Eine Fahrt mit einem Elektrofahrrad hebt den Spaß beim Radeln auf ein ganz neues Level. Ob bei einer Tour durch den Wald oder eine Steigung hinauf auf den nächsten Gipfel - damit gelingen steile Abschnitte mit weniger Kraftaufwand, sodass Fahrer noch besser die atemberaubende Umgebung genießen können. Da überrascht es nicht, dass diese Zweiräder mit elektrischer Unterstützung immer beliebter werden in Deutschland.
Der Transport eines E-Bikes mit dem PKW kann eine Herausforderung sein. Die bequemste Möglichkeit, das E-Bike in die Berge oder an den nächsten Urlaubsort zu bringen, ist das Auto - Deutschland-Ticket hin oder her. Im Innenraum des Fahrzeugs fehlt allerdings häufig der benötigte Stauraum. Das gilt besonders, wenn noch Gepäck dazukommt. Wer keine Lust hat, die Räder und andere Elemente abzumontieren, verwendet einen passenden Fahrradträger.
Ein Pedelec bringt aber besondere Herausforderung mit sich. Zum einen ist das E-Bike mit Motor und Akku deutlich schwerer als ein herkömmliches Fahrrad. Bis auf wenige Ausnahmen wie das beliebte Urtopia Carbon 1 oder das Accolmile E-Road wiegen die meisten Pedelecs deutlich mehr als 20 Kilogramm. Die elektronischen Komponenten benötigen ferner besonderen Schutz. Die Rahmenbreite ist meistens auch größer. Was das Angebot passender E-Bike-Träger angeht und was dabei zu beachten ist, klärt dieser Ratgeber. Der Ratgeber zeigt geeignete Fahrradträger für Dach, Anhängerkupplung oder Heckklappe.
Welche Fahrradträger sind für E-Bikes geeignet?
Ein klassischer Dachträger ist einfach zu montieren, bietet allerdings Einschränkungen bei der Zuladung. Die meisten dieser Träger erlauben nur ein Höchstgewicht von 15 bis 20 Kilogramm. Was bei einem normalen Fahrrad ausreicht, ist für ein E-Bike oft zu wenig. Zudem beeinflusst das Fahrrad auf dem Dach das Fahrverhalten bei Seitenwind und erhöht den Kraftstoffverbrauch laut ADAC um bis zu 34 Prozent.
Geht es um ein Zweirad mit einem höheren Gewicht, bietet eine Fahrradhalterung für die Anhängerkupplung eindeutig Vorteile. Diese erlaubt von Natur aus eine deutlich höhere Zuladung. Positiv ist auch, dass der Mehrverbrauch an Kraftstoff von allen Trägersystemen mit 6,3 Prozent am niedrigsten ist. Gibt es keine Anhängerkupplung, entfällt diese Option.
Eine Alternative ist der Heckträger. Sie sind für Fahrzeuge mit großen Heckklappen geeignet, etwa einen Minivan, Kombi, Kleinbus, Wohnmobil oder SUV - in Ausnahmefällen auch bei einem Kompaktwagen. Allerdings ist hier dann die Sicht nach Hinten eingeschränkt und der Mehrverbrauch von Kraftstoff mit bis zu 44 Prozent am höchsten. Den Fahrradträger befestigt man hierzu an der Hecktür. Die maximale Zuladung liegt auf dem Niveau eines Kupplungsträgers.
Fahrradträger für Anhängerkupplung: Welche Stützlast?
Wer bereits eine Anhängerkupplung hat, sollte über einen dazu passenden Fahrradträger nachdenken. Vor dem Kauf und der Montage sollte man die maximale Stützlast der Anhängerkupplung im Auge behalten. Diese gibt an, viel Gewicht von oben auf die Deichsel einwirken darf. Dieser Wert ist unabhängig von der Stützlast des Radträgers zu betrachten. Gängig ist eine Stützlast zwischen 50 und 75 Kilogramm.
Bei einer nachgerüsteten Anhängerkupplung sollte ein Aufkleber an der Heckklappe oder dem Heckblech darüber Auskunft geben. Bei neuen Fahrzeugen steht die mögliche Stützlast im Feld 13 der Zulassungsbescheinigung Teil I.
Die maximale Zuladung des Kupplungs-Fahrradträgers sollte idealerweise bei 60 Kilogramm oder höher liegen, sofern die Stützlast der Anhängerkupplung das zulässt. Hier gilt es immer den niedrigeren Wert zu beachten, auch wenn die Stützlast des Fahrradträgers höher sein sollte als die der Kupplung am PKW. Das Angebot in diesem Bereich ist recht groß.
