Viele verbinden mit dem Cube Reaction nicht in erster Linie ein E-Hardtail, sondern eher ein Carbon Racebike. Aber seit 2014 hat die Reaction Familie einen motorisierten Bruder bekommen. Dieser wurde für die neue Saison 2017 rahmentechnisch komplett überarbeitet. Bei der Entwicklung des E-Hardtails spielte das Gewicht eher eine untergeordnete Rolle, da man ja sowieso stets mit Unterstützung unterwegs ist. Umso wichtiger war die bestmögliche Akku-Integration, um der Optik den letzten Schliff zu verpassen.
Cube Reaction Hybrid: Akku-Integration und Zielgruppe
Dafür wurde der 500 Wh Bosch-Akku komplett ins Unterrohr gelegt, er verschwindet somit nahezu komplett im Rahmen. Wie zum Beispiel auch Trek ist Cube der Meinung, dass man nicht mit jeder Körpergröße 29-Zoll-Laufräder fahren kann, weshalb man sich für einen sogenannten Size-Split entschieden hat. Die Rahmenhöhen 16 und 18 Zoll kommen auf 650b Laufrädern, alle anderen Rahmenhöhen auf 29-Zoll-Rädern. Die Zielgruppe ist also, genau wie die sechs verschiedenen Rahmenhöhen, breit gefächert. So kann das Bike optimal für den Arbeitsweg mit Gepäckträger und Ständer ausgestattet werden. Wer dagegen den Wald liebt und es gern bunt mag, für den gibt es das Reaction Hybrid HPA SL 500, alternativ auch noch in einem grellen Orange. Außerdem besteht bei allen Reaction Hybrid Modellen die Möglichkeit, eine intern verlegte Vario-Sattelstütze zu montieren. Hochwertig, aber nicht übertrieben, so können wir die Ausstattung des Cube am ehesten beschreiben.
Cube Reaction TM Pro: Testsieger 2024
Das Cube Reaction TM Pro wurde von MTB-News zum besten Trail-Hardtail 2024 gekürt! Ob anspruchsvolle Abfahrten, technische Wurzelpassagen oder schnelle Flowtrails - das Cube Reaction TM Pro Testsieger-Hardtail bietet die ideale Kombination aus Kontrolle, Agilität und Fahrspaß.
Was macht dieses Fahrrad so besonders?
- Trail-Performance auf höchstem Niveau: Die Marzocchi Bomber Z2 Federgabel mit 140 mm Federweg bietet genau die richtige Balance aus Sensibilität und Stabilität.
- Hochwertige Ausstattung für optimale Kontrolle: Mit der Shimano Deore 12-fach Schaltung wechselst du die Gänge präzise und zuverlässig - selbst unter Last.
- Ausgewogene Geometrie für Trail-Spaß pur: Die Trail Motion Geometry sorgt für eine ideale Sitzposition: nicht zu extrem, aber genau richtig für dynamische Trails.
Sinnvolle Upgrades und Rahmengröße
Dieses Hardtail-Mountainbike kommt bereits mit einer erstklassigen Ausstattung. Wer noch mehr Performance will, kann auf leichtere Laufräder oder einen anderen Lenker setzen. Dank der zwei Laufradgrößen (27.5″ und 29″) gibt es für jede Körpergröße die passende Variante. Wer ein wendiges Mountainbike für technische Trails sucht, fährt mit der 27.5″-Version gut.
Pflegehinweise
Ein gut gepflegtes Hardtail hält länger. Das CUBE Reaction TM Pro ist die perfekte Kombination aus starker Performance, hochwertiger Ausstattung und exzellentem Handling.
Cube Reaction Hybrid ONE 750: Ein solider Allrounder
Die CUBE Entwickler haben mit dem REACTION HYBRID ONE 750 einen soliden Allrounder geschaffen. Auch wenn das E-Mountainbike mit der schwachen Federgabel und den einfachen Bremsen eine schwache Flanke offenbart, bleibt es dank des ausgezeichneten Motors, der überragenden Reichweite und der guten Geo ein breit einsetzbares Gefährt. Shimano BR-MT200, Hydr.
