Cube Rennrad Herren Carbon Test: Ein umfassender Überblick

Um dich bei deiner Kaufentscheidung bestmöglich zu unterstützen, findest du hier Antworten auf wichtige Fragen zu unseren Cube Rennrädern.

Rahmen: Aluminium oder Carbon?

Bei der Rahmen-Wahl solltest du besonderes Augenmerk auf Qualität und gute Verarbeitung legen. Die Kernfrage lautet: Aluminium oder Carbon? Natürlich kannst du auch bei unseren Cube Rennrädern zwischen Aluminium und Carbon wählen.

Kurz und knapp:

  • Gute Rahmen-Qualität wichtig
  • Aluminium-Rahmen v.a. bei Einsteiger- und Mittelklasse-Bikes
  • Carbon-Rahmen v.a. bei High End-Rennrädern

Carbon-Rahmen überzeugen auf vielen Ebenen: Sie sind leicht, bieten eine hohe Steifigkeit und gute Stoßdämpfung. Aluminium-Rahmen haben einen großen Preis-Vorteil und verfügen dank stetig verbesserter Herstellungsverfahren ebenfalls über gute Fahreigenschaften. Gerade im Bereich der Einsteiger- und Mittelklasse-Modelle überwiegen Aluminium-Rahmen. Im High End-Sektor dominieren Carbon-Rahmen.

Generell raten wir bei Rennrädern bis 1500 Euro zu Aluminium-Rahmen, da diese den entsprechenden Carbon-Rahmen qualitativ oftmals überlegen sind.

Schaltung: Welche ist die Richtige?

Ob du dich mit einer bestimmten Schaltung wohlfühlst, hängt stark von deinen Vorlieben und deinem individuellen Fahrstil ab. Nach Möglichkeit solltest du verschiedene Schaltsysteme ausprobieren, ehe du dich für eines entscheidest. Unsere Rennräder von Cube sind i.d.R. mit innovativen Schaltungen von Shimano ausgestattet.

Kurz und knapp: Schaltsystem nach individuellen Vorlieben auswählen Cube Rennräder i.d.R. mit Schaltungen von Shimano ausgestattet.

Elektronische Schaltung: Ja oder Nein?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Vorteilen wie blitzschnellen, präzisen Schaltvorgängen stehen Nachteile wie deutliche Mehrkosten und ein gewisses Zusatzgewicht gegenüber. Auch hier gilt: Teste, ob dir elektronische Schaltsysteme liegen. Bei unseren Cube Rennrädern findest du elektronische Schaltungen (z.B. die Shimano Ultegra Di2 RD-6870) ausschließlich bei High End-Bikes verbaut.

Lenker: Passform und Material

Ganz wichtig bei der Wahl des Lenkers: Er sollte perfekt zu deiner Statur und der Physiognomie deiner Hände passen. Nur so kommst du in den Genuss von hohem Fahrkomfort, was sich vor allem auf längeren Touren auszahlt. Über den Vorbau des Rennrads kannst du deine Sitzposition zusätzlich optimieren.

Kurz und knapp: Beim Kauf auf perfekte Passform achten Optimierung der Sitzposition über den Vorbau.

Beim Material hat Carbon Vorteile gegenüber Aluminium. Carbon-Lenker sind sehr leicht, zudem weisen sie bessere Federungseigenschaften bei Vibrationen auf. Lenker aus Aluminium haben insgesamt etwas schlechtere Eigenschaften, sind dafür aber auch deutlich preisgünstiger. Im hohen Preissegment sind unsere Cube Rennräder mit Carbon-Lenkern (z.B. dem FSA SL-K Compact) ausgestattet.

Laufräder: Höhe und Material

Von ihrer Höhe hängt auch das Gewicht der Felge ab. Daher ist eine 20 mm Felge i.d.R. leichter als eine 40 mm Felge und weist bessere Beschleunigungseigenschaften auf. Die höheren Felgen punkten dagegen im Bereich Aerodynamik. Zudem sind sie stabiler, was sie gerade für größere und schwerere Rennradler attraktiv macht.

