Die E-Bike-Branche erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Der Markt für E-Bikes ist entsprechend groß und unübersichtlich, das Produktportfolio ist riesig. Unterschiedliche Modelle konkurrieren mit unterschiedlichen Antriebskonzepten.
E-Bike Vielfalt und Kategorien
Nahezu jede Gattung, die es für klassische Fahrräder gibt, ist inzwischen auch als E-Bike erhältlich:
- Citybikes: Primär für den Stadtverkehr konzipiert, mit komfortabler Sitzhaltung und einfachem Einstieg.
- Trekkingräder: Erweitern das Arbeitsumfeld eines Citybikes, robust gebaut für Feld- oder Waldwege.
- Mountainbikes: Für wilde Ausritte über Stock und Stein konzipiert, mit kraftvollen Motoren für starke Anstiege.
- Rennräder: Auch als E-Bike erhältlich, für sportliche Fahrer.
E-Bike Motoren im Vergleich
Bei E-Bikes unterscheidet man Mittelmotor, Hinterrad- und Vorderradnabenmotor. In der Regel ist der Mittelmotor am ehesten zu empfehlen. Er sorgt für einen tiefen Schwerpunkt und eine gleichmäßige Gewichtsverteilung durch eine tiefe Position mittig am Tretlager. Ein Mittelmotor ermöglicht sehr sportliches Fahren.
Vorteile des Mittelmotors:
- Tiefer Schwerpunkt
- Gleichmäßige Gewichtsverteilung
- Sportliches Fahren möglich
- Kurze Kabelwege
Nachteile des Hinterrad- und Vorderradnabenmotors:
- Einbußen beim Fahrkomfort
- Hecklastigkeit oder negative Beeinflussung des Lenkverhaltens
- Stärkere Belastung der Gabel
- Durchdrehen des Vorderrades auf rutschigem Boden möglich
E-Bike Akkus: Kapazität und Reichweite
Je größer die Akku-Kapazität, desto besser, weil dadurch die Reichweite des E-Bikes zunimmt. Üblich sind Kapazitäten zwischen 250 und 600 Wattstunden (Wh). Wieviele Kilometer sich mit einer Akkuladung zurücklegen lassen, hängt von ganz vielen Faktoren ab, pauschale Angaben sind deshalb schwierig und mit Vorsicht zu genießen. Entscheidend ist, in welchem Modus man fährt.
Ebenfalls hängt die Reichweite vom Gewicht des Fahrers, der Beschaffenheit der Strecke und den Windverhältnissen ab. Bosch hat im Internet einen nützlichen Reichweiten-Assistenten eingerichtet.
Wichtige Kaufkriterien für das beste E-Bike
Ein E-Bike sollten Sie unbedingt persönlich Probe fahren. Neben objektiven Kaufkriterien gibt es nämlich auch subjektive. Sitzen Sie bequem? Benötigen Sie einen anderen Lenker? Ergibt ein gefederter Sattel Sinn? Fachhändler konfigurieren Ihnen Ihr Fahrrad auf ihre individuellen Vorlieben hin.
Ein wichtiges Thema ist auch, wie leistungsstark der Motor ist. Werfen Sie hierzu zur ersten Orientierung einen Blick auf die Newtonmeter-Angabe. Die Bosch-Antriebssysteme gehören zu den besten am Markt. Sie liefern je nach Motor zwischen 40 und 75 Newtonmeter.
Ein anderes Thema ist die Art der Gangschaltung. Hierbei konkurrieren Naben- und Kettenschaltungen. Ein E-Bike mit Nabenschaltung entfaltet bis auf wenige Ausnahmen am Berg nie die Wucht einer Tretunterstützung mit Kettenschaltung. Bauartbedingt kann erst eine Kettenschaltung das volle Leistungsvermögen des Motors freigeben.
Wichtig ist nicht nur die Beschleunigung, sondern auch das Bremsverhalten. Unterziehen Sie die Bremsen deshalb einem Test. Sind sie ausreichend dimensioniert?