Beachten sollte man zudem die Bauform. Meistens sind die Rahmen bei elektrifizierten Rädern deutlich dicker - speziell, wenn sich der Akku im Rahmen befindet. Das kann zu Problemen führen, wenn die Halteklammern den Rahmen nicht mehr richtig umschließen können. Es gibt spezielle E-Bike-Fahrradträger, dazu gehört etwa der Thule Velospace XT 2, Eufab Jake, Altera Strada E-Bike oder Altera Strada Vario. Gut für E-Bikes geeignet sind zudem der Fahrradträger Premium II von Eufab, die Modelle Atera Strada Sport M, Strada Evo 2 sowie Bullwing SR3, Bullwing SR7 oder Bullwing SR11. Thule Epos ist nur in der Variante für zwei E-Bikes zu empfehlen bei einer Stützlast von 60 Kilogramm.
Die einfache Montage auf der Anhängerkupplung gelingt bei einer vormontierten Variante relativ schnell. Wichtig ist es, die Stromversorgung mit der Anhängerkupplung zu verbinden, damit die Rück- und Bremslichter am Träger funktionieren. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Zusätzlich benötigt der E-Bike-Fahrradträger auf der Anhängerkupplung ein weiteres amtliches Kennzeichen.
Die Fahrräder dürfen außerdem nicht mehr als 40 Zentimeter pro Seite über die Schlussleuchte hinausragen. Und das mit Rädern beladene Auto darf eine Breite von 2,55 Meter nicht überschreiten. ADAC und TÜV empfehlen zudem eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometer pro Stunde.
Träger für die Anhängerkupplung sind teurer als für Heckklappe oder Dach. Einen weiteren Nachteil gibt es bei Fahrradträgern für die Kupplung: Die Parksensoren geben permanent Warnlaute von sich und müssen abgeschaltet werden. Es gibt aber Kupplungsträgern mit integrierten Abstandswarnern. Denkbar wäre es, eine akustische Einparkhilfe fürs Auto (Ratgeber) für den Träger nachzurüsten.
Was sollte man bei der Auswahl eines E-Bike-Fahrradträgers für die Anhängerkupplung beachten?
Dieser sollte mindestens 60 Kilogramm tragen und zwei Räder aufnehmen können. Nach Möglichkeit sollte der Träger von Haus aus für E-Bikes optimiert sein, um eine sichere Befestigung zu ermöglichen. Idealerweise kann man den Fahrradträger für die Anhängerkupplung nach hinten klappen, um besser an den Kofferraum zu gelangen. Die meisten der hier vorgestellten Träger bieten diese Möglichkeit.
Ausprobiert haben wir die Fahrradträger Westfalia BC 60 für 495 Euro sowie den Thule Easyfold XT 3 für 770 Euro. Das Modell von Westfalia ist in weniger als einer Minute auf die Anhängerkupplung gesteckt. Der Fahrradträger ist zudem zusammenklappbar, was viel Platz in der Garage oder dem Keller spart. Der Westfalia BC 60 bietet Platz für zwei Räder und hat eine Zuladung von 60 Kilogramm.
Praktisch am Thule Easyfold XT3 ist die Möglichkeit, den Träger umzuklappen, um etwa das Fahrzeug zu beladen. Der Thule-Fahrradträger bietet drei Abstellplätze. Die maximale Traglast beträgt allerdings ebenfalls 60 Kilogramm, sodass man in der Regel nicht mehr als zwei E-Bikes damit transportieren kann.
Fahrradträger für die Heckklappe: Was ist zu beachten?
Was ist, wenn man keine Anhängerkupplung hat? Dann ist eine Fahrradhalterung für die Hecktür die Alternative, sofern man einen Kombi oder Kompaktwagen mit fünf Türen fährt. Zur Befestigung am Auto montiert der Fahrer den Träger normalerweise am Autodach und an der unteren Seite der Heckklappe. Hier besteht die Gefahr von Lackschäden bei der Montage, deshalb sollte man behutsam vorgehen. Am besten macht man das zu zweit. Nach der Montage kann man der Kofferraum weiterhin öffnen.
Die meisten Hersteller empfehlen auch mit Heckträger hier eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde.
