Continental Fahrradreifen Pannensicher Test

Eine weitreichende Historie bis zurück ins Jahr 1871 sowie die Herstellung des ersten schlauchlosen Reifens - auf dem Papier liefert das deutsche Traditionsunternehmen Continental einige gute Gründe, um leistungsfähige Mountainbike-Reifen herstellen zu können.

Spätestens mit Einführung der Gravity Range im Jahr 2022 hat jeder mitbekommen, dass Continental voll im abfahrtsorientierten Mountainbike-Bereich präsent sein will. Mit dem Launch änderte sich außerdem die Benennung der Reifen. Während zuvor royale Kreationen wie „Kaiser”, „Baron” oder sämtliche „King”-Reifen die Modellpalette beherrscht haben, ist die neue Namensgebung technischer, klarer strukturiert - aber auch weniger charmant.

Mit dem Launch der Reifen Dubnital, Trinital und Magnotal im April 2025 hat Continental auch die einstigen XC/Trail-Könige „entthront” und an die Namensgebung der Gravity-Line angepasst. Die neuen Namen leiten sich übrigens aus der englischen Bezeichnung chemischer Elemente ab, die mit der Endung „TAL” des Firmennamens ContinenTAL kombiniert werden.

Auch optisch hat sich einiges gegenüber Contis einstiger Adelsklasse getan - die aktuellen Reifen tun sich allein schon wegen ihres Strukturmusters über der gesamten Lauffläche hervor - die vielleicht schönsten Reifen im Test?

Fahrradreifen haben kein leichtes Leben: Steine, Dornen und Glasscherben trachten täglich nach ihrer Luft. Schotter sowie Flur- oder Waldwegen gute Leistung bringen. Die schwarzen Rundlinge müssen also viel leisten, wodurch das Lastenheft dementsprechend lang ausfällt.

In diesem Test finden Sie ausgesprochene Allroundreifen, die am City-, Trekking-, Fitnessrad, Randonneur und Gravelbike eine mehr oder weniger gute Figur machen. Vertreten sind herkömmliche Trekking-, aber auch Gravelreifen. Daher ist es auch interessant, wie die Reifen untereinander, aber eben auch im direkten Vergleich mit dem jeweils anderen Genre abschneiden!

Bei den Marken finden sich Modelle von Continental und Schwalbe, die im deutschsprachigen Markt den Ton angeben. Damit ein Reifen bestmöglich mit allen Ansprüchen und Bedingungen zurecht kommt, ist immer ein Kompromiss nötig.

Um Ihnen daher den bestmöglichen Überblick zu verschaffen, haben wir einen Praxis- und Prüfstandtest durchgeführt. Dabei erfolgt der Praxistest auf zahlreichen Testfahrten im Alltag, beim Pendeln und Wochenendtouren.

Karkassen und Gummimischungen

Continental hat vier unterschiedliche Karkassen für das Mountainbike-Segment entwickelt: Race, Trail, Enduro und Downhill. Während die Namensgebung denkbar simpel und verständlich ist, wird es bei der Kennzeichnung etwas anspruchsvoller. Diese erfolgt auf der Reifenflanke in Form von Piktogrammen in Wabenstruktur. Je weiter diese sechseckigen Waben flächendeckend ausgefüllt sind, desto robuster ist die Karkasse.

Passend zur Karkasse verbirgt sich auf der Reifenflanke noch ein weiteres Symbol, das stellvertretend für den Riding Style ist, für die der Reifen vorgesehen ist. Auch hier werden die Einsatzbereiche Race, Trail, Enduro und Downhill nochmals optisch gekennzeichnet. Die vier Einsatzbereiche sind dabei mithilfe von Pfeilen symbolisiert.

Die Trail-Karkasse ist eine einlagige Karkassenkonstruktion mit einer Gewebedichte von 60 TPI. Von Wulst zu Wulst zieht sich eine Schicht Kreuzgewebe, die zusätzlichen Schutz vor Schnitten und Rissen leisten soll.

Die ebenfalls einlagige Enduro-Karkasse ähnelt in ihrem Aufbau stark der Trail-Karkasse, besteht jedoch aus 110-TPI-Karkassenmaterial und verfügt über eine zusätzliche Apex-Stabilisierung, die den Reifen gegenüber Snake Bites wappnen und ihm zusätzliche Stabilität verleihen soll.

