DDR Moped Preise Entwicklung

Heute erleben die kultigen »Ostmopeds« ein echtes Comeback.

In Ermangelung einer ausreichenden PKW-Produktion sorgten Mopeds, Roller und Motorräder für individuelle Mobilität in der DDR, während die motorisierten Zweiräder in der Bundesrepublik ab den 1970er-Jahren mehr und mehr zu Sport- und Freizeitgefährten avancierten.

So kann die DDR zurecht als Zweiradland bezeichnet werden, denn die kurzfristige Verfügbarkeit ohne lange Wartezeit und die im Vergleich zum Auto moderaten Preise trugen zur hohen Verbreitung der motorisierten Zweiräder in der DDR bei.

Gerade bei Jugendlichen hatten die Mokicks von Simson mit ihren 50 ccm und 60 km/h Höchstgeschwindigkeit durchschlagenden Erfolg, denn sie durften bereits von 15-Jährigen gefahren werden.

Dies gilt bis heute, da diese Regelung Teil des Einigungsvertrages von 1990 war.

Mit über 1,6 Millionen gebauten Fahrzeugen sind die verschiedenen Simson S50/S51-Baureihen bis heute die meistgebauten Kleinkrafträder Deutschlands.

Zwar war die DDR-Zweiradproduktion nach dem Übergang in das vereinigte Deutschland etwas sanfter gefallen als die der Hersteller der vierrädrigen ostdeutschen Fahrzeuge, der überwältigenden Konkurrenz aus Japan oder Italien hatten sie aber langfristig kaum etwas entgegenzusetzen.

Schnell war in den Nachwendejahren die große Zeit der motorisierten Zweiräder für den Alltagsgebrauch in den neuen Bundesländern vorbei.

Mit der Schließung des MZ-Werks 2008 und dem endgültigen Produktionsende 2012 endete die industrielle Serienproduktion ostdeutscher motorisierter Zweiräder nach einer gut 70 Jahre dauernden Geschichte.

Heute genießen die Simsons und MZ aus dem untergegangenen Staat Kultstatus und es hat sich eine lebendige Schrauber-, Bastler und Liebhabercommunity entwickelt.

Der hauseigene Sammlungsbestand des DDR Museum umfasst 140 motorisierte Krafträder, die im Pyramidenring 10 in einer alten Bestandshalle des ehemaligen Autobahnbau Kombinat Betrieb Nord untergebracht sind.

Die Fahrzeuge aus Suhl, Ludwigsfelde und Zschopau decken den gesamten Zeitraum der DDR ab.

Viele Maschinen wurden restauriert, haben ihre Erstzulassung jedoch meist im jeweiligen Produktionszeitraum.

Wer sich die Fahrzeuge und unsere restliche Sammlung von Alltagsobjekten der DDR gerne einmal selbst anschauen möchte, hat jeden Donnerstag von 12 bis 17 Uhr und jeden 1. und 2. Sonntag eines Monats von 11 bis 16 Uhr die Möglichkeit.

Simson-Mopeds sind Oldtimer.

Es fing an mit der SR1, optisch erinnert es heute eher an ein Holland-Rad mit kleinem Tank.

Wurde gebaut von 1955-57 mit einer Auflage von 152.000 Stk. Fahrzeuge mit der geringsten Auflage sind S70 C (20.000) und S70 E (12.900).

Sie sind allerding noch sehr jung und wurden zwischen 1984-88 gebaut.

Alles Angaben des Simson-Museums Suhl.

Gefragter sind hingegen die S50/S51 Modelle, sowie die Schwalben.

Davon gibt es allerdings auch noch Unmengen von.

Der Rahmen ist wichtig wegen der FIN (Fahrzeugidentifikations-Nr.).

Die muss identisch sein mit der auf der Plakette und der in der ABE.

Ansonsten, ja, der Rahmen kann auch mal brechen.

Aber er kann auch wieder geschweißt werden.

Der original Lack würde wohl nur dann gut bis sehr gut erhalten bleiben, wenn das Moped Zeit seines Lebens eingemottet worden wäre.

Da es sich aber um ein wichtiges Verkehrsmittel in der DDR gehandelt hatte, musste es auch bewegt werden.

