Das CUBE AMS Hybrid ONE44 C:68X SuperTM 400X ist das erste Light-E-MTB der bayerischen Marke und kommt CUBE-typisch mit Top-Komponenten zum fairen Preis. CUBE stuft das E-MTB mit 140 mm Federweg als All-Mountain ein, damit soll es den meisten Trail-Szenarien gewachsen sein. Diese Lücke hat die Marke aus der bayerischen Oberpfalz jetzt mit dem CUBE AMS Hybrid ONE44 C:68X SuperTM 400X 2024 geschlossen. Für ihr erstes Light-E-MTB setzen die CUBE-Ingenieure auf 140 mm Federweg, gepaart mit 29”(!)-Laufrädern vorne wie hinten. Beim Antrieb entscheiden sich die Bayern für einen Bosch Performance Line SX-Motor mit einem 400 Wh großen Akku. So pendelt sich unsere Waage für das 8.999 € teure E-MTB exakt bei leichten 18 kg ein.
Design und Optik
Optisch gibt sich das CUBE AMS Hybrid ONE44 C:68X SuperTM 400X 2024 unauffällig, mit seinen dezenten Kanten und dem schlichten, olivgrünen Rahmen, der im grünen Wald eher untergeht anstatt aufzufallen. Zu dieser unaufgeregten Optik trägt auch die interne Leitungsführung bei. Dabei verschwinden die Leitungen durch den Steuersatz im Rahmen und tauchen erst kurz vor ihrem Zielort wieder auf. Auch wenn das clean aussieht, erschwert es das Arbeiten am und um den Steuersatz ungemein. Das Motor-Cover geht formschön ins Unterrohr über und schützt es gegen umherfliegende Steine. Auch an einen Kettenstrebenschutz hat CUBE gedacht. Der große, weiche Kunststoffschutz findet sich sogar auf der Sitzstrebe wieder und verhindert Kettenschlagen effektiv und trägt so zu einem leisen Bike bei. Auch auf der Seite ohne Antrieb befindet sich ein kleiner Gummischutz, der Lackkratzer von den Schuhen verhindern soll. Für kleinere Füße ist dieser allerdings zu weit hinten angebracht.
Motor und Akku
Beim Motorsystem vertraut das Team von CUBE wie bei fast allen seinen anderen Bikes auf Bosch. Genauer gesagt unterstützt euch ein schön integrierter Bosch Performance Line SX-Motor mit einem maximalen Drehmoment von 55 Nm und einer Spitzenleistung von 600 Watt. Die benötigte Energie bezieht der Motor dabei aus dem 400-Wh-Akku, der fest im Unterrohr verbaut ist. Der Ladeport ist dabei gut erreichbar und besitzt nicht die klassische Abdeckung aus weichem Kunststoff von Bosch. Stattdessen setzt CUBE auf eine eigene Abdeckung aus hartem Kunststoff, der den Ladeport dicht abschließt und so sauber hält. Für lange Touren lässt sich auch ein 250 Wh großen Range Extender anschließen, dafür kann man das Ladeport-Cover abnehmen - Achtung, nicht verlieren! Ein Manko hierbei ist, dass der Zusatzakku den Platz des Flaschenhalters einnimmt und ihr keine Trinkflasche mehr mitnehmen könnt. Um den sportlichen Charakter zu unterstreichen, verzichtet CUBE auf ein Display und verbaut den Bosch System Controller, der euch lediglich den Akku-Stand in 20-%-Schritten und durch farbige LEDs die Unterstützungsstufe anzeigt.
