In dieser Liste finden Sie die derzeit besten Damenfahrräder, erstellt von unserer unabhängigen Redaktion. Im Durchschnitt werden die Produkte mit der Note 1,5 bewertet. Wir arbeiten unabhängig und neutral.
Rahmendesign: Trapez vs. Schwanenhals vs. Einrohr
Den Begriff Damenfahrrad verbindet man häufig mit einem tiefen, komfortablen Einstieg. Wer sich in der Angebotspalette von namhaften Fahrradanbietern umsieht, hat meist die Wahl zwischen drei grundlegenden Varianten. Klassiker in dieser Kategorie ist der Einrohr-Rahmen - der Markt kennt ihn auch unter dem Begriff Wave-Rahmen. Diesen gibt es auch mit extratiefem Einstieg wie beim Geniesser 9.4 von Prophete. Ein naher Verwandter ist der Schwanenhalsrahmen, bei dem das Cockpit über eine geschwungene Doppelrohr-Konstruktion mit dem Heck verbunden ist.
Eine sportivere Variante ergibt sich mit dem sogenannten Trapez-Rahmen, ein Abkömmling des klassischen Herrenrahmens mit tiefergesetztem Oberrohrende. Beide Rahmentypen haben auch einen entscheidenden Nachteil, nämlich eine geringere Rahmenstabilität im Vergleich zum Herrenrahmen. Der Schwan schneidet hier etwas schlechter ab als das Trapez. Erwarten Sie in diesem Punkt tadellose Qualität bei gleichzeitig moderatem Rahmengewicht, sollten Sie bereit sein, etwas mehr Geld auszugeben.
Rahmengrößen: Damen-Fahrräder in XXL
Üblicherweise beginnen die Rahmengrößen bei den City- und Tourenrädern für Damen bei gut 40 cm und reichen bis etwa 55 cm. Die Angaben beziehen sich stets auf die Länge des Sitzrohres - das Rohr, in dem der Sattel steckt. Großgewachsene Damen haben es schwer, ganz aussichtslos ist die Suche aber nicht. Tipp: Kalkhoff bietet Damenmodelle mit Rahmengrößen über 60 cm an, z. B. das Agattu 8 oder das Agattu XXL, das auch bei der Maximallast eine Schippe drauflegt.
Fußnote: Typenübergreifend lassen sich die Rahmengrößen kaum miteinander vergleichen. So fällt das Sitzrohr bei sportiven Rädern oft kürzer aus als bei den City- oder Trekkingrädern.
Sportliche Damenräder: Rocktauglich war gestern
Soll ein sportliches Allrounder-Rad für Straße und Schotter her, empfehlen wir Ihnen ein Crossrad mit schmalen Offroad-Reifen, Gabeldämpfung und Kettenschaltung - z. B. das Pathlite WMN 4.0 von Versender Canyon, bei dem Oberrohr und Sitzstreben fast eine Gerade bilden. Soll der Durchstieg noch tiefer sein, kann Bulls mit Modell Wildcross in Trapez-Ausführung dienen. Auch in der MTB-Fraktion findet sich bei Bulls ein passendes Damen-Pendant. Ebenfalls gut: das HardRay Nine 4.0 von R Raymon.
Die 8 Citybikes im Test: Designperlen für die Stadt
Im Testfeld findet sich vom Faltrad bis zum leichtgewichtigen Kurvenräuber oder komfortablen Packesel eine bunte Auswahl. Drei Eckpunkte sind ihnen gemein: eine relativ aufrechte Sitzposition und die pflegeleichte Nabenschaltung definieren sie als typisches Citybike, dazu sind sie durchweg recht clean, heißt: klare, schnörkellose Linienführung mit möglichst wenig Streben oder Anbauteilen, die aus der minimalistischen Silhouette herausragen.
Dieser Designtrend zieht sich aktuell durch viele Produkte, vom iPod über das Interieur von E-Autos bis zu minimalistischen Wohnlandschaften. Solch eine saubere Optik und klare Linie haben natürlich ihren Preis, im wörtlichen, aber eher noch im übertragenen Sinne. Selbst wenn sie 15 Kilo aushalten, das Lenkverhalten ab fünf Kilo wird derart unberechenbar, dass der Großeinkauf keinen Platz darauf findet, eher die Brötchentüte oder der Bürorucksack.
