Cube Fahrräder im Test: Ein umfassender Überblick

Wenn sich Menschen ein neues Fahrrad zulegen, sind sie häufig hinsichtlich des Fahrradtyps entweder schon festgelegt oder noch völlig unsicher. Unser Lucky Bike Mitarbeiter Guido hat das Cube Curve Pro getestet und schildert nachfolgend seine Eindrücke. Unser Testmodell kommt in einem dezenten mattschwarz mit blauen Akzenten daher, wer es auffälliger mag kann das Curve auch in knallrot bekommen.

Cube Curve Pro im Detail

Oft ist zum Beispiel ein Trekkingrad zu konventionell und bieder, ein MTB zu sportlich und zu wenig alltagstauglich und dem schicken Singelspeeder fehlt halt dann doch irgendwie die Schaltung. Das Konzept verspricht einen ordentlichen Funfaktor, lediglich Steckbleche, Beleuchtung und ein Ständer sollten zugunsten der Alltagstauglichkeit nachgerüstet werden. Bei der ersten Testfahrt geht es zunächst auf die Straße. Die Sitzposition ist sportlich moderat, ohne zuviel Druck auf die Handgelenke zu bringen.

Die Ausstattung ist zwar nicht Top-End, lässt aber kaum Wünsche offen. Das Bike kommt mit einer Suntour NEX HLO Federgabel mit Lock-Out Funktion und hydraulischen Tektro Auriga Scheibenbremsen. Antrieb und Schaltkomponenten stammen allesamt aus dem Hause Shimano, wenn auch nur aus der Einsteigergruppe. Das Shimano Acera Schaltwerk wird gepaart mit einem Altus Umwerfer, Altus Shiftern und Altus Kurbelgarnitur. Für die Geländetauglichkeit sorgen Schwalbe Smart Sam Reifen in den Abmessungen 28×1,55 Zoll. Mehr ist an dem Cube Curve Pro auch schon fast nicht dran, was sich auch in dem Gewicht von 13,9kg widerspiegelt.

Auf Anhieb negativ fallen einzig die billig wirkenden Griffe auf, die keinerlei Handballenauflage oder ähnliches bieten, hier hat Cube bei den hochpreisigen Modellen doch deutlich ergonomischere verbaut. Lange Fahrten können bei schlecht gepolsterten Lenkergriffen zu Taubheitsgefühl in den Fingern führen. Das Curve Pro verleitet durch sein Konzept eindeutig zum Schnellfahren, lediglich die Stollenreifen zügeln den Vorwärtsdrang und die Schräglage auf dem glatten Asphalt. Nach 20 Minuten erreichen wir den Waldrand des heimischen Mittelgebirges, dank ordentlicher Übersetzung werden stärkere Anstiege problemlos genommen.

Weiter geht es mit der ersten unbefestigten Passage. Auch auf Schotter bleibt das Curve in der Spur, allerdings wird auch der Gleichgewichtssinn des Fahrers gefordert, etwas breitere Reifen wären hier hilfreich. Links geht es ab auf den Höhenzug in Form eines waschechten Waldweges. Nun muss das Cube beweisen, wie geländetauglich es ist. Baumwurzeln und Pfützen stellen keine großartigen Hindernisse dar, mit etwas Geschick kommt man zügig voran. Im angrenzenden alten Steinbruch ist dann allerdings Schluss, größere Steine und morastige Passagen sind dann doch eine Nummer zu groß für das Cube Pro. Ein Crossrad ist halt doch kein Mountainbike.

Aufgrund der Sitzposition, der Reifenbreite und dem begrenzten Federweg der Gabel sind der Geländetauglichkeit letztendlich Grenzen gesetzt. Das Cube Curve Pro ist ein Funbike, das auch abseits befestigter Wege gut zurecht kommt. Das Preis- Leistungsverhältnis geht völlig in Ordnung, die Ausstattung ist dem Preis angemessen. Zu kritisieren gibt es abgesehen von den Griffen nur wenig. Die Fahreigenschaften sind einwandfrei, in leichtem Gelände fühlt sich das Rad sehr gut an. Dass letztlich jedem Rad Grenzen gesetzt sind, ist nicht dem Cube Curve Pro anzulasten.

Cube Attain Race im Test

Roadbike hat 5 neue Rennräder getestet. Darunter auch das Cube Attain Race. Wie alle Rennräder von Cube wird auch das günstige Attain Race mit Disc-Bremsen ausgeliefert. Die mechanischen TRP Spyre meistern ihre Aufgabe souverän, wenn auch größere Handkräfte als bei einer hydraulischen Scheibenbremse erforderlich sind und das Set-up etwas aufs Gewicht drückt.