Ausstattung
Wie für CUBE typisch, bekommt ihr für einen vergleichsweise geringen Preis eine High-End-Ausstattung. Diese startet bereits beim FOX Factory-Fahrwerk mit einer FOX 36 Factory-Gabel mit einer GRIP2-Kartusche und einem FOX FLOAT X Factory-Dämpfer. Neben der edlen Kashima-Optik können beide mit guter Einstellbarkeit und hoher Trail-Performance überzeugen. Passend zum Fahrwerk wird eine versenkbare FOX Transfer Factory-Sattelstütze mit 175 mm Hub verbaut. Auch bei der Schaltung wurde ganz oben ins Regal gegriffen und eine elektrische SRAM XX Eagle Transmission-Schaltgruppe herausgeholt. Dank einer stabilen Bauweise und der Montage direkt am Rahmen ohne Schaltauge hält die 12-fach-Schaltung viel aus und schaltet selbst unter Last problemlos. Perfekt für ein E-Bike.
Verzögert wird mit den MAGURA MT Trail Carbon-Bremsen. Die hydraulische Bremse ist ein Mix aus einer Vierkolbenbremse an der Front für maximale Bremsleistung und einer leichteren Zweikolbenbremse am Heck. Die bereits schwächere Bremse wird obendrein mit einer kleinen 180-mm-Bremsscheibe kombiniert und ist so hitzeanfälliger. Eine größere 203-mm-Scheibe, wie sie auch an der Front verbaut ist, würde hier Abhilfe schaffen und das Sicherheitsgefühl in der Abfahrt steigern. Bei der Lenkzentrale setzen die Bayern auf ihr hauseigenes CUBE Stereo Carbon-Cockpit. Die einteilige Lenker-Vorbau-Kombination kann man nicht auf sich einstellen, sieht dafür aber clean aus und geht formschön in die Spacer über. Auf den edlen NEWMEN Advanced SL A.30 Carbon-Laufradsatz ist vorne ein MAXXIS ASSEGAI und hinten ein MAXXIS DISSECTOR aufgezogen. Beide kommen mit der schnell rollenden MaxxTerra-Gummimischung und der dünnen EXO+ Karkasse, die ausreichend Pannenschutz bietet, solange ihr es nicht zu wild treibt und nur auf schnellen technischen Trails unterwegs seid.
Modellvarianten
Neben der von uns getesteten Ausstattungsvariante gibt es noch drei weitere Modelle. Unser Test-Bike und das 6.499 € teure CUBE AMS Hybrid ONE44 C:68X TM 400X 29 2024 sprechen dabei die abfahrtsorientierten Biker an. So kommt die Version TM mit einer FOX 36 Performance-Federgabel mit GRIP-Kartusche und einem FOX FLOAT X Performance-Dämpfer. Geschaltet wird mit einem elektrischen SRAM GX Transmission-Antrieb, während eine MAGURA MT7-Bremse für die Verzögerung sorgt. Tourenfahrer und Freunde des Leichtbaus werden mit den anderen beiden Ausstattungsvarianten glücklich. Los geht es hier mit dem CUBE AMS Hybrid ONE44 C:68X SLX 400X 29 für 5.999 €, während ihr für das teurere CUBE AMS Hybrid ONE44 C:68X SLT 400X 29 7.999 € hinlegen müsst. Beide setzen auf die leichtere FOX 34-Federgabel, in der günstigeren Ausstattungsvariante auf das Performance-Modell mit GRIP-Kartusche, und im teuren der beiden Modelle wird die Factory-Variante mit goldener Kashima-Beschichtung und GRIP2-Kartusche verbaut. In derselben Ausführung kommt der FOX FLOAT-Luftdämpfer zum Einsatz.
