Während bei den Sportlern der großen Hubraumklassen Neuheiten Mangelware sind, steht die coolste und rassigste 125er-Generation aller Zeiten am Start. Yamaha hat mit der YZF-R 125 vorgemacht, wie fetzig so ein Achtelliter-Bike aussehen kann. Denn gerade bei der angepeilten jugendlichen Kundschaft fährt das Auge mit. Das hat auch Honda erkannt und die recht brave CBR 125 R mit optischen Anleihen bei der Fireblade kräftig aufgepeppt. Und nun schickt Aprilia mit der RS4 eine maßstabsgetreue Kopie des Superbikes RSV4 ins Rennen. So exakt, dass sogar die Soziusplatz-Abdeckung der großen passt.
Keine Frage, die drei verströmen echten Racing-Spirit und treten für diesen Vergleich offen und nicht in der 80 km/h-Drosselvariante für 16- bis 18-Jährige an. Das Fahren mit einer 125er hat eine ganz spezielle Dynamik. Wo ein, zwei PS Unterschied in der Spitzenleistung eine kleine Welt sind, wird Schwung immens wichtig. Der richtige Schaltpunkt sowieso. Und der Kampf um jeden km/h Topspeed erst recht. Ellbogen einziehen, Helm auf den Tank und stehen lassen, wo es geht. Kaum 150 Kilogramm unterm Hintern lassen sich widerstandslos von einer Schräglage in die nächste werfen, um beim Kurvenspeed ja nicht abreißen zu lassen, So muss sich Fliegen anfühlen.
Yamaha YZF-R 125
Die Messlatte hatte 2008 Yamahas Bonsai-R6 gelegt und im damaligen Vergleichstest die versammelte Konkurrenz überrumpelt. Ihre Trümpfe, die ihr damals den Sieg bescherten, stechen auch heute noch. Da ist zum einen der äußerst gelungene Motor. Im Gegensatz zu den beiden anderen ist er sehr langhubig ausgelegt. Das beschert ihm eine fette Drehmomentkurve und das niedrigste Drehzahlniveau. Lässiges Mitschwimmen im Stadtverkehr ist mit 5-6000/min problemlos möglich. Souverän zieht er auch an längeren Steigungen durch und verzeiht schon mal, wenn ihm nicht rechtzeitig der nächsttiefere Gang präsentiert wird. Gemessen am rattenscharfen Sportler-Outfit überrascht das breite nutzbare Drehzahlband im positiven Sinne.
Werden die Gänge engagiert durchgerissen, ist nach 14,8 Sekunden die 100-km/h-Marke gestürmt. Da muss die Konkurrenz abreißen lassen. Und im Durchzug sowieso. Wobei die YZF-R 125 durchaus eine noch längere Übersetzung vertragen könnte. Denn mit der Nase auf dem Tank und genug Anlauf rennt sie schon mal bei Topspeed in den Begrenzer. Das straff abgestimmte und sehr stabile Fahrwerk jedenfalls verkraftet das Tempo locker. Abgeklärt und souverän zieht sie ihre Bögen. Wenngleich die Federelemente in puncto Ansprechen nicht zu den Samtpfoten zählen. Und wenn es brenzlig wird, kann der Fahrer auf eine bombastisch zupackende und gut dosierbare Bremse im Vorderrad vertrauen.
Ob griffige Alu-Rasten, filigrane Sozius-Ausleger, die bananenförmig gebogene Aluguss-Schwinge oder die saubere Verarbeitung insgesamt: Die Yamaha macht nicht nur von der Statur her den erwachsensten Eindruck. Allerdings ist sie auch die am wenigsten handliche dieses Trios - das Wort unhandlich wäre bei einer 125er fehl am Platz. Das mag seine Ursache auch in den eher trägen und wenig nassgrippenden Michelin Pilot Sporty haben. Am starken Auftritt der Yamaha, auf der Straße wie vor dem Freibad, ändert das aber nichts.
Honda CBR 125 R
Dort kommt jetzt auch die Honda CBR 125 R wesentlich besser rüber. Frisch renoviert hat sie den bescheidenen, fast schmalbrüstigen Auftritt der Vorgängerin abgelegt. Selbstbewusst steht sie nun auf standesgemäß breiten Reifen, die schmalen Trennscheiben sind passé. Fahrdynamisch gab es an der CBR bisher ohnehin kaum etwas zu kritteln. So trumpft auch das leicht überarbeitete Fahrwerk groß auf. Klasse ausbalanciert, mit zwar weich abgestimmten, aber sensiblen Federelementen bestückt, ist die CBR ein wieselflinker Straßenfeger. Daran haben weder die breiteren Reifen noch das um zwölf Kilogramm angewachsene Gewicht etwas geändert. Die CBR geht nicht spielerisch ums Eck, sie spielt mit den Kurven.