Cube Reaction TM One: Preiswertes Trailhardtail
Cube stellt mit seinem neuen Reaction TM One vor allem ein Argument für Trailhardtails ins Rampenlicht: Den Preis. Cube schießt mit seinem neuen Trailhardtail den Vogel ab. Denn für 1100 € liefern die Bayern ein Trailhardtail, dem auf den ersten Blick nichts fehlt. Und das ist wohl für die allermeisten das ausschlaggebende Kaufkriterium. Verdammt sexy für 1100 €.
Viele, vor allem junge Biker träumen von einem Fully zum Trails shredden. Denn das Cube Stereo One 22 Fully gibt es zwar ab 1999 €, also etwas weniger als den doppelten Preis. Unter 2000 € wird es verdammt schwer, ein Fully mit gleichem Einsatzbereich und ähnlicher eleganter Optik zu finden. Viele träumen von Fullys wie dem Stereo One22. Aber vollgefederte Bikes kosten mindestens doppelt so viel.
Rahmen und Gewicht
Trotz Kampfpreis lässt sich Cube bei der Qualität und Optik des Rahmens nichts nachsagen. Hier hat sich in der Alu-Verarbeitung in den letzten Jahren wirklich nochmal einiges getan. Cube weiß es, die neuesten Entwicklungen beim Schweißen von Alu-Rahmen perfekt umzusetzen. Das geschraubte BSA-Tretlager und die Zugverlegung durch das Unterrohr bzw. Details wie die stabil abgestützte Direkt-Mount-Bremsaufnahme am Hinterrad, die ab Werk für eine 180er-Scheibe vorbereitet ist, oder das Gusset im Sitzrohrbereich zeigen, dass man bei Cube die Bedürfnisse der Zielgruppe endlich ernst nimmt. Der Rahmen macht einen deutlich stabileren Eindruck als der alte Reaction TM Rahmen. Mit 15,5 Kilo ohne Pedale ist das Bike für ein Hardtail schwer.
Reifen und Schaltung
Die Schwalbe-Reifen haben massiv Grip und mit ihrer doppelten Karkasse auch den Pannenschutz, den man sich für ein Trailhardtail vorstellt. Aber sie drücken mit über 1300 Gramm pro Reifen auch ordentlich auf die Waage. Hinzu kommt, dass man die Reifen mit ihrem Drahtkern auch nur mit Schlauch und nicht Tubeless fahren kann. Das ist richtig üppig und das macht das Bike beim Antreten oder im Uphill auch spürbar behäbig. Das Gute an der Sache ist aber auch, dass man hier im Nachgang relativ leicht tunen kann. Denn wenn man den ersten Satz Reifen mal runtergefahren hat, lassen sich mit einem Budget von 80 - 100 € schnell mal ein Kilo Gewicht sparen, ohne dass man an Grip oder Pannenschutz eingebüßt.
Hochwertige Mountainbikes sind in der Regel mit Shimano Schaltungen oberhalb des Deore Niveaus (Deore, SLX, XT oder XTR) oder eben Sram Schaltungen ausgestattet. Die verbaute Cues Schaltungen sortieren sich vom Qualitätsniveau unterhalb der Deore Gruppe ein. Shimano versucht dabei mit nur zehn Ritzeln an der Kassette einen niedrigeren Preispunkt zu realisieren. Dennoch soll die Gruppe den Geländespaß abkönnen. Das liegt vor allem daran, dass die Schaltung pro Gangwechsel auch größere Sprünge machen muss. Denn mit nur zehn Ritzeln fallen die Gangsprünge größer aus als bei einer Schaltung mit 12 Ritzeln. Und das, obwohl die Gangspreizung mit der Kassette mit 11 -48 Zähnen sogar deutlich kleiner ausfällt. Im Großen und Ganzen funktioniert die Schaltung zuverlässig und auf einem Niveau, das für den Mountainbike-Einsatz ok ist. Bei Schaltperformance und Bandbreite muss man sich aber bewusst sein, dass teure Optionen mehr drauf haben.