Die besten E-Bikes im Test
Wir haben bislang insgesamt 36 E-Bikes für Sie getestet.
Kalkhoff Endeavour 5+ Move
Viel mehr E-Bike als das Kalkhoff Endeavour 5+ Move kann man in dieser Preisklasse kaum bekommen. Das Zweirad eignet sich perfekt für Kurztrips und längere Ausflüge in der Stadt, auf Landstraßen und Feldwegen.
Kalkhoff bietet das Endeavour 5+ Move in den drei Rahmen-Konfigurationen »Diamond«, »Trapez« und »Wave« an. Für nahezu jeden Radler gibt es das E-Bike in der passenden Größe. Das 5+ Move ist auf 29 Zoll großen Rädern und universellen Schwalbe-Reifen unterwegs.
Beim Motor bedient sich Kalkhoff im Bosch-Sortiment: Zum Einsatz kommt der Motor der Bosch Performance Line mit 75 Newtonmetern. Der Mittelmotor ist mit Tretkraftsensor, Rotationssensor und Geschwindigkeitssensor ausgestattet. Der Bosch-Motor stellt vier Unterstützungsstufen und eine Schiebehilfe zur Verfügung.
Der Lithium-Ionen-Akku (Typ Bosch PowerTube 625) leistet 625 Wattstunden (Wh). Mit einer Ladung sollen im Zusammenspiel mit der geringsten Tretunterstützung Reichweiten von bis zu 115 Kilometer drin sein.
Vorne und hinten hat das Kalkhoff jeweils 180 Millimeter große Bremsscheiben verbaut. Mit der Bremsleistung sind wir im Test sehr zufrieden.
Besitzer eines Apple- oder Android-Smartphones können die eBike Flow-App installieren. So steuert man per Smartphone sämtliche E-Bike-Funktionen, außerdem nutzt man Navigation und Routenplanung, schützt das Velo vor Langfingern und ruft diverse Tour- und Fitnessdaten ab.
Gazelle Ultimate T10 HMB
Fahrspaß, Komfort, Sicherheit und schicke Optik: Das Gazelle Ultimate T10 HMB vereint viele tolle Eigenschaften und ist ein hervorragendes Trekkingrad für unterschiedlichste Einsatzzwecke.
Egal, wie lang und auf welchem Untergrund man mit dem Rad unterwegs sein will: Das Gazelle Ultimate T10 HMB ist ein super E-Bike mit bequemem Sattel, starkem Motor und individuell anpassbarem Lenker.
Canyon Pathlite Onfly 8
Für sportliche Fahrer bietet das Canyon Pathlite Onfly 8 pfiffige Features: Den Sattel kann man vom Lenker aus komfortabel in der Höhe verstellen, das zusätzliche Fernlicht erhöht nachts die Sicherheit, und wer längere Strecken zurücklegen will, kann einen Zusatzakku in der Größe einer Getränkedose andocken.
Touroll MA2 Mid-Drive E-Bike
Achtung, festhalten: Das Touroll MA2 Mid-Drive E-Bike kostet keine 1.000 Euro und bietet sogar noch mehr, als man von einem vernünftigen Einsteiger-Zweirad erwarten darf: gute Fahrleistungen, ordentliche Bremsen, verstellbaren Lenker und akzeptable Reichweite.
Legend Siena
Mit dem günstigen Faltrad Legend Siena ist man auf 24 Zoll großen Rädern erstaunlich souverän und komfortabel unterwegs. Das E-Bike kostet keine 1.500 Euro, lässt sich flott zusammenfalten und ermöglicht eine agile Beschleunigung. Die Verarbeitungsqualität ist ordentlich, Lenker und Sattel sind mit Schnellverschlüssen ausgestattet.
Die besten E-Bikes 2025 im Überblick
In den folgenden Tabellen finden Sie alle E-Bikes aus dem Modelljahr 2024 und 2025, die bereits unseren Test durchlaufen haben. Die Tabelle wird fortlaufend aktualisiert. Ein Klick auf den Modellnamen führt Sie zum ausführlichen Testbericht des E-Bikes.