Kurz und knapp:

  • Niedrigere Felgen punkten bei Gewicht und Beschleunigung
  • Höhere Felgen punkten bei Aerodynamik und Stabilität
  • Aluminium-Felgen dominieren auch im High End-Bereich

Felgen aus Carbon sind eher selten. Selbst unsere High End-Rennräder von Cube verfügen bis auf wenige Ausnahmen über Aluminium-Felgen. Der Grund: Carbon-Felgen sind zwar leichter, zeigen jedoch gerade bei nasser Straße ein schlechteres Bremsverhalten - ein Nachteil, den erst extrem teure Carbon-Felgen beheben können.

Reifen: Rollwiderstand, Gewicht und Pannenschutz

Grundsätzlich zeichnen einen guten Rennrad-Reifen verschiedene Merkmale aus: Ein geringer Rollwiderstand, ein niedriges Gewicht, ein hoher Pannenschutz. Aber schon die Einsteiger-Rennräder von Cube verfügen über eine zuverlässige Bereifung, z.B. den Conti Ultra Sport 2. Ein kleiner Praxis-Tipp: Achte stets auf den richtigen Reifendruck. Nur so können die Reifen ihre Stärken voll ausspielen.

Kurz und knapp: Wichtige Aspekte: Rollwiderstand, Gewicht, Pannenschutz Reifen sollten stets den richtigen Druck haben Standardbreiten: 23 und 25 mm.

Die Standard-Breite der Rennrad-Reifen beträgt 23 bzw. 25 mm. Letztere begeistern mit einem tollen Rollverhalten. Allerdings bedingt die größere Breite ein gewisses Mehrgewicht. Aber auch hier gilt: Entscheide dich für den Reifen, auf dem du dich am wohlsten fühlst! In unserem Online-Shop findest du Cube Rennräder mit 23 und 25 mm Reifenbreite.

Cube Rennräder: Was sie ausmacht

Der mehrfach ausgezeichnete bayerische Fahrradhersteller Cube gilt schon seit Jahren als einer der bedeutendsten Fahrradproduzenten im Rennrad-Segment. Rennräder von Cube sind hochklassige Straßen-Rennmaschinen, die sowohl für Fahrrad-Enthusiasten als auch für professionelle Rennfahrer bestens geeignet sind. Ein Rennrad von Cube zeichnet sich vor allem aus durch den Einsatz erstklassiger Komponenten in Verbindung mit den neuesten technologischen Verfahren bei der Herstellung von Carbonrahmen.

Diese ideale Kombination aus moderner Herstellungstechnik und qualitativ hochwertiger Komponenten macht ein Cube Rennrad zu einem ultimativen Straßenflitzer.

Der Hersteller Cube teilt seine Rennräder in 4 verschiedene Kategorien ein, die je für unterschiedliche Einsatzszenarien vorgesehen sind.

  • Die Road-Touring Rennräder sind hochwertige Straßenräder für lange Touren und den gelegentlichen Renneinsatz.
  • Die Road-Fitness-Kategorie beinhaltet hochsportliche Straßenräder die sowohl für den Wettkampf als auch für lange und anspruchsvolle Touren optimal geeignet sind.
  • Die Cyclo Cross Rennräder von Cube sind performanceorientierte und progressive Rennmaschinen, die in erster Linien für den Einsatz in Querfeldeinrennen ausgelegt sind und sowohl on-road als auch off-road gefahren werden können.
  • Bei den Road-Wettkampf-Modellen handelt es sich um professionelle, hochperformante Rennmaschinen mit denen Sie für jede Tour und jeden Wettkampf optimal ausgerüstet sind.

Cube Nuroad C:62: Ein Gravel-Bike im Test

Wir haben das neue Cube Nuroad C:62 für unseren Gravel-Bike Test 2025 ausgewählt, weil es verspricht, ein echtes Allround-Talent zu sein. In Zeiten, in denen viele Hersteller ihre Gravel-Bikes entweder in Richtung Rennrad oder Mountainbike verschieben, bleibt Cube seinem bewährten „N=1 statt N+1"-Konzept treu.

