Damen E-Bike mit Korb Test: Der ultimative Ratgeber

Die E-Bike-Branche erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Insgesamt hat der Fachhandel in Deutschland im vergangenen Jahr 3,85 Millionen Fahrräder und Elektrofahrräder verkauft - das waren nach Angaben des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V.) 2,53 Prozent weniger als 2023. Der Markt für E-Bikes ist entsprechend groß und unübersichtlich, das Produktportfolio ist riesig. Unterschiedliche Modelle konkurrieren mit unterschiedlichen Antriebskonzepten.

Nahezu jede Gattung, die es für klassische Fahrräder gibt, ist inzwischen auch als E-Bike erhältlich. Der folgende Artikel konzentriert sich auf Damen E-Bikes mit Korb, ihre Vorteile und worauf man beim Kauf achten sollte.

Was ist ein E-Bike?

Pedelec steht als Abkürzung für Pedal Electric Cycle. Dabei handelt es sich um ein Fahrrad mit Elektromotor, der erst dann seine unterstützende Wirkung entfaltet, wenn man in die Pedale tritt. Ohne eigene Kraftanstrengung bewegt sich ein E-Bike bzw. Pedelec also nicht vorwärts. Der Gesetzgeber legt den rechtlichen Rahmen für ein E-Bike fest. Die Motorunterstützung darf nur bis 25 Stundenkilometer aktiv sein, bei höheren Geschwindigkeiten muss sich diese abschalten. Eine Anfahr- bzw.

Ein Pedelec darf jeder fahren, es erfordert weder Zulassung oder Versicherung noch einen Führerschein und auch eine Helmpflicht besteht nicht (wir raten dennoch dringend zu einem Fahrradhelm).

S-Pedelecs sind die schnellen E-Bike-Varianten - das »S« steht schließlich für »Speed«. Maximal 45 Stundenkilometer sind erlaubt, der Motor leistet im Gegensatz zum Pedelec mehr als 250 Watt. Da es sich rechtlich nicht mehr um ein Fahrrad handelt, werden Zulassung, Führerschein (ab Klasse AM, bis 2013 Klasse M), Versicherungsschutz und Nummernschild benötigt. Zudem besteht eine Helmpflicht.

Verschiedene Arten von E-Bikes

Citybikes sind, wie es der Name schon verrät, primär für den Stadtverkehr konzipiert. Das fängt an bei der Bereifung und macht sich in einer komfortablen Sitzhaltung mit guter Umsicht im Verkehr und einem einfachen Einstieg bemerkbar. Wer ständig an roten Ampeln anhalten muss, will schließlich schneller vom Rad runter als ein Sportler, der lange Strecken am Stück zurücklegen kann.

Trekkingräder erweitern das Arbeitsumfeld eines Citybikes. Sie sind prinzipiell auch sehr komfortabel, erlauben jedoch durch ihre robuste Bauweise und kräftigere Reifen mit Profil auch problemlos einen Abstecher über einen Feld- oder Waldweg.

Mountainbikes sind ebenfalls als E-Bikes zu haben. Sie sind für wilde Ausritte über Stock und Stein konzipiert und haben kraftvolle Motoren, um auch starke Anstiege zu bewältigen. Als Hardtails bezeichnet man Mountainbikes, die über keine hintere Federung verfügen, sondern lediglich mit einem gefederten Vorderrad ausgestattet sind.

Natürlich sind auch Rennräder als E-Bike erhältlich.

Motorkonzepte bei E-Bikes

Bei E-Bikes unterscheidet man Mittelmotor, Hinterrad- und Vorderradnabenmotor. In der Regel ist der Mittelmotor am ehesten zu empfehlen. Er sorgt für einen tiefen Schwerpunkt und eine gleichmäßige Gewichtsverteilung durch eine tiefe Position mittig am Tretlager. Ein Mittelmotor ermöglicht sehr sportliches Fahren. Kurze Kabelwege erweisen sich als Vorteil, weil so die Störanfälligkeit auf ein Minimum reduziert wird. E-Bikes mit Mittelmotor sind meistens etwas teurer, weil eine spezielle Rahmenkonstruktion erforderlich ist. Kette, Kettenblatt und Ritzel sind höheren Belastungen ausgesetzt.

