Wer sich heute mit E-Bike Superlativen beschäftigt, kämpft einen Wettlauf gegen die Zeit. Was heute noch als Sensation in Sachen Geschwindigkeit, Gewicht oder Reichweite gefeiert wurde, kann morgen schon „Schnee von gestern“ sein. Das einst so hochdekorierte Startup ist womöglich sogar trotz aller Vorschusslorbeeren mittlerweile für immer in der Versenkung verschwunden.
Warum kosten manche E-Bikes mehr als ein Auto?
Auf den ersten Blick klingt es absurd, aber es hat mehrere Gründe: Bei den teuersten Fahrrädern der Welt geht es meist nicht um reine Funktion. Es geht um Prestige, Materialfetisch, Handwerkskunst - oder um Kunst. Manche Modelle sind Unikate, vergoldet, mit Diamanten besetzt oder in Zusammenarbeit mit berühmten Automarken, Designern und Künstlern entstanden. Andere wiederum setzen Maßstäbe in Sachen Technik, Leichtbau oder Aerodynamik.
Luxus auf zwei Rädern - (fast) ohne Grenzen
Ob vergoldetes Sammlerstück, futuristisches Leichtbauwunder oder kunstvolles Designobjekt: Die teuersten Fahrräder der Welt spielen in einer eigenen Liga. Und sie zeigen, dass auch ohne Motor ordentlich Geld bewegt werden kann - nur eben mit Muskelkraft.
Die teuersten E-Bikes im Überblick
Es gilt, die 75.000 € zu toppen, die Bugatti für sein „Diavelo“ aufruft. Hier sind einige der exklusivsten Modelle auf dem Markt:
- PG Bugatti E-Bike: Super teuer, schlank, puristisch und knallgelb. Das E-Bike entstand in Zusammenarbeit mit PG und Diavelo. Beim Preis von 75.000 Euro musste man dann aber doch schlucken. Wow! Das ist eines der teuersten E-Bikes, die uns je untergekommen sind. Aber vielleicht auch eines der schicksten E-Bikes, die wir bisher gesehen haben.
- Terminus M55: Mit 120 km/h Topspeed und einem Kaufpreis von 27.000 € ist dieses E-Bike das wohl schnellste und teuerste in Serie gefertigte Elektro-Fahrrad der Welt. Im Terminus M55 arbeiten 2000 Watt für satten Fahrspaß.
- Blacktrail von PG-Bikes: Satte 100 km/h bringt das BlackTrail auf den Tacho und auf die Straße. Sein Hybridmotor und die Verwendung von hochwertigen Materialien wie Titan, Carbon und Aluminium machen es zu einem wahren Juwel der Technik, das seinen Preis von 27.000 Euro rechtfertigt.
Weitere exklusive E-Bike Modelle
Neben den bereits genannten Modellen gibt es noch weitere bemerkenswerte E-Bikes im Premium-Segment:
- Alutech E-Fanes CNC: 16250 Euro. Zeigen, was möglich ist, das wollte Alutech-Macher Jürgen Schlender und entwarf einen Rahmen, der aus zwei gefrästen Hälften zusammengeschweißt wird. Wirtschaftlich ist das Projekt Wahnsinn - dafür richtig heiß!
- Scapin E-Bone: 14950 Euro. Die italienische Schmiede Scapin machte sich mit Rennrädern aus Stahl einen Namen. Jetzt steht mit dem E-Bone ein Carbon-Fully mit Fazua-Antrieb bereit. 16,9 Kilo und sündhaft teuer!
- Specialized S-Works Levo: 14500 Euro. Das Levo findet in vielen Bestenlisten Platz. Der enorme Preis ist eher ein unrühmlicher Punkt. Doch der Erfolg gibt dem Trail-Könner recht.
Worauf sollte man beim Kauf eines teuren E-Bikes achten?