Im Labor erreicht das Enduro-Casing von Continental einen soliden, wenn auch im Vergleich zum Testfeld nur unterdurchschnittlichen Wert beim Durchschlagversuch. Zudem fällt der Schutz gegenüber Durchstichen sowohl auf der Lauffläche als auch auf der Seitenwand vergleichsweise schwach aus. Der Pannenschutz liegt damit in etwa auf dem Niveau der EXO+ Karkasse von MAXXIS. Selbiges gilt auch für das Gewicht.

Im Fahreindruck zeigt sich die Enduro-Karkasse trotz des recht niedrigen Gewichts und dem 110-TPI-Karkassenmaterial als sehr verwindungssteif, wodurch der Reifen in Anliegern eine gute Abstützung liefert. Dadurch entsteht außerdem der Eindruck, dass der Grip hauptsächlich über das Profil generiert wird. Die subjektiv empfundene Dämpfung wird durch diese Eigenschaft jedoch nicht negativ beeinflusst.

Die DH-Karkasse besteht wie die Enduro-Karkasse aus Karkassenlagen mit 110 TPI. Mit 6 Lagen Karkassenmaterial unter der Lauffläche und 4 Lagen an den Seiten ist die Downhill-Karkasse als klassische zweilagige Karkasse aufgebaut und damit doppelt so stark ausgeführt wie die Enduro- und Trail-Karkasse.

Beim Pannenschutzergebnis im Labortest beweist die Downhill-Karkasse vor allem mit ihren guten Werten beim Durchstich ihre deutlich robustere Konstruktion.

Auch die Gummimischung lässt sich an der Reifenflanke per Piktogramm ablesen. Hier kommt ein Symbol einer chemischen Verbindung zum Einsatz. Je mehr der kreisrunden „Moleküle” ausgefüllt sind, desto weicher ist die Gummimischung des Reifens.

Mit der Einführung der neuen XC/Trail-Reifen wurden mit „Rapid“ und „Grip” auch zwei weitere Gummimischungen gelauncht, sodass die Darstellung nun vollständig ist. Bei Continental werden damit insgesamt fünf Gummimischungen eingesetzt: Endurance, Rapid, Grip, Soft und SuperSoft bieten ein breites Spektrum von effizient rollenden Fahreigenschaften bis hin zur supergriffigen Mischung für abfahrtsorientierte Einsätze.

Allerdings gibt es - wie bei den meisten Herstellern - nicht jedes Profil oder jede Karkasse in allen Mischungen. Der Endurance Compound soll mit wenig Rollwiderstand und niedrigem Verschleiß überzeugen. Der Fokus liegt hier jedoch auf der Langlebigkeit, wo er die beste Performance aller Gummimischungen bei Continental haben soll. Allerdings geht das mit dem niedrigsten Grip-Niveau und den geringsten Dämpfungseigenschaften einher.

Dennoch gibt es die Gummimischung (noch?) bei einigen Reifen der Gravity-Line, wenn auch nur bei den Varianten mit Trail-Casing. Mit Einführung der neuen Rapid- und Grip-Gummimischungen, die beide mehr Abfahrts-Performance liefern, ergibt die Verwendung des Endurance Compounds an abfahrtsorientierten Reifen aus unserer Sicht nur noch wenig Sinn. Hier müsste Continental das Lineup der Gravity Line an das neue Gummimischungsangebot anpassen.

Er weist den niedrigsten Rollwiderstand aller Conti-Gummimischungen auf und soll dennoch bessere Dämpfungs- und Grip-Eigenschaften als der Endurance Compound liefern.

Mit etwas mehr Rollwiderstand als der Endurance Compound, aber mit deutlich besseren Grip- und Dämpfungseigenschaften, stellt „Grip” die neue Allround-Mischung bei Continental dar, die den besten Kompromiss aus Rollwiderstand und Grip bieten soll und vor allem für XC- oder Trail-Einsätze gut geeignet sein möchte.

Die Soft-Gummimischung richtet sich bei Continental klar an Abfahrtsorientierte und soll sowohl griffig als auch nachgiebig sein. Trotz des hohen Grip-Niveaus soll der Rollwiderstand nicht ganz vernachlässigt worden sein. Unser Laborergebnis bestätigt das: Zumindest mit Enduro-Karkasse ergeben sich vergleichsweise geringe Rollwiderstände, sodass die Soft-Gummimischung auch getrost am Hinterrad gefahren werden kann.