Schade, denn der Rahmen des Attain überragte im RB-Labor alle Mitbewerber - mit niedrigem Rahmengewicht und sehr guten Werten bei den Steifigkeits- und Komfortmessungen. Keinem anderen Modell im Test gelingt das ähnlich souverän. Aber auch sonst zeigt sich das Konzept des Attain ausgesprochen stimmig: Dank kurzem Reach sitzt es sich darauf eher aufrecht-kompakt, ganz so wie es einem aktuellen Endurance-Renner entspricht. Dazu passt die Ausstattung mit Shimanos überzeugender Tiagra-Gruppe. Weiteres Plus: Cube montiert eine Kassette mit 34er-Ritzel, auch steile Anstiege werden so nie zum Problem.

Der längere Radstand sorgt zudem für angenehme Laufruhe, was sich vor allem bergab positiv bemerkbar macht. Bergauf und bei schnellen Antritten bremsen die mit fast 4000 Gramm vergleichsweise schweren Laufräder das Temperament des Cube aber spürbar aus.

Fazit: Das Cube Attain Race überzeugt als schlüssig konzipierter Langstrecken-Renner, sein Rahmen ist leicht, steif und komfortabel. Nur die Laufräder sind schwer.

Cube Nuroad C:62 im Gravel-Bike Test 2025

Wir haben das neue Cube Nuroad C:62 für unseren Gravel-Bike Test 2025 ausgewählt, weil es verspricht, ein echtes Allround-Talent zu sein. Die Oberpfälzer setzen auf einen komplett neu entwickelten Carbon-Rahmen, der mit 1.150 Gramm deutlich leichter als der Vorgänger ist und gleichzeitig Platz für bis zu 50 mm breite Reifen bietet. Beim ersten Blick auf das Cube Nuroad C:62 fällt sofort die saubere Verarbeitung des C:62-Carbonrahmens auf.

Die Geometrie bleibt bewusst konservativ: Mit einem Stack-to-Reach-Verhältnis von 1,47 (Größe M) positioniert sich das Nuroad zwischen sportlich und komfortabel. Auf Asphalt: Das Nuroad läuft dank der 45 mm Continental Terra Trail-Reifen erstaunlich leichtläufig. Die Aerodynamik ist zwar nicht rennradtypisch, aber für ein Gravel-Bike mehr als ordentlich.

Hier zeigt das Nuroad seine wahren Stärken. Die Kombination aus komfortabler Sitzposition, dämpfender Carbon-Sattelstütze und dicken Reifen schluckt auch grobe Schläge mühelos. Auf Waldwegen und leichten Trails überzeugt das Nuroad mit seinem berechenbaren Fahrverhalten. Die SRAM Rival AXS mit „Mullet"-Setup (Straßen-Schaltgriffe mit MTB-Schaltwerk) ist eine clevere Lösung. Die 10-52 Kassette bietet extreme Bergübersetzungen, die elektronische Schaltung funktioniert unter allen Bedingungen tadellos.

Laufräder: Die Newmen Advanced G.34 Carbon-Laufräder sind ein echtes Highlight. Mit 25 mm Innenweite sind sie vielseitig einsetzbar, die Hookless-Bauweise spart Gewicht. Cockpit: Der neue Newmen Carbon-Lenker mit 42 cm Breite (an den Hoods) und geringem Drop (10 cm) bietet eine komfortable Griffposition. Bremsen: Die SRAM Rival-Bremsen mit 160/140 mm Scheiben bieten ausreichend Power für alle Gravel-Einsätze.

Cube setzt beim Nuroad weiterhin auf klassische Bikepacking-Lösungen. Schutzbleche und Gepäckträger lassen sich problemlos montieren, die Befestigungspunkte sind hochwertig ausgeführt.

Das Cube Nuroad C:62 überzeugt durch seine durchdachte Konzeption als echtes Allround-Gravel-Bike. Der leichte Carbon-Rahmen bietet hervorragenden Komfort ohne Einbußen bei der Steifigkeit. Die großzügige Reifenfreiheit und die solide Verarbeitung machen es zu einem langlebigen Begleiter. Besonders das Preis-Leistungs-Verhältnis ist herausragend - vergleichbare Räder kosten bei anderen Herstellern oft mehrere hundert Euro mehr.

Das Cube Nuroad C:62 ist ein gelungenes Gravel-Bike, das keine spektakulären Innovationen bietet, aber alle wichtigen Punkte richtig macht. Du suchst ein vielseitiges Gravel-Bike, das sowohl für sportliche Touren als auch für entspannte Bikepacking-Ausflüge taugt? Du legst Wert auf Qualität und Zuverlässigkeit ohne astronomische Preise? Dann ist das Nuroad C:62 eine ausgezeichnete Wahl.