Beim Hinterrad- und Vorderradnabenmotor muss man mit Einbußen beim Fahrkomfort rechnen. Entweder ist das Rad hecklastig oder der vorne angebrachte Motor kann das Lenkverhalten negativ beeinflussen, die Gabel wird stärker belastet. Auf rutschigem Boden ist sogar ein Durchdrehen des Vorderrades möglich. Ein Motor an der Hinterachse ist in der Regel angenehm leise und ermöglicht eine direkte Kraftübertragung für ein dynamisches Fahren.

Akkus und Reichweite

Bei älteren und einfachen E-Bikes befindet sich der Akku im Bereich des Gepäckträgers. Das sieht recht antiquiert aus. Optisch schöner sind Lösungen, bei denen der Akku teilweise oder sogar komplett in den Rahmen integriert ist. In wenigen Fällen ist der Akku fest verbaut. Das hat gleich mehrere Nachteile. Das Fahrrad muss in der Garage oder an einer Außensteckdose geladen werden, da sich der Akku nicht mit ins Haus nehmen lässt. Wer gerne sehr große Strecken zurücklegt, hat mitunter einen Ersatzakku dabei. Das geht nicht, wenn dieser nicht austauschbar ist.

Je größer die Akku-Kapazität, desto besser, weil dadurch die Reichweite des E-Bikes zunimmt. Üblich sind Kapazitäten zwischen 250 und 600 Wattstunden (Wh). Wieviele Kilometer sich mit einer Akkuladung zurücklegen lassen, hängt von ganz vielen Faktoren ab, pauschale Angaben sind deshalb schwierig und mit Vorsicht zu genießen. Entscheidend ist, in welchem Modus man fährt. Ebenfalls hängt die Reichweite vom Gewicht des Fahrers, der Beschaffenheit der Strecke und den Windverhältnissen ab.

Bosch hat im Internet einen nützlichen Reichweiten-Assistenten eingerichtet. Hier kann man ganz verschiedene Parameter wie Gewicht, Geschwindigkeit, Fahrmodus, Trittfrequenz, Fahrbahnbeschaffenheit etc. Wie weit kommt man mit dem E-Bike unter bestimmten Voraussetzungen?

Wichtige Kaufkriterien

Ein E-Bike sollten Sie unbedingt persönlich Probe fahren. Neben objektiven Kaufkriterien gibt es nämlich auch subjektive. Sitzen Sie bequem? Benötigen Sie einen anderen Lenker? Ergibt ein gefederter Sattel Sinn? Fachhändler konfigurieren Ihnen Ihr Fahrrad auf ihre individuellen Vorlieben hin.

Motorkonzept und Akku haben wir bereits thematisiert. Ein wichtiges Thema ist auch, wie leistungsstark der Motor ist. Werfen Sie hierzu zur ersten Orientierung einen Blick auf die Newtonmeter-Angabe. Die Bosch-Antriebssysteme gehören zu den besten am Markt. Sie liefern je nach Motor zwischen 40 und 75 Newtonmeter. Bei 40 Newtonmetern ist die Tretunterstützung gering. In sehr hügeliger Landschaft bringt ein E-Bike erst ab 60 Newtonmetern Spaß. Bei starken Anstiegen bleiben Sie dann ganz entspannt, im »Turbo«-Modus genießen Sie einen extremen Vorschub.

Für Arbeitnehmer, Selbstständige und Unternehmer kann sich das Leasen eines E-Bikes lohnen. Die Besteuerung des geldwerten Vorteils für die private Nutzung wurde von 1 % auf 0,5 % reduziert.

