Cube E-Bike Tiefeinsteiger Test: Ein umfassender Überblick

Jede Fahrradmarke hat ihren ganz eigenen Kern. Bestimmte Modelle, die man seit Jahren untrennbar mit dem Namen verbindet und die ausdrücken, auf welchem Gebiet, in welchem Segment sich der Hersteller besonders heimisch fühlt. Einen solcher Kerne stellen im Falle von Cube die Trekking-E-Bikes der Kathmandu Hybrid-Modellreihe dar. Laut der Homepage des Herstellers umfasst sie aktuell ganze 49 Modelle. Vier davon sind ganz frisch hinzugekommen.

Das Cube Kathmandu war schon als nicht-motorisierte Variante ein Klassiker in der Kategorie Touren- und Reiserad. Mit dem E-Bike-Modell Cube Kathmandu Hybrid SLT wurde der Reisetourer jetzt auf eine neue Stufe gehoben.

Die Neuerungen des Cube Kathmandu Hybrid C:62

Klassischerweise soll ein Trekkingbike euch auf langen gern auch mehrtägigen Touren begleiten. Daher kommt es bei diesen E-Bikes besonders auf Zuverlässigkeit, Sicherheit und Stabilität an. Inklusive der umfangreichen Ausstattung mit fest montierten Schutzblechen, einer vollwertigen Lichtanlage, einem robusten Gepäckträger, geländetauglichen Reifen, einem Seitenständer und oftmals einer Federgabel. Dem setzt der Hersteller nun bewusst ein deutlich leichteres Modell entgegen. In seiner Topausstattung wiegt es nur wenig mehr als 16 Kilogramm.

Um diesen beachtlichen Sprung zu realisieren, hat Cube in erster Linie an drei Stellschrauben gedreht: dem Rahmen, dem E-Bike-System sowie den Laufrädern.

1. Der Rahmen

Um Gewicht an einem Fahrrad zu sparen, bietet es sich an, damit beim größten Teil des Fahrrades zu beginnen. Das hat Cube getan. Erstmals nutzt der Hersteller sein 2016 eingeführtes C:62® Carbon für ein Trekking-E-Bike. Bislang kam in dem Segment bestenfalls das hauseigene Aluminium Superlite zum Einsatz. Cube beschränkt sich jedoch nicht allein auf den Rahmen. Auch die Gabel besteht aus diesem Material. Das bedeutet natürlich gleichzeitig den Abschied von eine Federgabel - ein zweites Novum in der Geschichte des Kathmandu Hybrid.

Dafür stellt das neue Kathmandu Hybrid C:62 die restliche Modellreihe optisch in den Schatten. Mit seinen im Rahmen integrierten Kabeln wirkt es aufgeräumter und deutlich zeitgemäßer als anderen Modelle, zumindest in unseren Augen. Den Gepäckträger hat Cube erneut in den Rahmen integriert. Als Verlust empfinden wir die Tatsache, dass vom Neuling nur die beiden Rahmenformen Diamant und Tiefeinsteiger angeboten werden. Warum auch immer, hat sich der Hersteller gegen eine Variante mit Trapez-Rahmen entschieden.

Unter den angebotenen Rahmenformen könnt ihr aus jeweils vier verschiedenen Rahmengrößen, die für euch passende wählen. Wichtige Info für alle, die sich für den Tiefeinsteiger interessieren: Dort verbaut Cube einen Vorbau, der sich im durch ein Gelenk im Winkel verstellen lässt. Ihr habt dort also eine zusätzliche Möglichkeit, die Sitzposition zu optimieren.

2. Das E-Bike-System

Gehörigen Einfluss auf das Gesamtgewicht hat auch das verwendete Antriebssystem. Ob Bosch Performance Line CX oder Bosch Performance Line SX macht allein schon beim Motor einen Unterschied von gut einem Kilogramm zugunsten des Letztgenannten. Das geringere Gewicht bleibt allerdings nicht folgenlos. Mit 55 Newtonmeter liegt das Drehmoment des SX genau 30 Newtonmeter unter dem des CX. In puncto maximaler Leistung treffen sich beide bei 600 Watt.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich beim Blick auf die Akkus ab. Mehr als zwei Kilogramm spart der Bosch CompactTube 400 des Performance Line SX im Vergleich zum Bosch PowerTube 750 ein. Der Preis dafür ist eine um 350 Wattstunden geringere Kapazität. Davon könnt ihr 250 Wattstunden wieder „aufholen“, wenn ihr euch neben dem Kathmandu Hybrid C:62 noch einen Bosch PowerMore 250 zulegt.

Durch das feste Integrieren des Akkus im Rahmen hat Cube ein paar zusätzliche Gramm herausgeholt. Beim Bedienkonzept ist die Wahl übrigens auf die LED Remote zusammen mit dem Kiox 500 gefallen.

