Die teuersten Motorräder der Welt: Eine exklusive Übersicht

Harley-Davidson steht für Freiheit, Rock'n'Roll, schwere Maschinen - und manchmal auch für unfassbar viel Geld. Wer glaubt, Motorräder seien im Vergleich zum schicken Auto was für den schmaleren Geldbeutel, hat vermutlich noch nie einer Harley-Auktion gelauscht.

Ob limitierte Serienmodelle, echte Filmikonen oder skurrile Einzelstücke: Hier sind einige der teuersten Motorräder der Welt, die durch Exklusivität, Technologie und Geschichte beeindrucken.

Top 10 der teuersten Motorräder

Platz 10: Harley-Davidson WLA (1942) - ca.

Die WLA war Harleys Beitrag zum Zweiten Weltkrieg - und wurde in riesigen Stückzahlen an die US-Armee geliefert. Heute ist sie Kultobjekt für Militärhistoriker, Harley-Sammler - und alle, die schon immer mal wie Captain America den Helm aufsetzen wollten. Restaurierte Exemplare kosten etwa so viel wie ein Neuwagen - und sehen dazu deutlich besser aus.

Platz 9: Honda CBR 1000 RR-R Fireblade SP2 ab 29.699 Euro

Wer hätte das gedacht: Die Top-Honda, die CBR 1000 RR-R Fireblade hat nicht nur den längsten Modellnamen, sondern ist das günstigste der teuersten Kräder in Deutschland. Die Supersportlerin mit Öhlins-Fahrwerk und Rennbremse, wiegt 201 Kilo vollgetankt und leistet 218 PS. Stärker und leichter ist nur die deutlich teurere BMW auf Platz 6.

Platz 8: Kawasaki Ninja ZX-10 RR ab 29.995 Euro

Mit fast 30.000 Euro mit das günstigste der teuersten Motorräder in Deutschland: Kawasaki Ninja ZX-10 RR. Die vormalige Homologationsbasis für die WSBK von Kawasaki und technische Basis für die aktuelle Bimota KB998 in der WSBK. Bis zu 214 PS bei fahrfertigen 207 Kilo sind Supersport in Reinform. Übrigens: Teurer ist aus diesem Hause nur die nicht straßenzugelassene Kawasaki Ninja H2R.

Platz 7: Harley-Davidson CVO Street Glide (2023)

Die CVO Street Glide 2023 ist Harleys Antwort auf die Frage: Wie viel Luxus passt eigentlich auf zwei Räder? Unter dem Blech brummt der neue Milwaukee-Eight VVT 121, ein V2 mit 1.977 cm³, 115 PS und genug Drehmoment, um dir beim Gasgeben die Sonnenbrille von der Nase zu ziehen. Dieses Bike ist nicht einfach ein Motorrad es ist ein rollender Spa-Bereich mit eingebautem Bass.

Platz 6: BMW M 1000 RR ab 36.300 Euro

Die teuerste Basis-BMW ist die leichteste und stärkste BMW überhaupt. Ab 36.300 Euro kostet die BMW M 1000 RR, wobei auch hier im Konfigurator mit Carbon und Extras die 45.000 Euro keine Ausnahme, sondern die Regel sein dürften. Die technische Basis für die Superbike-WM leistet 218 PS bei nur 194 fahrfertigen Kilogramm Gewicht.

Platz 5: Honda GL 1800 Gold Wing Tour ab 39.900 Euro

Vom leichtesten Krad auf Platz 6 zum schwersten auf Platz 5: Honda verlangt für die Gold Wing Tour mit DCT und dem weiter einzigartigen Airbag ab 39.900 Euro. Dafür boxen allerdings auch 6 Zylinder auf über 1.800 Kubik verteilt, geschaltet wird automatisch, und der Fahrkomfort ist unerreicht.

Platz 4: Indian Roadmaster Elite ab 44.990 Euro

Noch schwerer und noch teurer als die Gold Wing ist der Platz 4, die Indian Roadmaster Elite. Luftgekühlter V2 mit 92 PS, der 417 Kilo beschleunigen muss. Das dürfte mit 171 Nm allerdings souverän möglich sein. Übrigens: das einzige Modell mit einer kühlenden Sitzbank ab Werk.

Platz 3: Harley-Davidson CVO Road Glide RR (2025) - ca.