Naben- vs. Kettenschaltungen

Ein anderes Thema ist die Art der Gangschaltung. Hierbei konkurrieren Naben- und Kettenschaltungen. Speziell wenn Sie sich für ein Pedelec mit dem von uns bevorzugten Mittelmotor interessieren, entscheidet die verwendete Schaltung über die effektiv nutzbare Antriebskraft. Ein E-Bike mit Nabenschaltung entfaltet bis auf wenige Ausnahmen am Berg nie die Wucht einer Tretunterstützung mit Kettenschaltung. Bauartbedingt kann erst eine Kettenschaltung das volle Leistungsvermögen des Motors freigeben.

Wichtig: Da hier große Kräfte auftreten, müssen Ritzel und Kette entsprechend stark dimensioniert sein. Im bergigen Gelände ist eine Kettenschaltung deshalb die erste Wahl, in der Stadt kann hingegen eine Nabenschaltung vollkommen genügen.

Bremsen und Displays

Wichtig ist nicht nur die Beschleunigung, sondern auch das Bremsverhalten. Unterziehen Sie die Bremsen deshalb einem Test. Sind sie ausreichend dimensioniert?

Nützlich ist ein im Dunkeln beleuchtetes Display, auf dem man nicht nur den gewählten Fahrmodus sieht, sondern auch die verbleibende Restkapazität des Akkus (in Prozent oder als Restangabe in Kilometern), gefahrene Gesamtkilometer und Tageskilometer. Bei vielen E-Bikes lässt sich das Licht auch über die Display-Einheit einschalten.

Mittlerweile sparen sich erste Hersteller eigene Bordcomputer ein. Stattdessen muss man sich eine App auf seinem Smartphone installieren und kann das per Halterung am Lenkrad als Bordcomputer einsetzen, um die eben aufgeführten Parameter abzurufen. Wir halten nicht viel von dieser Lösung. Schließlich ist man darauf angewiesen, immer das Smartphone dabei zu haben.

Empfehlungen und Modelle

Viel mehr E-Bike als das Kalkhoff Endeavour 5+ Move kann man in dieser Preisklasse kaum bekommen. Das Zweirad eignet sich perfekt für Kurztrips und längere Ausflüge in der Stadt, auf Landstraßen und Feldwegen. Kalkhoff selbst verlangt für sein Velo knapp 4.000 Euro, bei anderen Anbietern ist es jedoch weit mehr als 1.000 Euro günstiger, wodurch es für uns das beste Preis-Leistungsverhältnis darstellt und sich knapp vor das etwas teurere Gazelle Ultimate T10 HMB schiebt.

Kalkhoff bietet das Endeavour 5+ Move in den drei Rahmen-Konfigurationen »Diamond«, »Trapez« und »Wave« an. »Wave« ist ein komfortabler Tiefeinsteiger, während es sich bei der von uns getesteten Variante »Diamond« um ein klassisches Herrenrad mit Querstrebe handelt. »Trapez« ist eine Mischung aus beiden Versionen. Für nahezu jeden Radler gibt es das E-Bike in der passenden Größe.

Das 5+ Move ist auf 29 Zoll großen Rädern und universellen Schwalbe-Reifen unterwegs. Diese eignen sich gleichermaßen für glatten Asphalt wie auch für holprige Wald- und Feldwege. Längere Strecken legt man mit dem Kalkhoff-Bike bequem zurück. Der ist super weich, bietet guten Halt und sorgt dafür, dass man sein Gesäß auch nach mehrstündigen Touren nicht spürt. Leider fehlt ein Schnellverschluss.

Vorne hat Kalkhoff eine Teleskopgabel mit einem Federweg von 80 Millimetern verbaut. Ganz wichtig, gerade für größere Radler: Das Endeavour 5+ Move ist mit einem verstellbaren Lenkervorbau ausgestattet. So lässt sich der Lenker perfekt in der Höhe und in der Neigung anpassen - je nachdem, ob man lieber aufrecht oder in gekrümmter Haltung fährt. Die Kunststoffgriffe sind zudem angenehm ergonomisch geformt und erlauben eine optimale Verteilung des Drucks auf die Hände.