Die Oberpfälzer setzen auf einen komplett neu entwickelten Carbon-Rahmen, der mit 1.150 Gramm deutlich leichter als der Vorgänger ist und gleichzeitig Platz für bis zu 50 mm breite Reifen bietet. Beim ersten Blick auf das Cube Nuroad C:62 fällt sofort die saubere Verarbeitung des C:62-Carbonrahmens auf.

Die Geometrie bleibt bewusst konservativ: Mit einem Stack-to-Reach-Verhältnis von 1,47 (Größe M) positioniert sich das Nuroad zwischen sportlich und komfortabel. Auf Asphalt: Das Nuroad läuft dank der 45 mm Continental Terra Trail-Reifen erstaunlich leichtläufig. Die Aerodynamik ist zwar nicht rennradtypisch, aber für ein Gravel-Bike mehr als ordentlich.

Auf Schotter: Hier zeigt das Nuroad seine wahren Stärken. Die Kombination aus komfortabler Sitzposition, dämpfender Carbon-Sattelstütze und dicken Reifen schluckt auch grobe Schläge mühelos. Im Gelände: Auf Waldwegen und leichten Trails überzeugt das Nuroad mit seinem berechenbaren Fahrverhalten.

Die SRAM Rival AXS mit „Mullet"-Setup (Straßen-Schaltgriffe mit MTB-Schaltwerk) ist eine clevere Lösung. Die 10-52 Kassette bietet extreme Bergübersetzungen, die elektronische Schaltung funktioniert unter allen Bedingungen tadellos.

Expertentipp von Lukas: Für die meisten Gravel-Einsätze empfehlen wir die 1-fach-Varianten mit SRAM AXS. Die extreme Bergübersetzung (40/52 Zähne entspricht etwa 1:1) macht selbst steilste Rampen fahrbar. Nur bei häufigen Asphaltpassagen oder Gruppenfahrten ist die 2-fach GRX mit engeren Gangsprüngen die bessere Wahl.

Laufräder: Die Newmen Advanced G.34 Carbon-Laufräder sind ein echtes Highlight. Mit 25 mm Innenweite sind sie vielseitig einsetzbar, die Hookless-Bauweise spart Gewicht.

Cube setzt beim Nuroad weiterhin auf klassische Bikepacking-Lösungen. Schutzbleche und Gepäckträger lassen sich problemlos montieren, die Befestigungspunkte sind hochwertig ausgeführt.

Expertentipp von Lukas: Das Acid-Schutzblech-Set (39,95 Euro) und der Gepäckträger (49,95 Euro) von Cube sind hochwertig verarbeitet und passen perfekt. Mit montiertem Zubehör steigt das Gewicht um etwa 900 Gramm, die Reifenfreiheit sinkt auf 45 mm.

Das Cube Nuroad C:62 überzeugt durch seine durchdachte Konzeption als echtes Allround-Gravel-Bike. Der leichte Carbon-Rahmen bietet hervorragenden Komfort ohne Einbußen bei der Steifigkeit. Die großzügige Reifenfreiheit und die solide Verarbeitung machen es zu einem langlebigen Begleiter. Besonders das Preis-Leistungs-Verhältnis ist herausragend - vergleichbare Räder kosten bei anderen Herstellern oft mehrere hundert Euro mehr.

Die konservative Geometrie mit nur fünf Rahmengrößen führt zu großen Sprüngen zwischen den Größen. Moderne Bikepacking-Lösungen wie 3-Punkt-Gabelbefestigungen fehlen.

Du suchst ein vielseitiges Gravel-Bike, das sowohl für sportliche Touren als auch für entspannte Bikepacking-Ausflüge taugt? Du legst Wert auf Qualität und Zuverlässigkeit ohne astronomische Preise? Dann ist das Nuroad C:62 eine ausgezeichnete Wahl.