Mit „SuperSoft” erhaltet ihr die griffigste Wahl des Mischungssortiments bei Continental, die sich für Downhill und harte Enduro-Einsätze eignet. Gegenüber der Soft-Gummimischung müsst ihr mit ca. 7 W zusätzlicher Leistung zur Überwindung des Rollwiderstands und gleichzeitig mit dem höchsten Verschleiß rechnen, erhaltet dafür dann aber die griffigste Mischung von Conti.

Profile für unterschiedliche Terrains

Die Modelle/Profile sind bei Continental nach Terrain und Condition voneinander abgegrenzt. Hier gibt es Mixed, Hard Pack, Loose und Mud. In der Gravity Range werden der Allrounder Kryptotal (Mixed) sowie die Spezialisten Argotal (Loose), Xynotal (Hard Pack) und Hydrotal (Mud) angeboten. Für den Trail-Einsatz könnte der neue Magnotal noch interessant sein.

Der Kryptotal stellt bei Continental die „Allzweckwaffe” für gemischte Bedingungen dar und ist der einzige Reifen im Portfolio, der speziell für Vorder- oder Hinterrad entwickelt wurde. Das könnt ihr am zusätzlichen Kürzel „Fr” für Front bzw. „Re” für Rear erkennen. Beide Reifen werden in vielen Varianten verkauft.

Den Kryptotal erhaltet ihr demnach für 20”-, 24”-, 26”-, 27,5”- und 29”-Laufräder. Das Angebot der kleineren Laufräder beschränkt sich jeweils auf nur ein Casing und ein Compound.

Das Stollenprofil des Kryptotal FR wurde für Vorderrad-spezifische Manöver optimiert: Der Pneu soll viel Stabilität, Kontrollierbarkeit und Lenkreaktion bieten. Auf dem Trail überzeugt der Kryptotal-Fr bereits mit Soft-Gummimischung mit einer sehr guten Berechenbarkeit und Dämpfung. Noch besser wird das Fahrgefühl, wenn der Reifen mit der SuperSoft-Gummimischung ausgestattet ist.

Der Grenzbereich des Kryptotal ist relativ breit und gleichmäßig, sodass man sich behutsam und ohne Risiko an das Grip-Limit herantasten kann. Verbunden mit der guten Selbstreinigung macht der Kryptotal eine gute Figur über das gesamte Jahr.

Das Pendant zum Kryptotal-Fr fürs Hinterrad ist der Kryptotal-Re. Für den Kurvengrip teilt sich die Hinterradvariante des Kryptotal die Stollen mit dem Kryptotal-Fr. Der Kryptotal-Re setzt auf mehr breite Doppelprofilblöcke, die die am Hinterrad geforderten Eigenschaften hinsichtlich Brems- und Beschleunigungstraktion sowie Spurstabilität erzeugen sollen. Angestrebt wurde die richtige Balance zwischen ausgeprägten Kanten und guten Rolleigenschaften. Letzteres bestätigt der Labortest: Gegenüber dem Vorderreifen ist der Rollwiderstand nochmals um drei Watt reduziert.

Argotal bezeichnet bei Conti den Spezialisten für losen Untergrund, der dank offener Profilgestaltung eine besonders gute Selbstreinigung liefern soll - insbesondere bei nassen oder feuchten Bedingungen. Im Test hat er sich gut im Untergrund verhakt und jegliche Rutscher verhindert und dabei eine ordentliche Portion Dämpfung mitgebracht. Mit lediglich knapp 3 Watt zusätzlichem Rollwiderstand gegenüber einem Kryptotal-Fr müssen in diesem Punkt keine Kompromiss eingegangen werden.

Der Argotal wird mit Trail-, Enduro- und Downhill-Casing sowie mit Endurance Compound, Soft und SuperSoft Compound angeboten.

Der Hydrotal macht seinem Namen alle Ehre, denn er blüht erst dann auf, wenn’s draußen richtig nass wird. Dabei legt das offene Reifenprofil den Fokus auf Selbstreinigung, und die verstärkten Seitenstollen sollen erhöhte Kurvenstabilität bringen. Der Hydrotal ist speziell für Downhill-Rennen gedacht und deshalb auch nur mit der DH-Karkasse, der SuperSoft-Gummimischung sowie der Breite von 2,4” in beiden gängigen Laufradgrößen erhältlich.

Wir können dem Hydrotal durch den sehr hohen Grip und die gute Selbstreinigung ein hohes Maß an Sicherheit bescheinigen, wenn es richtig matschig zugeht.