Das vordere LED-Licht leuchtet ausreichend hell, es lässt sich genauso wie das Rücklicht über den Bordcomputer einschalten. Der Alurahmen zeichnet sich durch sehr hohe Stabilität und Verwindungssteifigkeit aus, hier klappert und vibriert nichts. Mit 27 bis 29 Kilo je nach Rahmengröße ist das Kalkhoff kein Leichtgewicht, wer sein Velo jeden Tag in die Wohnung im dritten Stock tragen will, sollte sich nach einer leichteren Alternative umschauen. Die meisten Kabel sind sauber in den Rahmen integriert.

Ausgeliefert wird das Endeavour 5+ Move inklusive Ständer und robustem Gepäckträger. Dieser hat eine Traglast von bis zu 27 Kilo und eignet sich damit problemlos für die alltäglichen Einkäufe. Beim Motor bedient sich Kalkhoff im Bosch-Sortiment: Zum Einsatz kommt der Motor der Bosch Performance Line mit 75 Newtonmetern. Der Mittelmotor ist mit Tretkraftsensor, Rotationssensor und Geschwindigkeitssensor ausgestattet.

Der Bosch-Motor stellt vier Unterstützungsstufen und eine Schiebehilfe zur Verfügung. Im »Turbo«-Setting bekommt das Kalkhoff Flügel und schiebt den Fahrer wie von Geisterhand nach vorne. Auch stärkere Steigungen sind so überhaupt kein Problem. Im höchsten Gang kann man auch in der Ebene bei 25 km/h noch voll in die Pedale treten, ohne dass die Trittfrequenz unangenehm hoch wird. Die Abstimmung passt sehr gut. Der Lithium-Ionen-Akku (Typ Bosch PowerTube 625) leistet 625 Wattstunden (Wh).

Mit einer Ladung sollen im Zusammenspiel mit der geringsten Tretunterstützung Reichweiten von bis zu 115 Kilometer drin sein. Der Akku ist bündig in den Rahmen integriert. Vorne und hinten hat das Kalkhoff jeweils 180 Millimeter große Bremsscheiben verbaut. Mit der Bremsleistung sind wir im Test sehr zufrieden. Die Bremsen lassen sich gut dosieren, sie sind ab Werk nicht zu weich und nicht zu hart eingestellt.

Das Display Kiox 300 stammt ebenfalls aus dem Hause Bosch. Der Bildschirm ist auch im Hellen gut ablesbar. Zu den dargestellten Informationen gehören unter anderem Höhendaten, Anstieg, Leistungs-, Trittfrequenz- und Kalorien-Anzeige. Ebenso erfährt man, wie lange man bereits unterwegs ist, wie viele Kilometer man insgesamt und am jeweiligen Tag zurückgelegt hat.

Bedient wird das Kalkhoff über eine kleine Steuereinheit. Über diese ist es unter anderem sehr komfortabel möglich, durch die Menüs auf dem Display zu blättern, das Licht einzuschalten und die Fahrmodi zu wechseln. Besitzer eines Apple- oder Android-Smartphones können die eBike Flow-App installieren. So steuert man per Smartphone sämtliche E-Bike-Funktionen, außerdem nutzt man Navigation und Routenplanung, schützt das Velo vor Langfingern und ruft diverse Tour- und Fitnessdaten ab. Wichtig: Die App kann man als nette Spielerei nutzen, man braucht sie aber nicht.

Das Kalkhoff Endeavour 5+ Move schnürt ein tolles Gesamtpaket: Es fährt sich ungemein entspannt und sicher, ist hochwertig verarbeitet, hat einen kraftvollen Motor und einen ausdauernden Akku, lässt sich unkompliziert bedienen und ist auf unterschiedlichen Terrains zu Hause. Das Kalkhoff ist der perfekte Allrounder für alle, die gerne in der Stadt und auf dem Land unterwegs sind.

Kompakt-E-Bikes

Eines der klassischen Vorurteile zu Rädern mit kleinen Pneus, das sich hartnäckig hält. Wir haben daher die fünf wichtigsten Fehleinschätzungen gesammelt und klären im Folgenden, was es im Einzelnen damit auf sich hat. Richtig ist auf jeden Fall: Die E-Kompakten haben ihre eigene Nische gefunden, weil sie einiges sehr gut können. Allen voran: Familienrad sein.