Unser Testurteil: Das Cube Nuroad C:62 ist ein echter Geheimtipp im Gravel-Bike Test 2025. Es zeigt, dass man für ein erstklassiges Carbon-Gravel-Bike nicht unbedingt 5.000 Euro oder mehr ausgeben muss.

Cube Agree C:62: Das Endurance-Bike im Detail

Cube positioniert den Bestseller Agree seit jeher am sportlichen Pol der Marathon-Kategorie. Der aero-optimierte Carbonrahmen des aktuellen C:62 - speziell das geschwungene Sitzrohr erinnert ans Wettkampfmodell Litening - gibt eine sportliche Sitzposition vor, womit sich das neue Agree an Radsportler richtet, die gerne auch mal rennmäßig auf dem Rad sitzen können und wollen.

Das Agree ist auch in der Basisversion ein kerniger Geselle. Während das Heck dank Carbonstütze und schlanker Sitzstreben Stöße noch passabel abfedert, wird es am Lenker auf holprigem Terrain ziemlich unruhig. Etwas mehr Federkomfort ließe sich mit breiteren Reifen rausholen, Cube gibt das Agree für bis zu 31 Millimeter breite Pneus frei.

Man sitzt relativ gestreckt auf dem Rad, vergleichbar mit Rädern, die bei anderen Herstellern schon als Wett­kampf-­­Allrounder geführt werden.

Für 2899 Euro bekommt man ein Rad, das künftig mit Shimano-­Komponenten elektronisch (105 Di2 2x12) statt mechanisch (Ultegra 2x11) schaltet. Ein kleiner Makel sind die günstigen Brems­scheiben, die das Potenzial der Bremse nicht ausschöpfen. Unter dem Oberrohr lässt sich dank zweier Gewindeösen eine Transport-­Box befestigen, die bei den teureren Modellen serienmäßig dabei ist. Der begrenzte Lenkeinschlag erschwert den Radtransport beispielsweise im Auto.

Für Rennradler, die weniger mit epischen Radmarathons als mit schnellen Hausrunden und Jedermannrennen lieb­äugeln, ist das Agree eine vergleichsweise günstige Option, um ein noch vielseitiges, aber klar sportliches Marathonrad zu fahren, das eindeutig auf der Straße bleiben will.

Cube Agree C:62 - Ausstattung

Komponente Spezifikation
Antrieb/Schaltung Shimano 105 Di2 (2x12; 50/34, 11-34 Z.)
Bremsen Shimano 105/Shimano Deore (160/160 mm)
Laufräder/Reifen Newmen Performance Road 32/Continental Grand Sport Race 28 mm

Stärken des Cube Agree C:62: attraktiver Preis, steifer Rahmen.

Schwächen des Cube Agree C:62: relativ schwer.

Cube Attain C:62: Allrounder für lange Strecken

Ein Allrounder für lange Strecken und sportliche Ansprüche: Das Cube Attain punktet in der 2025er-Version mit vielfältigen Modellvarianten und hochwertiger Ausstattung. Wer viel Kilometer und dazu Komfort sucht ,könnte beim Cube Attain fündig werden. Hier ist unser ausführlicher Testbericht.

Das 2025er Attain kommt wahlweise mit Aluminiumoder Carbon-Rahmen - in jeweils drei Ausstattungsvarianten. Den Einstieg markiert das Attain Pro mit Alu-Rahmen und Shimano Claris-Schaltung für 899 Euro. Ab 1699 Euro gibt es die Carbon-Variante mit Shimanos mechanischer 105-Gruppe. Ähnlich scharf kalkuliert wie das hier getestete Topmodell ist das C:62 SLX mit elektronischer Shimano 105 Di2-Gruppe für 2499 Euro.