Das komplette Gegenteil vom Hydrotal ist der Xynotal - der Xynotal wurde für harten und steinigen Untergrund entwickelt. Durch seine angeschrägten Stollen soll er dauerhaften Kontakt mit dem Boden gewährleisten. Außerdem hat er ein hohes Maß an positivem Profil - das soll viel Kontaktfläche auf hartem Untergrund bringen. Daraus soll im Übrigen auch ein geringer Rollwiderstand resultieren - den wir mangels Testexemplar jedoch nicht nachweisen konnten.

Der Xynotal ist erhältlich mit Trail-, Enduro- und Downhill-Casing sowie Endurance-, Soft-. oder SuperSoft-Compound. Eine Version mit 2,6” Breite gibt es nur in Verbindung mit 27,5” Durchmesser.

Continental Fahrradreifen im Vergleich

Hier ist eine vergleichende Übersicht einiger Continental Fahrradreifenmodelle:

Modell Größe Reifen-Typ Gewicht Geeignet für Eigenschaften Vorteile
Grand Prix 4 28 x 1,25 Zoll Faltreifen 320 g Rennrad, Trekking-Bike, City-Bike Geringes Profil Ideal für Straße und Feldwege, Ganzjahresreifen
Ride Tour Reflex 28 x 1,6 Zoll Drahtreifen 720 g Rennrad Geringes Profil Mit Reflektorstreifen, besonders pannensicher
Grand Prix 5000 28 x 1,1 Zoll Drahtreifen 249 g Rennrad, Gravel-Bike Glattes Profil Besonders pannensicher dank Vectran-Faser, besonders hohe Wertigkeit
Contact Speed 26 x 1,6 Zoll Drahtreifen 500 g MTB Glattes Profil Mit Reflektorstreifen
Mountain King 26 x 2,3 Zoll Faltreifen 760 g E-Bike, MTB Grobes Profil Auch für E-Bikes geeignet, besonders pannensicher
Contact Plus 28 x 1,5 Zoll Drahtreifen 930 g E-Bike, Trekking-Bike, City-Bike Geringes Profil Auch für E-Bikes geeignet, mit Reflektorstreifen
Race King 29 x 2 Zoll Faltreifen 650 g MTB Grobes Profil Auch für E-Bikes geeignet, besonders pannensicher

Pannenschutz und Montage

Beim Pannenschutz setzen die Hersteller auf zwei verschiedene Systeme: Hochdichte, engmaschige Gewebe sind besonders leicht und flexibel, sind aber teuer und schützen nicht so effizient vor Durchschlägen. Sie werden meist bei Gravelreifen und eher teuren Trekkingreifen eingesetzt. Dicke Gummieinlagen unter der Lauffläche agieren als Abstandhalter, erhöhen aber das Gewicht und teils den Rollwiderstand recht deutlich.

Beim Schutz gegen Durchstiche werden drei Tests durchgeführt. Dabei wird im ersten Test die Sicherheit gegen Dornen, Nägel oder Draht überprüft und ein spitz zulaufender Metalldorn durch die Lauffläche gedrückt. Hier überzeugen vor allem Condura, CST, Michelin und die beiden Schwalbe Marathons.

Beim zweiten Test simuliert ein flacher Prüfdorn die Abwehr gegenüber scharfkantigen Glasscherben oder Steinen. Michelin CityStreet, Scalato Mondano und vor allem Schwalbe Marathon E-Plus sowie G-One setzen sich teils deutlich ab.

Der dritte Test überprüft die Widerstandsfähigkeit der Flanken, um gegen Kanten, große Steine oder Äste am Boden gewappnet zu sein. Maxxis, Michelin City Street und Schwalbes Marathon E-Plus sowie G-One bieten hier sehr hohen Schutz.

Beim Durchschlag, auch Snake Bite genannt, simuliert eine stumpfe Guillotine Kanten, wie sie in der Praxis durch Bordsteine, Gullydeckel oder Wurzeln vorkommen. Dann fällt ein 14 Kilogramm schweres Gewicht in stetig ansteigender Höhe auf das Reifen-Laufradsystem, bis dem Reifen die Luft ausgeht. Die Bestwerte setzen Maxxis, Michelin und Schwalbe Marathon E-Plus.

Am Ende kristallisieren sich in Summe aller Pannenschutztests folgende Champions heraus: Bei den Trekkingreifen bestechen Michelins CityStreet und vor allem Schwalbes Marathon E-Plus. Bei den Gravelreifen überzeugen vor allem Teravail und Schwalbe.