Unser Testurteil: Das Cube Nuroad C:62 ist ein echter Geheimtipp im Gravel-Bike Test 2025. Es zeigt, dass man für ein erstklassiges Carbon-Gravel-Bike nicht unbedingt 5.000 Euro oder mehr ausgeben muss. Es ist vor allem das stabile, souveräne Fahrverhalten, das die Tester sofort für das Cube einnimmt.

Cube Touring One im Test

Es ist, in anderer Farbstellung, derselbe Rahmen, der in der gesamten Touring-Serie, also auch in den teureren Modellen, verwendet wird. Das Cube Touring One ist durch günstigere Komponenten spürbar schwerer als seine höherwertig ausgestatteten, teureren Geschwister. Mit gut 17 Kilo liegt es aber noch in einem Bereich, mit dem gut umzugehen ist.

Man sitzt leicht aufrecht, dabei stets entspannt und bequem, der breite Lenker steht leicht über Sattelniveau und liegt gut in der Hand. Ein massiver Verstellvorbau ermöglicht eine bis zu 90 Millimeter höhere Lenkerposition, falls erwünscht. Durch die solide Auslegung aller Komponenten bleiben der stark belastete Lenkkopf und das Cockpit des Cube Touring One ruhig und verwindungsfrei. Großvolumige, profilierte Rahmenrohre mit sauber gelegten Schweißnähten machen den Rahmen verwindungssteif und fahraktiv.

Die farblich passend lackierte, einfache Federgabel mit Stahlfedern, -stand- und -schaftrohren bringt mit ihrem relativ hohen Gewicht eine gewisse Lenkträgheit ins Spiel. Doch sie arbeitet, zumindest im Neuzustand, so unauffällig und effizient wie die solide konstruierte Teleskop-Sattelstütze mit Stahlfederdämpfung unterm Tester-Hinterteil. Ruppige Schotterstrecken oder Kopfsteinpflaster bewältigt das Cube Touring One, ohne seinen Fahrer oder die Fahrerin allzu sehr durchzurütteln. Dazu tragen auch die großzügig breiten 47-Millimeter-Reifen von Schwalbe bei. Ihr Blockprofil läuft ruhig auf geteerten Fahrbahnen, liefert aber auch auf Schotterstrecken zuverlässigen Seitenhalt und Vortrieb.

Mit einer Dreifach-Kurbel und einem Achter-Ritzelpaket bietet die Kettenschaltung eine Übersetzungsbandbreite von 492 Prozent - genug, um auch in hügeligem, sogar bergigem Terrain immer einen passenden Gang zu finden.

Einschränkungen gegenüber höherwertigen Schaltungen findet man an der Kurbel: Die drei Kettenblätter sind miteinander vernietet statt verschraubt und fest mit der Kurbel verpresst. Zwar nutzen sich die Stahl-Zahnräder nicht so schnell ab wie die teureren Alu-Blätter. Im Verschleißfall muss man jedoch den kompletten Kurbelsatz anstelle einzelner Kettenblätter tauschen. Die Kassette bietet drei Gänge weniger als aktuelle Top-Trekking-Gruppen. Der Übersetzungsumfang reicht aus, doch die einzelnen Gangsprünge sind größer als bei höherwertigen Schaltgruppen.

Quer über alle Modellvarianten hinweg verwendet Cube am Touring One dieselben schwingungsarmen Hausmarken-Schutzbleche, standfeste Hinterbau-Ständer und einen voll reisegepäcktauglichen Gepäckträger. Hier ist man also auf Augenhöhe mit deutlich teureren Modell-Versionen. Einzig Nabendynamo und Frontleuchte stammen aus billigerer Quelle. Letztere bietet ein zwar schmales, aber auch auf unbeleuchteten Straßen brauchbares Leuchtfeld.

Die günstige Schaltung bringt neben Mehrgewicht gröbere Gangsprünge, weniger feine Bedienbarkeit und leicht erhöhten Wartungsaufwand mit sich. Doch insgesamt überwiegen positive Faktoren, die hohen Nutzwert in Alltag, auf Touren und Reise bieten.

