Continental Fahrradreifen 29 Zoll im Test: Welcher Reifen ist der Beste?

Die Wahl des richtigen Mountainbike-Reifens entscheidet über Fahrspaß oder Frust auf dem Trail. Je nach Disziplin, Bike oder Vorliebe des Bikers gibt es eine Vielzahl von Mänteln, die auf die Felge montiert werden können. Die Reifen sollten je nach Einsatzbereich einen guten Rollwiderstand oder maximalen Grip liefern, pannensicher oder sehr leicht sein.

MTB-Reifen (29 Zoll) Vergleich 2025

Hier ist ein Vergleich verschiedener MTB-Reifen (29 Zoll) aus dem Jahr 2025:

ModellVergleichsergebnisKundenwertung bei AmazonPreis pro StückGeeignet fürTypPannenschutzVorteile
Maxxis Minion DHRIISehr gut (Vergleichssieger)860 Bewertungen34,99 €GeländeDrahtreifenBesonders pannensicherBesonders pannensicher, geringer Rollwiderstand
Continental Cross King ProtectionSehr gut (Preis-Leistungs-Sieger)284 Bewertungen29,99 €Gelände/StraßeFaltreifenBesonders pannensicherBesonders pannensicher dank ProTection-Ausführung, kompakt transportierbar, geringer Rollwiderstand
Schwalbe Racing RalphSehr gut421 Bewertungen29,21 €GeländeSchlauchloser ReifenBesonders pannensicherViele Griffkanten in der Laufflächenmitte, sehr schnell, vielseitiges XC-Profil
Schwalbe Hurricane PerformanceSehr gut (Bestseller)843 Bewertungen28,48 €Gelände/StraßeDrahtreifenBesonders pannensicherGeringer Rollwiderstand, besonders pannensicher
maxxi4you Nobby Nic AddixSehr gut21 Bewertungen31,49 € (2 Stück)GeländeDrahtreifenBesonders pannensicherBesonders pannensicher, geringer Rollwiderstand
Absoluts Marathon PlusSehr gut118 Bewertungen47,48 € (2 Stück)Gelände/StraßeDrahtreifenBesonders pannensicherGute Sichtbarkeit, kompakt transportierbar, sehr gute Außennoppen
Continental Cross King IISehr gut893 Bewertungen24,99 €GeländeFaltreifenPannensicherFür E-Bikes bis 25 km/h geeignet, kompakt transportierbar, geringer Rollwiderstand
Maxxis CubiertaSehr gut524 Bewertungen47,33 €Gelände/StraßeDrahtreifenPannensicherGute Beständigkeit

Die besten MTB-Reifen 29 Zoll: Wählen Sie Ihren persönlichen Testsieger aus der Bestenliste.

Maxxis Minion DHRII Vergleichssieger

Die Maxxis-Minion-DHRII sind sogenannte Drahtreifen, die extra für das Gelände konzipiert wurden. Dieser Reifen kann sich im Vergleich durchaus gut präsentieren und sich so einen soliden vorderen Platz sichern. Dabei kann dieses Modell nicht nur durch sein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen. Der Reifen ist besonders pannensicher und sorgt für einen geringen Rollwiderstand. Somit ist er gut auch für längere Touren geeignet.

Technische Details:

  • Modell: Maxxis Minion DHRII
  • Geeignet für: Gelände
  • Typ: Drahtreifen
  • Vorteile: besonders pannensicher, geringer Rollwiderstand
  • Nachteile: ohne Reflektionsstreifen

Continental Cross King Protection Preis-Leistungs-Sieger

Der Continental Cross King Protection ist ein MTB-Reifen der oberen Preisklasse, der sowohl für Gelände- als auch Straßenfahrten geeignet ist. Mit seiner ProTection-Ausführung bietet er eine besonders hohe Pannensicherheit. Zudem überzeugt der Reifen mit einem geringen Rollwiderstand.

Technische Details:

  • Modell: Continental Cross King Protection
  • Geeignet für: Gelände/Straße
  • Typ: Faltreifen
  • Vorteile: besonders pannensicher dank ProTection-Ausführung, kompakt transportierbar, geringer Rollwiderstand
  • Nachteile: ohne Reflektionsstreifen, kein Schlauch inklusive

Schwalbe Racing Ralph

Der Schwalbe Racing Ralph unseres Vergleichs von MTB-Reifen mit 29 Zoll eignet sich für Geländefahrten. Hierbei ist der schlauchlose Reifen zudem besonders pannensicher, was uns sehr positiv aufgefallen ist. Allerdings hat er keine Reflektionsstreifen.