Beim Montageverhalten montieren wir alle Reifen auf verschiedene Laufräder und achten im Detail auf den Kraftaufwand, die Notwendigkeit eines Reifenhebers und wie schnell sich die Reifen richtig im Felgenbett setzen. Das Handling der meist starren Trekkingmodelle ist hingegen umständlicher und benötigt oft die Hilfe von Reifenhebern. Nach der Montage vermessen wir die Reifen und vergleichen die Werte mit der Herstellerangabe. Dabei fällt auf, dass die meisten Reifen nur wenig abweichen.

Rollwiderstand, Komfort und Traktion

Am Ende zeigt die echten Fahrqualitäten nur der Praxistest. Dazu wurden die Testmodelle auf Fahreindruck, Laufgeräusche, Komfort, Dämpfungsverhalten und Traktion überprüft. Für die Fahrdynamik besonders wichtig ist ein geringes Gewicht. Schließlich muss der Reifen nach jedem Ampelstopp oder einer Kurve wieder in Fahrt gebracht werden. Durch die Bank fallen die Gewichte bei den Gravelreifen deutlich geringer aus. Rene Herse, Schwalbe G-One, Specialized und vor allem Bontrager tun sich hier besonders hervor, was in der Praxis auch deutlich spürbar ist. Bei den Trekkingreifen können Condura, Cult, Michelin CityStreet und Schwalbes Green Marathon einen Vorteil einfahren.

Während das Gewicht eher nur beim Beschleunigen wichtig ist, spielt der Rollwiderstand immer eine große Rolle. Beim Abrollen des Reifens entsteht nämlich zwischen den verschiedenen Reifenkomponenten sowie zwischen Reifen und Schlauch ein Walkeffekt, der Energie vernichtet. Ein geringer Rollwiderstand sorgt also für ein zügiges Vorankommen und eine gute Agilität, der Fahrer spart zudem Energie. So rollen die Gravelbikes den Trekkingreifen durch die Bank davon, wobei Schwalbes G-One und Specialized besonders effizient arbeiten. Bei den Trekkingreifen überraschen indessen Continental und Schwalbe, wobei vor allem Schwalbes Green Marathon sogar mit den guten Gravelreifen mithält!

Beim Fahrkomfort arbeiten zwei Punkte Hand in Hand: Der Komfort selbst wird durch eine geschmeidige Reifenkonstruktion erzielt. Hier spielen die Gravelreifen in Summe ihre Stärke aus, wobei uns die Modelle von Rene Herse, Schwalbe und Specialized besonders gut gefallen haben.

Bei der Traktion ist ein Ergebnis nicht zwingend nur am Profil auszumachen, denn sie ergibt sich aus der Griffigkeit der Gummimischung, dem Profil und der Geschmeidigkeit der Karkasse. Unsere Bewertung schließt für jeden Reifen den vom Hersteller vorgegebenen Einsatzbereich mit ein.

Tipps für die Reifenwahl

Ein guter Allrounder zu entwickeln, ist für viele Hersteller eine große Herausforderung. Das zeigt unser Test auf dem Prüfstand und in der Praxis. Gerade die Punkte Gewicht und Leichtlauf stehen bei vielen im direkten Konflikt mit der Pannensicherheit.

Reifengröße: Die Größe von Fahrradreifen lassen sich in der Regel in drei verschiedenen Größenbezeichnungen angeben: in ETRTO, in Zoll (englische Bezeichnung) und in Millimeter (französische Bezeichnung).

Reifenbreite: Die Breite des Reifens kann variieren und beeinflusst zudem das Fahrverhalten. Breitere Reifen versprechen gewöhnlich mehr Komfort und bieten eine bessere Haftung, während schmalere Reifen in der Regel einen geringeren Rollwiderstand aufweisen.

Reifenprofil: Beim Reifenprofil sollten Sie darauf achten, auf welcher Art von Untergrund Sie hauptsächlich fahren. Für Straßen sind meist glattere Profile geeignet, da der Rollwiderstand geringer ist, wie zum Beispiel bei Rennrad- oder Citybike-Reifen.

Maximaler Luftdruck: Je nachdem, für welchen Fahrradreifen Sie sich entscheiden, sollten Sie auf den empfohlenen Luftdruck achten. Der Luftdruck kann für den selben Reifen sogar von Hersteller zu Hersteller variieren.

Pannenschutz: Einige Reifen verfügen über eingebaute Schutzschichten, um die Wahrscheinlichkeit von Pannen zu reduzieren. Das kann besonders für Pendler oder Langstreckenfahrer interessant sein.

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