Insofern wird es wohl kaum noch Mopeds geben, die sich im Auslieferungszustand befinden.

Und funktioniert das überhaupt?

Eine Investment ist immer eine Wette auf die Zukunft.

Kann klappen, muss aber nicht.

Genauso gut könnte es passieren, dass die Regierung 2035 beschließt, dass diese alten Verbrenner aus ökologischen Gründen nicht mehr am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen dürfen.

Andererseits, wirst Du für 2500,- Euro nur Maschinen finden, an denen noch etwas gemacht werden muss, bevor Du sie fahren kannst.

Die "fertigen" Mopeds dürften wohl so ab 3500-4500,- Euro liegen.

Tatsächlich solltest Du, um eine Wertanlage zu erhalten, Dir Dein Moped selbst aufbauen und Dich genau an die Originalpläne halten.

Ich kenne Bastler, die Jahrelang nach passenden Bauteilen suchen, die sogar dasselbe Herstellungsjahr oder besser noch denselben Herstellungsmonat haben wie das Moped.

Solche Teile in gut erhaltenem Zustand und mit passender Datierung zu finden, macht den Wert tatsächlich aus.

Neue Teile aus dem Shop zu kaufen, kann jeder.

Der Kauf erfolgte hier in einer Konsumverkaufstelle auf dem Dorf, der Preis betrug also 1982 für ein Moped S 51 1.770,00 Ostmark.

Diese Mopeds sind ja auf Grund ihrer Sonderzulassung heute sehr gefragt.

Der Wechselkurs Ostmark zu Westmark betrug damals unter der Hand 1:4.

Also rd. 440,00 Westmark für ein Moped.

Die EMW kostete neu 2.480,00 Ostmark, also umgerechnet 620,00 Westmark.

Eine gut erhaltene EMW wird heute so um die 6000,00 € gehandelt (12000,00 DM), also das 20-fache vom Neupreis.

Deshalb macht dieser Vergleich nur halbwegs Sinn, wenn du das Kapital des EMW-Kaufes 30 Jahre lang mit sagen wir 2,5% aufzinst.

Auch in der DDR hatten sich Löhne, Gehälter und Preise, insbesondere für Konsumgüter, entsprechend entwickelt.

1982 hätte die EMW deshalb etwa 5.200 Ostmark gekostet.

Davon wurden auch nur 56.000 Stück gebaut, während die S50/S51-Reihe bestimmt ein Vielfaches davon erreichte.

Die ganze Rechnerei bringt überhaupt nichts, weil man Lebenshaltungskosten und Einkommen früher und heute ins Verhältnis setzen müsste.

In der DDR gab es z.B. auch zweierlei Lohntüten.

Beim Lohn des Arbeiters wurde der Tariflohnanteil nach Tabelle und der Mehrlohn mit 5 % versteuert.

Das Gehalt des Angestellten wurde total nach Tabelle versteuert.

So war das Brutto des Angestellten zwar oft höher, als das des Arbeiters, netto aber weniger.

In den 60er Jahren betrug z.B. das Gehalt eines normalen Ing.

Eine Semmel in der DDR kostete 10 Pfennig, ein Brötchen heute bis 40 Cent.

Die Miete in einer Neubauwohnung in der DDR lag um die 50 Ostmark, Warmwasser war frei.

Ich bin z.B. bis 1989 mit der Deutschen Reichsbahn nach Görlitz zur Arbeit gefahren.

Mit einer Wochenkarte für 3,40 Mark pro Woche.

Das einzige Brauchbare, was heute bei Oldtimern den Preis bestimmt, ist tatsächlich Angebot und Nachfrage.

Manch lange Suche und aufgebrachte Mühen stecken in der Beschaffung eines bestimmten Teils für Simson, MZ und Co.

Bereits seit 2005 betreiben wir unseren Shop und liefern unseren Kunden nahezu jedes Teil für DDR-Mopeds der Marken Simson und MZ.

Hierbei ist es uns wichtig, unser Sortiment stets für unsere Kunden zu erweitern, damit du durch uns die bestmögliche Auswahl und Produktverfügbarkeit erhältst.

Wir versenden täglich - und das sogar weltweit.

Benötigst du Ost-Moped Ersatzteile, um deine „Simmi“ wieder auf Vordermann zu bringen?