Doch so aufgeschlossen sie für Richtungs- und Schräglagenwechsel ist, zappelig oder nervös wirkt das nie. Natürlich kommt aufgrund der weichen Fahrwerksabstimmung in welligen Passagen etwas Bewegung auf. Vor allem, wenn es dann noch mit vollen Segeln von einer Kurve in die nächste geht. Aber das bleibt alles im Rahmen. Für die Mitnahme eines Passagiers werden die Dämpfungsreserven allerdings knapp, und das Federbein geht eher als bei den beiden anderen auf Block.
Dafür bietet sie ihrem Reiter mit den halbhohen Lenkerstummeln eine ziemlich relaxte Sitzposition. Zu diesem umgänglichen Charakter passen auch die leichtgängige Kupplung, das flutschige Getriebe, und vor allem Einsteiger werden die nicht sehr bissig agierende Bremse schätzen. Für überraschte Gesichter bei Fahrer wie Kontrahenten sorgt aber auch der Motor, der bis auf ein leicht angepasstes Mapping von der Vorgängerin übernommen wurde. Eine gute Wahl. Obwohl nominell ein PS schwächer und „nur“ ein Zweiventiler. Tut, als könne er kein Wässerchen trüben und hat es doch ziemlich dick hinter den Ohren. Dreht bis 11200/min, kann aber auch wie die Yamaha locker mit 56000/min bewegt werden. Was vernünftiges Warmfahren ermöglicht.
Zwar kassiert die Honda beim Spurt auf 100 km/h die rote Laterne. Aber die bekommt sie aufgrund der etwas geringeren Spitzenleistung erst auf den letzten Metern umgehängt. Bis etwa 80 km/h hält sie beim Ampelsprint mit der Yamaha mit und dreht der Aprilia auf den ersten Metern eine lange Nase. Im Durchzug klinkt sie sich gar knapp hinter der YZF-R 125 ein. Und das, obwohl sie ellenlang - der sechste Gang reicht theoretisch bis knapp 140 km/h übersetzt ist. Dies macht sie allerdings zum heimlichen King of Autobahn. Denn sobald nur eine Andeutung Windschatten oder ein winziges Gefälle mithelfen, dreht die Honda munter weiter, wo die beiden anderen im Begrenzer anstehen, und rennt ihnen davon.
Auch wenn ihr an Dingen wie der simplen Stahlschwinge mit dem einfachen Kettenspanner die Bemühungen, Kosten zu sparen, anzumerken sind, die durchweg solide Verarbeitung ist ihr erhalten geblieben. Immerhin ist sie sechs bis sieben Hunderter billiger als die Konkurrenz. Und wo es darauf ankommt, glänzt sie dennoch mit sinnvollen Details. Stabile Soziusgriffe, ein aufklapp- statt abnehmbarer Tankdeckel zum Beispiel. Oder ein Cockpit, das als einziges komplett mit Wassertemperaturanzeige, Tank- und Zeituhr bestückt ist.
Aprilia RS4 125
Bei der Aprilia RS4 - die 4 signalisiert, dass da nun ein Viertakter seinen Dienst tut - orientiert sich die Ausstattungsliste dagegen an den Bedürfnissen eines Racers. Was wollte man von einer Maschine mit diesem hinreißenden Styling auch anderes erwarten. Tankanzeige? Uhr? Pah. Die Aprilia bietet einen Topspeed-Speicher. Der Laptimer der Vorgängerin allerdings fehlt, doch riss die auch einen rund 1200 Euro tieferen Krater ins Konto.
So verkneift sich die RS4 auch den polierten Alu-Rahmen und die schöne Alu-Bananenschwinge. Doch bietet sie dafür als Einzige eine Upside-down-Gabel und eine Radial-Bremszange. Und die bremst wie der Teufel. Mächtig Biss hat auch der bei Derbi hergestellte Vierventilmotor. Allerdings hauptsächlich zwischen zehn und elftausend Umdrehungen. Und selbst dann ist gefühlvolles Einkuppeln nötig, soll die Drehzahl nicht zu schnell fallen, sodass die beiden anderen beim Ampelsprint enteilen. Wäre da nicht der Viertaktsound, man könnte zweifeln, ob da nicht vielleicht doch noch So wird die Aprilia trotz der recht kurzen Übersetzung im Durchzug nach hinten durchgereicht. Ihre fünf respektive zehn Kilogramm Mehrgewicht gegenüber Yamaha und Honda tragen da gewiss ihren Teil dazu bei.
