Kein Stau und keine Benzinkosten: E-Bikes sind in der Stadt eine echte Alternative zum Auto. Das findet auch die Stiftung Warentest, die elektronische Cityräder untersucht hat. Die Stiftung Warentest hat für die "test"-Ausgabe 06/2023 elf E-Bikes für die Stadt unter die Lupe genommen: Während das teuerste auch das beste Elektrofahrrad ist, erreichen auch günstigere Modelle gute Noten. Insgesamt elf City-E-Bikes hat die Stiftung Warentest untersucht, darunter neun Pedelecs mit Mittelmotor und zwei preiswertere Modelle mit Frontantrieb.
City-E-Bikes sind ideal für den Alltag in der Stadt und für eher kurze oder mittellange Strecken. Dank der aufrechten Sitzposition behält mal im Straßenverkehr den Überblick. Die StVZO-Ausstattung sorgt dafür, dass man auch sicher unterwegs ist. Zusätzlich ist oftmals eine wartungsarme Nabenschaltung verbaut, was die Modelle pflegeleichter macht. Die Anzahl der Gänge ist in der Regel gering, für die Stadt aber völlig ausreichend. Für längere Radtouren empfehlen sich deshalb eher Trekkingräder.
Besonders wichtig sind den Prüfern im Test die Eigenschaften beim Fahren. Auch der Antrieb und die Handhabung sowie die Sicherheit und Haltbarkeit fließen in ihre Bewertung ein. Zusätzlich achten sie auf Schadstoffe.
Vor allem die Pedelecs mit Mittelmotor können die Stiftung Warentest überzeugen: Sieben Modelle erreichen "gute" Ergebnisse. Schlechter sieht es bei den günstigen Modellen mit Frontmotor aus: Während das E-Bike von Zündapp immerhin noch eine "befriedigende" Gesamtnote erzielt, fällt das geprüfte Modell von Telefunken wegen zu schlechter Bremsen mit "mangelhaft" durch.
Die Testsieger im Überblick
Ganz vorn liegt das teuerste E-Bike im Test, das Gotour 6 3.40 von Flyer. Der Testsieger erhält von Stiftung Warentest die Note "gut (1,9)". Auf dem zweiten Rang landen gleich drei City-E-Bikes von Kalkhoff, KTM und Stevens mit dem "test"-Qualitätsurteil "gut (2,2)". Den dritten Platz teilen sich Elektrofahrräder von Hercules, Pegasus und Cube (alle "gut (2,5)"). Letzteres ist das günstigste City-E-Bike mit Mittelmotor im Test.
Flyer Gotour 6 3.40 - Der Testsieger
Das Testergebnis: Das Gotour 6 3.40 von Flyer schneidet als einziges City-E-Bike im Test in allen Prüfpunkten mit "guten" oder sogar "sehr guten" Teilnoten ab. Vor allem hinsichtlich des Antriebs und der Handhabung liegt es damit zum Teil deutlich vor der Konkurrenz. Dafür gibt es von der Stiftung Warentest das "test"-Qualitätsurteil "gut (1,9)" für den Testsieger. Einziges Manko: Das beste City-E-Bike im Test ist auch das teuerste. Fast 4.000 Euro müssen Sie laut Stiftung Warentest für das Elektrorad hinlegen.
Das Flyer Gotour6 3.40 ist mit der Gesamtwertung 1,9 der Testsieger unter den City-E-Bikes bei Stiftung Warentest. Leistung, Ausstattung und hochwertige Verarbeitung machen es zum idealen Pedelec für die Stadt.
Kalkhoff City-E-Bike - Platz Zwei mit guten Fahreigenschaften
Das Testergebnis: Mit der Gesamtnote "gut (2,2)" landet das City-E-Bike von Kalkhoff gemeinsam mit Pedelecs von KTM und Stevens auf dem geteilten zweiten Platz. Seine Fahreigenschaften sind genauso gut wie die des Testsiegers, in puncto Schadstoffe schneidet das Modell sogar besser ab. Nur bei Antrieb und Handhabung kann es nicht ganz mithalten.
