Ein E-Bike zu fahren macht Spaß, aber man muss sich auch Gedanken über den Akku machen. Wo kann ich ihn am besten aufladen? Wie weit komme ich mit der aktuellen Ladung noch?
E-Bike Akku Laden und Pflegen
Es gibt mehrere gute Gründe, den E-Bike-Akku korrekt zu laden und zu pflegen. Schließlich ist der Akku das Herzstück, der Energiespeicher deines Elektrofahrrads, ohne den der Pedelec-Antrieb nicht arbeiten kann. Ein E-Bike-Akku ist nicht günstig, daher sollte er möglichst lange halten und viele Ladezyklen überstehen.
Bevor du deine ersten Ausfahrten unternimmst, solltest du den E-Bike-Akku „einfahren“. Das bedeutet, dass du ihn 3-5 Mal abwechselnd vollständig lädst und wieder entlädst. Nachdem du deinen Akku eingefahren hast, sind die Lithium-Ionen-Akkus sehr dankbare und pflegeleichte Energiegeber und müssen nicht mehr mühsam komplett entleert werden, bis sie neu geladen werden können. Im Gegenteil, denn der Lithium-Ionen-Akku verträgt das Zwischenladen viel besser als eine ständige Entleerung.
Platziere ruhig ein zweites Ladegerät auf deiner Arbeitsstelle, um den E-Bike-Akku zwischen den Fahrten laden zu können! Du musst auch nicht darauf warten, dass der Ladestand deines Pedelec-Akkus 100 % erreicht hat - du kannst den Ladevorgang jederzeit unterbrechen, ohne den Akku zu schädigen.
Du kannst sogar die Lebensdauer deines Akkus erhöhen, indem du ihn stets nur auf 80 % lädst: So wird der hohe Spannungsbereich vermieden, der bei einer Ladung von 100 % erreicht wird und die Zellchemie schädigen kann. Alle 2-3 Monate solltest du deinen Akku dann aber einmal komplett entladen und wieder aufladen. Dieser Vorgang ist nötig, damit das Battery-Management-System den Zustand des E-Bike-Akkus erkennt und so auch der Ladestandsanzeige korrekte Werte übermittelt.
Aber keine Sorge, in neuen E-Bikes von renommierten Herstellern findest du ausschließlich leistungsfähige und pflegeleichte Lithium-Ionen-Akkus. Diese haben keinen Memory-Effekt und deshalb darfst du den E-Bike-Akku auch jederzeit an das Ladegerät anschließen.
Die richtige Lagerung des E-Bike-Akkus
Die richtige Lagerung des E-Bike-Akkus kann die Lebensdauer des Akkus erheblich beeinflussen. Lagere den Akku an einem trockenen kühlen Ort bei etwa 10 bis 15 Grad. Achte auch unbedingt auf den Ladestand, bevor du den Akku einlagerst: Optimal ist ein Ladestand von etwa 50 %, der etwa alle drei Monate kontrolliert werden sollte. Der Grund liegt in der Selbstentladung des Akkus.
Lithium-Ionen-Akkus sind wie die meisten Akkusysteme temperaturempfindlich, sie fühlen sich bei durchschnittlich 20 Grad am wohlsten. Genauso verhält es sich mit dem E-Bike-Akku: Ist es zu kalt, entlädt sich der Akku schneller, da die chemischen Prozesse im Inneren nicht mehr so effizient ablaufen können - Kapazitätseinbußen sind die Folge.
Du solltest dein E-Bike also wenn möglich im Schatten parken und direkte Sonneneinstrahlung vermeiden. Wie jedes elektronische Gerät reagiert auch der Akku deines Elektrofahrrads nicht gut auf Flüssigkeiten. Säubere dein E-Bike deshalb niemals mit einem harten Wasserstrahl, wie dem eines Hochdruckreinigers oder etwa mit einem Dampfreiniger. Selbst wenn der Akku zu diesem Zeitpunkt nicht am Bike befestigt ist, kann Wasser durch die Kontaktstellen in die Elektronik eindringen und sie beschädigen.