Das zulässige Gesamtgewicht für die Zuladung reicht bei den hier vorgestellten Trägern von 50 bis 60 Kilogramm. Diese Halterungen bieten Platz für zwei Fahrräder - hier gilt es wieder auf das maximale Gewicht der beiden Zweiräder zu achten. Neben der zulässigen Tragfähigkeit sollte man vor dem Kauf prüfen, ob der Fahrradträger für das Heck auch zum jeweiligen Auto passt. Einige spezielle Trägerlösungen eignen sich nur für bestimmte Modelle, etwa einen VW T3, T4 oder T6.
Welche Dachträger für E-Bikes?
Der Vorteil des Dachträgers: Er ist universal einsetzbar und eignet sich für Kompaktwagen, Limousinen oder Kombis. Verfügt der PKW über eine Reling, gestaltet sich die Befestigung auf dem Dach am einfachsten. Zu unterscheiden ist zwischen einer geschlossenen und einer offenen Reling. Die geschlossene Reling führt über das Autodach wie eine Schiene, während die offene Variante nur vorn und hinten befestigt ist.
Eine Reling ist aber keine Voraussetzung zur Befestigung. Bei vielen Automodellen finden sich Fixpunktbefestigungen, die bereits in das Autodach integriert sind. Unter einer Kunststoffabdeckung liegt dann ein eingelassenes Gewinde für Schrauben. Alternativ gibt es bei vielen Fahrzeugen eine T-Nut zur Befestigung. Aber auch ohne spezielle Dachträgerbefestigung ist die Montage möglich. Bei einem Dachträger gibt es allerdings große Einschränkungen beim Transport eines E-Bikes. Ein Fahrradträger für das Autodach bietet oft zu wenig Traglast für ein E-Bike mit Akku.
Hier sollte man strengstens auf die höchstzulässige Dachlast achten, denn ein normales E-Bike wiegt meistens mehr als 20 Kilogramm, was die maximale Traglast der meisten Dachträger überschreitet. Damit kommen Dachträger als Option nur bedingt infrage. Zudem ist es nicht gerade komfortabel, schwere E-Bikes auf den Pkw zu wuchten - weshalb man das nicht allein machen sollte.
Vor der Befestigung des Zweirads sollten Fahrer unbedingt das Gewicht des elektrifizierten Zweirads prüfen - und nach Möglichkeit schwere Komponenten wie den Akku entfernen, da dieser mit 3 bis 5 Kilogramm ziemlich schwer ist. Diesen transportiert man gemeinsam mit lockeren und losen Bauteilen am besten im Kofferraum. Meistens befinden sich die Akkus auf dem Fahrradrahmen.
Allerdings gibt es Modelle mit einem im Rahmen integrierten Akku. Bei City-Bikes befindet sich der Akku häufig unter dem Gepäckträger. Nach der Demontage empfehlen wir, die empfindliche Elektronik des E-Bikes zu schützen. Dies gilt für offenliegende Kontakte am Akkusteckplatz sowie die Steuerungseinheit und den Motor. Idealerweise überklebt man diese oder deckt sie mit einem Regenschutz ab.
Die Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometer pro Stunde sollte man nicht überschreiten. Zusätzlich muss der Fahrer bei niedrigen Einfahrten, Tunneln oder Brücken beachten, dass sein Fahrzeug nun höher ist.
Folgende Modelle tragen eine Last von 20 Kilogramm oder mehr:
- Thule ProRide
- Thule UpRide
- Thule FreeRide
- Farad Pesio
- VDP AUR160659_3x
Welcher Fahrradträger für zwei E-Bikes?
Nahezu alle Kupplungs-Fahrradträger bieten Platz für zwei Fahrräder, manche auch für mehr. Hier ist es wichtig, auf die maximale Traglast zu beachten. 40 Kilogramm mögen bei zwei normalen Mountainbikes noch ausreichen, bei zwei E-Bikes wäre das aber zu wenig. Deshalb empfiehlt sich ein Träger für die Anhängerkupplung mit einer Zuladung von mindestens 60 Kilogramm oder mehr. Dasselbe gilt für den Heckträger.
Empfehlenswert sind hier Fahrradträger, die vom Hersteller zusätzlich für E-Bikes entworfen wurden. Dann ist auch bei einem dickeren Fahrradrahmen genug Platz, um beide Räder aufzusatteln. Wer die Stützlast bewusst überschreitet, geht ein großes Risiko ein und handelt fahrlässig - was zu schweren Unfällen führen kann. Aus gutem Grund gibt es Bußgelder: Wer die Stützlast um 25 Prozent überschreitet, muss mit einer Strafe von 25 Euro rechnen. Ab mehr als 50 Prozent wird ein Bußgeld von 60 Euro fällig.