Technische Details:

  • Modell: Schwalbe Racing Ralph
  • Geeignet für: Gelände
  • Typ: Schlauchloser Reifen
  • Vorteile: viele Griffkanten in der Laufflächenmitte, sehr schnell, vielseitiges XC-Profil
  • Nachteile: ohne Reflektionsstreifen

Schwalbe Hurricane Performance Bestseller

Der Schwalbe Hurricane Performance Drahtreifen ist eine solide Wahl für Fahrer, die einen vielseitigen Reifen für den Einsatz auf verschiedenen Untergründen suchen. Mit gutem Grip, niedrigem Rollwiderstand und einer robusten Konstruktion bietet er eine gute Performance und Haltbarkeit. Eine zuverlässige Option für Alltagsfahrten und leichtes Gelände.

Technische Details:

  • Modell: Schwalbe Hurricane Performance
  • Geeignet für: Gelände
  • Typ: Drahtreifen
  • Vorteile: geringer Rollwiderstand, besonders pannensicher
  • Nachteile: kein Schlauch inklusive

maxxi4you Nobby Nic Addix

Die Maxxi4you-Schwalbe-Nobby-NIC-Addix-Performance-E-50-Fahrradreifen befinden sich zwar in einem höheren Preissegment als viele andere aus dem Vergleich, sind jedoch ihr Geld wert. Bei diesem Produkt handelt es sich um Drahtreifen, die sich als Allrounder sowohl auf der Straße als auch im Gelände bewähren. Uns beeindruckt ihr besonders geringer Rollwiderstand und ihre sehr gute Pannensicherheit. Mit diesen Reifen kann man sich auf eine zuverlässige Performance und einen reibungslosen Fahrkomfort in verschiedenen Fahrsituationen verlassen.

Technische Details:

  • Modell: maxxi4you Nobby Nic Addix
  • Geeignet für: Gelände/Straße
  • Typ: Drahtreifen
  • Vorteile: besonders pannensicher, geringer Rollwiderstand
  • Nachteile: ohne Reflektionsstreifen

Absoluts Marathon Plus

Die Mountainbike-Reifen Marathon Plus von Absoluts sind für das Gelände geeignet. In unserem 29-Zoll-MTB-Reifen-Vergleich gehören diese Modelle zu den Drahtreifen. Diese Reifen bietet eine besondere Pannensicherheit und sind mit Reflektionsstreifen ausgestattet. Dadurch ist eine hohe Sichtbarkeit gegeben.

Technische Details:

  • Modell: Absoluts Marathon Plus
  • Geeignet für: Gelände
  • Typ: Drahtreifen
  • Vorteile: gute Sichtbarkeit, kompakt transportierbar, sehr gute Außennoppen
  • Nachteile: nicht für die Straße geeignet

Continental Cross King II

Der Cross King II von Continental ist ein solider 29-Zoll-Mountainbikereifen, der sich in erster Linie für Fahrten durchs Gelände eignet. Preislich liegt er in unserem Vergleich im mittleren Bereich. Uns gefiel insbesondere die Eignung für E-Bikes gut. Wer hinsichtlich eines hohen Pannenschutzes Abstriche verkraften kann, trifft mit diesem MTB-Reifen eine gute Wahl.

Weitere Testkandidaten

Neben den bereits genannten Reifen wurden auch noch weitere Modelle getestet:

  • Vee Tire Co.
  • Pirelli Scorpion E-MTB Kombi
  • Schwalbe Hans Dampf
  • Maxxis Aggressor Exo TR Dual
  • Michelin Wild Access

Die Wahl des richtigen Reifens

Die Wahl des richtigen Mountainbike-Reifens hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Einsatzbereich (Cross Country, All-Mountain, Enduro, Downhill)
  • Untergrund (trocken, nass, schlammig, steinig)
  • Fahrstil
  • Pannenschutz
  • Rollwiderstand
  • Grip
  • Gewicht

Tubeless vs. Schlauchreifen

Generell hat ein Mountainbiker die Wahl zwischen Draht- und Faltreifen. Hier spielt es noch keine Rolle, ob die Felge Tubeless Ready ist oder nicht.Wie der Name schon sagt, wird bei einem Tubeless-System auf den bisher üblichen Schlauch verzichtet. Generell sind alle neueren Mountainbike-Felgen dafür ausgelegt, schlauchlos fahren zu können. Jedoch müssen diese bei Bedarf erst auf Tubeless umgerüstet werden.

