Motorradfahren im Wald: Was ist in Deutschland erlaubt?

Wälder bieten zahlreiche Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Einige Waldbesucher schätzen die Ruhe, die dieses Stück Natur mit sich bringt. Andere sind auf der Suche nach kleinen Köstlichkeiten, die ihr Abendessen ergänzen. Aber ist das eigentlich erlaubt? Darf jeder den Wald einfach nach seinen Wünschen und Vorstellungen nutzen oder gibt es gesetzliche Einschränkungen? Was gilt für jene Motorsportbegeisterte, die den unebenen Waldboden gern als Übungsplatz nutzen wollen? Ist Cross-Maschine-fahren im Wald überhaupt erlaubt?

In Deutschland darf jedes Bundesland selbst entscheiden, welche Regeln im Lebensraum Wald gelten. Dafür gibt es entsprechende Landeswaldgesetze (LWaldG). In diesen ist genau festgelegt, ob beispielsweise Radfahren im Wald erlaubt ist. Radfahren im Wald ist in den meisten Bundesländern auf Waldwegen erlaubt. Wichtig dabei ist, dass Sie wirklich nur diese Wege nutzen und nicht quer durch den Wald fahren. Auf Fußgänger ist stets Rücksicht zu nehmen.

In den allermeisten Bundesländern Deutschlands ist das Fahren im Wald mit motorgetriebenen Fahrzeugen (meist mit Ausnahme von Krankenfahrstühlen) untersagt. Wer keine Bußgelder für rechtswidriges Fahren im Wald riskieren möchte, wagt zuvor einen Blick in die landeseigenen Waldgesetze. Finden Sie dort nicht die gesuchten Informationen, können Sie im Zweifelsfall auch bei der zuständigen Forstbehörde anrufen. Eine gute Idee ist es auch immer (falls bekannt), den jeweiligen Waldbesitzer um eine Genehmigung zu bitten.

Sollten Sie sich hingegen nicht informieren und verbotenerweise Quad fahren im Wald, kann die Strafe bzw. das Bußgeld recht hoch ausfallen. In Brandenburg droht beispielsweise eine Geldbuße von bis zu 20.000 Euro für diese Ordnungswidrigkeit.

Waldwege und ihre Nutzung

Viele Menschen fahren in ihrer Freizeit gerne aufs Land. Abseits der asphaltierten Straßen gibt es auch Wege. Nämlich Feldwege und Waldwege. Viele Menschen wolle diese Wege gerne mit dem Fahrrad, dem Auto oder auch einem Motorrad befahren. Oft wissen die Fahrer jedoch nicht, welche Regeln gelten, wenn sie einen sogenannten Wirtschaftsweg befahren wollen.

Fakt ist: Feldwege (sogenannte Wirtschaftswege) dürfen befahren werden, wenn sie „öffentlich gewidmet“ sind, heißt es seitens der Sachverständigenorganisation KÜS. Ob das der Fall ist, kann man bei der jeweiligen Kommune erfragen. Manchmal gibt es auch Schranken oder Schilder.

In mehreren Bundesländern sind Wirtschaftswege grundsätzlich nicht öffentlich (zum Beispiel in Rheinland-Pfalz, aber auch teilweise in NRW und Baden-Württemberg), kann man auf Bußgeldkatalog.org nachlesen. Sie sind nur zur Bewirtschaftung der angrenzenden Grundstücke freigegeben. Auf Verbote wird in der Regel durch Verkehrszeichen hingewiesen.

Ein allgemeines Vorfahrtsrecht für landwirtschaftliche Fahrzeuge oder Forstfahrzeuge gibt es auf Wirtschaftswegen nicht. Es gilt die außerdem die Rechts-vor-links-Regel, wenn sich zwei Waldwege kreuzen. Autofahrer müssen sich an die Straßenverkehrsordnung halten, wenn sie auf solchen Wegen fahren dürfen bzw. sie auf einem Wirtschaftsweg fahren. Dabei sollte der Fahrer auch beachten, dass landwirtschaftliche Arbeitsfahrzeuge mehr Platz benötigen.

Die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) legt auch kein grundsätzliches Tempolimit auf solchen Wegen fest - dennoch sollte man wie im Straßenverkehr auch darauf achten, dass die Geschwindigkeit den Sicht-, Straßen- und Wetterverhältnissen angepasst ist.

Was passiert, wenn man erwischt wird?

Wenn es sich um eine öffentliche Straße handelt, dann ja. Handelt es sich aber um einen Waldweg oder fährst du sogar abseits der Waldwege quer durch den Wald, dann greift das Waldgesetz des jeweiligen Bundeslandes und da ist klar geregelt, dass diese Waldwege nur zur Ausübung der Forstwirtschaft befahren werden dürfen.