Wenn du dein E-Bike im Auto transportierst, solltest du den Akku vom Pedelec trennen und ihn vor Hitze, Stößen und Schlägen schützen. Die Anschlüsse am Pedelec kannst du ganz einfach mit einer Plastiktüte schützen, wenn du das Bike zum Beispiel auf der Fahrradhalterung am Auto befestigst.
Verschiedene Möglichkeiten zum Aufladen unterwegs
- Aufladen zu Hause: Komfortabler als an einer gut gewarteten Ladestation lädst du dein E-Bike wahrscheinlich nur zuhause auf. Kein Ladegerät, höchstens ein passendes Ladekabel oder einen Adapter - mehr braucht es dafür nicht.
- Öffentliche Ladestationen: Sowohl in touristischen Regionen als auch im urbanen Raum an zentralen Orten wie Bahnhöfen, Busbahnhöfen, Einkaufscentern oder öffentlichen Einrichtungen finden sich solche Ladestationen. In Gegenden, in den viele Menschen ihren Urlaub verbringen, sind Restaurants, Hotels oder Museen die jeweiligen Anlaufstellen.
- Tankstellen: Je nach Gegend findest du eher eine Tankstelle als per App eine Ladestation zum Laden des Akkus. Wer dort höflich nach einer Erlaubnis zum Aufladen fragt, wird wohl nur selten abgelehnt. Und wenn du bei der Gelegenheit noch etwas zu trinken oder essen bestellst, gibt’s den Strom am Ende vielleicht sogar gratis.
Das Ladegerät
Trotz Ladestationen kommt die Sprache beim Laden des E-Bikes unterwegs schnell auf das Ladegerät. Sein Mitführen versetzt dich schnell in die Lage, flexibel auf verschiedene Gegebenheiten reagieren zu können. Heute gestaltet sich die Situation deutlich übersichtlicher. Für viele E-Bike-Systeme von Bosch, Shimano, Mahle, Fazua, TQ, Brose, Pinion und Co. werden nur noch ein, höchstens zwei Ladegeräte angeboten. Häufig beträgt deren Ladestrom zwischen zwei Ampere und vier Ampere.
Schnellladegeräte
Ganz unterschiedliche elektrisch betriebene Gegenstände vom Smartphone bis zum E-Auto kennen irgendeine Form von Schnellladetechnologie. Amflow nutzt zum Beispiel einen GaN-Schnellladeanschluss. Hinter GaN verbirgt sich das kristalline Halbleitermaterial Galliumnitrid. Es taucht immer häufiger in Stromversorgungen und Ladegeräten auf und ersetzt dort als Alternative Silizium. Galliumnitrid leitet Strom sehr gut und hält auch hohen Temperaturen stand, was die Lebensdauer des jeweiligen Gerätes erhöht. In der Praxis bedeutet das: Ein Ladegerät von Amflow ist nur unwesentlich größer und rund 250 Gramm schwerer als ein Bosch 4A Ladegerät für das Smart System.
Zweitakku
Noch schneller bist du jedoch, wenn du unterwegs einfach den ursprünglichen Akku gegen einen Zweitakku tauscht. Nachteil dieser Lösung ist verständlicherweise ein größeres Gewicht während der Fahrt. Schließlich wiegt ein Akku mehr als ein Ladegerät. Allerdings sagt auch niemand, dass du den identischen Akku einsetzen musst, den du am E-Bike entnimmst.
Bosch DualBattery
Alle, die ein E-Bike mit Bosch-Antrieb fahren, können dafür theoretisch auf die Option Bosch DualBattery zurückgreifen. Bosch Dualbattery ermöglicht den gleichzeitigen Einsatz zweier Akkus und damit das Verdoppeln der Reichweite oder sogar noch größere Steigerungen. Oftmals werden ein Intube-Akku mit einem Rahmenakku oder einem Gepäckträgerakku kombiniert. Das E-Bike-System greift abwechselnd auf beide Akkus zu und entlädt sie so möglichst schonend.
Range Extender
So gut wie jeder Hersteller eines E-Antriebs, der etwas auf sich hält, führt inzwischen einen Range Extender im Programm. Im Grunde handelt es sich um eine abgewandelte Form der DualBattery-Variante. Allerdings verfügt der zweite Akku absichtlich über eine geringere Kapazität. So lässt sich zwar weniger zusätzliche Reichweite generieren. Dafür schrumpft der Akku auf das Maß ähnlich einer herkömmlichen Trinkflasche und lässt sich so mit geringem Aufwand im E-Bike-System und am Rahmen hinzufügen.