Die wichtigsten Daten zum E-Bike:
- Reichweite: max. 140 km
- Antrieb: Mittelmotor von Bosch mit 250 W Leistung
- Akku: vollintegrierter Akku mit 500 Wh Kapazität
- Schaltung: Nabenschaltung mit 8 Gängen von Shimano
- Bremsen: hydraulische Scheibenbremsen von Shimano
- Federung: Federgabel vorn, gefederte Sattelstütze
Cube City-E-Bike - Der Preistipp
Das Testergebnis: Das Pedelec von Cube teilt sich mit Modellen von Hercules und Pegasus das "test"-Qualitätsurteil "gut (2,5)" und damit den dritten Rang. Es ist das günstigste City-E-Bike mit Mittelmotor im Test und damit der Preistipp der Prüfer. Ihnen zufolge erfüllt es seinen Zweck gut, auch wenn es bei einigen Details schwächelt.
Die wichtigsten Daten zum E-Bike:
- Reichweite: 60-150 km
- Antrieb: Mittelmotor von Bosch mit 250 W Leistung
- Akku: Intube-Akku von Bosch mit 500 Wh Kapazität
- Schaltung: Nabenschaltung mit 7 Gängen von Shimano
- Bremsen: hydraulische Scheibenbremsen von Shimano
- Federung: Federgabel vorn
Zündapp City-E-Bike - Das beste Pedelec mit Frontmotor
Das Testergebnis: Mit den City-E-Bikes mit Mittelmotor kann das Elektrofahrrad von Zündapp nicht mithalten. Mit der Gesamtnote "befriedigend (3,4)" schneidet es im direkten Vergleich eher schlecht ab. Es ist dafür aber auch deutlich günstiger als die Konkurrenzmodelle. Positiv fällt den Prüfern zudem der Akku auf. Sie empfehlen das E-Bike wegen des schlechteren Antriebs vor allem für sichere Radfahrer.
Die wichtigsten Daten zum E-Bike:
- Reichweite: 30-115 km
- Antrieb: Frontmotor mit 250 W Leistung
- Akku: Lithium-Ionen-Akku mit 374 Wh Kapazität
- Schaltung: Nabenschaltung mit 7 Gängen von Shimano
- Bremsen: mechanische Felgenbremsen, Rücktritt
- Federung: Federgabel vorn
Weitere Informationen zu E-Bikes
E-Bikes sind umweltschonend, wenn man mit ihnen ein Auto ersetzt. In der Stadt mit eher kurzen Wegen ist dies vergleichsweise einfach möglich. Schon nach wenigen Hundert Kilometern gleicht ein Pedelec die Emissionen aus, die vor allem bei Produktion und Recycling des Akkus entstehen. Danach verbessert es mit jedem gefahrenen Meter seine Umweltbilanz.
Wie weit Sie mit einer Akkuladung kommen, hängt unter anderem von der Temperatur, dem Streckenprofil, der eigenen Fahrleistung und der Kraftübertragung des E-Bikes ab, vor allem aber von der gewählten Unterstützung des Motors.
Die Reichweite ist generell höher, wenn die Strecke eben und der Straßenbelag glatt ist - ein klarer Vorteil für City-E-Bikes. Pedelecs werden umgangssprachlich oft auch als E-Bikes bezeichnet.
Eigentlich liegt der Unterschied aber darin, dass ein E-Bike durch den Motor von allein fahren kann.
E-Bike-Boom hält an
E-Bikes sind so beliebt wie noch nie. "2023 wurden in Deutschland mit 53 Prozent erstmals mehr Elektrofahrräder (2022: 48 Prozent) als klassische Fahrräder (47 Prozent) verkauft. In Zahlen sind das 2,1 Millionen E-Räder und 1,9 Millionen klassische Fahrräder", berichtet der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club auf seiner Webseite und bezieht sich dabei auf Zahlen des Fahrradindustrieverbands (ZIV). Besonders für längere Ausflüge kann sich ein E-Bike lohnen. Durch den verbauten Motor kann der Fahrer unterstützt und somit eine Route mit etlichen Kilometern zurückgelegt werden.
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