Kantige Rohrquerschnitte, innen verlegte Bremsleitungen, tief angesetzte Sitzstreben und hohe 38-mm-Felgen zahlen auf die Aerodynamik ein. Passend dazu liefert das Heck sehr gute Komfortwerte: 217 Nm/° ermittelte der ROADBIKE-Prüfstand.

Am Cube Attain C:62 SLT lassen sich übrigens bis zu 34 Millimeter breite Reifen montieren. Sprich: genug Reserven, um für ruppige Strecken reifentechnisch noch nachlegen zu können oder den Einsatz gar auf unbefestigte Wege auszuweiten. Auch das Handling dürfte anschlussfähig für viele sein: Das Attain folgt jeder Lenkbewegung, rollt aber immer spurtreu und vorhersehbar. Auch schnelle Abfahrten meistert es souverän und mit stoischer Ruhe.

Das Komplettradgewicht von acht Kilo geht für die Preisklasse mehr als in Ordnung.

Eine bis auf Kette und Kassette komplette Shimano Ultegra Di2-Gruppe an einem 2999-Euro-Renner ist eine Kampfansage an den Markt.

👍 Das gefällt: Kampfpreis ohne Haken, viele Rahmengrößen, gute Laborwerte, positiver Praxiseindruck- ein starker Auftritt!

👎 Das weniger: Meckern auf hohem Niveau: Das Attain C:62 SLT gibt`s nur in Schwarz.

Cube Litening Aero C:68 SLX: Aero-Renner mit Top-Ausstattung

Das Konzept Das erste nach aerodynamischen Gesichtspunkten designte Rennrad stellte Cube bereits 2019 vor. Der Ansatz des lupenreinen Aero-Renners erscheint heute, wo Hersteller zunehmend die Balance aus Gewicht und Aerodynamik suchen, zwar leicht angestaubt. Als Arbeitsgerät von Biniam Girmay, Gewinner des Grünen Trikots bei der Tour de France 2024, konnte das Litening Aero aber beweisen, dass es noch längst nicht zum alten Eisen gehört.

Weil die Marke aus der Oberpfalz nicht alle Fahreigenschaften der Aerodynamik unterordnete, kann das Rad auch sechs Jahre nach seiner Premiere noch gut im Peloton mitrollen. Ohne Übertreibung spektakulär ist der Preis, denn das Cube kostet weniger als die Hälfte dessen, was andere Hersteller für vergleichbare Boliden mit Top-Ausstattung aufrufen.

Zwar stellt Cube das schwerste Rad im Test; vor allem das Rahmen-Set drückt auf die Waage, in Zahlen gefasst mit fast 500 Gramm mehr als das leichteste Chassis (Specialized) im Vergleich. Die Ausstattung mit leichter SRAM-Gruppe und Newmen-Laufrädern mit Carbonspeichen verhindert aber, dass der Abstand zur Konkurrenz zu groß wird.

In der Aerodynamik-Wertung steht das Litening immer noch gut da und landet im vorderen Mittelfeld. Die Position ist stramm sportlich, das Lenkverhalten klassisch direkt. Pfeilschnell ist es auch.

Sehr, sehr viel mehr als bei allen anderen. Das gilt insbesondere für die gezeigte Top-Version, die bis hin zum Powermeter alles mitbringt. Der Preisvergleich mit den Wettbewerbern spricht für sich.

Plus: extrem gutes Preis-Leistungs- Verhältnis.

Minus: schweres Rahmen-Set, knapper Lenkeinschlag.

Preis-Leistungs-Verhältnis bei Cube Rennrädern

Zweitausendneunhundertneunundneunzig. In Zahlen: 2999 Euro. So viel kostet das neue Top-Modell des Cube Attain. Natürlich ist auch das noch ein ordentlicher Batzen Geld für ein Fahrrad - aber mit Blick auf die Mitbewerber konkurrenzlos. Schließlich wuchert das C:62 SLT mit einer Ausstattung, wie sie sonst nur an deutlich teurere Modelle geschraubt wird. Für vergleichbare Räder mit moderner, elektronischer Schalttechnik sowie leichten Laufrädern und Sattelstütze aus Carbon ruft selbst die Versandhandelskonkurrenz aus Bocholt oder Koblenz mindestens 2200 Euro mehr auf.