Die meisten Kompakten sind sehr gut auf einen breiten Größenbereich einstellbar - sprichwörtlich im Handumdrehen. Meistens reicht der Bereich von etwa 1,60 bis knapp 1,90 Meter Körpergröße. Sei es mit dem Supertool “Speedlifter”, der unter anderem am Kalkhoff Image Advance+ und am I:sy Century die Lenkerhöheneinstellung so easy macht wie die des Sattels. Oder mit einem Spezial-Lenkerdom wie beim Riese und Müller Tinker. Aufgrund ihrer kleinen Laufräder laufen die Kompakt-E-Bikes wieseliger als andere Bikes, was im City-Gewühl und beim Rangieren am Radständer praktisch ist und Spaß macht.

Trotzdem geben Räder wie das Bergamont oder das Riese und Müller durch gleichzeitig sehr entspannten Geradeauslauf ein Sicherheitsgefühl wie ein gute 28er. Neben der ausgewogenen Lenkgeometrie liegt das natürlich auch an der guten Einstellbarkeit. Weiterer Vorteil: der tiefe Einstieg. Gerade für kleinere oder ältere Menschen ist es einfacher, durch- als drüberzusteigen. Wenn über dem hinteren Träger noch ein Kindersitz thront, wird das bei einem Rad mit normal hohem Oberrohr beschwerlich. Auch wenn nicht alle den gleichen Einstiegskomfort liefern (siehe unten) ist der Aufstiegskomfort gegenüber 28er-Diamant-Rahmen enorm.

Fehleinschätzungen und Fakten zu Kompakt-E-Bikes

Fehleinschätzung 1: So kleine Reifen und Felgen sind nicht stabil genug.
Doch, kleine Räder sind sogar stabiler als die großen. Je kleiner ein Laufrad, desto stabiler ist es bei gleichem Aufbau. Eine Acht in so ein Laufrad hineinzubekommen ist fast schon eine Herausforderung. Verständlich: Je länger etwas ist, desto leichter lässt es sich verbiegen - und das trifft auf Felgen auch zu.

Was kann ein Kompakt-E-Bike? Wieso der Name?
Ein Beispiel: Das I:sy ist etwa knapp 1,60 Meter lang - ein Normalrad misst gut 1,90 Meter. Ebenso die Breite, die man fürs Abstellen berechnen muss: Das I:sy braucht etwa 29 Zentimeter (mit Faltpedalen), beim Normalrad muss man mit 55-70 Zentimetern, sprich: Lenkerbreite, rechnen, wenn man nicht mit Werkzeug anrücken will. Diese schnelle Verschlankung nützt nicht nur auf dem Autoträger, sondern auch in der City-Wohnung oder dem kleinen Kellerraum. So ist es kein Wunder, dass Falt- und Kompakträder vor allem in Großstädten mit vielen sehr kleinen Wohnungseinheiten der Renner sind.

Sind Kompakt-E-Bikes komfortabel?
Die richtige Zusammenstellung macht’s. Wer mehr Komfort will, als ihn die breiten Reifen bieten können - was schon einiges ist -, sollte auf eine Federstütze wie am Kalkhoff setzen. Sie spricht gut an und ist per Lenkerhebel absenkbar. An der Ampel anhalten und beide Beine sicher auf den Boden stellen, Hebel drücken, fertig. Beim Losfahren den Sattel wieder kurz entlasten, und die Stütze rastet in der richtigen Höhe ein. Noch mehr Federung? Das Test-Tinker kann mit einer fein arbeitenden Federgabel und einer ebensolchen Parallelogramm-Federstütze fast schon Fully-Gefühle bieten.