Immerhin verbraucht die RS4 125 mit 3,3 Litern nun über einen Liter weniger als ihre zweitaktende Vorgängerin. Doch Honda und Yamaha geben sich mit 2,5 Litern noch knausriger. Und dass der Aprilia-Motor vor allem heiß nicht so spontan anspringen mag, dazu am deutlichsten vibriert und mit schabenden Nebengeräuschen auch akustisch kein Highlight setzt, zeigt, dass es da in Sachen Motorabstimmung noch einiges zu verbessern gibt. Und dennoch: Wer sich auf das Spiel mit dem schmalen Leistungszenit einlässt, den Motor immer schön im optimalen Bereich dreht und rechtzeitig den nächsten Gang bereithält, der erntet es - dieses Race-Feeling.
Das Arrangement aus Rasten, geräumigem Sitzpolster und breit ausgestellten Lenkerstummeln - die allerdings in der Gabelbrücke montiert sind, was im Sturzfall teuer werden kann - bietet auch großen Piloten ausreichend Platz. Und in puncto Fahrwerk zeigt die Aprilia, was Sache ist. Schlägt Haken wie ein Hase, klappt beinahe so leichtfüßig wie die Honda in Schräglage. Das Chassis zeigt sich - sofern die Sava-Reifen warm gefahren sind - noch stabiler und exakter als jenes der Yamaha. Wäre die Ideallinie ein schmaler Kreidestrich auf der Straße, die Aprilia würde ihn treffen. Da erwacht sie, die Lust an perfekt gezirkelten Bögen, am exakten Fahren, das auf einer 125er so eminent wichtig ist. Im famosen Fahrwerk liegt die große Stärke der Aprilia.
MOTORRAD Punktewertung / Testergebnis
Ob im Durchzug, der Leistungsentfaltung oder dem Startverhalten, der auf Drehzahl angewiesene Motor der Aprilia kann in diesem Umfeld nicht punkten. Hier ist nach wie vor die Yamaha das Maß der Dinge. Beim Fahrwerk allerdings spielt die RS4 125 ihre ganze Stärke aus, auch wenn der Titel der Handling-Königin an die quirlige Honda geht.
Erstklassige Bremsen bieten sowohl Aprilia als auch Yamaha, die Honda-Anlage zeigt sich deutlich zahmer abgestimmt. Für Sportmaschinen eher ungewöhnlich: Der Blick zurück in die Spiegel ist ausgesprochen gut. Die Honda hat wie die Aprilia beim Gewicht kräftig zugelegt, ist aber immer noch die Leichteste.
Nur 2,5 Liter Verbrauch bescheren YZF-R 125 und CBR 125 R Reichweiten von über 500 Kilometern. Dank Viertaktmotor ist die RS4 125 mit 3,3 Litern nun ebenfalls deutlich sparsamer geworden. Mit 4000 Kilometern sehr kurz: Die Inspektionsintervalle der Honda.
Testergebnis:
- Yamaha YZF-R 125 Klasse Motor, tolle Bremsen und ein ausgezeichnetes Fahrwerk. Eine schwer zu schlagende Kombination. Das scharfe Design setzt dem die Krone auf.
- Honda CBR 125 R Frisch renoviert besticht die handliche Honda mit Ausgewogenheit und einem überraschend gut aufgelegten Motor. Dank erwachsenerem Auftritt nicht nur für Sparfüchse erste Wahl.
- Aprilia RS4 125 Die Schwächen der Motorabstimmung sind nicht wegzudiskutieren. Doch darüber hinaus begeistert das Mini-Superbike. Formal wie fahrwerks- und bremstechnisch. Und Platz für Große bietet sie obendrein.
