Was ist CNC-Bearbeitung?
Bei der CNC-Bearbeitung handelt es sich um einen Reduktionsprozess, bei dem Material von einem Werkstück entfernt wird, um ein Design fertigzustellen. Da der Computer den gesamten Bearbeitungsprozess von Anfang bis Ende steuert, kann die CNC-Bearbeitung ein konstant hohes Maß an Genauigkeit bieten und die Produktion identischer Teile in kleinen oder großen Stückzahlen erleichtern.
Die CNC-Bearbeitung bietet folgende Vorteile:
- Schnelle Produktion
- Einfache Anpassung, geeignet für die Entwicklung und Modifikation neuer Produkte
- Sehr gut geeignet für die sortenreine Kleinserienproduktion
- Höhere Produktionseffizienz und kürzere Investitionszeit
CNC-Bearbeitungsprozesse
Es gibt verschiedene CNC-Bearbeitungsprozesse, die jeweils für bestimmte Anwendungen geeignet sind:
- CNC-Drehen: Eignet sich für Rapid Prototyping sowie für die Klein- und Großserienfertigung.
- CNC-Fräsen
- CNC-Schleifen: Hierbei werden abrasive Schleifscheiben eingesetzt, um extrem enge Toleranzen und hohe Oberflächengüten zu erzielen. Toleranzen bis zu 0.0008 mm (0.020 Zoll) sind auf Anfrage erhältlich. Die Toleranzen werden stark von der Teilegeometrie und der Materialart beeinflusst.
- CNC-Schneiden
- Bohren
- Lasergravieren
Materialien für CNC-gefertigte Motorradteile
CNC-gefertigte Kupplungskörbe werden häufig aus hochwertigen Materialien wie Aluminium oder Stahl gefertigt. Diese Materialien sind nicht nur leicht, sondern auch extrem robust. Der Prozess selbst ist schnell und es kann eine große Auswahl an Materialien verwendet werden.
Oberflächenveredelung
Nachdem der CNC-Bearbeitungsprozess abgeschlossen ist, benötigen die meisten Teile eine Oberflächenveredelung. Durch Sandstrahlen werden die Oberflächenbearbeitungsspuren der bearbeiteten Teile entfernt und eine strukturierte oder matte Oberfläche erhalten. Sprühfarbe verbessert die Dekoration des Produkts. Die lackierten Teile haben verschiedene Farben.
CNC-gefertigte Kupplungskörbe
Kupplungskörbe sind essentielle Komponenten in der Antriebstechnik von Motorrädern. Ihre Hauptfunktion besteht darin, die Kraftübertragung vom Motor zum Getriebe zu steuern und zu optimieren.
Durch präzise Fertigung und Verwendung von spezialisierten Materialien bieten CNC-Teile eine vergleichbare, wenn nicht sogar überlegene Leistung gegenüber Originalteilen. CNC-gefertigte Kupplungskörbe für Motorräder bieten eine exzellente Kombination aus Qualität, Präzision und Leistungsfähigkeit. Sie sind eine lohnenswerte Investition für alle, die Wert auf eine optimale Abstimmung und hohe Haltbarkeit legen.
Carbonteile im Motorradbau
Carbon ist ein Verbundwerkstoff aus Kohlefasern und Kunststoff. Die einzelnen Fasern werden in einem thermo-chemischen Verfahren (Pyrolyse) aus kohlenstoffhaltigen Materialien gewonnen. Sie sind sechs- bis zehnmal dünner als ein menschliches Haar. Die Fasern werden zu einem Endlosstrang gebündelt, aufgespult und zu Matten gewoben. Beim Weben entsteht die charakteristische Netzstruktur, die sich bei Belastung nicht gegeneinander verschiebt. Dadurch widersteht sie hohen Zugkräften aus jeder Richtung. Außerdem sehen Carbonmuster super aus.
Herstellungsprozess von Carbonteilen
Zuerst werden die vorbehandelten Matten zugeschnitten. Nach dem Reinigen der Form wird der Zuschnitt darin ausgelegt. Dabei müssen die Arbeiter darauf achten, dass die Matten faltenfrei eingelegt werden. Der Unterdrucksack entzieht während des Backens überschüssige Bindemittel aus den Teilen. Im Autoklaven werden die Teile unter Druck und hohen Temperaturen gebacken. Nach dem Backen wird das Bauteil aus der Form gelöst. Nun folgt die Nachbehandlung mit Band- und Exzenterschleifer. Dabei schneidet ein Mitarbeiter die überstehenden Ränder ab, entgratet das Teil und bereitet es fürs Lackieren vor. Letzter Schritt ist das Lackieren - meist mit Klar-, mitunter auch mit Buntlack. Oder als Kombination.
Verwendungsmöglichkeiten von Carbon im Motorradbau
Carbon findet in verschiedenen Bereichen des Motorradbaus Anwendung:
- Endtöpfe (entweder durchgängig aus Kohlefaser oder mit einer Lage Sichtcarbon)
- Sporthandschuhe (Carboneinlagen)
- Helme
- Lenker (innen aus Alu, außen mit Carbon verziert)
- Räder
Vor- und Nachteile von Carbon
Carbon ist dank des strukturellen Aufbaus sehr stabil. Daher reißt es nicht so schnell wie beispielsweise glasfaserverstärkter Kunststoff, kurz GFK. Die Zähigkeit von Carbon schützt die darunterliegenden Teile sehr gut. Außerdem ist die Gefahr wesentlich geringer, dass der Motor oder Rahmenteile bei einem Sturz beschädigt werden.
Carbon ist im Wesentlichen nur auf Druck oder Zug belastbar. Deshalb ist es extrem wichtig, dass beim Aufbau der Teile die Laminatlagen in gewissen Richtungen zueinander gelegt werden, um die gewünschte Festigkeit zu erzielen.
Qualitätsmerkmale von Carbonteilen
Hochwertige Carbonteile sind in sich sehr stabil und lassen sich im Verhältnis zur Stärke und zum Gewicht nur sehr schwer verformen. Nasslaminate erkennt man an der Oberfläche. Bei genauer Betrachtung fallen viele kleine Mikrolöcher auf. Es gibt auch zahlreiche Nasslaminat-Teile am Markt, die bereits mit Klarlack überzogen wurden. Die sind aber aufgrund der vielen Lackschichten verhältnismäßig schwer. Zudem werden Nasslaminate bei Erwärmung weich.
Pulverbeschichtung als Versiegelung
Die Kunststoffbeschichtung von Carbonteilen ist nicht üblicher Standard. In der Regel wird, wenn überhaupt, nur mit Spritzklarlack lackiert. Eine Kunststoffbeschichtung sieht ähnlich aus wie dünner Klarlack, übertrifft diesen jedoch in der Stabilität und Kratzfestigkeit erheblich. Sie bietet einen erhöhten Schutz gegen Kratzer und UV-Licht.
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