Die Suche nach dem lautesten Motorrad der Welt ist ein Thema, das viele Motorradenthusiasten fasziniert. Dabei geht es nicht nur um bloße Lautstärke, sondern auch um den charakteristischen Klang, der mit bestimmten Marken und Modellen verbunden ist. Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die zur Lautstärke eines Motorrads beitragen, darunter der Motortyp, die Auspuffanlage und die Konstruktion des Fahrzeugs.
Victory Hammer S: Ein Muscle Cruiser mit Potenzial
Die Victory Hammer S ist ein Muscle Cruiser, der auf dem amerikanischen Markt bereits bekannt ist. Nun will der noch junge Hersteller auch den Europäern zeigen, wo der Hammer hängt. Optisch ist die Kombination aus coolem Chopper und geducktem Drag Bike ist optisch gelungen. Die getestete S-Variante (16 490 Euro) unterscheidet sich durch die blau-weiße Lackierung sowie filigranere und leichtere Schmiede-Gussräder von der 1000 Euro günstigeren Basisversion.
Der mächtige 50-Grad-Vau-Zwo ist lang, breit und hoch. Er ist luftgekühlt, mit je einer obenliegenden Nockenwelle, vier Ventilen pro Zylinder, Benzineinspritzung und Sechsganggetriebe. Während so manches Konkurrenzmodell der Euro-3-Norm per Auspuffklappe ein Schnippchen schlägt, bleibt der Auslass der Victory unmanipuliert. Der Schlag, mit dem das Anlasserritzel in sein Gegenüber einschert, ist denn auch anfänglich die lauteste Kundgebung des 1731er-V2 - akustisch dicht gefolgt vom harten "Kalonk", mit dem sich das Zahnradpaar des ersten Gangs einklinkt.
Unabhängig davon helfen die niedrige Sitzhöhe (71 Zentimeter) und der grundsätzlich tiefe Schwerpunkt eines Cruiser-Konzepts, die Massen unerwartet einfach zu beherrschen. Einmal im Rollen, scheinen die Pfunde förmlich von der Amerikanerin zu purzeln. Erstaunlich neutral zieht das Bike seine Bahn, muss nur mit ein wenig Gegendruck am Lenker auf Kurs gehalten werden.
Mit Zeiten, die nur knapp hinter dem Pole Setter der Chopper-Kategorie, der Harley-Davidson V-Rod liegen, schiebt sich die Hammer auf Anhieb in die fahrdynamische Spitzengruppe. Der Sound bleibt verhalten. Und das archaische Chopperfeeling, das Harley beispielsweise durch das Pulsieren des elastisch gelagerten V2 im Standgas perfekt kultiviert, kommt kaum auf. Starr montiert, residiert der durch eine Ausgleichswelle beruhigte Big Block im Stahlrohrrahmen, zeigt mit moderaten Vibrationen eine gute Kinderstube und will lieber durch Leistung überzeugen.
Seine Definition von Good Vibrations inszeniert dieser 91 PS starke Motor lieber durch das gewaltige Drehmomentplateau, das er zwischen 2700/min und 5000/min machtvoll auftürmt. Dieser satte Druck, dieser wuchtige Antritt, dieses kraftvolle Stampfen, mit dem die Victory kurz über Standgas-Drehzahl loslegt, das ist der Reiz eines Muscle Cruisers.
Die Victory zeigt auch in der Entschleunigung Souveränität. Zwar braucht es einen kräftigen Zug am Handhebel und einen gefühlvollen Tritt aufs Pedal, doch dann stoppt die Hammer aus 100 km/h schon nach 41 Metern. Eine Distanz, die den von der Harley-Davidson V-Rod aufgestellten bisherigen Referenzwert der Cruiser-Kategorie noch einmal um mehr als einen Meter unterbietet - wieder ein Rekord.
Die Victory Hammer S überzeugt mit exzellenter Verarbeitung, schnörkellosem Konzept und sportlicher Ausrichtung. Damit distanziert sie sich als Amerikanerin im engen Rahmen der von der Cruiser-Klientel akzeptierten technischen Ausrichtung so weit wie möglich vom Mythos Harley. Ohne dabei den oft vergebens nach einer eigenen Identität suchenden japanischen Cruisern nachzueifern.