Sind die Reifen aber erst mal montiert, bieten Tubeless-Reifen einige Vorteile, vor allem die erhöhte Pannensicherheit dank der Dichtmilch. Diese muss vor dem Aufpumpen in den Mantel gegossen werden, zum Teil über das Ventil. Die Dichtmilch verfestigt sich mit der Zeit und muss in regelmäßigen Abständen erneuert werden. Nur so kann die Dichtmilch ihrer Aufgabe nachkommen und kleine Beschädigungen im Mantel abdichten.

Ein weiterer großer Vorteil ist, dass man mit Tubeless einen niedrigeren Reifendruck fahren kann. Wo bei Schlauchreifen der Schlauch den Mantel gegen die Felgen drücken musste, wodurch ein höherer Druck notwendig war, drückt bei Schlauchlos-Reifen die Luft den Mantel direkt in die Felge. Damit geht einher, dass Reibungen zwischen Mantel und Schlauch nicht mehr stattfinden, wodurch auch der Rollwiderstand reduziert wird.

Continental Gravity Range

Mit großem Tamtam legte Continental 2022 die Palette der Gravity-Reifen neu auf. Baron und Kaiser gehörten damit der Vergangenheit an, es kamen Kryptotal, Argotal und Xynotal und eine ernüchternde Erkenntnis. Denn: Bei Continental ist die Gummimischung an die Karkasse gebunden.

Foto: Continental

Seit 2022 hat Continental für abfahrtslastige Bikes neue Reifen am Start. Es sieht komplizierter aus, als es ist. Vier Profile von Hardpack (Xynotal) bis Matsch (Hydrotal) sind im Programm. Je dicker die Karkasse, desto weicher der Gummi. Aber: Leichte Reifen mit weichem Gummi gibt’s ausdrücklich nicht.

Zu allem Übel: Speziell der Endurance-Gummi am leichten Trail-Casing konnte in unserem letzten Reifentest wenig Sympathiepunkte sammeln. Denn er rollte zwar gut, verlor in Sachen Traktion aber deutlich gegenüber den Konkurrenten von Schwalbe und Maxxis.

Ganz anders dagegen bei Contis schweren Downhill-Reifen: Hier sammelte auch der Kryptotal massig Punkte auf dem Trail, dank hohem Pannenschutz aber eben auch der weichen Gummimischung wegen. Inhärenter Nachteil, neben dem Rollwiderstand: Die Downhill-Reifen machen das Bike schwerer und auch das Handling wird träge. Für den Allround-Einsatz nicht die beste Option.

Argotal und Kryptotal Enduro: Die goldene Mitte?

Das wirft die Frage auf: Liegt der beste Kompromiss für die meisten Biker vielleicht dazwischen? Zwischen dem leichten Trail-Casing mit hartem Gummi und dem supersoften Downhill-Pneu? Das Enduro-Casing kombiniert Continental immerhin mit der mittelweichen „Soft“-Gummimischung. Die Enduro-Reifen sind gleichzeitig aber nicht so schwer, wie Contis Reifen mit dem dicken Downhill-Casing. Zudem gefiel uns das offene Argotal Profil an der Front schon an manchem Testbike, gerade wenn die Böden im deutschen Winter etwas weich wurden. Ist Argotal vorne und Kryptotal hinten also der beste Kompromiss?