Was ist der beste Fahrradträger für E-Bikes?
Die beste Lösung für ein E-Bike ist ein Fahrradträger für die Anhängerkupplung, der genügend Stützlast mitbringt, um das hohe Gewicht eines Pedelecs zu stemmen. Wer keine Anhängerkupplung hat, kann als Alternative über einen Träger für die Heckklappe nachdenken - ein entsprechendes Fahrzeug mit drei oder fünf Türen vorausgesetzt. Dachträger eignen sich nur für leichte E-Bikes bis maximal 20 Kilogramm.
Wo benötige ich eine Warntafel?
In Deutschland, Österreich oder der Schweiz ist keine zusätzliche Warntafel vorgeschrieben, wenn man mit dem Auto ein Fahrrad transportiert. Anders sieht das im Ausland aus. Wer mit den Rädern in den Urlaub fährt, sollte sich deshalb vorab informieren. In folgenden europäischen Ländern besteht eine Pflicht zur Warntafel beim Transport von Gegenständen mit dem Pkw, die über die im Fahrzeugschein eingetragene Länge hinausreichen:
- Italien: Die Warntafel aus Metall sollte fünf rote und vier weiße Streifen aufweisen und eine Abmessung von 50 × 50 cm haben. Ohne Warntafel drohen Bußgelder ab 80 Euro. Eine Variante für Italien mit fünf Streifen kostet 25 Euro bei Amazon.
- Spanien: Die Warntafel für Spanien benötigt drei rote und zwei weiße Streifen, misst ebenfalls 50 × 50 cm und sollte aus Aluminium sein. Bußgelder bei Verstößen beginnen bei 200 Euro. Eine Warntafel für Spanien kostet 28 Euro bei Amazon.
- Portugal: Hier gelten die gleichen Bestimmungen wie in Spanien, deshalb eignet sich die gleiche Warntafel. Bußgelder betragen rund 120 Euro.
Welche E-Bikes sind besonders leicht?
Ist der Dachträger aufgrund der Beschaffenheit des PKW die einzig mögliche Wahl, sollte man beim Kauf eines E-Bikes auf besonders leichte Modelle achten. Idealerweise kommen hier Varianten zum Einsatz, die es erlauben den Akku abzunehmen, um zusätzlich Gewicht zu sparen.
Zu den besonders leichten E-Bikes aus unseren Tests gehören folgende Modelle:
- Urtopia Carbon 1 (Testbericht) mit einem Gewicht von 15 Kilogramm
ADAC Test: Fahrradträger im Vergleich
Der ADAC hat 2022 drei Systeme für Fahrradträger auf Handhabung, Sicherheit und Mehrverbrauch untersucht. Ein Vergleich.
Entweder auf einer vorhandenen Anhängerkupplung, auf dem Dach des Fahrzeugs oder an der Heckklappe. So war das Trägersystem für die Anhängerkupplung zum Beispiel komplett vormontiert, konnte von einer Person am Fahrzeug angebracht und anschließend sofort genutzt werden. Auch das Beladen mit Fahrrädern gestaltet sich dank der niedrigen Ladehöhe recht einfach. Zusätzlich bietet das System für die Anhängerkupplung einen doppelten Diebstahlschutz: einmal für den Träger selbst sowie für die E-Bikes. Dank Kippfunktion bleibt auch der Zugang zum Kofferraum im beladenen Zustand möglich. Der einzige Nachteil: Das Fahrzeug muss über eine Anhängerkupplung verfügen.
Die Fahrradträger-Variante für die Heckklappe muss dagegen erst mühsam zusammengebaut werden. Dies kann, je nach handwerklichem Geschick, einige Zeit in Anspruch nehmen. Ist der Fahrradträger für die Heckklappe erst einmal zusammengebaut, dann lässt er sich im Zweifel auch von einer Person am Fahrzeug befestigen. Das Be- und Entladen von E-Bikes ist jedoch auf Grund der Montagehöhe des Fahrradträgers - weder Kennzeichen noch Beleuchtungseinrichtung des Fahrzeugs dürfen verdeckt werden - doch etwas mühsam. Ein klarer Minuspunkt für das Heckklappen-System: Der Kofferraum des Autos ist nicht mehr zugänglich, solange die E-Bikes auf dem Träger montiert sind.
