Das hässlichste Motorrad der Welt: Eine subjektive Betrachtung

Die Frage nach dem hässlichsten Motorrad der Welt ist natürlich rein subjektiv. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Was der eine als abschreckend empfindet, mag der andere als außergewöhnlich und faszinierend betrachten. Trotzdem gibt es einige Modelle, die in der Motorradwelt immer wieder für Kontroversen sorgen und polarisieren.

Fest steht, dass ausgefallene Ideen nicht gleich im Papierkorb verschwinden müssen. Mut, etwas Neues zu wagen, wurde nicht immer belohnt. So kamen etwa aus der bayerischen Innovations-Schmiede viele Ideen, die ihrer Zeit vielleicht voraus waren. Der überdachte Roller C1 beispielsweise, die vollverkleidete und aerodynamisch optimierte K1 oder auch die F 650 CS Scarver: Alle am Geschmack des Publikums vorbei.

Manche Bikes floppten auch, weil das Motorrad nicht mit dem Image des Herstellers übereinstimmte. Ducati wagte mit der Indiana den Sprung ins Cruiser-Geschäft und versuchte, sich mit der Multistrada ein großes Stück vom Endurokuchen abzuschneiden. Letzteres wollte auch Buell mit der Ulysses. Es misslang.

Kandidaten für den Titel "Hässlichstes Motorrad"

Die Liste der Motorräder, die infrage kommen, ist lang und vielfältig. Einige Beispiele, die in Diskussionen häufig genannt werden, sind:

  • BMW C1: Der überdachte Roller spaltete die Gemüter. Während einige das innovative Konzept lobten, kritisierten andere das ungewöhnliche Aussehen.
  • BMW R 1200 C Montauk: Das C-Modell der BMW-Boxer-Reihe wurde von den Bikern sehr verhalten angenommen.
  • Ducati Multistrada (frühe Modelle): Das gewöhnungsbedürftige Design mit dem schwenkbaren Verkleidungsoberteil sorgte für Kontroversen.
  • Bimota Mantra: Das bauchige Design und die ungewöhnliche Linienführung trafen nicht den Geschmack aller.
  • Kawasaki ZL 1000: Eines der durchzugstärksten Kräder seiner Zeit, das wars dann aber auch.

Es gibt aber auch andere Meinungen:

Die erste R1100R ist aber tatsächlich ein richtig schönes Beispiel für Funktion zuerst und dann Design. Ich kann mir richtig gut vorstellen, wie der Designer gekotzt hat, als er die die technische Basis von dem Motorrad bekommen hat. Die Gabel mit den Rauchrohren oben und dem Telelever und der dadurch fehlenden 2. Die ist wirklich ein Opfer des Baukastenprinzips von BMW geworden.

Funktion vor Schönheit?

Manche argumentieren, dass die Optik zweitrangig ist, solange die Funktion stimmt. So donnert man mit der K1 sehr lange mit 220km/h über die Bahn, ohne großartige Einflüsse der Luftströmung, ohne Anstrengung, und leise. Richtig hässlich ist es nur, wenn die Hässlichkeit nichts zur Funktion beiträgt.

Ein kleines banales Detail ist das alte breite Nr. Schild meiner Hyper . Es ist hässlich, aber es fängt die Fett/Schmutzspritzer der Kette auf die sich sonst durch den Sog an meinem Rücken finden würden. Sonst hätte ich es schon längst gegen ein kleineres Schild getauscht.

Die "Flop 20" der Motorradwelt

Die Zeitschrift MOTORRAD hatte 2007 eine Leserumfrage gestartet, um die größten Zweirad-Flops der Neuzeit zu ermitteln. Die Top 20 dieser Liste bieten einen interessanten Einblick in Modelle, die aus verschiedenen Gründen am Markt gescheitert sind:

  1. BMW C1
  2. BMW R 1200 C Montauk
  3. Ducati Multistrada
  4. BMW F 650 Scarver
  5. Münch Mammut
  6. Bimota Mantra
  7. Ducati Indiana
  8. Yamaha GTS 1000
  9. Aprilia RST 1000 Futura
  10. Suzuki TL 1000
  11. Yamaha BT 1100 Bulldog
  12. Sachs Roadster 800
  13. MZ Skorpion
  14. Buell Ulysses XB12X
  15. Honda FMX 650
  16. Moto Guzzi Centauro
  17. Kawasaki KLE 500
  18. Honda VTR 1000 SP-2
  19. Suzuki RF 900 R
  20. BMW K1

Fazit

Letztendlich bleibt die Frage nach dem hässlichsten Motorrad der Welt eine Frage des persönlichen Geschmacks. Während einige Modelle aufgrund ihrer ungewöhnlichen Optik polarisieren, schätzen andere gerade diese Individualität. Wichtig ist, dass das Motorrad seinen Besitzer glücklich macht - unabhängig davon, was andere darüber denken.

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