Dann bist du bei uns an der richtigen Adresse.

Hier erhältst du eine Übersicht über die Modelle, für die du bei uns Ersatzteile erwerben kannst:

Bezeichnung Modell
Schwalbe KR51/1 und KR51/2
Spatz SR4-1
Star SR4-2
Sperber SR4-3
Habicht SR4-4
Simson Mockick S50, S51, S53, S70, S83
Roller SR50 und SR80
Simson Moped SR1, SR2, KR50
Simson Kleinroller KR50
Simson Mofa SL1
Simson AWO 425S Sport und 425T Touren

Auch für die Modelle, die nach der Wende gebaut wurden, sind noch einige Ersatzteile verfügbar.

Bei uns findest du ebenso hochwertige Nachbildungen und originale Ersatzteile für deine MZ.

Für folgende DDR-Motorrad Modelle wirst du in unserem Online-Shop fündig:

Bezeichnung Modell
MZ ETZ 125, 150, 250, 251, 301
IFA / MZ RT 125/1, 125/2, 125/3
MZ TS 125, 150, 250, 250/1
MZ ES 125, 150, 175, 250, 300
MZ ETS 125, 150, 250

Ich interessiere mich nun seit 3 Jahren für die wunderbaren Schwalben und habe mittlerweile selber 4 Stück und möchte gerne meine Sammlung erweitern.

Allerdings gehen die Preise im Netz sehr weit auseinander und ich wollte mal fragen was ihr für gerechtfertigt empfindet.

Eine Preisempfehlung wird niemand konkret geben können, da die Preise wie du bemerkt hast regional sehr unterschiedlich sein können.

Zur Preisentwicklung kann ich nichts konkretes beitragen.

Jedoch hab ich den Eindruck daß diese eher am steigen sind, zumindest in den paar Jahren in welchen ich mich mit Schwalben beschäftige.

Das gilt abr auch für alle anderen Mopeds (insbesondere die westdeutschen Fabrikate, dort sind die Preise schon durch die sprichwörtliche Decke gegangen).

Also, billiger wirds wohl nicht mehr.

da ich letztens wieder alte Preislisten von MZ gesehen habe und immer die Preise der neuen Motorräder in den ganzen Testberichten höre und lese, wollte ich dochmal wissen, wie sich das Preisgefüge der Motorräder von DDR Zeiten zum Jahr 2025 geändert hat.

Vorne weg jedoch ein paar Erklärungen zu meiner Vorgehensweise und den verwendeten Daten:

  1. Die Preise:Es war schwierig für die DDR Fahrzeuge einen exakten Preis zu ermitteln.

    Anscheinend gab es innerhalb der DDR für das gleiche Modell im gleichen Verkaufsjahr bereits preisliche Unterschiede.

    Ich habe möglichst versucht mich an dokumentierte Zahlen aus alten Rechnungen und Werbeanzeigen mit Baujahren zu halten, wo dies nicht möglich war griff ich größtenteils auf Daten aus Typenkompassen zurück.

    Auch schwankten die Preise über die lange Bauzeit mancher Modelle oft mehr oder weniger.

    Es sind Preise in DDR-Mark für das DDR Inland.

    Bei den Preisen der modernen Fahrzeuge, Bj. 2025 habe ich mich an die online ausgeschrieben Listenpreise der Hersteller in der Basisvariante gehalten.

  2. Die Einteilung der Klassen:Dies war auch gar nicht so einfach, da Hubraum und Leistung sich über die Jahrzente extrem wandelte bzw stieg.

    So setzte ich als Oberklasse die stärksten Modelle zu DDR Zeiten, also die 250er/300er Modelle an, für die Mittelklasse die 150er Modelle und für die Einsteiger die Simsonpalette bis 50ccm.

    Die modernen Vergleichsgegenstücke habe ich der Nakedbike-Palette entnommen, da diese in meinen Augen noch am "nächsten" an dem Konzept MZ/Simson dran sind.

    Als Oberklasse nahm ich hier nicht extreme Modelle wie z.B. die Ninja H2 an sondern die "Standartware" der Oberklasse.

    In die Mittelklasse viel alles über dem A2 Schein, jedoch unterhalb von 100 PS.