Dabei ist kaum Montage am Träger selbst nötig, auch ein Laie kann dieses Fahrradträger-System zusammenbauen. Der notwendige fahrzeugspezifische Querträger ist in der Regel schnell an der Dachreling des jeweiligen Fahrzeugs montiert. Weniger einfach ist dagegen das Be- und Entladen der E-Bikes. Auf Grund der Ladehöhe sind meist zwei Personen erforderlich. Vor allem, wenn wie in unserem Fall ein hohes Fahrzeug wie ein SUV zum Einsatz kommt.
Vor- und Nachteile der Fahrradträger
Während sich der Mehrverbrauch beim Fahrradträger für die Anhängerkupplung mit maximal 6,3 % bei 130 km/h in erträglichen Grenzen hielt, sorgten das Dachsystem mit 34,2 Prozent und vor allem der Fahrradträger für die Heckklappe mit 44,3 Prozent für einen deutlichen Mehrverbrauch im Vergleich zur Referenzfahrt ohne Fahrradträger.
Es bietet die komfortabelste Handhabung, gute Sicherheit bei einem Crash und den geringsten Mehrverbrauch. Soll der Fahrradträger zudem öfters genutzt werden, lohnt sich daher sogar die Nachrüstung einer Anhängerkupplung am Fahrzeug, die zudem noch weitere Transportmöglichkeiten, etwa die Nutzung eines Anhängers oder einer Transportbox, ermöglicht.
Tipps vor dem Kauf
Vor dem Kauf eines Fahrradträgers sollte man sich über den vorgesehenen Einsatzzweck Gedanken machen. Während der Transport mit der Anhängerkupplung und auf dem Dach von den Fahrzeugherstellern vorgesehen ist, ist es die zusätzliche Last an der Heckklappe oftmals nicht. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich vor dem Kauf eines Systems für die Heckklappe an seine Werkstatt oder den Fahrzeughersteller wenden.
Beim Transport von schweren Fahrrädern auf dem Dach empfiehlt es sich, anstelle des T-Nut-Systems eher auf eine Variante zurückzugreifen, die den Querträger vollumfänglich umfasst (z.B. mittels U-Bügel). Es ist zu klären, wie und wo das Fahrradträger-System bei Nichtgebrauch gelagert werden kann. Das Gewicht der zu transportierenden E-Bikes sollte bekannt sein, um eine Überladung des Transportsystems zu vermeiden. Steht eine Urlaubsfahrt an, sollte das maximal zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs bekannt sein.
Dachfahrradträger Test & Vergleich
Die Redaktion hat einige empfehlenswerte Fahrradträger fürs Autodach getestet und verglichen:
- Thule Freeride Dachfahrradträger: Kann Räder bis zu einem Gewicht von 17 kg aufnehmen.
- Fischer Dach-Fahrradträger 18093: Bietet eine kostengünstige Lösung für den Transport eines Fahrrads bis 15 kg auf dem Fahrzeugdach.
- Atera Giro AF+ Dachfahrradträger: Geeignet für den Transport eines Fahrrads mit einem Gewicht von bis zu 17 kg.
- Eufab Alu Star Dachfahrradträger: Kann ein Fahrrad bis maximal 15 kg Gewicht transportieren.
Welche Vorteile bieten Fahrrad-Dachträger?
- Kosten: Dachträger sind vergleichsweise günstig.
- Platzsparend: Die Räder nehmen keinen Platz weg und belegen die Anhängerkupplung nicht.
- Universell: Mit Dachreling, Träger-Aufnahmepunkten oder Spezial-Querträgern lässt sich nahezu jedes Auto mit einem Dachfahrradträger ausrüsten.
Welche Nachteile haben Fahrrad-Dachträger?
- Sicherheit: Durch das zusätzliche Gewicht auf dem Fahrzeugdach wird der Schwerpunkt des Autos nach oben verlagert.
- Verbrauch: Da die Räder auf dem Dach den Luftwiderstand erhöhen, verbraucht das Auto auch mehr Treibstoff.
- Transport: Lästig ist zudem das Befestigen der Bikes auf dem Dach.
- Dachlast: Querträger, Führungsschiene, Fahrrad, da kommt schnell einiges an Gewicht zusammen.
- Zubehör notwendig: Fahrzeugspezifische Querträger sind ein Muss für einen Dachträger.
Wie schnell darf man mit Fahrrad-Dachträger fahren?