Rekuperation
Vollkommen überflüssig wäre das Laden des E-Bikes unterwegs, wenn sich der Akku während der Fahrt wie von selbst aufladen könnte. Einige E-Bike-Antriebe, etwa von Cixi oder Opium, ermöglichen genau dies. Das entsprechende Prinzip heißt Rekuperation. Sie sorgt dafür, dass ein sich bewegendes E-Bike einen Teil der dabei entstehenden Energie zurückgewinnt. Dieser fließt dann zurück in den Akku. Je nach System geschieht dies beim Pedalieren, beim Bremsen oder beim Fahren im Leerlauf zum Beispiel während einer Abfahrt. Auf diese Weise kann sich die Reichweite erheblich verlängern.
VanRaam Akkus aufladen
Die vanRaam Dreiräder besitzen alle einen Cube Lithium-Ionen Akku mit ca. 520 Wh (oder den Cube Heavy, mit einer höheren Kapazität von ca. 840 Wh). Die Zweirad Tandems Kivo und Twinny, das Balance und die Rollstuhlfahrräder sowie das Rikscha Fahrrad Chat haben einen Slim Lithium-Ionen Akku. Dieser Akku hat eine Kapazität von ca. 480 Wh. Die extrem hochwertigen Akkus werden in Europa hergestellt und weisen eine Vielzahl an Ladezyklen auf. Die vanRaam Akkus haben 2 Jahre Garantie bei maximal 500 Ladezyklen.
VanRaam Slim Akku aufladen
- Entnehmen Sie den Akku und nehmen Sie den Akku mit nach drinnen.
- Schließen Sie zuerst den Stecker des Aufladers in die Steckdose.
- Stecken Sie danach das Ladegerät am Aufladepunkt des Akkus an.
- Die rote LED-Anzeige leuchtet auf. Der Akku wird jetzt geladen.
- Sobald der Akku vollständig aufgeladen ist, leuchtet die grüne LED-Anzeige kontinuierlich.
- Ziehen Sie erst den Ladestecker des Akku aus der Verbindung des Ladegeräts.
- Ziehen Sie jetzt dannach den Stecker aus der Steckdose.
- Setzen Sie den Akku wieder in die Halterung.
VanRaam Cube Akku aufladen
- Entnehmen Sie den Akku und nehmen Sie den Akku mit nach drinnen.
- Schließen Sie zuerst den Stecker des Aufladers in die Steckdose.
- Stecken Sie danach das Ladegerät am Aufladepunkt des Akkus an.
- Die rote LED-Anzeige leuchtet auf. Der Akku wird jetzt geladen.
- Sobald der Akku vollständig aufgeladen ist, leuchtet die grüne LED-Anzeige kontinuierlich.
- Ziehen Sie jetzt erst den Ladestecker des Akkus aus der Verbindung des Ladegeräts.
- Ziehen Sie danach den Stecker aus der Steckdose.
- Setzen Sie den Akku wieder in die Halterung.
Hinweis: Für einen optimalen Zustand und eine optimale Kapazität der Batterie empfehlen wir, die Batterie in Innenräumen bei Raumtemperatur zu laden. Des Weiteren ist das Verwenden der Ladegerät nur angeraten, wenn die Umgebungstemperatur zwischen 0 und 35 Grad liegt.
E-Bike im Wohnmobil laden
Wer sein E-Bike unterwegs im Wohnmobil laden möchte, hat grundsätzlich zwei Optionen: Entweder direkt über 230 Volt per Wechselrichter oder - seltener - über 12 Volt, wenn ein passendes Ladegerät vorhanden ist. Die einfachste und zuverlässigste Methode ist der Betrieb eines Wechselrichters, der aus 12 V Batteriespannung 230 V erzeugt. Wichtig ist dabei, auf reine Sinuswelle und eine ausreichend hohe Dauerleistung des Wechselrichters zu achten - je nach Ladegerät meist zwischen 150 W und 500 W.
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