    Und die kleinste Klasse verglich ich mit den 125ern, also A1 Modellen, da es kaum richtige 50er Motorräder gibt bzw in ihrer modernen Form kaum nachgefragt werden.

    Weiterhin bezog ich mich bei den modernen Modellen ausschließlich auf die drei großen Japanischen Marken Honda, Kawasaki und Suzuki.

    BMW, Ducati, Harley und KTM könnten das ganze vielleicht noch etwas ändern.

  3. Der Preisschlüssel:setzt sich zusammen aus dem Wert des Einkaufspreises durch das monatliche Durchschnittsgehalt.

    Auch hier sind die DDR Werte mit Vorsicht zu geniesen, da ich hier nur gesicherte Werte in 5 Jahresschritten finden konnte welche sich auf Ehebungen der DDR Behörden zurückführen lassen.

    Die heutigen Werte stammen aus dem Jahr 2024 vom statistischen Bundesamt, da es für 2025 bisher nur Hochrechnungen gibt.

Motorräder sind seit DDR Zeiten, im Vergleich zum durchschnittlichen Lohn, günstiger geworden!

Und gerade, was mich erstaunte, die Oberklasse hat im Durchschnitt im Preisverhältnis gut nachgelassen.

Zum 84er Preis der ETZ250, dein Preis war die günstigste Variante also Standard ohne Scheibenbremse.

De luxe mit Scheibenbremse kostete 1984 4700 Osttacken.

Wenn ihr mir bestätigte DDR Autopreise für Trabant, Skoda, Lada,Wartburg und Moskwitsch liefert können wir gerne noch eine Autotabelle machen 😁

Ich finde, dieser System übergreifende Vergleich hinkt doch sehr.

In der DDR waren die Kosten für die Grundbedürfnisse Wohnen, Energie und Grundnahrungsmittel extrem niedrig, halt staatlich gestützt.

Dafür waren Luxusbedürfnisse wie Unterhaltungselektronik, Individualmobilität, Genussmittel etc. wesentlich teurer.

Wenn man in einem Beruf mit wenig Einkommen tätig war oder nur eine kleine Rente hatte, war so das Überleben gesichert.

Ich benote es nochmal, diese kleine Tabelle sagt nur aus, dass Motorräder heute günstiger geworden sind als sie zu DDR Zeiten waren im Verhältnis zum jeweiligen Durchschnittsbruttolohn 🙃

Tatsächlich war auch das, das einzige was mich interessiert hatte bei der Erstellung.

Würde es um die Leistbarkeit/Erschwinglichkeit gehen müssten natürlich auch noch andere Faktoren hinzugezogen werden.

Servus,mich würde interessieren, wie die Preisentwicklung bei Simson-Modellen (nicht nur Schwalbe) in den letzten 20 Jahren so war und wo sie eventuell hingeht.

Ich weiß, dass die Teile Anfang der 90er Jahre teilweise auf den Schrott gestellt bzw. für ne Kiste Bier verkauft wurden.

Viele Kumpels haben damals Ihre Ersatzteilkisten einfach auf den Sperrmüll gestellt.

Heute wären allein die Kisten mehrere 100 Euro Wert.

Scheinbar wollen einfach viele (so wie ich auch) ein Moped aufbauen / restaurieren, weil sie als Jugendliche auch schon an Simsons rumgeschraubt haben.

Im Resultat führt das zu einem recht großen Angebot an mehr oder weniger gut restaurierten Simson-Modellen.

Wie war die Preisentwicklung in den letzten 10 Jahren?

Gab es Hoch- und Tiefs?

Sind wir momentan eher auf einem hohen Preisniveau?

es hängt viel davon ab wo man verkauft.

eine westdeutsche (oder eher süddeutsche) unistadt wird am meisten im Verkauf bringen, da viele Studenten gerne Simson fahren.

meine Schwalben hatte ich 1998 und 1999 für je DM 300,- gekauft, und eine mit tollem Gewinn 2 Jahre später für 450, die andere (originale 800km) für 600 verkauft (dann mit neuen Reifen).

Die Mopedpreise jetzt sind förmlich explodiert, die schlechten Mopeds momentan sind nicht runtergewirtschaftet sondern die die Jahrelang rumstanden.