Technische Daten
| Aprilia RS4 125 | Honda CBR 125 R | Yamaha YZF-R 125 | |
|---|---|---|---|
| Motor Bauart | Einzylinder-Viertaktmotor | Einzylinder-Viertaktmotor | Einzylinder-Viertaktmotor |
| Einspritzung Ø | 32 mm | 30 mm | 28 mm |
| Kupplung | Mehrscheiben-Ölbadkupplung | Mehrscheiben-Ölbadkupplung | Mehrscheiben-Ölbadkupplung |
| Bohrung x Hub | 58,0 x 47,0 mm | 58,0 x 47,2 mm | 52,0 x 58,6 mm |
| Hubraum | 124 cm3 | 125 cm3 | 124 cm3 |
| Verdichtung | 12,5:1 | 11,0:1 | 11,2:1 |
| Leistung | 11,0 kW (15 PS) bei 10500/min | 10,0 kW (14 PS) bei 10000/min | 11,0 kW (15 PS) bei 9000/min |
| Drehmoment | 11 Nm bei 8000/min | 10 Nm bei 8000/min | 12 Nm bei 8000/min |
| Rahmen | Brückenrahmen aus Alu | Brückenrahmen aus Stahl | Brückenrahmen aus Stahl |
| Gabel | Upside-down-Gabel, Ø 41 mm | Telegabel, Ø 31 mm | Telegabel, Ø 33 mm |
| Bremsen v/h Ø | 300/Ø 218 mm | 276/Ø 220 mm | 292/Ø 230 mm |
| Räder | 2.75 x 17; 3.50 x 17 | 2.50 x 17; 3.50 x 17 | 2.75 x 17; 3.75 x 17 |
| Reifen | 100/80-17; 130/70-17 | 100/80-17; 130/70-17 | 110/80-17; 130/70-17 |
| Radstand | 1350 mm | 1313 mm | 1355 mm |
| Lenkkopfwinkel | 65,0 Grad | 65,0 Grad | 65,8 Grad |
| Nachlauf | 94 mm | 90 mm | 86 mm |
| Federweg v/h | 110/122 mm | 120/126 mm | 130/125 mm |
| Sitzhöhe** | 815 mm | 785 mm | 830 mm |
| Gewicht vollgetankt** | 146 kg | 136 kg | 141 kg |
| Tankinhalt/Reserve | 14,5 Liter | 13,0 Liter | 13,8/1,2 Liter |
| Service-Intervalle | 6000 km | 4000 km | 6000 km |
| Preis | 4021 Euro | 3390 Euro | 3995 Euro |
| Nebenkosten | 174 Euro | zirka 180 Euro | zirka 170 Euro |
| 80 km/h-Drosselung | ohne Aufpreis | ohne Aufpreis | zirka 246 Euro |
| Höchstgeschwindigkeit* | 125 (110) km/h | 126 (110) km/h | 130 (120) km/h |
| Beschleunigung 0-80 km/h | 9,7 sek | 9,3 sek | 8,5 sek |
| Beschleunigung 0-100 km/h | 16,4 sek | 17,6 sek | 14,8 sek |
| Durchzug 50-80 km/h | 15,4 sek | 12,4 sek | 11,4 sek |
| Durchzug 50-100 km/h | 26,3 sek | 22,3 sek | 19,5 sek |
| Testverbrauch | 3,3 Liter | 2,5 Liter | 2,5 Liter |
| Reichweite Landstraße | 439 km | 520 km | 552 km |
Herstellerangaben, *Kfz-Schein-Angaben in Klammern, **MOTORRAD-Messungen
Die Qual der Wahl: Welches 125er-Motorrad ist das Richtige für Dich?
Ab dem 1. Januar 2025 dürfen nur noch Motorräder neu zugelassen werden, die der Euro 5+ Norm entsprechen. Alle Hersteller werden dazu verpflichtet, ihre Modellpalette an die gesetzlichen (Emissions)vorgaben anzupassen. Mit der geltenden Norm werden die Grenzwerte für Schadstoffe wie Kohlenmonoxid (CO), Stickoxide (NOx) und Kohlenwasserstoffe (HC) weiter gesenkt. Dadurch sind Motorräder zwar umweltfreundlicher, aber auch technisch anspruchsvoller.
Für dich als Käufer könnte das zeitlich begrenzt besonders attraktiv sein. Der Grund: Der Motorradhandel gerät unter Druck, da Euro 5-Modelle ohne den “+” Zusatz verkauft werden müssen, ehe sie gewissermaßen zum alten Eisen gehören. 125er sind zwar keine Rennmaschinen, aber sie haben trotzdem genug Dampf, damit du im Stadtverkehr und auf Landstraßen ordentlich Spaß haben kannst.