In der folgenden Tabelle sind die getesteten Citybikes im Überblick dargestellt:
| Modell | Preis | Gewicht | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Gazelle Van Stael | 899 Euro | 15 kg | Minimalistisch klassisches Design, toller Lack, super agil und komfortabel |
| Koga Supermetro | 1849 Euro | 15,5 kg | Top Lichtanlage inkl. Tagfahrlicht, wartungsarmer Gates-Riemen, top Bremsen, robuster Lack |
| Retrovelo Louis Duo 26" | 2880 Euro | 17,5 kg | Großer Custom-Baukasten, superkomfortable Reifen-Sattel-Lenker-Kombi, toll verarbeitet |
| Schindelhauer Gustav Moonlight Rose Edition | 1750 Euro | 15,3 kg | Aero-Shape-Rohrsatz,Shimano Nexus-8-Gang-Getriebenabe, Gates Carbon Drive |
| Veloretti Caféchaser | 472,50 Euro | 14,0 kg | Extrem cleane Optik, toller Lack, stabile Felgen, Bleche in Rahmenfarbe |
Detaillierte Betrachtung der Citybikes
Gazelle Van Stael
Das Gazelle Van Stael ist eine Hommage an die sportliche Vergangenheit der Marke. Steuer- und Sattelrohr stehen recht steil, das macht das Cityrad wunderbar agil. Urgemütliche Optik trifft auf tempogene, todschicke und günstige Kombi.
Plus: Minimalistisch klassisches Design, toller Lack, super agil und komfortabel
Minus: Lang übersetzt, Bremsleistung bei Regen, Bereifung wenig komfortabel
Koga Supermetro
Die Vernunftlösung im Test, dabei birgt das Rad so viele optische wie technische Highlights. Allein die spektakulär geformten Rohre, besonders das Steuerrohr mit integriertem Licht, Bremsleitungen und Schaltzug, dazu ganz hervorragende Schweißnähte und der Hammerschlag-ähnliche Lack: alles wie aus einem Guss! Man sitzt citytypisch aufrecht, muss deshalb an Ampeln brav runterschalten, um zu beschleunigen.
Plus: Top Lichtanlage inkl. Tagfahrlicht, wartungsarmer Gates-Riemen, top Bremsen, robuster Lack, dezenter 25-kg-Träger
Minus: Relativ schwer
Retrovelo Louis Duo 26"
Durch die Stadt cruisen ohne Eile, dafür steht dieser Louis. Das stimmige, konsequente Design erinnert an ein Armeemotorrad der 40er, genauso robust ist das Rad von Gabel bis Heckträger.
Plus: Großer Custom-Baukasten, superkomfortable Reifen-Sattel-Lenker-Kombi, toll verarbeitet, viele Anbauten in Radfarbe
Minus: Wenig dynamisch, schwer, nicht billig
Schindelhauer Gustav Moonlight Rose Edition
Kein Wunder, dass Gustav schon alle Designawards abgeräumt hat! Das Rad ist nicht nur in der Sonderfarbe ein echter Blickfang, es ist auch super variabel einsetzbar. Gewicht und Fahrdynamik sind für ein lastentaugliches Rad recht gut. Sorry, Konkurrenz, das Rad ist überall vorne dabei - und bezahlbar!
Veloretti Caféchaser
Ein Rad mit Bremse nur am Hinterrad ist in den Niederlanden völlig legal! Aber auch wenn man mit dem eleganten Understatement de...
Plus: Extrem cleane Optik, toller Lack, stabile Felgen, Bleche in Rahmenfarbe
Minus: Nur mit Zubehör StVZO-konform, Gang nur Flachland tauglich, Frontträger labil
Leichte Räder im Test
Leichtigkeit fühlt sich gut an auf dem Rad, ganz gleich ob mit oder ohne Motor. Ein Pedelec lässt sich durch volle Motorpower vielleicht besser beschleunigen als ein abgespecktes sportliches Rad ohne Motor, aber Gas geben ist halt auch nur eines von vielen Manövern auf einem Bike. Schnelle Richtungswechsel, heftiges Bremsen, mal mit dem Vorderrad den Bordstein hochhopsen, enger Slalom um Absperrungen herum, ambitionierte, lange Steigungen oder auch nur die Treppe hoch tragen oder hinten in den Kombi legen: Nirgendwo kann der E -Motor helfen, im Gegenteil, er belastet sogar im wahrsten Sinne des Wortes.
Das riesige Plus der leichten Räder liegt in ihrer Dynamik, und die wiederum profitiert eben fast ausschließlich vom Gewicht der Räder und ihrer Komponenten, an das im bezahlbaren Segment sonst nur Gravel- und Rennräder rankommen. Ein Besser und Schlechter gibt es dabei nicht, schmale Lenker passen eher zu griffigen und ebenen Wegen und hohen Geschwindigkeiten - Stichwort Luftwiderstände -, die breite Haltung hat Vorteile auf ruppigen Untergründen und im Wiegetritt.
Wo wird bei leichten Rädern an Gewicht gespart?
Trägheit und Dynamik eine Rades setzen sich immer aus den verbauten Komponenten und der Positionierung des schwersten Bauteils, des Fahrers, zusammen. Geringes Rahmengewicht ist eben ein und nicht der einzige Grund für dynamische Kurvenlagen, genauso die Laufradgewichte nicht nur der Ursprung für gutes Beschleunigen. Die Gewichte der leichten Räder liegen mit unter zehn Kilo übrigens auf dem Niveau, das gute Rennräder zuzeiten von Ulrich, Zabel und Co. auf die Waage brachten, um thematisch mal die Klammer zu schließen.
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