Coole Motorräder für Anfänger: Ein umfassender Test und Vergleich

Die Wahl des richtigen Motorrads für Anfänger kann überwältigend sein. Es gibt eine Vielzahl von Modellen, die sich in Leistung, Preis und Fahrverhalten unterscheiden. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über coole Motorräder für Anfänger, einschließlich Testergebnisse, Preis-Leistungs-Vergleiche und Empfehlungen.

Die besten Einsteiger-Naked Bikes bis 700 Kubik

Bei den 1000PS Top Awards für Einsteiger-Naked Bikes bis 700 Kubik haben es Maschinen vom Schlage der Suzuki SV 650 X oder Yamaha MT-07 in die Top 10 geschafft. Dass es dann nicht die Kawasaki Z650 (Platz 11) sondern ihre Retro-Schwester Z650 RS sogar in die Top 5 schafft, spricht natürlich für die geile Optik der kleinen RS. Auch die Fantic Caballero 700 überrascht, ist sie doch eigentlich ein richtig gelungener Scrambler und kommt daher auch in der Kategorie der Einsteiger-Scrambler nochmals vor.

Darüber, ob Scrambler wie die Fantic Caballero 700 oder die Honda CL500 in die Liste gehören, kann man klarerweise streiten. Und auch die Vorstellung von günstig ist höchst unterschiedlich - umso spannender ist das Ergebnis! Denn wenn sechs Redakteure die Fantic bewerten und einer sogar auf Platz 3 wählt, ist es kein Zufall mehr, dass diese Maschine in der Wertung auftaucht.

Höchst unterschiedlich waren die Meinungen auch zu KTM 390 Duke und Honda CB650 R. die kleine Duke etwa wurde von 8 Redakteuren bewertet, bekam jeweils einmal Platz 1, 2, 5 und 10 sowie dreimal Platz 9 - Einigkeit sieht anders aus! Bei der Honda sieht es ähnlich aus, die bekommt neben einem 1. Platz sogar zweimal das Bummerl, also Platz 10.

Die Yamaha MT-07 ist immer noch ein scharfes Eisen - die Konkurrenz in der unteren Naked Bike-Mittelklasse wird zwar härter, das Konzept der Yamaha MT-07 geht aber immer noch auf: Rund um den herrlich potenten und äußerst antrittsstarken CP2-Motor wird ein hübsches, zugängliches Naked Bike gebaut. Das Fahrwerk bemüht sich um einen guten Kompromiss aus Sport und Komfort, ebenso geht die Bremse einen akzeptablen Mittelweg. Die Sitzposition ist nach wie vor sehr angenehm, aufrecht genug, um längere Etappen unter die Räder zu nehmen. Einzig die schnell schleifenden Angstnippel an den Fußrasten trüben den Spaß ein wenig, denn das Handling an sich geht voll in Ordnung.

Die moderne Elektronik ist schnell abgehandelt: Ein herkömmliches ABS und ein fesches 5 Zoll Farb-TFT-Display, mehr ist da nicht.

Die Trident 660 mag teurer als die angestammte japanische Konkurrenz sein, ihrer Beliebtheit tut das aber keinen Abbruch, immerhin bekommt man mit der feschen Engländerin ein Motorrad, das mindestens eine halbe Klasse über den restlichen Einsteigerbikes liegt. Der Motor ist kräftig und durchzugsstark, die Bremse packt sportlich zu, das Fahrwerk ist stabil und die Ergonomie passt zu einem Naked Bike, das mit umfangreichem Elektronik-Paket (Fahrmodi und Traktionskontrolle in Serie) betont erwachsen wirken will. Der Stilmix aus modernen und klassischen Elementen wirkt zudem sehr stimmig und hochwertig.

Top-Preis-Leistungs-Verhältnis bei Einsteiger-Motorrädern

MOTORRAD benotet Preis-Leistung. Teil eines jeden MOTORRAD-Tests ist eine objektive Bewertung über das Preis-Leistungs-Verhältnis. Dabei fließen die Punkte der 1.000-Punkte-Wertung und der reale Preis des Testfahrzeugs in eine Schulnote ein. Die 1.000 Punkte verteilen sich auf die Kategorien Motor (250 P.), Fahrwerk (250 P.), Alltag (250 P.), Sicherheit (150 P.) und Kosten (100 P.).

Bei 16 Motorrädern mit maximal 48 PS aus der A2-Klasse steht derzeit die Note 1 vor dem Komma im Hinblick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein echtes "sehr gut" (Note 1,0 - 1,4) attestierte der MOTORRAD-Test immerhin noch 7 Modellen. Übrigens: Die Bandbreite der A2-Bikes mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis erstreckt sich von Retro bis Supersport.