Bremsen und Federgabel
Bei den Bremsen lässt Cube nichts anbrennen. Der 4-Kolben-Magura-Bremssattel am Vorderrad ist in Kombination mit der 203 mm großen Scheibe einer der stärksten Stopper, die man sich vorstellen kann. Die Anlage im Heck ist etwas schwächer, aber immer noch absolut ausreichend. Cube investiert hier an der richtigen Stelle. Die SR Suntour Federgabel hat nicht den Ruf einer Rock Shox oder Fox Gabel, funktioniert aber auf dem selben Niveau wie die günstigen Gabeln der Marktführer im Highend Segment.
Wichtig ist vor allem, dass die Gabel mit einer Luftfeder, und nicht mit einer Stahlfeder arbeitet. So manche Gabel in diesem Preissegment macht das nämlich noch. Die Luftfeder hat den Vorteil, dass ich mit einer einfachen Gabelpumpe die Federhärte an mein Körpergewicht oder meine Vorlieben auf dem Trail anpassen kann. Außerdem ist sie deutlich leichter als die Stahlfedergabel. Die Zugstufe ist einstellbar und sogar die Druckstufe, also die Einfedergeschwindigkeit, lässt sich mit 7 Klicks leicht feintunen. Wobei der letzte Klick hier oben am rechten Gabelholm im Lockout endet und die ersten 2-3 Klicks kaum eine Wirkung haben. Vor allem bei großen schnellen Schlägen bauen hochwertigere Gabeln die Energie besser ab. Da erreicht man mit dieser sowie den meisten anderen Gabeln in dieser Preisklasse schneller den Zustand, dass sie durchschlagen. Und bei ganz schnellen Schlagabfolgen halten diese hochwertigeren Gabeln den Kontakt zum Boden etwas besser.
Geometrie und Handling
Bei der Geometrie geht Cube endlich den richtigen Weg. Mit dem neuen Rahmen ist Cube im Trailhardtail Game angekommen. Mit dem 65 Grad Lenkwinkel trifft man den Nagel auf den Kopf. Eine Sache muss man bei der Geometrie betonen. Mit den Größen XS und S hat man selbst als kleiner, vielleicht noch nicht ausgewachsener Mensch, zwei Rahmengrößen zur Auswahl. Das ist absolut sinnvoll. Das Gewicht ist ein Thema bei dem Bike und mit den kleinen Laufrädern wird es einfach noch einmal circa ein halbes Kilo leichter. So lässt es sich, auch für leichte Fahrer, besser handhaben. Ab der Größe M hat das Reaction TM 29er-Laufräder. Das Bike ist nicht super quirlig, sondern schlägt sich tendenziell eher auf die laufruhige Seite.
Das Zusammenspiel aus den soliden Reifen, der gelungenen Geo und den Bremsen schafft es selbst dann, wenn es richtig knifflig wird, ein sicheres Fahrgefühl aufzubauen. Für 400 € mehr liefert Cube das Reaction TM Pro. Das Bike hat denselben Rahmen, ist aber besser ausgestattet und wiegt über 1 Kilo weniger. Achtung: Die Reaction Bikes ohne den Modellzusatz TM haben zum Verwechseln ähnliche Modellnamen, mit nur 100 mm Federweg aber eine ganz andere Ausrichtung.
Cube liefert für 1100 € genügend Mountainbike, um den Sport in seiner vollen Bandbreite, von leichten Hometrails bis zu den Killer Trails von Finale auszuüben. Unterm Strich ist es aber ein Paradebeispiel dafür, wie einst hochpreisige Technologien mittlerweile in bezahlbaren Preisregionen angekommen sind.
