Ein Kinderfahrrad sollte sicher, leicht und ergonomisch sein. Für Kinder im Grundschulalter spielt das Fahrrad eine wichtige Rolle, mit dem sie endlich selbst zum Sportplatz oder zur Schule fahren können. Wir erklären, worauf es bei der Auswahl ankommt - von Rahmenhöhe und Bremsen bis hin zu Gewicht und Fahrverhalten. Hier stellen wir die empfehlenswerten Modelle vor.
Rockrider ST 500: Ein preiswertes Mountainbike von Decathlon
Die französische Marke Rockrider wird über Decathlon vertrieben und ist für besonders preiswerte Bikes bekannt. Die ST 500 Serie von Rockrider geht mit einem absoluten Kampfpreis ins Rennen. Rockrider verzichtet beim ST 500 schwarz auf jegliches überflüssiges Ausstattungsdetail. Das ermöglicht den sportlichen Einsatz. Auch leichte Singletrails lassen sich damit problemlos fahren. Es gibt Bikes mit einer hochwertigeren Ausstattung, allerdings sind diese meist auch teurer.
Gewicht und Ausstattung
Ein niedriges Fahrradgewicht macht das Bike-Handling von Kinder Mountainbikes besonders intuitiv. Mit 12,4 kg zählt das ST 500 schwarz zu den schwereren Bikes auf dem Markt. Viele Kinder träumen von Federgabeln. In der Realität arbeiten diese beim niederen Gewicht von Kindern aber häufig schlecht. Leider lässt sich auch die Gabel im ST 500 schwarz nur bedingt auf das Fahrergewicht einstellen.
Die Reifen sind der einzige Kontaktpunkt zum Untergrund. Das macht sie zu einem der wichtigsten Bauteile für das Fahrgefühl eines Kinder Mountainbikes. Mit 2 Zoll verbaut Rockrider relativ schmale Pneus. Das spart Gewicht, schränkt aber zugleich auch die Geländetauglichkeit ein. Damit Kinder im Straßenverkehr und im Gelände sicher unterwegs sind, müssen sich die Bremsen mit wenig Handkraft betätigen lassen. Die V-Brakes (Felgenbremsen) sind leicht und technisch extrem simpel. Das ist für Kinder Mountainbikes meist zweckmäßig. In den Punkten Dosierbarkeit und Bremspower sind sie jedoch den Scheibenbremsen unterlegen.
Mit sechs Ritzel an der Kassette repräsentiert die Schaltung nicht den aktuellsten Standard, aber sie funktioniert. Bikes mit einer hohen Bandbreite haben sowohl einen sehr kleinen, wie auch einen sehr großen Gang parat. Mit gerade mal 200 % Bandbreite könnte die Gangspreizung, vor allem für den sportlichen Einsatz, etwas größer ausfallen.
Größeneinschätzung und Ergonomie
Rockrider empfiehlt die 20 Zoll Version für Kinder ab einer Körpergröße von 120 cm.
Stiftung Warentest: Kinderfahrräder im Test
Zwölf Kinderfahrräder wurden getestet. Bremsschwächen, Risse an der Tretkurbel und kritische Stoffe. Das sollten insbesondere Kinderfahrräder nicht aufweisen. Doch im Test der Stiftung Warentest war das der Fall. Stiftung Warentest hat zwölf Kinderfahrräder getestet. Mit Grundschulkindern wurde der Praxistest durchgeführt. Sie mussten mit den Testrädern durch einen Parcours fahren. Mit leichten Rädern war sowohl das Fahren als auch das Aufheben der Räder für die Kinder leichter. Dennoch haben alle Räder bei den Kindern gut abgeschnitten. Stiftung Warentest hat die Räder unter Belastungsprobe gestellt. Nicht alle haben bestanden.
Ein weiteres Kriterium neben dem Praxistest war die Laborprüfung. Vor allem in Sachen Sicherheit und Schadstoffbelastung schwächelten hier fast alle Räder etwas. Untersucht wurden folgende Kriterien:
Bremsen
Die Testräder fahren auf einer Rolle. Sobald die Bremse betätigt wird, misst der Prüfstand die Bremskraft. Vier der zwölf Modelle schafften es nicht, das Fahrrad nach der vorgegebenen Sicherheitsnorm zum Stehen zu bringen.
Kritische Stoffe
Bei der Hälfte der getesteten Kinderrädern fand die Untersuchung den Weichmacher Dipropylheptyphthalat (DPHP). In Tierversuchen schädigte der Stoff vor allem die Schilddrüse. Das Bundesinstitut ruft daher auf, den Schadstoff in Kinderprodukten nicht zu verwenden.
Haltbarkeit
Durch eine Dauerprüfung wurden Sattel, Lenker sowie die Tretkurbel getestet. Nicht alle Räder bestanden den Test: Bei dem Woom-Rad bildeten sich Risse an der Tretkurbel und bei dem Winora-Modell riss die Sattelklemmung.
Gewicht
Kinder mögen leichte Fahrräder. Einige der Fahrräder sind mit 13 Kilogramm so schwer wie Räder für Erwachsene. Drei der insgesamt zwölf getesteten Kinderfahrräder haben gut abgeschnitten. Obwohl einige der Fahrräder für Kinder nicht besonders gut abgeschnitten haben, haben sie alle eine Gemeinsamkeit: Der Praxistest, also das Fahren, das Kinder getestet haben, wurde im Test bei allen Rädern gut bewertet. Ebsenso konnten einige Fahrräder bezüglich der Sicherheit punkten.