Ich würde auch sagen, dass ich auf meinem privaten Bauland fahren darf, solange der Lärm keinen ernsthaft einschränkt. Man darf ja auch Bagger oder Rasenmähertraktor auf dem eigenen Baugrund fahren. Meine Motorsäge dürfte ich auf dem Privatwald auch ohne entsprechende Ausbildung nutzen, im Staatswald aber nicht. Auf den Strecken darf ja auch jeder unabhängig vom Alter fahren, was außerhalb nicht erlaubt ist.

Ich denke das ist eine der Sachen, die nicht unbedingt gerichtlich geklärt werden müssen, sondern einfach mit freundlichen Worten auf dem Land funktionieren sollten, wer Streit sucht bekommt ihn eben auch.

Mögliche Konsequenzen

  • Straftat: Das unbefugte Befahren von Waldwegen kann eine Straftat darstellen und zu einer Vorstrafe führen.
  • Hohe Kosten: Es gibt Fälle, in denen hohe Geldstrafen verhängt wurden.
  • Anzeige: Wenn du im Wald fährst du dich ein Wanderer oder so erwischt wird er dich wohl bei der Polizei melden oder beim Förster. Die werden dich dann Anzeigen. Schätz ich jetzt mal.

Bußgelder und Strafen

Welche Sanktionen drohen, wenn ich zum Beispiel trotzdem Motorrad im Wald fahren will? Auch hier variieren die Sanktionen von Bundesland zu Bundesland. Ein Blick auf diese Bußgeldtabelle gibt Ihnen eine Orientierung über mögliche Bußgelder.

Missachten Sie diesen Grundsatz, droht ein Bußgeld von mindestens 25 Euro. Ein Verstoß gegen diesen Paragraphen kann teure Folgen nach sich ziehen: Fuhren Sie bei schlechter Sicht - etwa wegen Bäumen, scharfen Kurven oder wegen des aufgewirbelten Staubs auf einem Feldweg - zu schnell, droht ein Bußgeld von 100 Euro.

Machen Sie Fehler beim Befahren von Wald- oder Feldwegen, liegt es in der Befugnis des Försters oder Jagdaufsehers, Ihre Personalien aufzunehmen und eine begangene Ordnungswidrigkeit zu ahnden.

Es ist nur Personen mit entsprechender Befähigung erlaubt - etwa mit Jagdschein (beim Fischen: Angelschein). Wer keinen eigenen Wald besitzt, kann zum Beispiel in gepachteten Jagdbezirken oder Pirschbezirken jagen.

Wer mit seiner Motocross-Maschine trotz des Verbotes durch den Wald fährt, riskiert ein empfindliches Bußgeld für das Vergehen. Das drohende Bußgeld kann dabei nach § 70 Absatz 1 Nr.

Beispiele für Sanktionen in verschiedenen Bundesländern:

Die folgende Tabelle gibt Ihnen eine Orientierung über mögliche Bußgelder:

Bundesland Radfahren Fahren mit Kfz Strafe
Baden-Württemberg Erlaubt Verboten Bis zu 2.500 Euro
Hamburg Erlaubt Verboten Bis zu 2.500 Euro
Rheinland-Pfalz Erlaubt Nur mit Zustimmung des Waldbesitzers Bis zu 2.500 Euro
Sachsen Erlaubt Nur mit Zustimmung des Waldbesitzers Bis zu 2.500 Euro

Alternativen zum Motocross-Fahren im Wald

Nicht jedes Sportmotorrad erfüllt die Bedingungen, um eine Straßenzulassung zu erlangen. Diese Fahrzeuge dürfen in der Regel nur auf Privatgrundstücken, z. B. bei Wettkämpfen gefahren werden. Wald- und Feldwege gelten nämlich meist als öffentliche Wege. Diese dürfen nur mit ordnungsgemäß zugelassenen Motorrädern befahren werden.

In Deutschland ist Motocross-Fahren ein Hobby, welches sich wachsender Beliebtheit erfreut. Um diesem nachgehen zu können, gibt es eine Vielzahl von Motocross-Strecken, auf denen man sich ungestört dieser Sportart widmen kann. Dies ist in rechtlicher Hinsicht bedenklich, da das Motocross-Fahren im Wald ohne Sondererlaubnis illegal ist (Es sei denn, es findet auf einem speziell für diesen Zweck vorgesehenen Gelände statt).

Lass Dich bis Du 18 bist und den FS hast, mit Deiner neuen Kati am besten auf die nächste Crossstrecke kutschieren, (falls nicht zugelassen und versichert) auf dem Hänger und dreh´ da munter und ohne Angst Deine Runden !

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