Fehleinschätzung 2: Da muss man so viel treten.
Das war schon ein beliebtes Argument gegen die Eingang-Klappräder der 70er-Jahre. Und: Es traf dort zu. Durch die kleinen Räder kam man flugs vom Fleck, aber in Sachen Geschwindigkeit waren diese Räder ein Malheur. Für über 20 Stundenkilometer musste man ein Meister der hohen Trittfrequenz sein. Doch das wäre auch damals schon anders möglich gewesen: mit Gangschaltungen wie bei unseren Testboliden. Und dadurch haben, unabhängig von der Motorunterstützung, unsere Kompakt-E-Bikes durchgängig eine Übersetzung, die eine Trittfrequenz wie etwa bei großen Laufrädern ermöglicht. Hinzu kommt die Leistung der Motoren, die auch niedrigere Trittfrequenzen mit wenig Trittkraft möglich machen.

Fehleinschätzung 3: E-Bikes mit so kleinen Rädern sind unkomfortabel.
Richtig ist zunächst, dass kleinere Reifendurchmesser kleine Hürden wie eine Bordsteinauffahrt weniger leicht “schlucken”. Etwa so, wie für ein kleines Kind eine 30-Zentimeter-Stufe aufgrund der kürzeren Beine eine größere Herausforderung darstellt als für Erwachsene. Doch haben unsere Zwanzigzöller grundsätzlich dicke Reifen von mindestens 50 Millimetern Breite. Diese rollen auch mit wenig Druck sehr leichtfüßig. Nebeneffekt: Sie dämpfen Schläge vom Untergrund deutlich besser als schmale Reifen, mit denen man nur höhere Luftdrucke fahren kann. Wer die Pneus seines Kompaktrads also nicht auf vier, sondern nur bis gut 2 bis 2,5 Bar aufpumpt, kann damit relativ komfortabel unterwegs sein. Beachten Sie den auf der Reifenflanke angegebenen Druck! Nebenher: Der natürliche Feind des City-Bikers, die Straßenbahnschiene, verliert mit den breiten Reifen auch seine Schrecken.

Fehleinschätzung 4: One Size fits all - das geht nicht!
Können Kompakträder wirklich für Körpergrößen zwischen 1,60 und 1,90 Metern passen? Und wieso geht das bei anderen Rädern nicht? Die erste Frage ist einfach zu beantworten. Können Sattelhöhe, Lenkerhöhe und eventuell auch Lenkerneigung ausreichend breit verstellt werden, fühlen sich Menschen innerhalb dieses Größenspektrums ergonomisch tatsächlich wohl. Die zweite Antwort ist komplexer. Vereinfacht gesagt: Es liegt an den kleinen Laufrädern.

Fehleinschätzung 5: Das spart nicht wirklich Platz.
Doch, und zwar lang wie breit. Ein 28er-Fahrrad hat eine Gesamtlänge von etwa 195 Zentimetern. Bei unseren Falträdern kommen wir im Mittel auf etwa 165 Zentimeter. Aber die Länge ist noch nicht alles: Bei Rädern wie d...

Tabelle: Kompakt-E-Bikes im Vergleich

Modell Motor Akkukapazität Reichweite (ca.)* Gewicht
Bergamont Bosch Variabel 55-65 km 24-28 kg
Cooper Shimano Variabel 55-65 km 24-28 kg
Riese und Müller Bosch Variabel 55-65 km 24-28 kg
I:sy Bosch Variabel 55-65 km 24-28 kg
Winora Bosch Variabel 55-65 km 24-28 kg
Kalkhoff Bosch Variabel 55-65 km 24-28 kg

* Die Reichweitenangabe bezieht sich auf den mittleren Unterstützungsmodus oder “Auto”-Modus bei aktivem Fahrstil und Gelände mit sehr geringen Steigungen. Es sind bei allen Rädern Näherungswerte, die bei verschiedenen Fahrern und Bedingungen anders ausfallen können.

E-Bike mit Rücktrittbremse

Obwohl die meisten Fahrräder mit Felgen- oder Scheibenbremsen ausgestattet sind, ist ein E-Bike mit Rücktritt bzw. mit einer Rücktrittbremse ein sehr beliebtes Modell. Damit beim Kauf von deinem neuen E-Bike mit Rücktritt nichts schief geht, beantworte ich dir in diesem Artikel die wichtigsten Fragen zum Thema E-Bikes und Pedelecs mit Rücktrittbremse.

