Das Ausbauen des Vorderrads an einem E-Bike kann notwendig sein, um es besser im Auto zu transportieren oder einen Reifenwechsel durchzuführen. Hier ist eine detaillierte Anleitung, die Ihnen dabei hilft.
Vorbereitung
Bevor Sie beginnen, stellen Sie sicher, dass der Antrieb ausgeschaltet ist. Beim Vorderrad Ihres Pedelecs müssen Sie lediglich den Verschluss des Rades lösen. Achten Sie beim Radausbau unbedingt darauf, dass Sie die Bremsscheiben nicht beschädigen oder mit den Fingern berühren.
Werkzeuge und Materialien
- Passender Schraubenschlüssel (meist Größe 18) oder Inbusschlüssel (je nach Achstyp)
- Reifenheber (optional)
- Ersatzschlauch oder Reifen (falls erforderlich)
- Luftpumpe
- Montageständer (optional)
Ausbau des Vorderrads
1. Rad mit Muttern
Einfach die beiden Muttern lösen, die die Nabe auf der Gabel fixieren. Aber bitte dafür geeignetes Werkzeug verwenden, also einen Schraubenschlüssel, der die passende Größe hat, meistens ist das die Größe 18. Ersatzweise irgendwelche Zangen zu nehmen ....... Hat man die Muttern abgeschraubt, so kommen einem meist einige Unterleg- und Distanzscheiben sowie als letztes so eine merkwürdig aussehende, einseitg geriffelte Scheibe. Sind alle Scheiben abgezogen, kann man das Rad vorsichtig anheben, meistens sind noch die Felgenbremsen etwas im Wege, die ja um den Reifen greifen, einfach vorsichtig den Reifen dennoch dadurch wursteln, der Reifen ist ja flexibel, irgendwie geht das schon.
Es gibt aber Einschränkungen: Sollte im Vorderrad der elektrische Antriebsmotor verbaut sein, so muss man natürlich vorher den elektrischen Kontakt sachgemäß lösen. Dazu schaue man in die Anleitung, wie das jeweils geregelt ist, meistens sitzt die lösbare Steckverbindung in einer Verdickung in der Nähe der Achse.
2. Rad mit Schnellspanner
Schnellspanner lassen sich an dem charakteristischen Hebel und der Mutter auf der gegenüberliegenden Seite gut erkennen. Der Ausbau eines Vorder- oder Hinterrads mit Schnellspanner ist leicht. Man öffnet den Hebel und löst den Hebel mit der Mutter so weit, bis man das Rad aus dem Ausfallende herausnehmen kann.
3. Rad mit Steckachse
Bei Rädern mit Steckachse ist der Ein- und Ausbau etwas aufwändiger, aber auch sicherer. Die Steckachse (und die Achse des Rads) passen - aufrgund der formschlüssigen Verbindung -nämlich nur auf eine Weise. Achte darauf, die Achse nie mit Gewalt zu drehen.
Demontage des Rades mit Steckachse
Die Demontage des Rades geschieht in umgekehrter Reihenfolge - Hebel öffnen, Steckachse lose drehen und herausziehen.
Spezialfälle: FOCUS R.A.T.
Die Marken SR Suntour und Focus Bikes haben eigene Steckachsen entwickelt, die sich besonders schnell und ohne Werkzeug montieren lassen. Bei diesen Systemen wird die Achse nicht in ein Gegenstück eingeschraubt, sondern nur gesteckt und anschließend verspannt. Bei der ersten Benutzung können diese Systeme schonmal etwas verwirrend sein.
Einbau des Vorderrads
1. Rad mit Steckachse
Die Montage eines Rades mit Steckachse funktioniert folgendermaßen: Setze das Laufrad in den Rahmen. In den allermeisten Fällen wird ein Rad mit Steckachsen über Scheibenbremsen verfügen - achte also darauf, dass die Bremsscheibe beim Einsetzen des Rades zwischen den Bremsbacken hindurchgleitet.