Du willst Rennstrecken-Vibes, aber nicht auf Koffer verzichten? Ausgestattet mit dem größten Harley-V2 aller Zeiten (131 cui / 2.147 cm³), 153 PS, Titan-Auspuff, Öhlins-Fahrwerk, Carbonverkleidung - alles, was man braucht, um auf der King of the Baggers-Rennstrecke auch mal den inneren Valentino zu channeln. Limitiert auf 131 Stück - und leider nur für den US-Markt.

Platz 2: Harley-Davidson CVO Road Glide ST ab 50.150 Euro

Endlich eine Harley in der Liste der teuersten Bikes des Jahres. Und was für eine. Sportlicher und stärker war bisher keine Big-Twin-Harley: 128 PS und 193 Nm, dazu ein voll einstellbares Fahrwerk, das kostet nicht nur Geld, sondern trifft auch auf 380 fahrfertige Kilogramm Gewicht. Und limitiert, nur in den USA und für über 100.000 Dollar, in der CVO Road Glide RR noch heftiger.

Platz 1: Bimota Tesi H2 ab 63.466 Euro

Zwar widerspricht die Bimota Tesi H2 auf Platz 1 etwas mit Anspruch: unlimitiertes Sondermodell. Doch die 250 Stück versucht Bimota seit einigen Jahren an Mann oder Frau zu bringen. Hier limitiert sich eher die Nachfrage als das Angebot.

Mit einer Einarmschwinge am Hinterrad fällt man heute nicht mehr auf, mit einer Achsschenkellenkung vorne allerdings schon. Die bei Bimota schon traditionelle, und patentierte Radnabenlenkung ist ein extremer Eye-Catcher, der aber auch technisch Sinn macht: kein eintauchen beim Bremsen, und das fördert den perfekten Strich durch die Ecke. Durch die 49% Beteiligung von Kawasaki an Bimota haben die Italiener Zugang zur Kawasaki Motorpalette. Und für die Tesi kommt nat. nur das derzeit PS-stärkste straßenzugelassene Serientriebwerk der Welt, der 231PS Kompressor Motor der H2 in Frage. Die Tesi wiegt damit volle 31kg weniger als die Kawasaki H2 mit gleichem Motor! Es wird nur 250 Tesi H2 geben, von der Tesi H2 Carbon Edition sogar nur 10 Exemplare!

Weitere bemerkenswerte teure Motorräder

Harley-Davidson Blue Edition - ca.

Was passiert, wenn ein Uhrmacher, ein Edelmetall-Fan und ein Motorradbauer in eine Schweizer Werkstatt eingeschlossen werden? Richtig: die Blue Edition. Goldbeschichteter Motor, eingebaute Uhr von Carl F. Bucherer, eine Leuchte für das Schmuckstück im Tank und mehr Diamanten als auf einem Rap-Konzert. Angeblich fahrbar, aber wahrscheinlich in konstanter Angst vor Reißverschlüssen und Steinschlägen.

Diamanten, echt vergoldete Schrauben, im Tank eingelassene Tresore mit einer Unikatuhr von Carl F. Bucherer und Ringen von Bucherer Fine Jewellery. Die Harley-Davidson BLUE EDITION ist ein spezielles Mitglied der Bucherer BLUE EDITIONS Familie und mit einem Wert von CHF 1,888 Mio. Die Harley-Davidson BLUE EDITION ist ein handgefertigtes Bike der Superlative.

Als erstes Motorrad der Welt besitzt die Harley-Davidson BLUE EDITION einen von innen beleuchteten Motor: Durch ein Fenster sieht man die sich drehende Nockenwelle ebenso wie die Ventilsteuerung und die vergoldeten Drosselklappen.

Höchste Juwelierskunst in einem Motorrad: Auch das macht die Harley-Davidson BLUE EDITION einzigartig. So adaptierte Bündnerbike den Dizzler-Drehring aus der Bucherer Fine Jewellery Kreation, um ihn auf den Griffen des Lenkers anzubringen.

Cyclone V-Twin (1915)

2025 kommt ein weiteres hinzu: Teuerstes Motorrad der Welt - für 1,32 Millionen US-Dollar kam ein Exemplar unter den Hammer.1,32 Millionen US-Dollar oder 1,29 Millionen Euro - das entspricht rund 64 brandneuen BMW R 1300 GS. Doch statt Hightech, Elektronik und modernen Assistenzsystemen bekommt man für diese Summe ein 110 Jahre altes Motorrad, das weder Bremsen im heutigen Sinne noch eine funktionierende Federung hat.