Bei großen Fachhandelsmarken wie Giant, Specialized oder Trek wird für ähnliche Ausstattungsversionen mindestens das Doppelte fällig. Wie schafft Cube das? Auf Nachfrage verweist der größte deutsche Fahrradbauer auf günstige Einkaufskonditionen, schlanke Unternehmensstrukturen und die eigene Produktion an der deutsch-tschechischen Grenze.

Cube Attain C:62: Rückenschonende Geometrie

Das Attain der jüngsten Generation nimmt im Sortiment des bayerischen Fahrradbauers weiterhin den Platz des unkomplizierten Rennrads für alle Gelegenheiten ein. Mit betonter Komfortgeometrie zieht Cube eine scharfe Trennlinie zum Agree, das zwar ebenfalls als Marathonrad kategorisiert ist, durch aerodynamisch optimierte Rohrformen und eine sportive Sitzposition aber deutlich Richtung Wettkampfrenner tendiert.

Die Materialfrage beantworten beide Endurance-Plattformen der Waldershofer gleich, indem das Attain erstmals die Rahmenqualität des Agree übernimmt. Der Anteil an Carbonfasern liegt bei 62 Prozent, deshalb auch die Modellbezeichnung. Für das Attain nennt Cube ein Rahmengewicht von 1150 Gramm.

Das Testrad hängt mit knapp über acht Kilogramm an der Waage, wobei das C:62 SLT enorm vom Aufbau mit leichten Newmen-Carbonlaufrädern profitiert und sich ausgesprochen leichtfüßig fährt. In dieser Preisklasse ist das ein Alleinstellungsmerkmal, in vielen Rädern der Konkurrenz stecken meist Laufräder mit Alu-Felgen.

Wie grenzt sich das Cube Attain vom Vorgänger ab?

Neu sind im Vergleich zum Vorgänger die etwas längeren Kettenstreben und größere Reifenfreiheit, womit Cube den Renner für den Einsatz auf Schotterpisten wappnet. Durch die längeren Kettenstreben wächst auch der Radstand, wovon der Geradeauslauf profitiert; das lehnt das ohnehin schon gutmütige Lenkverhalten des früheren Attain noch mehr an das eines Schotterspezialisten an.

Durch den Platz für bis zu 34 Millimeter breite Pneus - bei den mit HPA (High Performance Aluminium) gekennzeichneten Modellen 32 Millimeter - lässt sich das Marathonrad zudem für Fahrten über Feld- und Waldwege umrüsten.

Highlight des C:62 SLT ist der Aufbau mit aktueller 2x12-Schalttechnik von Shimano. Die elektronische Ultegra-Gruppe funktioniert tadellos, die Gänge wechseln geschmeidig, die Bremse lässt sich gut dosieren.

Tipp in Sachen Preis-Leistung

Schicke Optik, erstklassig ausgestattet, tadellos verarbeitet und günstig: Mit dem Attain C:62 SLT stellt Cube erneut ein Rennrad der Kategorie “Preis-Leistungs-Tipp” auf die Reifen. Das 2999-Euro-Modell, das 200 Euro mehr als das günstigste Agree kostet, leistet sich keine nennenswerten Schwächen.

Neben der Top-Variante sind zwei weitere, günstigere Ausstattungsvarianten mit Carbonrahmen erhältlich. Durch einfachere Komponenten fallen die Modelle aber um 600 bzw. 1200 Gramm schwerer aus.

Sechs der zehn aktuellen Testräder der Preis-Leistungs-Klasse basieren auf Aluminium-Rahmen. An neun der mit Disc-Bremsen ausgestatteten Testrädern sind vollhydraulische Systeme verbaut - an einem Modell, dem Bombtrack Audax AL Road, ist „nur“ eine mechanische Scheibenbremse montiert.

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