Cube Reaction C:62 Pro im Detail
Cube Reaction - diese Worte stehen in Deutschland regelmäßig auf den Rechnungen der Fachhändler. In unserer Test-Serie zu aktuellen Topseller-Bikes nehmen wir die Erfolgsstrategie von besonders stark nachgefragten Modellen auseinander. Dass sich Mountainbikes von Cube blendend verkaufen, ist kein Geheimnis. Allen voran die Hardtails der Reaction-Serie. Diese erhielten vor wenigen Wochen ein umfangreiches Update-Paket und beabsichtigen an alte Erfolge anknüpfen. BIKE wollte herausfinden, was das XC-Hardtail von Cube zum Verkaufsschlager macht und lud das Reaction C:62 Pro für 1999 Euro zum Test.Ein zeitloser Klassiker: Das Cube Reaction C:62 ist der Inbegriff eines cleanen, bezahlbaren Carbon-Hardtails.
Carbon-Hardtails mit Shimano-XT-Ausstattung waren lange Zeit ein solides Fundament des Mountainbike-Sports. Fast jeder Biker hatte mal eines im Keller. Nicht unwahrscheinlich, dass dieses dann den Reaction-Schriftzug trug, denn Cubes preiswerte Hardtail-Linie ist auf dem deutschen Markt einer der Klassiker schlechthin. Genau wie im XC-Profi-Zirkus, sind auch im Hobby-Alltag viele Abnehmer über die Zeit immer anspruchsvoller geworden. Um die Erfolgssträhne des Reaction nicht abreißen zu lassen, schärft Cube für 2025 dessen Profil. Eine integrierte Sattelklemme und eine semi-integrierte Zugverlegung mit Eintritt durch den Steuersatz sparen am Kohlenstoff-Rahmen einige Gramm. Auch eine aufgefrischte Geo soll das im Twin-Mold-Verfahren gefertigte Chassis näher an die Spitze der Produktpalette rücken. Mit knapp unter 2000 Euro will das Pro-Modell vor allem ambitionierte Einsteiger und preis-leistungsbewusste Racer abholen. Bleibt das neue Reaction seinen beliebten Wurzeln treu?
Details zum Cube Reaction C:62 Pro
- Preis: 1999 Euro
- Einsatzbereich: Crosscountry / Marathon / Tour
- Federweg: 100 mm
- Laufradgröße: 29”
- Rahmenmaterial: Carbon
- Gewicht: 10,6 kg
- Vertriebsweg: Fachhandel
- Garantie: 3 Jahre
- Maximales Systemgewicht: 115 Kilo
- Besonderheiten: C:62-Carbonrahmen, integrierte Sattelklemme
Ausstattung
- Gabel: Rockshox SID SL Base
- Schaltung / Bandbreite: Shimano XT / Deore / 510 %
- Bremsen: Shimano XT / 180/160 mm
- Laufräder: Newmen Performance 30
- Reifen: Schwalbe Racing Ray / Racing Ralph Performance Addix TLR 29 x 2,25
- Sattelstütze / Durchmesser: Newmen Evolution / 27,2 mm
Das neue Cube Hardtail im Praxis-Test
Gut, dass Cube-Kunden die Beratung eines Händlernetzes in Anspruch nehmen können, denn die Wahl der passenden Rahmengröße hat beim Reaction Hardtail ihre Tücken. In L fällt das Sitzrohr kurz. Zur Größe XL klafft jedoch ein Abstand von vollen sechs Centimetern. Ohne Dropper-Post lassen sich die Vorteile eines kurzen Sitzrohres ohnehin kaum nutzen. Obwohl das Reaction seinen Fahrer mit einem tiefen Tretlager gut im Rahmen integriert, fühlt es sich in steilen Abfahrten nicht zu Hause.
Selbstvertrauen spenden dem Piloten des Cube Hardtails im Downhill zwar das 760 Millimeter breite Cockpit mit guten Griffen und die starken Shimano-Bremsen, leider spezifiziert Cube aber Schwalbe Reifen in der einfachen Performance-Variante. Grip und Eigendämpfung sind knapp bemessen. Die preiswerte Rockshox SID Base schont die Handgelenke bei größeren Schlägen, ignoriert aber feine Vibrationen und bietet schnellen Racern zu wenig Paroli in Form einer kontrollierten Dämpfung. In seichtem Gelände gefällt das reaktive Handling des Hardtails. Dank moderatem Lenkwinkel werden Lenkimpulse blitzschnell umgesetzt. Zudem lässt sich das Bike leicht vom Boden lupfen.