Hier eine Übersicht der Platzierungen:

Platz Modell Preis-Leistungs-Note
1 Honda CB 500 X 1,0
2 Voge 500 DSX 1,1
3 Triumph Speed 400 1,2
4 Kawasaki Ninja 400 1,3
4 Voge 500 R 1,3
4 Voge 500 DS 1,3
5 Honda CB 500 F 1,4
6 Kawasaki Z 400 1,5
6 KTM 390 Adventure 1,5
7 Honda CBR 500 R 1,6
7 KM RC 390 1,6
7 Triumph Scrambler 400 X 1,6
7 Yamaha R3 1,6
8 CFMoto 450 SR 1,7
9 KTM 390 Duke 1,9
9 QJMotor SRV 550 1,9

Die Klasse der Einsteiger-Bikes für den A2-Führerschein (maximal 48 PS) wandelt sich seit gut 3 Jahren weg von der Budget- hin zur Premium-Klasse. Interessanterweise ohne wirklich teurer zu werden. Die neuen Modelle sind piekfein konstruiert und produziert. Gerade die Kategorien 'Kosten' und 'Alltag' sammeln bei den Einsteigern viele Punkte. Überraschung: Selbst in der Fahrwerkswertung sind die besten Einsteiger besser als die schwächsten Supersportler.

Die 5 besten A2-Motorräder

Die Klasse der Einsteiger-Bikes bis 48 PS zählt in der Bestenliste aktuell 31 Modelle. MOTORRAD zeigt die 5 besten A2-Kräder.

  1. Honda CB 500 X: Die CB 500 X ist so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau unter den Einsteiger-Bikes. Als einziger Crossover der Klasse wirkt sie wie eine Reiseenduro und fährt wie ein Naked Bike.
  2. Kawasaki Ninja 400: Bereits mit deutlichem Abstand in Form von 8 Punkten steht die Kawasaki Ninja 400 mit 615 Punkten auf Platz 2. Interessant: Die Motorwertung entscheidet die kleine Ninja mit starken 131 Punkten für sich im Vergleich zur 500er-Honda mit 117 Punkten.
  3. Kawasaki Ninja 500 SE: Den aktuell besten Einsteiger-Motor bietet Kawasaki in der Ninja 500. Mit 132 Punkten steht er unerreicht auf Platz 1 der Antriebe, während die Ninja mit 613 auf Platz 3 steht.
  4. Honda CB 500 Hornet: Mit 611 Punkten steht die Honda Hornet 500 auf Platz 4 der Bestenliste der Einsteiger-Bikes von MOTORRAD. Interessant: Der Twin mit 471 Kubik erfährt in der Hornet satte 7 Punkte mehr als in der motorisch baugleichen CB 500 X.
  5. Honda CBR 500 R: Ebenfalls 611 Punkte erhält die Honda CBR 500 R. Im Grunde die Supersport-Version der Hornet und der CB 500 X.

Empfehlenswerte Nakedbikes für Einsteiger

Was sind Einsteiger-Nakedbikes? Zugängliche, einfach zu bewegende Motorräder, die dennoch aber Emotion und Leidenschaft versprühen können und obendrein noch wenig kosten. Man soll zwar keine Angst vorm Gas haben, doch auch nicht am Hebel einschlafen.

Mit der MT-07 hat Yamaha ein sagenhaftes Motorrad mit einem der besten Preis-Leistungsverhältnisse am Motorradmarkt geschaffen. Neben leiwander Optik und dem Preis besticht aber vor allem die grenzgeniale Motorabstimmung. Untenrum läuft der CP2-Motor absolut sanft, kultiviert und einsteigerfreundlich. Doch dreht man den Gashahn etwas auf und lässt das Drehzahlband ins obere Drittel wandern, wird der Motor richtig geil rotzig, räudig und schäuffelt dieses Extra an Adrenalin und Action nach, die die MT-07 zur Nummer 1 auf dieser Liste machen.

Die ER-6N war für die breite Masse gebaut. Doch wer will schon Massenware? Diesen Vorsatz hat Kawasaki mit einem emotionalen Motor und super Handling geschickt ausgehebelt. Der Motor gehört sicher nicht in die Liga der blutlosen Vierzylinder aus Japan sondern versprüht Freude und Leidenschaft während er hochdreht.

Eines der wenigen Einzylinder-Motorrädern, welches man Einsteigern empfehlen kann: die KTM 690 Duke. Größter Pluspunkt aller Baujahre: das niedrige Gewicht. Nur ca. 160 Kilogramm wiegt die 690 Duke vollgetankt und fahrbereit. Das sind 20-40 kg weniger, als andere Motorräder dieser Liste. Bei so einem Fliegengewicht reißen sogar 70 PS mächtig an.