Die Frage, wie teuer ein E-Bike sein darf, kann man pauschal nicht beantworten. Tamara Winograd, Leiterin Marketing und Kommunikation bei Bosch E-Bike Systems, erklärt: „Wie bei allen technischen Produkten variiert der Preis in Abhängigkeit davon, welche spezifischen Anforderungen man an das Produkt stellt. Leistung, Qualität, Design - verschiedene Faktoren spielen hier eine Rolle.“
Bernd Welponer von "Absoluts - Bikes and More" ergänzt: „Die meisten Kunden planen für ein E-Bike zwischen 2000 und 3000 Euro ein. Es ist in der Regel eine komplett neue Käufergruppe, die zu uns kommt.“
Wichtige Aspekte beim Kauf
- Qualität der Komponenten: Gerade beim E-Bike sind nicht nur der Antrieb, sondern auch die Komponenten entscheidend. Durch die Motorkraft kommt es zu einem höheren Verschleiß bei diesen.
- Einsatzbereich: Die Frage wird sein, wie groß ist der Einsatzbereich für die eingesetzten Euro.
- Persönliche Anforderungen: Überlegen Sie, wie Sie das E-Bike nutzen möchten. Auf dieser Basis ist eine Entscheidung für das richtige E-Bike einfacher.
Die Rolle von Design und Innovation
Hans-Jürgen Schwarzer von schwarzer.de betont die Bedeutung des Designs. Viele Experten und Design-Liebhaber nennen das Super73 S2 oder das VanMoof S5 als eines der schönsten E-Bikes.
Innovation spielt ebenfalls eine große Rolle. PG-Bikes hat die internationale Zweirad-Branche immer wieder mit ihren revolutionären Zweirädern in Erstaunen versetzt. Sein außergewöhnliches Design und seine technischen Innovationen haben selbst die Neugier von Fahrrad-Skeptikern geweckt - eine wahre Wende in der Fahrradwelt.
E-Bike Tests und Qualität
Elektrofahrräder boomen, doch was taugen sie? Die Stiftung Warentest hat zwölf Modelle überprüft. Nur ein Drittel davon ist „gut“, andere haben schwere Mängel. Bei zwei Bikes droht sogar Brandgefahr. Sie kosten oft mehrere Tausend Euro, trotzdem werden Pedelecs immer beliebter. Doch etliche der umgangssprachlich oft „E-Bikes“ genannten Fahrräder mit Elektromotor bergen Risiken für den Fahrer. Der Preis oder der Markenname taugen als Qualitätskriterium beim Kauf nur bedingt. Das zeigt ein Vergleich der Stiftung Warentest von zwölf Pedelecs („Test“-Ausgabe 6/20).
Ergebnisse der Stiftung Warentest
Die Experten haben den Fokus auf komfortable Modelle mit tiefem Einstieg in der Preisspanne von 2150 bis 3500 Euro gelegt. Zwei Markenräder fallen mit „mangelhaft“ durch, darunter eines der drei teuersten Modelle. Der Grund: Von den Steckergehäusen des Akkus respektive des Ladegeräts geht eine Brandgefahr aus.
Nur ein Drittel der E-Bikes bewerten die Experten mit „gut“, darunter der Testsieger KTM Macina Tour 510 für rund 2900 Euro (Note 1,7). Es fährt als einziges mit insgesamt sehr guten Fahreigenschaften vor. Ebenfalls „gut“ sind das Stevens E-Courier PT5 für rund 3000 Euro (2,3), das Pegasus Premio Evo 10 Lite für rund 3100 Euro (2,4) sowie das Raleigh Kent 9 für rund 2800 Euro (2,4).
Tabelle: Empfehlungen der Stiftung Warentest
| Modell | Preis (ca.) | Note |
|---|---|---|
| KTM Macina Tour 510 | 2900 Euro | 1,7 |
| Stevens E-Courier PT5 | 3000 Euro | 2,3 |
| Pegasus Premio Evo 10 Lite | 3100 Euro | 2,4 |
| Raleigh Kent 9 | 2800 Euro | 2,4 |
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