beide arbeiten daran, die Produktpalette ständig sinnvoll zu erweitern und den Service zu verbessern.

Onlineshops und Produkte im Bereich Sport/Ausdauersport/Radsport gibt es wie Sand am Meer. Wir sind ein verhältnismäßig kleiner Onlineshop mit einer ausgewählten Produktpalette. Wir wollen Produkte anbieten, die von den Standardmassenprodukten abweichen.

Wir sind außerdem keine Fans von Verschwendung - das heißt wir verwenden auch Kartonagen unserer Lieferanten (ohne großes Branding) gerne nochmals, wenn sie intakt sind. Müll produzieren wir ja ohnehin genug. Unsere Verpackungschips sind Bio und abbaubar und wir versenden Produkte nur dann in Plastikhüllen oder mit viel Stopfmaterial, wenn das aus hygienischen Gründen bei Nahrungsergänzungen und Lebensmitteln sein muss oder das Produkt zusätzlich geschützt werden muss.

Mit den meisten unserer Lieferant:innen verbindet uns schon eine jahrelange Zusammenarbeit.

Allerdings geht es uns nicht darum, ein riesiges Unternehmen aufzubauen, das liegt uns fern. Größer, weiter und schneller heißt es bei uns bevorzugt beim Radfahren, in der Firma wählen wir mit Bedacht aus und setzen wo es geht, auf kleine Hersteller, regionale Produzenten und versuchen Produkte soweit möglich zu vermeiden, die lange Reisen hinter sich haben oder nicht nachverfolgbar sind. Nachhaltigkeit und Qualität haben Priorität.

Viele unserer Shirts werden aus Biobaumwolle gefertigt und entstehen in Handarbeit mit Siebdruckverfahren oder auch Laserdruck, je nach Modell und Fertigung. Die Radbekleidung wird in Regensburg von der Firma owayo gefertigt und auch dort hergestellt, die Firma Sportbionier produziert Bio Proteine regional in Österreich, und unser großer Sportnahrungspartner Peeroton mit unserem "Baby", dem Hi End Endurance, produziert auch in Österreich, um nur drei Beispiele zu nennen. Produkte, die wir nicht aus Österreich oder Deutschland beziehen, sind in unserem Sortiment nur dann anzutreffen, wenn es keine Optionen gibt oder die Qualiät des Produkts für sich spricht.

Ausblick

Nächster Halt von Christoph Strasser: ISPO Munich 2023.

Wir freuen uns sehr, Christoph Strasser auf der nächsten ISPO Munich begrüßen zu dürfen, um das Thema Bike zu präsentieren.Tobias Gröber, Head of ISPO

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