Zwischen 1912 und 1917 fertigte das Unternehmen nur eine kleine Anzahl dieser Motorräder - Schätzungen gehen von weniger als 300 Exemplaren aus. Die Cyclone-Motorräder waren für ihre revolutionäre Technik bekannt und dominierten die Rennstrecken ihrer Zeit.

Mit ihrem 61-Kubikzoll (996 ccm) 45-Grad-ohc-V-Twin-Motor setzte die 1915er Cyclone V-Twin neue Maßstäbe im Motorradbau. Während die meisten Konkurrenten auf einfache Seitenventil-Motoren setzten, verfügte die Cyclone bereits über eine obenliegende Nockenwelle (ohc) - eine Technik, die erst Jahrzehnte später zum Standard wurde.

Honda RC 213 V-S

Keine Honda ist technisch näher an den HRC Werksmaschinen in der MotoGP als die in einer Kleinserie von nur 250 Stück hergestellte Honda RC 213 V-S. Der 999ccm V4 liefert inklusive der mitgelieferten Tuningteile 215PS, in der zugelassenen Version für den Straßenbetrieb werden vergleichsweise milde 160PS ans Hinterrad geschickt.

MTT Y2K

Na dann, festhalten, denn die Y2K von MTT wird seit 20 Jahren in Kleinserie von 5-10 Stück/Jahr produziert und trägt in den USA ganz normal ein Kennzeichen. Was daran so besonders ist? Die 320PS und vor allem die 576Nm bei 52.000 (!) Revs der Gasturbine die die 2YK mit milden 402kmh bzw. 250 Meilen zum derzeit schnellsten Serienmotorrad des Planeten mit Straßenzulassung machen.

Ducati Superleggera

Ihr Name ist Programm, die Superleggera ist tatsächlich superleicht. Und auf 500 Stück limitiert. Um ihre unglaublichen 152,2 kg Trockengewicht (mit Racekit) zu erreichen, hat Ducati quasi den Rotstift abgeschafft und die gleichen Technologien und Materialien, die sonst nur den Prototypen in der MotoGP vorbehalten sind, verwendet.

MV Agusta F4 1000 CC

2006, als MV Boss Claudio Castiglioni die edle F4 1000 CC auf der EICMA enthüllte, waren ihre 200PS und 125NM aus 1078ccm eine sehr ernste Ansage. Und am Edeleisen, dass seine Initialen trug, durfte nur feinste Ware verbaut werden.

Münch Mammut 2000

Schon in den 60igern hat Friedel Münch die Untermotorisierung bekämpft indem er ganz einfach einen Automotor in ein Eigenbau-Fahrwerk hängte und mit der „Mammut“ nicht weniger als das damals stärkste, schnellste und teuerste Serienmotorrad der Welt schuf. Die „Mammut 2000“ entwickelte Münch Ende der 90er und begann kurz nach der Jahrtausendwende die Produktion einer Kleinserie. Und wieder erschütterte er mit den Eckdaten der „Mammut 2000“ die Motorradwelt. 1998ccm Turbomotor, 260PS, 380Nm und 380kg voll.

Horex VR6 Black Edition

Extrem Hochwertig im Detail (Red Dot Award Gewinner!), trumpft die Horex VR6 Black Edition mit einigen Alleinstellungsmerkmalen auf. Einziges Serienmotorrad der Welt mit V6 Motor. Erstes Motorrad überhaupt mit einem Lenkkopf aus Karbon. Das leichteste 6 Zylinder Motorrad das je in Serie gebaut wurde. Da gehen die 168PS und 138 Nm des Triebwerks bei nur 217kg fast schon unter.

Die teuersten Motorräder im Überblick

Motorrad Geschätzter Preis Besonderheiten
Harley-Davidson Blue Edition CHF 1,888 Mio. Goldbeschichteter Motor, Diamanten, Carl F. Bucherer Uhr
Cyclone V-Twin (1915) 1,32 Mio. US-Dollar Seltenes historisches Rennmotorrad
Bimota Tesi H2 Ab 63.466 Euro Achsschenkellenkung, Kawasaki Kompressormotor
Harley-Davidson CVO Road Glide ST Ab 50.150 Euro Sportliche Big-Twin-Harley, limitiert
Indian Roadmaster Elite Ab 44.990 Euro Schweres Touring-Motorrad mit Komfortfunktionen
BMW M 1000 RR Ab 36.300 Euro Leichtes und starkes BMW Modell
Kawasaki Ninja ZX-10 RR Ab 29.995 Euro Homologationsbasis für WSBK

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