Durch den Führerschein mit 15 wollen alle Simson fahren und jetzt gräbt jeder sein Moped aus.

Ich hab 3 und ein 4. wollte ich mir auch mal noch kaufen, aber nicht bei den Preisen.

Heute bezahlst du für ne Karre in dem Zustand zwischen 700 und 800€.

Ich hab für meine 51/2E 800€ gezahlt - für Stuttgarter Verhältnisse ok.

ich such grad noch ne Schwalbe für meine Freundin aber das ist pervers was die für ne "fahrbereite" Schwalbe verlangen.

Theoretisch wird ja das Angebot immer kleiner.

Eventuell muss man auch unterscheiden zwischen reinen Oldtimern (z.B. KR50) und Nutzfahrzeugen (z.B. KR51/1 und /2).

Theoretisch können ja auch in 30 Jahren noch Schwalben rumfahren - Ersatzteile sind (noch) zur Genüge verfügbar.

Aber vielleicht ist dann der Sprit zu teuer bzw. gibt es günstigere Alltagsalternativen.

Hintergrund meiner Fragen ist, ob es sich lohnt in Simson zu "investieren".

Heißt: sich ein paar gute (möglichst originale) Modelle in die Garage zu stellen und in 10 Jahren wieder zu verkaufen.

Es sagt dir ja auch niemand, wie sich die Aktienkurse entwickeln.

Meiner Meinung nach werden die Simson-Modelle allmählich im Preis steigen.

Es kann aber auch passieren, dass beispielsweise MZA als größter Ersatzteilhersteller plötzlich dicht macht oder nach einer Fusion eingestampft wird.

Ich bin jetzt seit 10 Jahren mit Simson in Gange, der Preistrend geht seit dem nach oben.

Besonders in den letzten 2 Jahren sind die Preise besonders was Motoren angeht deutlich gestiegen.

Wenn du Geld hast wie Heu und die passende Unterstellmöglichkeit, warum nicht in ein paar investieren.

Denke nur bei den meisten scheitert es am Geld, Platz eher unwahrscheinlich, wenn man Geld wie Heu hat, sollte das kein Problem sein.

Außerdem hast du bei der Kapitalanlage auch Risiken, wie Feuer, Diebstahl, Feuchtigkeit und Rost.

was investieren angeht, kommt drauf an, ob du den benötigten platz anderweitig verwerten könntest:ich habe vor 10 jahren eine Garage gekauft, da stehen meine motorräder drin, und ich hoffe auf Wertzuwachs.

wenn ich die Garage vermiete (50/Monat sind üblich) wären das 600,-/Jahr.

Diesen Wertzuwachs müssen die Moppeds erst einmal schaffen!

Folglich ist alles ein Hobby und ich freue mich, wenn ich in der Garage meine Ersatzteilberge und die Moppeds sehe.

Platz für 2-3 weitere Mopeds wäre vorhanden - Vermietung steht nicht zur Debatte, da die Garage auf dem Grundstück meiner Eltern steht.

Sollte man eher in ältere Modelle (KR50) investieren, oder neuere (KR51/2) die noch als Gebrauchsfahrzeuge genutzt werden können?

Zusätzlich kommt natürlich der Hobby-Faktor hinzu.

Es macht mir einfach Spaß an den Kisten rum zu schrauben.

Ich halte den Ansatz, in Simsons zu investieren, um damit zu spekulieren für leicht blauäugig.

Das sind auch heute noch eher Allerweltsfahrzeuge und keine echten Oldtimerschätzchen.

Ich denk neben der Ostalgie sind insbesondere die sehr gute und recht preiswerte Ersatzteilversorung und die 60 km/h Regelung wesentliche Argumente für die Simsons.

Ich fahre neben meiner KR51/2N noch einen Zündapp R50 Roller.

Wenn ich da die Ersatzteilpreise vergleiche komm ich bei der Schwalbe wesentlich günstiger weg.

Ehrlich gesagt benötige ich für den Zündapp Roller, bei ähnlicher Laufleistung, aber auch wesentlich weniger Ersatzteile.