Vor- und Nachteile des Cube Touring One

  • Plus: Ausgereifter Rahmen; hohe Stabilität und Fahrsicherheit; sehr hohe Vielseitigkeit
  • Minus: Kettenschaltung mit großen Gangsprüngen; Kettenblätter nicht einzeln austauschbar; relativ schwer

Fazit zum Cube Touring One: Trotz notwendiger Händlermarge besteht die Fachhandelsmarke Cube im Wettbewerb mit Direktvertriebs-Anbietern: Das Basismodell Touring One profitiert von Konzept und Technik seiner teureren Schwestermodelle.

Cube Nuroad mit Alltagsausstattung

Auch für Cube ist das Nuroad mit Alltagsausstattung eine Erfolgsgeschichte. Zwei Versionen des Alu-Gravelbikes bietet der Hersteller aus Waldershof in dieser Saison an, die günstigere Variante gibt es schon für 999 Euro. Mit Achtfach-Schaltung und mechanischen Scheibenbremsen wäre sie in diesem Testfeld allerdings nicht konkurrenzfähig. Ganz anders sieht das bei der getesteten Top-Variante aus, die immer noch das günstigste Rad im Vergleich stellt. Sie gehört nach Noten aber zu den Gewinnern.

Der nicht zu schwere Alu-Rahmen glänzt mit unerschütterlicher Laufruhe, außerdem bringen ordentliche Komfortwerte und der moderne Zwölffach-Antrieb die entscheidenden Punkte gegenüber der Konkurrenz. Von der etwas fummeligen Sattelstützenklemmung abgesehen, ist das Rad wohltuend simpel aufgebaut.

Das Nuroad bringt alles an Zubehör mit, was an ein Alltagsrad gehört, auch ein stabiler Seitenständer ist an Bord. Alles kommt von der Eigenmarke Acid, doch nicht das gesamte Zubehör kann überzeugen. Kritikwürdig sind die Schutzbleche, weil sie für die verbauten 40-Millimeter-Gravelreifen etwas zu schmal ausfallen. Bei Mistwetter spritzt immer etwas Wasser an den Blechen vorbei. Etwas schmalere Straßenreifen würden daher besser zu dem Rad passen.

Das minimalistische Rücklicht im Schutzblech ist von der Seite kaum zu sehen, weil es vom Gepäckträger verdeckt wird, zusätzliche Strahler oder Reflexstreifen fehlen. Auch die Befestigung des eigentlich guten Frontscheinwerfers am Lenker finden wir nicht optimal. Der Träger nimmt nur Seitentaschen mit Klicksystem auf; obendrauf lässt sich nichts befestigen. Der etwas tiefere Schwerpunkt des Gepäcks wirkt sich aber positiv aufs Fahrverhalten aus. Die eher schlichte Klingel würden wir gleich austauschen.

Cube ACID 240 für Kinder

Ein schickes Design und eine gute Preis-Leistung gehören zur DNA eines jeden Cube Bikes. Etwas günstiger als die SL-Version aber dennoch mit sportlicher Ausrichtung. Das ACID 240 hat seine Berechtigung im Markt. Mit dem ACID 240 lässt sich nicht nur perfekt das Radfahren erlernen, sondern auch bereits in leichtes Gelände abbiegen.

Gewicht & Ausstattung

Federgabeln sind häufig ein Verkaufsargument für Kinder Mountainbikes. Jedoch funktionieren die meisten aufgrund des geringen Gewichts von Kindern nicht immer vernünftig. Auch die SR Suntour Gabel im ACID 240 kann man leider nur in einem gewissen Bereich auf das Körpergewicht des Fahrers anpassen.

Reifen sind ein entscheidendes Bauteil für das Fahrverhalten und den Charakter eines Bikes. Die 2,1 Zoll Impac Reifen haben einen Vorteil: Durch ihr relative hohes Volumen vermitteln sie sowohl im Gelände als auch auf der Straße ein Gefühl von Sicherheit. Kinder haben sehr wenig Kraft in den Händen. Leichtgängige Bremsen erhöhen also die Fahrsicherheit im Gelände und auf der Straße.

Die V-Brakes (Felgenbremsen) sind leicht und technisch extrem simpel. Das ist für Kinder Mountainbikes meist zweckmäßig. In den Punkten Dosierbarkeit und Bremspower sind sie jedoch den Scheibenbremsen unterlegen. Je mehr Ritzel die Kassette hat, desto hochwertiger ist die Schaltung. Mit sieben Gängen erfüllt die Shimano Schaltung am ACID 240 ihren Zweck, lässt aber noch Luft nach oben.

Bikes mit einer hohen Bandbreite haben sowohl einen sehr kleinen, wie auch einen sehr großen Gang parat. Mit 262 % fällt diese beim ACID 240 relativ gering aus. In steileren Anstiegen wird es für Kinder schwer werden die Kurbel noch rum zu bekommen.

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