Zur Montage der vorderen Steckachse gibt es Varianten von beiden Seiten. Schiebe die Achse durch die Nabe bis sie auf der anderen Seite des Rahmens anstößt. Lässt sich die Achse nicht oder nur schwer einschieben, überprüfe, ob die Laufräder wirklich richtig im Rahmen sitzen.
Befindet sich die Steckachse nun am Anschlag, kannst du sie feststellen. Dies geschieht je nach System auf unterschiedliche Weise. Steckachsen, die geschraubt werden, musst du mit einem Inbus festziehen wie eine Schraube. Steckachsen mit einer Kombination aus Gewinde und Hebel werden so festgedreht, dass du den Hebel gerade so noch zu bekommst. Achte hierbei auf die korrekte Ausrichtung des Hebels.
Bei Bajonettverschlüssen wie dem R.A.T. System von Focus lässt sich die Steckachse nur in einer bestimmten Position durch das Ausfallende schieben. Indem du sie dann um eine Viertel-Umdrehung im Uhrzeigersinn drehst, wird sie befestigt. Durch das Umlegen des Hebels wird dann die Spannung aufgebaut. Lässt sich der Hebel nicht schließen oder zu leicht öffnen, musst du die Vorspannung anpassen. Hierzu öffnest du den Hebel und drehst an der dahinter liegenden Rädelschraube, während du den offenen Hebel festhältst. Drehst du die Räderschraube im Uhrzeigersinn, senkst du die Vorspannung - dies musst du tun, wenn du den Hebel zuvor nicht schließen konntest. Um die Vorspannung zu erhöhen, drehst du die Rädelschraube entsprechend gegen den Uhrzeigersinn.
2. Allgemeine Hinweise zum Einbau
Für den korrekten Einbau solltest du darauf achten, dass sich die Radnabe in ihrer endgültigen Postion befindet. Der Schnellspanner sollte im Vergleich zur Achse mindestens um 90 Grad geschlossen sein. Achte zudem darauf den Schnellspanner mit der Mutter so einzustellen, dass sich der Hebel nur mit ordentlicher Handkraft wieder lösen lässt - sonst ist er zu locker. Der Hebel sollte beim Schließen einen Abdruck in deiner Hand hinterlassen.
Profi Tipp: Sollte deine Achse komplett trocken sein, gebe etwas Fett oder Öl auf das Gewinde. Das Drehmoment einer Steckachse liegt meist zwischen 8 und 12 Newtonmeter. Solltest du kein Drehmomentschlüssel zur Hand haben, dann halte dich mit deiner Handkraft eher zurück. Wenn du die Steckachse per Innensechskant befestigst, reicht die Kraft, die du mit einem kleinen Multitool hast, absolut aus.
Reifenwechsel am E-Bike
Wenn Sie das Rad ausgebaut haben, können Sie bei Bedarf auch einen Reifenwechsel durchführen. Hier sind die grundlegenden Schritte:
- Luft aus dem Reifen lassen und Ventilmutter sowie Ventildeckel abschrauben.
- Reifen von der Felge hebeln.
- Schlauch entfernen und auf Beschädigungen prüfen.
- Reifeninnenseite auf Fremdkörper untersuchen.
- Neuen Schlauch einsetzen und Reifen wieder auf die Felge ziehen.
- Auf die Laufrichtung des Reifens achten.
- Reifen aufpumpen und prüfen, ob er richtig sitzt.
Häufige Fehler und Lösungen
| Problem | Lösung |
|---|---|
| Rad sitzt nicht gerade in den Ausfallenden | Überprüfen Sie die korrekte Positionierung der Radnabe. |
| Ungefettete Achsen mit schlechtem Werkzeug lösen | Verwenden Sie geeignetes Werkzeug und fetten Sie die Achse bei Bedarf. |
| Steckachse verkantet | Achten Sie darauf, die Achse nicht im Gewinde zu verkanten und richten Sie das lose Gegenstück von Hand aus. |
| Stellkopf beim R.A.T. System zu weit gedreht | Der Stellkopf sollte beim Ausbau nicht mehr als eine halbe Umdrehung gedreht werden. Achten Sie darauf, dass der Spreizkopf beim Aus- und Einbau zusammengedrückt ist. |
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