In der Ebene rollt das leichte Cube Reaction zügig voran. Die Sitzposition fällt sportlich aber nicht extrem aus. Im dick gepolsterten Sattel überstehen auch Einsteiger ihre ersten längeren Touren. Mit der Alu-Stütze fällt der Sitzkomfort trotz langem Auszug nur mittelmäßig aus. Für den Zwischensprint lässt sich die Federgabel vom Lenker aus blockieren. Auch bergauf trüben die günstigen Reifen das Gesamtbild. Im Wiegetritt erzeugt der schmale Karkassenaufbau auf den breiten Felgen ein unharmonisches Fahrgefühl. Schrauben sich die Rampen in den Himmel, muss der Fahrer wegen der super kurzen Kettenstreben viel Gewicht nach vorne bringen, um effizient zu klettern.
Aus dem Testlabor
BIKE betreibt einen beispiellosen Aufwand zur Vermessung von Mountainbikes. Im Testlabor nehmen wir nicht nur unsere eigene Geometrie-Vermessung vor, sondern ermitteln auch die Seitensteifigkeit des Rahmens getrennt für das vordere Rahmendreieck inklusive der verbauten Gabel (vorne) und dem Hinterbau (hinten). Das Gesamtgewicht versteht sich ohne Pedale, das Laufradgewicht pro Satz mit Reifen, Kassette und Bremsscheiben. Für den Messwert der Laufradbeschleunigung gilt: je niedriger, desto leichter zu beschleunigen.
- Gesamtgewicht: 10,61 kg ohne Pedale
- Gewicht Laufräder: 4441 g
- Beschleunigung Laufräder: 3235 kg x cm²
- Sitzkomfort: 8,4 mm
Fazit zum Cube Reaction C:62 Pro
Um erste Race- und Touren-Luft zu schnuppern, ist das neue Cube Reaction mit dem ästhetischen Carbon-Rahmen genau die richtige Wahl. Solange Steigung und Gefälle moderat bleiben, macht das wendige Hardtail Laune. Carbon-Hardtails gibt es viele. Das Cube Reaction wird im üppigen Angebot aber als eine der attraktivsten Alternativen gehandelt.
Cube Phenix und Reaction: Ein Vergleich
Mit dem Cube Phenix hat Deutschlands größter Bike-Hersteller im Sommer 2024 bereits ein neues High-End-Hardtail in die Läden gebracht. Jetzt runden die Bayern von Cube ihr Angebot in diesem Segment mit dem Cube Reaction preislich nach unten ab. Denn während es die Phenix-Modelle erst ab 5399 € gibt, sind die Reaction Carbon Hardtails schon unter 2000 € erhältlich. Weiterhin gibt es auch Reaction Alu-Modelle für unter 1000 €, wobei diese eher für den alltäglichen Gebrauch und nicht primär für den sportlichen Einsatz konzipiert wurden.
Spannend ist der Ansatz, dass die Reaction Carbon Modelle den teuren Phenix-Hardtails absolut ähnlich sehen, aber dennoch eine ganz eigenständige Geometrie haben. Der Unterschied zu den Phenix Topmodellen wird schon in der Größenauswahl deutlich. Denn während es das Phenix nur in 4 Größen gibt, ist das Reaction C:62 in 6 Größen von XS bis XXL erhältlich. Die kleinste Größe XS rollt auf kleinen 27,5 Zoll Laufrädern. Erst ab der Größe S kommen 29er-Reifen zum Einsatz. Ein längeres Steuerrohr und ein kürzerer Hauptrahmen machen die Sitzposition des Reactions deutlich aufrechter als beim Phenix. Mit einem 100 mm langen Vorbau (ab Größe L) entscheidet man sich gegen den Trend, das Handling auch bei Cross Country Bikes direkter zu gestalten.