In Zeiten in denen die Politik versucht Jugendliche zu ködern (siehe Herabsetzung Führerscheinalter) bin ich mit allerdings nicht unbedingt sicher, ob die 60 km/h Regelung ewig exklusiv für die Ostmopeds bleibt.

Wenn die Regelung eines Tages auch für neue Mopeds gelten würde, würden die Preise für die Simsons meiner Meinung nach einen leichten Einbruch erleiden.

Trotzdem glaube ich nicht, dass man mit ein paar Mopeds in der Garage etwas falsch machen würde.

Also das die 60km/h für (Plastik-) Roller kommen halte ich für ausgeschlossen.

Und Simson wird auch irgentwann leise still und heimlich untergehen, wie das meiste.

Auf zwei Rädern durch die DDR-Geschichte:L egendäre Mopeds, die Generationen bewegtenEasy Rider GDR3 min Lesezeit

Seid ihr begeisterte Motorradfans aus dem Osten?

Dann strahlen eure Augen bestimmt beim Anblick dieser alten Maschinen.

Die Motorradfahrer*innen waren in der DDR zahlreich.

Vielleicht auch, weil das Fahren eine besondere Art von Freiheit bedeutete und Jugendlichen ein Stück Unabhängigkeit gab.

Sobald man seine "Fleppen" (Fahrerlaubnis) hatte, war man stolz wie Bolle.

Bis heute gibt es viele Fans der alten Maschinen von MZ und Simson.

Die Faszination hat sich auch auf die Gen Z übertragen und man sieht noch alte Simson-Motorräder und Schwalben herumfahren.

Um wirtschaftlicher zu produzieren, führten die Werksleiter bei Simson die sogenannte Nestproduktion ein - ein Prinzip, dass heute noch in der modernen Fahrzeugproduktion eingesetzt wird.

Das Ziel war, die Langweile vom Fließband zu verbannen und die Arbeiter für mehr und abwechslungsreichere Aufgaben zu befähigen.

Daher wurden für jeden Motor sogenannte Nester gebildet, in denen die Arbeiter immer unterschiedliche Arbeiten verrichteten.

Das wirkte sich positiv auf die Leistung aus und die Motoren wurden schneller fertig, die Produktion stieg.

Das Simson-Werk in Suhl war der größte Arbeitgeber der Region.

3.500 Arbeitnehmer standen hier in Lohn und Brot.

Bis zur Übernahme des Werks durch Teile der Belegschaft 1991/92 wurden in Suhl mehr als sechs Millionen Schwalben und Co. produziert.

Ein Viertel der Krafträder wurde exportiert, etwa 20.000 Stück pro Jahr gingen in sozialistische Brüderländer und etwa 30.000 Stück in den Westen.

Nach der Wende war das Simson-Werk der erste Großbetrieb, der von der Treuhand abgewickelt wurde.

Der Versuch, als GmbH zu überleben, scheiterte an der Konkurrenz aus dem Westen und aus Asien.

Außerdem stiegen viele Ostdeutsche nun aufs Auto um.

Diese gab es nun im Überfluss in allen Preisklassen, ob gebraucht oder neu.

Ein weiterer Grund für deren große Beliebtheit auch nach der Wende ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 60 Stundenkilometern in der 50ccm-Klasse.

Nach den heutigen Vorschriften dürfen zweirädrige Kleinkrafträder nur noch eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 45 Stundenkilometern erreichen.

Ersatzteile für Schwalbe und Co. sind deshalb so gefragt, dass das Unternehmen MZA, das nach der Insolvenz des Traditionswerkes Teile von Simson übernommen hatte, unzählige Ersatzteile für die alten Kleinkrafträder produziert.

In Meiningen, rund 25 Kilometer entfernt von Suhl, entstand ein neues Logistikzentrum.

Im polnischen Breslau motzt Michał Koziołek seit 2016 Schwalben auf und stattet sie mit einem modernen Elektromotor aus.

Seine Firma "RetroElectro" hat er mit Freunden gegründet.

Trotz vieler Anfragen aus Polen verkauft er seine immerhin gut 4.000 Euro teuren Schwalben derzeit nur ins Ausland.

Besser hat es da die Münchner Firma "Govecs".

Sie hat die Markenrechte für die E-Schwalbe und fertigt sie seit 2017 in Breslau in großem Stil.

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