Das Antriebsaggregat der Amerikaner orientiert sich als V-Motor mit einem Zylinderwinkel von 50 Grad (Harley: 45 Grad) denn auch recht nah am lokalen Vorbild. Entscheidende Unterschiede ergeben sich durch die Ventilsteuerung. Im Gegensatz zum Harley-Pendant (Stoßstangen, zwei Ventile) setzt Victory auf einen technisch zeitgemäßeren Gaswechsel mit je einer kettengetriebenen, obenliegenden Nockenwelle, Kipphebeln und vier Ventilen pro Zylinder. Die dadurch vergrößerten freien Ventilflächen und die geringeren bewegten Massen erlauben eine drehzahl- und damit leistungorientiertere Ausrichtung der Steuerzeiten. Vor dem Hintergrund der moderaten Maximaldrehzahl von 5700/min bleiben dem Victory-Aggregat dadurch noch jede Menge Reserven.
Die Folgen: Erstens schaufelt der Big-V bereits bei 2500/min über 140 Nm Drehmoment ans Hinterrad. Zweitens erlaubt die bei diesem Hubraum relativ geringe spezifische Leistung von 91 PS, auf Wasserkühlung zu verzichten. Für die gewollt archaische Optik eines Cruisers eine wesentliche Voraussetzung.
Die Kupplung sitzt auf der Getriebeausgangswelle. Angetrieben wird sie aber - im Gegensatz zum Ketten-Primärtrieb bei Harley - von einem Zwischenrad. Der Sekundärantrieb erfolgt übrigens wie bei den Harley-Modellen über einen Zahnriemen.
Technische Daten der Victory Hammer S
Hier sind einige technische Details der Victory Hammer S:
- Motor: Luftgekühlter Zweizylinder-Viertakt-50-Grad-V-Motor
- Hubraum: 1731 cm3
- Nennleistung: 66,0 kW (90 PS) bei 4900/min
- Getriebe: Sechsganggetriebe
- Gewicht vollgetankt: 315 kg
- Höchstgeschwindigkeit: 193 km/h
MOTORRAD Messdaten
Hier sind einige Messdaten von MOTORRAD:
- Beschleunigung 0-100 km/h: 4,2 sek
- Bremsweg aus 100 km/h: 41,0 m
- Verbrauch bei 130km/h: 6,1 l/100 km
| Messung | Wert |
|---|---|
| Beschleunigung 0-100 km/h | 4,2 sek |
| Bremsweg aus 100 km/h | 41,0 m |
| Verbrauch bei 130km/h | 6,1 l/100 km |
Die Konkurrenz
Die Victory Hammer S muss sich gegen eine Reihe von Konkurrenten behaupten, darunter:
- Harley-Davidson Fat Bob
- Suzuki M 1800 R
- Triumph Thunderbird
Lautstärke im Motorsport und bei Konzerten
Die Lautstärke spielt nicht nur bei Motorrädern eine Rolle, sondern auch im Motorsport und bei Konzerten. Einige Bands haben es sogar in das Guinness Buch der Rekorde geschafft!
Die Hard Rock-Musik in den 70ern war geprägt von harten Riffs, donnernden Schlagzeug-Rhythmen und neuen Entwicklungen in der Lautsprecher-Technik. So kam es dazu, dass Deep Purple mit ihrem Verstärker von Marshall mit 10.000 Watt beim Konzert im Rainbow Theatre in London eine Lautstärke von 117dB erreichen konnten. Noch lauter waren die Rock-Ikonen von The Who. Dann stellten die Rocker einen Rekord von 126dB bei einem Konzert 1976 in London auf - so laut war es 30 Meter von der Bühne entfernt. Sie haben den Heavy Metal mit erfunden und bei ihrem Gitarren-Sound ist es kein Wunder, dass ihre Konzerte die Ohren aller Besucher zum Klingen brachten.
Manowar versuchten technisch alles mögliche dafür, um 1984 in Hannover 129,5dB zu erreichen. 10 Tonnen Verstärkermaterial - eine Wand aus Lautsprechern von 6 Metern Höhe - sorgte für viel Dröhnen in den Ohren der Fans. Motörhead haben mit dem Song "Everything Louder Than Anyone Else" bereits ein Statement gesetzt. Das wurde ihnen 1984 sogar zum Verhängnis, denn bei 130 dB geriet das Variety Theatre in Cleveland so ins Schwingen, dass der Putz von der Decke fiel.
Kiss erreichten bei ihrem Bluesfest in Ottowa die ganze Stadt beschallt. Die Foo Fighters brachten sprichwörtlich die Erde zum Beben. Auch die Iren von U2 machen gerne Lärm. Auf ihrer Tour zu The Joshua Tree drehten sie die Regler volle Pulle auf Anschlag, sodass hunderte Anwohner ein Erdbeben vermuteten und besorgt den Notruf wählten.
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