Top 10 der A1 125er Motorräder 2024
Die A1 125er Motorräder erfreuen sich besonderer Beliebtheit, vor allem unter jungen Fahrern und Pendlern. Diese Leichtkrafträder bieten eine ideale Kombination aus Wendigkeit, niedrigem Verbrauch und überschaubaren Kosten. Da man sie bereits ab 16 Jahren fahren darf, bieten sie jungen Menschen eine frühe Möglichkeit, in die Welt des Motorradfahrens einzutauchen.
- Yamaha MT-125: überzeugt mit ihrer sportlichen Optik und dynamischen Leistung.
- KTM 125 Duke: bekannt für ihre kompromisslose Sportlichkeit.
- Honda CB125R: überzeugt mit einem gelungenen Mix aus klassischem Design und moderner Technologie.
Die Qual der Wahl: Roller vs. Motorrad
Worin unterscheiden sich eigentlich Motorräder vom Roller, auch wenn beide über einen 125 ccm Motor verfügen? Hier sind die wesentlichsten Unterschiede zusammengefasst:
- Schaltung vs. Automatik: Die meisten Roller haben eine Automatik, während Motorräder eine manuelle Schaltung und Kupplung haben.
- Fahrverhalten: Motorräder haben oft bessere Fahrwerke, bessere Bremsen und fühlen sich stabiler an - besonders bei höheren Geschwindigkeiten.
- Stauraum: Roller haben oft ein Helmfach unter der Sitzbank - praktisch für den Alltag.
- Optik: Roller sind praktisch, aber Motorräder haben einfach einen cooleren Look.
Elektro-Alternativen: Die Zukunft der 125er?
Reine Puristen und Benzinbrüder werden sie meiden: Die Rede ist von Elektromotorrädern als ernst gemeinte Alternative. Themen wie Reichweite, Betriebskosten, Umweltschutz sind nur einige der zahlreichen Streitthemen im Dunstkreis der E-Mobilität, die auch vor E-Motorrädern nicht halt machen. Aber was bedeutet eigentlich der Umstieg von Verbrenner auf Elektro im Alltag? Für wen eignen sich die elektrifizierten Alternativen und welche Modelle können mit ihren verbrennenden Artgenossen mithalten?
Einige interessante Modelle sind:
- Super Soco TCmax
- NIU RQi
- Kawasaki Ninja e-1
125er-Motorräder für Autofahrer: Bikes mit Pkw-Führerschein
Seitdem Autofahrer nach einer Schulung 125er-Motorräder fahren dürfen, wächst das Interesse an den flinken Einsteiger-Bikes. Um ein 125er-Bike mit dem Autoführerschein zu fahren, bedarf es nur einer Fahrerschulung. Die sonst vorgeschriebene Ausbildung samt Prüfungen muss für die Fahrerlaubnis der Klasse B196 nicht mehr durchlaufen werden. Voraussetzung ist lediglich, dass man älter als 25 Jahre ist und seit über fünf Jahren den Pkw-Führerschein Klasse B besitzt.
Moderne 125er-Motorräder, offiziell Leichtkrafträder genannt, dürfen maximal 125 cm³ Hubraum und 11 kW/15 PS haben, Elektro-Leichtkrafträder entsprechend eine Nenndauerleistung von 11 kW. Sie kommen den nicht gedrosselten Motorrädern in vielen Punkten sehr nahe und bieten gehobenen Fahrspaß für überschaubares Geld.
Die Top 10 der beliebtesten 125er Motorräder für Autofahrer:
- KTM 125 Duke
- Yamaha MT-125
- Honda CB 125 R
- Beta RR 125 LC Enduro
- Aprilia SX 125
- Yamaha YZF-R125
- Kawasaki Z 125
- Honda Monkey
- Suzuki GSX-S 125
- F.B Mondial HPS 125i
125ccm Top Speed Messungen
Um den theoretischen Angaben zu entfliehen haben wir uns auf die Socken gemacht, sind Landstraßen rauf- und runtergebrettert und haben mittels GPS-Messungen Daten erhalten. Wie verhalten sich die Bikes in der Praxis, also auf dem Asphalt, wo sie auch hingehören? Zur objektiven Bewertung der Beschleunigungsleistung von Mopeds bis 125 cm³ mit manuellem Getriebe wird die Geschwindigkeit von 0 bis 80 km/h gemessen. Dabei kommt ein GPS-basiertes Messsystem zum Einsatz, das präzise Zeit- und Geschwindigkeitsdaten liefert.
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