Natürlich drängt sich der Vergleich zwischen Cube Phenix und Reaction auf. Und wir haben diesen Vergleich auch für euch angelegt. Aber in den wenigsten Fällen wird das eine reale Kaufentscheidung sein. Denn das günstigste Phenix und das teuerste Reaction trennen über 2000 € Preisunterschied. Realistischer ist es wohl eher, dass man sich zwischen dem Cube Reaction und einem Bike eines anderen Herstellers entscheidet.
Alternativen zum Cube Reaction
Deshalb haben wir uns entschieden, hier verschiedene Carbonhardtails in der Preisklasse um 3000 € aufzuführen. Ebenfalls mit klassischem 100 mm Konzept ist hier das Scott Scale oder auch das Orbea Alma immer einen Blick wert. Meridas Big Nine gibt es bereits ebenfalls für unter 3000 €. Spannender ist jedoch fast der moderne Ansatz, den Rose mit dem PDQ oder auch Mondraker mit dem Chrono Carbon DC verfolgen. Denn beide Bikes kommen mit 120 mm Federweg und einer Teleskopstütze ab Werk. Damit haben sie einen deutlich breiteren Einsatzbereich.
Das Cube Reaction C:62 Carbon Hardtail ist bei Geometrie und Ausstattung deutlich weniger Richtung Rennsport getrimmt als die Phenix-Modelle. Auch wenn die Optik gleich ist, will man mit der aufrechteren Sitzposition eher Tourenfahrer ansprechen. Mit der starren Stütze und den 100 mm Federweg entscheidet man sich dennoch für ein klassisches Konzept, das den Leichtbau vor die Geländegängigkeit stellt.
Cube Reaction C:62 One: Das sportlichste Bike im Test
Das Cube Reaction ist das mit Abstand sportlichste Hardtail in diesem Vergleich. Bei einem Preis von 1499 Euro schafft es der Gigant aus Waldershof sogar, einen leichten Carbon-Rahmen zu spezifizieren. Mit 1254 Gramm ist der C:62-Rahmen nicht nur extrem leicht, sondern auch der einzige aus Kohlefaser unter der versammelten Alu-Konkurrenz. Das passt zur Cross-Country-Attitüde des Cubes und macht den Racer um 1,2 Kilo leichter als den nächstbesten Verfolger. Auch der Sitzkomfort des Rahmens liegt in einem guten Bereich. Doch auch ein Branchenriese wie Cube kann nicht zaubern, weshalb die Ausstattung mit einer Sram-SX/NX-Schaltung und der SR-Suntour-Gabel eher mager ausfällt.
Fazit zum Cube Reaction C:62 One
Das Cube Reaction C:62 ist nicht nur das leichteste, sondern gleichzeitig auch das sportlichste Bike im Test. Damit ist es prädestiniert für den Cross-Country-Einsatz. Bergab gibt es allerdings stärkere Hardtails.
Technische Daten zum Cube Reaction C:62 One
- Preis: 1499 Euro
- Rahmenmaterial: Carbon
- Rahmengröße: S / M / L / XL / XXL (getestet 47 cm)
Messwerte
- Gewicht o. Pedale: 11,23 kg
Ausstattung
- Gabel: SR Suntour Raidon 32 R Remote
- Kurbel: Sram SX Eagle
- Schaltung: Sram SX Eagle / NX Eagle 1 x 12
- Übersetzung / Bandbreite: 32; 11-50 / 454 %
- Bremsanlage / Disc (vorne / hinten): Magura MT Thirty / 180 mm / 160 mm
- Sattelstütze / Ø: Cube Performance / 27,2 mm
- Laufräder: Sunringlé Answer Atac AM
- Reifen: Schwalbe Racing Ray / Ralph Addix Performance TLR 29 x 2,25
Die BIKE-Messwerte stammen aus der BIKE-Labormessung.
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