Geometrie und Handling
CUBE bietet das AMS Hybrid ONE44 in vier Größen von S-XL an. In der von uns getesteten Größe L fallen alle Werte moderat aus. So liegen Lenkwinkel mit 65,4° und Reach mit 474 mm ziemlich im Mittelfeld dessen, was wir an einem modernen All-Mountain-Bike erwarten würden. Nur die Reach-Sprünge fallen mit 30 mm sehr groß aus. So deckt CUBE zwar eine große Bandbreite an Fahrergrößen ab, aber erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, zwischen zwei Größen zu stehen, von denen keine so recht passt. Das Sitzrohr ist mit 420 mm angenehm kurz, die verbaute FOX Dropper Post lässt sich trotzdem vollkommen versenken. Nur die Kettenstreben fallen mit 450 mm lang aus und bleiben über alle Größen gleich. Durch Drehen der Steuersatzschalen könnt ihr das E-MTB zusätzlich auf euch und eure Bedürfnisse anpassen. Dadurch ändern sich natürlich die meisten Geowerte leicht, wobei die Tretlagerhöhe und der Lenkwinkel am stärksten davon beeinflusst werden. Hauptsächlich sind wir im Low-Setting gefahren.
Fahreindruck
Wenn ihr das CUBE AMS Hybrid ONE44 C:68X TM 400X 29 2024 aus dem Keller holt und euch auf die nächste Ausfahrt aufmacht, begrüßt euch das E-MTB mit einer aufrechten, aber leicht sportlichen Sitzposition, die sich auch für lange Tage im Sattel eignet. Bergauf müsst ihr die Front nicht aktiv belasten, was auf die sportliche Sitzposition zurückzuführen ist. Der Bosch Performance Line SX-Motor unterstützt euch bergauf kraftvoller als die meisten anderen Light-E-MTB-Motoren - vor allem bei hohen Trittfrequenzen. In Kombination mit der guten Traktion, die der Hinterbau liefert, lassen sich so auch technische Uphill-Trails meistern. Egal, ob Anfänger oder Fortgeschrittener, das CUBE AMS Hybrid ONE44 C:68X SuperTM 400X 29 ist dank des intuitiven Handlings für jeden einfach zu fahren und kleine Fahrfehler werden gekonnt kaschiert. Auf Flowtrails lässt sich durch Pumpen in Anliegern oder Rollern ordentlich Speed generieren, und an Kanten lässt sich das Light-E-MTB ohne viel Kraft in die Luft befördern. Segelt man zu weit oder verpatzt man eine Landung, besitzt das Fahrwerk genug Reserven, um den Einschlag abzufedern. Brettert man über Steinfelder oder Wurzelteppiche, rauscht es nicht durch den Federweg, sondern liefert genug Gegenhalt. Hier punktet es mit einem guten Mix aus Laufruhe und Agilität, so lassen sich auch spontan Spurwechsel oder Richtungsänderungen ohne großen Kraftaufwand auf dem Trail vornehmen. Wird die Abfahrt zusehends steiler und rollt man über Stufen hinab, sorgt die hohe Front für ein gutes Sicherheitsempfinden. Allerdings erfordert das CUBE in flachen Kurven eine aktive Gewichtsverlagerung auf das Vorderrad, um den Grip aufrechtzuerhalten und nicht abzuschmieren.
Fazit
Für alle Trailbiker, die ein leichtes E-Mountainbike zu einem fairen Preis suchen, ist das CUBE AMS Hybrid ONE44 C:68X TM 400X 29 2024 eine gute Wahl. Wegen des intuitiven Handlings und des hohen Sicherheitsgefühls kommt Fahrspaß bei Fahranfängern, aber auch bei fortgeschrittenen Fahrern auf. Mit der Tourentauglichkeit des CUBE macht es sich auch für sportliche Tourenfahrer interessant und bietet für dieses Einsatzgebiet leichtere Ausstattungsvarianten an. Mit dem CUBE AMS Hybrid ONE44 C:68X TM 400X 29 2024 bekommt man eine High-End-Ausstattung zu einem fairen Preis und einen cleanen Carbon-Rahmen mit einer schönen Motor-Integration. Darüber hinaus auch einiges an Trail-Performance. Wegen des hohen Sicherheitsgefühls und des intuitiven Handlings kommen Einsteiger wie Fortgeschrittene gut mit dem Bike zurecht. Aber auch auf längeren Trail-Touren kann es mit viel Komfort überzeugen.
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