Vorteile eines E-Bikes mit Rücktrittbremse

Fahrräder mit Rücktritt gibt es bereits seit vielen Jahren. Die Rücktrittbremse selbst wurde erstmals im Jahre 1898 von einem US-amerikanischen Unternehmen verbaut. Auch heute ist die Mechanik noch beliebt und nach wie vor in neuen Fahrradmodellen vorhanden.

Mit einem E-Bike mit Rücktritt verbindest du gleich zwei große Vorteile. Einmal erhältst du während der Fahrt elektrische Unterstützung vom E-Bike-Motor, wenn du beispielsweise Gegenwind hast oder es Bergauf geht. Fahrradliebhaber, die noch keine große Kondition haben oder körperlich eingeschränkt sind, müssen dank einem E-Bike mit Rücktritt nicht auf den Fahrspaß verzichten. Hat ein Fahrer nicht ausreichend Handkraft, bremst er sein E-Bike ganz einfach über die Pedale. Auch bei schlechtem Wetter hast du die volle Bremsleistung und kannst dich auf den Rücktritt verlassen.

Einsatzgebiete für E-Bikes mit Rücktritt

Je nachdem, in welchem Einsatzgebiet du dein E-Bike mit Rücktritt verwenden möchtest, findest du schnell und einfach das passende Fahrrad.

  • Trekking: Mit einem Trekking-E-Bike mit Rücktritt bist du in vielen Bereichen unterwegs. Bei dem Allrounder fehlt es an nichts, mit entsprechender Ausstattung fährst du wahlweise bequem oder sportlich.
  • Kurzstrecke: Fährst du lediglich Kurzstrecken, um beispielsweise eine Kleinigkeit einzukaufen oder um Freunde zu besuchen? Kurzstrecken-E-Bikes haben die notwendige Grundausstattung dabei und sind verkehrssicher.
  • Touren: Stehen gelegentlich wundervolle Fahrradtouren an, bist du mit einem Tourenbike äußerst komfortabel und bequem unterwegs. Zudem ist hier häufig ein Gepäckträger verbaut, auf dem du Kleinigkeiten verstaust.
  • Pendeln und Freizeitfahrten: Aber auch zum Pendeln und für gelegentliche Freizeitfahrten ist ein E-Bike mit Rücktritt hervorragend geeignet. Hier hast du ebenfalls einen Gepäckträger dabei, sitzt bequem und bist sicher im Straßenverkehr unterwegs. Zum Pendeln mit der Bahn bietet sich besonders ein E-Bike Klapprad mit Rücktritt an.

Antriebskonzepte bei E-Bikes mit Rücktritt

Mit dem Antriebskonzept ist gemeint, an welcher Position sich der Elektromotor befindet, der dein E-Bike antreibt. Dabei stehen wahlweise Frontmotor, Mittelmotor (Tretlagermotor) und Hinterradmotor zur Auswahl.

  • Frontmotor: Er ist auch als Vorderradmotor bekannt und kommt bei günstigeren E-Bike Varianten zum Einsatz. Mittlerweile findet er allerdings auch hier immer seltener Verwendung. Denn durch seine Position im Vorderrad hat das Fahrrad ein eingeschränktes Fahrverhalten und mehr Gewicht auf der Vorderachse.
  • Mittelmotor: Bei einem Mittelmotor hingegen profitierst du davon, dass der Schwerpunkt ideal verlagert ist. Du kannst das Gleichgewicht besser halten und hast automatisch ein sicheres Fahrgefühl. Gleichzeitig macht sich die Position beim Stromverbrauch bemerkbar, der geringer ausfällt.
  • Hinterradmotor: Dieser Motortyp kommt vor allem bei sportlichen E-Bikes mit Rücktrittbremse vor. Die Belastung der Antriebskette fällt geringer aus als beim Mittelmotor, weshalb auch der Verschleiß nicht so hoch ist. Des Weiteren ist das Fahrwerk weniger anfällig für Geräusche und du hast bei einigen modernen Motoren die Möglichkeit, Energie zurückzugewinnen (Rekuperation).

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