Fakten im Überblick: Die Testreifen von Continental

  • Continental Argotal Enduro Soft 29 x 2,4 Zoll (getestet) / 27,5 oder 29 Zoll, Breiten 2,4 oder 2,6 Zoll
  • Gewicht: 1262 g (EMTB-Messung)
  • UVP: 74,95 Euro - Marktpreis: 53,50 Euro
  • Continental Kryptotal Rear27,5 x 2,4 Zoll (getestet) / 26, 27,5 oder 29 Zoll, Breiten 2,4 oder 2,6 Zoll
  • Gewicht: 1163 g (EMTB-Messung)
  • UVP: 79,95 Euro - Marktpreis: ab 52,95 Euro

Foto: Adrian Kaether

Mit 1262 beziehungsweise 1163 g liegen Continental Argotal und Kryptotal in 29x2,4 bzw. 27,5x2,4 Zoll eher noch über dem Gewichtsniveau von Maxxis’ Doulbe-Down-Reifen. Gemessen unter identischen Testbedingungen im Labor, Testreifen einheitlich in 29 x 2,4 Zoll.

Auf dem Trail: So fahren sich Continental Argotal und Kryptotal Enduro

Grund genug, die zwei Reifen für den Winter auf ein Testbike zu montieren. Und der Praxiseindruck? Zunächst zu dem, was uns nicht so gefallen hat: Der Kryptotal am Heck in der Soft-Gummimischung rollt nicht übermäßig effizient. Aus dem Labor wissen wir: So viel Rollwiderstand wie eine Maxxis-MaxxGrip-Mischung hat Contis Soft-Mischung nicht, sie rollt aber nachweislich zäher als die (orangene) Soft-Mischung von Schwalbe oder MaxxTerra von Maxxis. Geschwindigkeitsrekorde auf dem Weg zum Trail bricht man mit der Enduro-Kombi von Continental also nicht.

Im Gelände gibt’s dagegen wenig Kritik. Besondere Stärken der Conti-Reifen: Der Argotal mit offenem Profil verbeißt sich geradezu in weichem Boden und liefert mit seinen aggressiven Außenstollen viel Grip an Off-Camber-Sektionen und in Kurven. Hier ist er gegenüber dem bekannteren Kryptotal Front leicht im Vorteil. Dank der Soft-Gummimischung führen auch querliegende Wurzeln oder glatte Steine mit dem Argotal selten zu Schreckmomenten. So klebrig wie ein Maxxis mit MaxxGrip-Gummi oder auch Contis eigene Reifen mit Supersoft-Mischung und Downhill-Karkasse ist der Argotal Enduro aber nicht.

Foto: Adrian Kaether

Ausgeprägte Schulterstollen bringen Kurvengrip am Argotal.

Der Continental Kryptotal am Heck bietet eine ordentliche Brems-Traktion und bleibt am Limit sehr gutmütig, was ohnehin eine Stärke der neuen Continental-Reifen ist. Trotz des eher geschlossenen Profils setzte sich der Kryptotal Rear auch bei tiefem Schlamm nicht zu früh zu. So soll es sein! Beide Reifen dämpfen außerdem gut, das passte zum satten Fahrgefühl unseres Testbikes von Santa Cruz und Pannen gab es nicht zu beklagen. Wenig verwunderlich, denn der Pannenschutz von Continentals Enduro-Karkasse liegt oberhalb von Schwalbes Supertrail- und etwa auf dem Niveau von Maxxis DoubleDown Version. Einen Agilitäts-Boost darf man mit den eher schweren Contis aber nicht erwarten.

Stärken

  • ausgewogene Performance
  • Dämpfung
  • Pannenschutz

Schwächen

  • Gewicht und Rollwiderstand für Tourenfahrer schon zu hoch

Foto: Adrian Kaether

Auffälligen Verschleiß gibt’s auch am Heck nicht zu vermelden. Für einen echten Langzeit-Test fehlen dem Kryptotal Rear aber noch ein paar Kilometer.

Continental Cross King

Das grobstolligere Profil des Cross King hielt uns allzeit auf Kurs. Der Reifen punktet durch ordentlich Grip; wie auch beim Race King ist das Fahrverhalten sehr direkt. Beim Ausrollversuch konnte er nicht in den vorderen Rängen mitmischen, erreichte aber einen durchschnittlichen Wert.

Weder Kompressor noch Volumenkammer waren nötig, um den Pneu tubeless auf die Felgen aufzuziehen. Leicht gelang uns das mit nur einer Standardpumpe.

Sei es der Durchschlagschutz oder der Durchstichtest in Seitenwand und Lauffläche - der Cross King erzielte durchweg tolle Ergebnisse. Bei letzterem erreichten wir mit ihm den besten Wert im Testfeld.

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