3. Die Laufräder

Bei Rahmen und Antriebssystem handelt es sich um starre Komponenten. Deren geringes Gewicht bemerkt ihr vor allem, wenn ihr zum Beispiel das E-Bike mal anhebt, um es ein paar Stufen hinunter in den Fahrradkeller zu tragen. Ob ein Fahrrad während der Fahrt ein leichtes und leichtgängiges Gefühl vermittelt, hängt dagegen von den rotierenden Komponenten ab.

Die Gewichtsersparnis durch den hier verwendeten Laufradsatz aus Carbon beträgt unter dem Strich vielleicht 500, 600 Gramm. Cube verbaut einen Laufradsatz des bayerischen Herstellers Newmen. Von dem stammt zudem die Carbon-Sattelstütze.

Wollt ihr den Genuss beider kommen, bleibt euch nur eine Option: der Griff zum Topmodell, dem Kathmandu Hybrid C:62 SLT 400X. Das bietet euch zudem Shimanos Deore XT-Gruppe bei der Schaltung mit zwölf Gängen sowie den Bremsen. Sind euch die dafür aufgerufenen 4.799 Euro zu viel, käme vielleicht das Kathmandu Hybrid C:62 SLX 400X ins Spiel. Wie gesagt, dann mit Alu-Laufradsatz und Alu-Sattelstütze. Bezogen auf Schaltung und Bremsen geht es hinunter zu Deore-Gruppe von Shimano.

Komponenten und Ausstattung des Cube Kathmandu Hybrid SLT

Der elektronisch gesteuerter XX Eagle 12-Gang Antrieb von Sram schaltet präzise von Gang zu Gang und bringt die Power des Bosch Performance Line CX Motors über die Newmen Beskar 30 Laufräder mit Schwalbe Marathon Efficiency Pneus top übersetzt auf den Boden. Seine enorm hohe Reichweite verdankt das Bike dem starken PowerTube Akku. Hydraulische Magura Gustav Pro Scheibenbremsen ermöglichen auch bei widrigem Wetter kontrollierte Bremsmanöver. Dazu sorgen die Fox Federgabel, der verstellbare Vorbau und eine versenkbare Sattelstütze für angenehmen Fahrkomfort.

Komplett wird das Touren-Pedelec Cube Kathmandu Hybrid SLT durch das im Portfolio neue X-Connect-Licht-Integrationssystem für E-Bikes, bestehend aus Frontscheinwerfer und integriertem Rücklicht. Dieses System ermöglicht den einfachen Anschluss eines kompatiblen Acid-Frontlichts über ein schon vorinstalliertes Kabel im Rahmen. Die Bedienung ist simpel: passendes Acid-Licht anknipsen und losfahren.

Design und Rahmen des Tiefeinsteigers

Der Tiefeinsteiger-Rahmen des Cube Kathmandu Hybrid erleichtert das Auf- und Absteigen und die Tour kann direkt losgehen! Der Bosch CX-Motor und PowerTube Akku integrieren sich ästhetisch ins Rahmendesign. Die interne Zugverlegung dient der cleanen Optik des Chassis und reduziert den Wartungsaufwand maßgeblich.

Eine 100 mm-Federgabel unterstützt die Komfort-Geometrie des Rahmens und erleichtert die Kontrolle auch unter schwierigen Fahrbahnbedingungen.

Weitere Features

Was noch? Ein vielseitiges, beinahe unzerstörbares Universal-Schaltauge für einfache Ersatzteilverfügbarkeit, ein integrierter Kettenschutz und ein stabiler, robuster, überaus formschöner integrierter Gepäckträger IC 3.0, auf dem alles Platz findet, was auf Tour mit muss. Nicht zu vergessen Ständer und Knog-Klingel.

Für Liebhaber leichter E-Bikes ist das Cube Kathmandu Hybrid C:62 mit Bosch SX-Motor auch weiter im Sortiment.

Facts und Features des Cube Kathmandu SLT im Überblick

Das Cube Kathmandu Touren-Pedelec 2025: ein eleganter Rahmen in schwarz-goldener Optik, aufgeräumtes Design dank integriertem Akku und innenverlegten Zügen und neuen hauseigenen Komponenten wie Beleuchtung, Träger und Ständer.

Feature Details
Rahmen Aluminium, Tiefeinsteiger, innen verlegte Züge
Farbe golddust´n´black
Rahmengrößen 46cm, 50cm, 54cm, 58cm, 62cm
Motor Bosch Drive Unit Performance Line CX, Smart System
Akku Bosch PowerTube
Bedieneinheit/Display Bosch LED Remote/Bosch Kiox 500

Vor allem der ausgezeichnete Motor, die erstklassige Reichweite und die vorzüglichen Schaltungskomponenten spielen ihm in die Karten. Trotzdem ist das REACTION HYBRID RACE 750 alles in allem ein überdurchschnittlich gutes EMTB mit einem sehr breiten Einsatzbereich.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0