Die Honda CB 600 F Hornet wurde in riesiger Stückzahl verkauft. Das sorgt für extrem niedrige Preise für Angebote auf der Motorrad-Gebrauchtbörse. Schon unter 2000 € bekommt man wirklich anständige Bikes mit japanischer Qualität. Zuschlagen sollte man aber eher erst ab dem Baujahr 2000 und aufwärts. Echte Japan-Fetischisten schwören auf die Jahrgänge 2000-2001, denn da wurde die Hornet auch wirklich in Japan produziert. Danach übersiedelte die Herstellung nach Italien.

Suzuki blickt mit ihrem V2-Motor auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. Mit geilem V2-Klang, Emotion, ordentlich Drehmoment von unten und japanischer Qualität macht man mit keiner V2-Suzuki was falsch. Die erste Suzuki SV 650 war schon ein Kassenschlager und super Eisen, ist aber inzwischen etwas in die Jahre gekommen. Ab 2009 kam die Suzuki SFV 650 Gladius als Nachfolgermodell. Innerlich noch immer mit den gleichen Grund-Qualitäten wie die SV ausgestattet, schaffte sie wegen ihrem umstrittenen Äußeren nicht ganz den Schritt zum Verkaufs-Hit. Seit 2016 gibt es jetzt wieder die SV 650. Oldschool Look und moderne Innereien sind das Rezept zum Erfolg.

Auch als Einsteiger kann man echten Italoflair haben. Die Ducati Monster 696 ist mit fahrfertigen 180 Kilogramm Gewicht relativ leicht und trotz exotischen Touchs leicht zu fahren. Sie ist eine Mischung aus italienischer Diva und zugänglichem Einsteigermotorrad. Die drei Hauptkriterien: Bremse, Fahrwerk und Motor sind schwer in Ordnung. Vor allem die Bremse und das Fahrwerk stechen in ihrer Güte und Qualität so manchen Japaner aus. Nur der Motor kann in seiner Abstimmung nicht mit den sanft schnurrenden Vierzylindern mithalten.

Test Motorräder für Einsteiger

Was aber sollen Einsteiger kaufen? Zwei- oder Viertakter, Sportler oder Enduro, Cruiser oder vielleicht sogar einen schnittigen Scooter? Um die Qual der Wahl ein wenig zu erleichtern, hat MOTORRAD ein buntes Ensemble zusammengestellt, das seine Qualitäten im Rahmen eines umfangreichen Testprogramms unter Beweis stellen muss. Die Ehre geben sich drei 125er – namentlich Honda NSR 125 R, Suzuki GZ 125 Marauder und Yamaha DT 125 R. Sowie drei Vertreter der »A-Klasse« bis 34 PS (siehe »Führerscheinregelung«, Seite 90). Gestatten: Gilera Runner 180 – der Renner unter den Rollern; Kawasaki EL 252 Eleminator – preiswerte Einstiegsdroge im Dragster-Design; Suzuki SV 650 S – sportlicher Allrounder, der auf 71 PS entdrosselt werden kann.

Mit Zweitaktmotor und rennmäßiger Sitzposition wendet sich die Honda NSR an Sportsfreunde. Wesentlich gemütlicher geht’s im extrem niedrigen Sattel des Viertakt-Cruisers Suzuki Marauder zu. Wer höher hinaus will, klemmt sich eine Enduro vom Schlag der Yamaha DT unter den Hintern. Mit 900 Millimetern Sitzhöhe bietet sie auch groß gewachsenen Zeitgenossen eine gute Starthilfe.

Der Gilera Runner 180 zum Beispiel ist ein ziemlich scharfes Teil. Viel lustiger und interessanter als so manches Drossel-Motorrad. Für 5895 Mark gibt’s 19 giftige Zweitakt-PS. Und die haben rund 70 Kilogramm weniger anzuschieben als die 34 PS der 189 Kilogramm schweren SV 650 S. Die sportlich abgestimmte Fliehkraftautomatik bestimmt das digitale Fahrgefühl auf dem Roller: Gas auf, Gas zu, ganz ohne zu schalten.

Eine der günstigsten Möglichkeiten, ein Motorrad mit über 125 cm3 zu fahren, bietet die Kawasaki EL 252 Eliminator für 7990 Mark. Sie steht vor fast jeder Fahrschule, und viele Fahrschüler bleiben dem Mini-Dragster auch nach der Lehrzeit treu. Die komfortable Sitzposition und die niedrige Sitzhöhe von 720 Millimetern sind die Hauptgründe, warum die Eliminator so viele Anhänger hat.