Tabelle: Ausgewählte E-Bike Modelle im Test
| Modell | Kategorie | Besondere Merkmale |
|---|---|---|
| Kalkhoff Endeavour 5+ Move | Trekking E-Bike | Bosch Performance Line Motor, 625 Wh Akku, vielseitig einsetzbar |
| Gazelle Ultimate T10 HMB | Trekking E-Bike | Komfortabler Sattel, starker Motor, individuell anpassbarer Lenker |
| Canyon Pathlite Onfly 8 | Sport E-Bike | Verstellbarer Sattel, Fernlicht, Zusatzakku optional |
| Touroll MA2 Mid-Drive E-Bike | Einsteiger E-Bike | Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, ordentliche Bremsen |
| Legend Siena | Klapp E-Bike | Kompaktes Design, agil, leicht zusammenfaltbar |
Diese Tabelle bietet einen ersten Überblick über einige der getesteten E-Bike Modelle. Für detailliertere Informationen empfehlen wir, die vollständigen Testberichte zu lesen.
E-Bike Trends und Highlights 2025
- Leichtere Systeme: Der Trend geht klar zu Light-E-Bikes mit kleinerem Akku und Motor - weniger Gewicht, mehr Natürlichkeit beim Fahren.
- Smartere Technik: E-Bikes werden vernetzter - mit GPS-Tracking, Over-the-Air-Updates, Apps und Diebstahlschutzfunktionen.
- Neue Motoren: Bosch & Co. bringen kompaktere, leisere und gleichzeitig leistungsfähigere Antriebe auf den Markt.
- Mehr Integration: Kabel verschwinden, Displays werden unsichtbarer - das Design wird cleaner, Technik tritt in den Hintergrund.
- Vielfalt für alle: Vom Citybike bis zum High-End-Gravel-E-Racer - fast jede Fahrradkategorie ist elektrifiziert, inklusive speziell abgestimmter Geometrien für Frauen, Senioren oder sportliche Fahrer.
E-Bike Testverfahren: So testen wir
Für unseren E-Bike-Vergleich haben wir ein standardisiertes Testverfahren entwickelt. Im Folgenden möchten wir dir kurz zeigen, in welchen Kategorien wir die einzelnen Modelle bewertet haben:
- Verarbeitung: Hier bewerten wir die Qualität von Rahmen, Schweißnähten und Lackierung sowie die Detailverarbeitung.
- Performance: Wir messen Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit und Steigvermögen.
- Reichweite & Akku: Hier prüfen wir beim Eco-, Standard- und Sport-Modus, wie weit du mit voller Ladung kommst, ermitteln den Wh/km-Verbrauch und messen Ladezeiten.
- Komfort & Ergonomie: Wir schauen auf Sitz-Lenker-Abstand, Federweg, Vibrationen und die Ergonomie von Sattel, Lenkergriffen und Bedienelementen.
- Ausstattung: Beleuchtung, Schutzbleche, Gepäckträger, Display-Ablesbarkeit und Connectivity-Features.
- Sicherheit & Bremsen: In dieser Kategorie messen wir den Bremsweg aus 25 km/h, prüfen Temperaturanstieg bei Bremsbelastung sowie Pannenschutz bei Reifen und Reifengröße.
Verwandte Beiträge:
- Elektrofahrrad Antrieb Vergleich: Die besten E-Bike-Motoren im ultimativen Test enthüllt!
- Das Beste Elektrofahrrad im Test: Top-Modelle, die Sie überraschen werden!
- Die besten E-Bike Marken im Test: Top Modelle, Bewertungen & Kaufempfehlungen
- Das beste Elektrofahrrad im Test & Vergleich – Top Modelle entdecken!
- Rennradjacke Winter Herren: Test & Kaufberatung 2024
- Fahrradreifen wechseln mit Scheibenbremse: Anleitung & Tipps
Kommentar schreiben