Im Gegensatz zu anderen Fahrradträgersystemen ist eine Höchstgeschwindigkeit mit einem Fahrrad-Dachträger gesetzlich nicht festgelegt. Dennoch empfiehlt es sich, nicht schneller als 120 km/h zu fahren, da die veränderte Aerodynamik sich negativ auf das Fahrverhalten auswirken kann.
ADAC Test: Kipp- und faltbare Fahrradträger für die Anhängerkupplung
Der ADAC hat 13 kipp- und faltbare Fahrradträger für die Anhängerkupplung mit Platz für zwei Fahrräder getestet. Bei Handhabung, Qualität und Sicherheit gab es geringere Unterschiede, beim Preis jedoch größere. Die Ergebnisse:
- Gute Fahrradträger gibt es ab 400 Euro
- Top: Trägerbefestigung fix4Bike
- Schwierige Montage bei einigen Modellen
Heckträger aktuell zu empfehlen sind
- Uebler (Testsieger mit ADAC Urteil "sehr gut")
Die Bedienung ist einfach: Bei geöffneter Halterung kann der Träger auf die zum System passende Kupplung gesetzt werden. Wenn der Winkel stimmt, rastet die Fix4Bike-Halterung automatisch ein. Absolut einwandfrei funktionierte das bei den Heckträgern von Thule und MFT. Nur das Modell von Oris verhakte sich bei der Demontage regelmäßig und konnte dann nur mit Kraftaufwand wieder gelöst werden.
Fix4Bike ist eine neue Variante der Trägerbefestigung, die anstelle der Klemmung am Kugelkopf eine Fixierung über zwei Zapfen unterhalb des Kugelkopfs ermöglicht. Die Handhabung ist sehr einfach: Dank dieses Befestigungssystems wird der Fahrradträger mit nur einem Klick montiert und sofort ausgerichtet.
Dafür ist eine spezielle Anhängerkupplung mit einem geeigneten Kugelkopf nötig, der aber mittlerweile bei aktuellen Volvos und Teslas mit Anhängerkupplung serienmäßig lieferbar ist. Auch für die meisten anderen Automodelle am Markt gibt es die Möglichkeit, eine Fix4Bike-Variante anstelle der konventionellen zu wählen.
Gewicht der Fahrradträger beachten
Nicht ganz unwichtig ist, immer auch das Gewicht der Fahrradträger zu beachten, da die Stützlast des Autos nicht überschritten werden darf. Generell gilt: Je leichter ein Träger ist, desto schwerer dürfen die zu transportierenden Fahrräder sein.
Tipps und Infos vom ADAC
- Maximal zulässige Stützlast des Autos ermitteln (siehe Fahrzeugschein).
- In Bedienungsanleitung des Autos auch maximale Stützlast für Fahrradheckträger überprüfen, da diese bei manchen Herstellern von der maximalen Stützlast abweicht.
- Gewicht zu transportierender Fahrräder ermitteln. Dann prüfen, wieviel Fahrräder auf dem Heckträger transportiert werden dürfen.
- Bei höherwertigen Fahrrädern oder Pedelecs bzw. E-MTBs darauf achten, dass auch der Heckträger über eine Diebstahlsicherung verfügt.
- Platz zur Lagerung des Fahrradträgers nach Demontage aussuchen. Auf die passende Steckverbindung achten (7 oder 13 Pole).
E-Bike Fahrradträger
E-Bikes sind auf dem Vormarsch und immer mehr Menschen möchten damit fahren. Dies ist auch verständlich, denn E-Bikes erleichtern das Fahrradfahren erheblich. Doch was ist, wenn man damit auch noch weiter fahren möchte, zum Beispiel in den Urlaub? Hier kommen Fahrradträger ins Spiel.
Empfohlene Modelle:
- THULE EasyFold XT 2
- EUFAB Premium 2
- Uebler i21
Vergleichstabelle:
| Feature | THULE EasyFold XT 2 | EUFAB Premium 2 | Uebler i21 |
|---|---|---|---|
| E-Bike geeignet | Ja | Ja | Ja |
| Diebstahlsicherung | Ja | Ja | Ja (60° / 90°) |
| Abklappbar | Ja | Ja | Ja |
| Abmessung gefaltet | 63 x 31 x 68 cm | 30 x 67 x54 cm | 61 x 20 x 60 cm |
| Gewicht | 17,9 kg | 17 kg | 13 kg |
| Max. Zuladung* | 60 kg | 60 kg | 60 kg |
| Max. Radstand | 130 cm | 135 cm | 130 cm |
| Schienenabstand | 22 cm | 22 cm | 22 cm |
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