Kleine Kinder können bereits im Alter von vier bis fünf mit dem ersten Fahrrad fahren. Die Kinderfahrräder, die von der Stiftung Warentest getestet wurden, sind allerdings für Kinder ab sieben oder acht Jahren zu empfehlen. Zwei der Räder sind vom Hersteller auch für Kinder ab sechs Jahren geeignet.
Wer mehr als ein Kind hat, nutzt meist die Räder, die bereits vorhanden sind. Oder man erhält ein ausgedientes Fahrrad aus der Nachbarschaft. Doch auch hier gilt: Schaut euch das Rad gut an und untersucht es auf mögliche Risse oder Abnutzungserscheinungen, die die Sicherheit beeinträchtigen können. Kinder selbst achten beim Kauf eines Fahrrads eher auf die Farbe. Doch die wichtigsten Fragen bei der Übernahme eines Fahrrads aus dem Bekanntenkreis sollten sein: Rollen die Räder ohne Widerstand? Gehen beide Bremsen? Bremsgriffe, Sattelhöhe sowie die Position der Klingel sollten anschließend so eingestellt werden, dass sich das Kind sicher auf dem Rad bewegen kann.
Die getesteten Räder lagen alle im Bereich zwischen 450 und rund 600 Euro. Nicht nur bei Kinderfahrrädern gibt es Preisunterschiede, sondern auch bei den Rädern für Erwachsene.
Worauf sollte man beim Kauf eines Kinderfahrrads achten?
Ein Kinderfahrrad sollte sicher, leicht und ergonomisch sein. Wir erklären, worauf es bei der Auswahl ankommt - von Rahmenhöhe und Bremsen bis hin zu Gewicht und Fahrverhalten.
Wichtige Kriterien
- Die Laufrad- oder Rahmengröße sollte zur Körpergröße und Schrittlänge des Kindes passen.
- Eine Gangschaltung ist erst ab etwa 18-20 Zoll sinnvoll.
- Auch bei Kinderfahrrädern haben sich Modelle in Leichtbauweise mittlerweile durchgesetzt.
- Kotflügel verhindern, dass Schmutz, Wasser und Steine hochgeschleudert werden.
Empfehlenswerte 20-Zoll-Kinderfahrräder
Mit etwa 6 Jahren wird aufgrund der Körpergröße bei vielen Kindern ein 20 Zoll Fahrrad passend. Da ab diesem Alter oftmals auch schon die Straße befahren wird, ist eine vollständige Straßenausstattung notwendig. Die 20 Zoll-Kinderfahrräder von Early Rider, Puky oder woom zählen zu den beliebtesten. Unsere Community und Experten empfehlen aber als Alternative auch Modelle von Cube bzw. Decathlon.
Ausgewählte Modelle im Überblick
Hier eine Übersicht von einigen empfehlenswerten 20-Zoll-Kinderfahrrädern:
| Modell | Beschreibung | Preis (ca.) |
|---|---|---|
| Cube Acid 200 | Ein schlicht gehaltenes Kinder-Mountainbike, das mit geringem Gewicht und einfacher Bedienung überzeugt. | 379,00 EUR |
| woom EXPLORE 4 | Ein leichtes, sportliches Allround-Kinderfahrrad mit hochwertigen Komponenten und sportlicher Radgeometrie. | 599,00 EUR |
| Skyride 20-3 Alu Light von Puky | Testsieger beim ADAC Kinderfahrradtest 2022 mit guten Fahreigenschaften und Beleuchtung. | Nicht mehr erhältlich (Testsieger 05/2022) |
| City Bike 20 Zoll D4 Rock von Decathlon | Günstiges Kinderrad mit guten Fahreigenschaften und guter Beleuchtung. | 319,99 EUR |
BTWIN Kinderfahrräder von Decathlon
B’TWIN ist als Hersteller von Kinderfahrrädern noch nicht sehr bekannt in Deutschland. Wie Quechua ist Btwin eine Eigenmarke von dem französischen Sportartikelgeschäft Decathlon. Decathlon ist international bekannt als Hersteller und Händler von allem was man für den Sport braucht. Meistens werden keine Markenprodukte angeboten sondern Eigenmarken verkauft. Quechua ist im Bergsport weit verbreitet und BTwin ist die Fahrradmarke von Decathlon. Bekannt ist Decathlon vor allem für günstige Preise und Produkte mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Bei Decathlon gibt es ziemlich viele Kinderfahrräder in allen gängigen Größen. Weil es in jeder Größe mehrere Ausstattungsvarianten und Farben gibt ist die Auswahl nicht so leicht. Auffällig ist, dass die BTwin Fahrräder sehr günstig sind. Während bei den Premium-Rädern Preise über 400 € fast schon normal sind gibt es bei Decathlon welche für weniger als 100 €. Neureis, natürlich.
BTWin Kinderfahrräder haben eine gute kindgerechte Geometrie, funktionierende Bremsen, gute Sättel, ordentliche Lager und angemessene Reifen. Kurz, die Fahrräder sind uneingeschränkt nutzbar und die Kinder werden damit viel Spaß haben.
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