125er-Motorräder für Autofahrer mit Führerschein Klasse B196

Autofahrer können für kleines Geld den vereinfachten Führerschein Klasse B196 für Leichtkrafträder machen. Doch welche Modelle eignen sich für Neu-Biker? Hier finden Sie die interessantesten Motorräder mit 125 cm³ Hubraum.

Um ein 125er-Bike mit dem Autoführerschein zu fahren, bedarf es nur einer Fahrerschulung. Die sonst vorgeschriebene Ausbildung samt Prüfungen muss für die Fahrerlaubnis der Klasse B196 nicht mehr durchlaufen werden. Voraussetzung ist lediglich, dass man älter als 25 Jahre ist und seit über fünf Jahren den Pkw-Führerschein Klasse B besitzt.

Moderne 125er-Motorräder, offiziell Leichtkrafträder genannt, dürfen maximal 125 cm³ Hubraum und 11 kW/15 PS haben, Elektro-Leichtkrafträder entsprechend eine Nenndauerleistung von 11 kW. Sie kommen den nicht gedrosselten Motorrädern in vielen Punkten sehr nahe und bieten gehobenen Fahrspaß für überschaubares Geld.

Neue 125er im Jahr 2025:

  • Aprilia 125 SX/RX
  • Benelli BKX 125 und BKX 125 S
  • Honda Grom
  • Husqvarna/KTM 125er Modelle

Motorräder für den A2-Führerschein

Wer die Klasse A2 bestanden hat, steht vor der Frage, welches Motorrad es nun sein soll. Grundsätzlich gilt es zwischen zwei Varianten zu unterscheiden: Bikes, die serienmäßig nicht mehr als 48 PS leisten und Motorräder, die auf diese Leistung gedrosselt werden. Allerdings gibt es ältere Gebrauchtmotorräder, die zwar weniger als 36 kW in der Zulassungsbescheinigung eingetragen haben, aber wegen ihres zu geringen Gewichts nicht mit der Klasse A2 gefahren werden dürfen. Dazu zählen unter anderem etliche Zweitakter.

Viele Modelle werden von den Herstellern schon beim Neukauf gegen geringen Aufpreis auch auf 35 kW gedrosselt angeboten. Doch auch hier gilt eine Einschränkung, denn die Motorräder dürfen offen höchstens die doppelte Leistung, also maximal 70 kW (95 PS) haben.

Hier einige empfehlenswerte Modelle:

  • Benelli TRK 502
  • BMW G 310 R
  • BMW G 310 GS
  • Brixton Crossfire 500
  • Fantic Caballero 500 Scrambler
  • Honda CRF 300 L Rally
  • Honda CB 500 F
  • Honda CB 500 X
  • Husqvarna Vitpilen 401
  • Kawasaki Ninja 400
  • KTM 390 Duke
  • KTM 390 Adventure
  • Mash X-Ride 650
  • Royal Enfield Himalayan
  • Royal Enfield Interceptor INT 650
  • Voge 500 AC
  • Yamaha MT-03

Weitere Tipps für Einsteiger

Gerade in diesem Segment sind minderwertige oder alte Reifen keine Seltenheit. Bei gebrauchten Bikes muss man auf das Alter der Pneus achten. Älter als 5 Jahre sollte ein Reifen nicht sein, denn durch die UV-Strahlung der Sonne und Witterungseinflüsse wird das Gummigemisch hart und haftet mit der Zeit immer schlechter. Damit man auch als Einsteiger mit dem neuen Nakedbike richtig und vor allem sicher Spaß haben kann, sollte man sich Sport-Touring-Reifen montieren.

Design im Stil einer Harley, aber mit 125 ccm:Leonart Daytona 125(Bildquelle: leonartmotors.com)

Es gibt Vergleichstests zu Leichtkrafträdern mit 125 ccm? Supermoto in der Viertelliter-Klasse:Aprilia SX 125(Bildquelle: aprilia.com)125er-Bikes werden zwar durch Fachmagazine hin und wieder getestet, aber echte Vergleichstests gibt es in der Viertelliter-Klasse so gut wie gar nicht. Dazu fehlt ihnen im Motorrad-Markt dann wohl doch die Bedeutung im Vergleich zu den Maschinen und Typen mit größeren Hubräumen und leistungsstärkeren Motoren. Auch ist es schwierig, angesichts der letztendlich überschaubaren Leistungsunterschiede auf der einen und der unterschiedlichen Geschmäcker und Vorlieben auf der anderen Seite transparente und schlüssige Wertungssysteme zu kreieren.

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