Herrlich! An seinem Urlaubsziel, Hunderte, vielleicht gar Tausende Kilometer entfernt von zu Hause, unbekannte Regionen, Landschaften und Städte mit seinem Lieblingsverkehrsmittel, dem Fahrrad, zu erkunden! Oder von einem solchen Ort aus zu starten und auf große Radreise zu gehen, um in dem mittleren Tempo, das uns das Rad erlaubt, genussvoll Neuland zu entdecken. Nur, die Sache erfordert unter Umständen einiges an Organisation und Logistik.
Im Vorfeld sind mehrere Grundentscheidungen zu treffen: Will ich unter allen Umständen mein Fahrrad dabeihaben? Oder darf es auch ein Leihrad sein? Viele Radreisen sind im Trend, und es sprießen in vielen Regionen Anbieter aus dem Boden, die versuchen, sich auf die Bedürfnisse von Tourenfahrern einzustellen, und ein entsprechendes Angebot aufbauen.
Fahrradtransport für den Urlaub: Mitnehmen oder Ausleihen?
Vieles spricht für Ersteres, denn das eigene Rad ist eben das, das auf meinen Körper abgestimmt ist, mit dem ich gute Erfahrungen gemacht habe, auf dem ich mich wohlfühle. Entscheide ich mich also für das eigene Rad, muss ich die nächste Grundentscheidung treffen: Wie bringe ich mein Lieblingsbike an den Urlaubsort? Wer hier für den nächsten Radurlaub noch in der Entscheidungsfindung ist, dem wollen wir auf den folgenden Seiten Hilfestellungen geben.
Auch eine Option: Man kann sein Rad auch von spezialisierten Dienstleistern zum Urlaubsort und wieder nach Hause senden lassen. Die Deutsche Bahn bietet einen innerdeutschen Radversand ab 55,90 Euro pro Rad und Strecke an. Die Räder müssen allerdings in einem gratis erhältlichen Karton so verpackt werden, dass sie rollbar bleiben. Abgegeben werden sie für diesen Service im nächstgelegenen Hermes-Shop, wo auch die kostenlose Kartonage erhältlich ist.
Das Online-Portal “Posttip” aktualisiert permanent logistische Angebote für den Versand von Paketen, Sendungen, aber auch Fahrrädern als Alternative zum klassischen Postversand. Wählt man als Fahrrad-Rubrik beispielsweise “Citybike” aus, listet die Software Angebote von Anbietern wie Tomba, pamyra (Vergleichsportal), UPS, XLpaket, iloxx, paket.ag, DHL und Cargo International. Außer UPS bieten alle Dienstleister die Abholung mit an.
Welche Trägersysteme für die Radmitnahme mit dem Pkw gibt es?
Egal ob Wochenendausflug an den See oder Urlaub nach Italien: Das Fahrrad ist immer dabei. Für Autofahrradträger gibt es zwei grundlegend verschiedene Systeme: Dachträger oder Heckträger, die an der Heckklappe oder auf der Anhängerkupplung montiert werden.
Seltene Lösung: Im Innenraum
Wer nicht gerade einen geräumigen Van fährt, wird sich mit dem Radtransport im Pkw-Innenraum natürlich schwertun. Ein Problem: Platz für eventuelle Mitreisende und Gepäck ist in einem solchen Fall ziemlich begrenzt. Es empfiehlt sich, zumindest die Vorderräder auszubauen und separat zu verstauen. Wenn mehrere Räder mit an Bord sollen, führt vermutlich auch an der Demontage der Hinterräder kein Weg vorbei.
Empfehlenswert ist auf jeden Fall, die empfindlichen Laufräder ihrerseits zu verpacken und gegen Stöße zu schützen. Auch freistehende Bremsscheiben sollten unbedingt eingehüllt werden, da sie sehr scharfkantig und damit gefährlich für andere Ladegüter sind. Ist ausreichend Stauraum vorhanden, beispielsweise in einem Van, ist die eleganteste, sauberste und sicherste Lösung die Nutzung einer sogenannten “Fahrradgarage”, also eines Transportsacks, in dem das komplette Bike durch Polster geschützt ist. Und so hinterlässt der Transport eines benutzen Bikes vor oder nach dem Urlaub dann auch keine Schmutzspuren im Auto.
Zweibeste Lösung: Auf dem Dach
Wer sich für die Dachvariante entscheidet, verfügt in der Regel schon über eine Dachreling, denn die Systeme der Hersteller basieren meist auf einem “Grundträger”, der universell auf typische Dachreling-Systeme passt. Dieser wiederum dient dann zur Befestigung des eigentlichen Trägersystems. Problematisch ist vor allem bei sehr schweren Bikes das Hochwuchten auf Dachhöhe.
Da braucht es normalerweise schon zwei Personen, um die Räder der Bikes sicher in den Schienen auf dem Dach zu fixieren. Ganz wichtig ist es, die maximale Dachlast des Fahrzeugs zu kennen. Sie ist in der Regel in der Bedienungsanleitung verzeichnet. Die Kfz-Papiere enthalten lediglich Maximalwerte für die Achslast. Im Übrigen haben auch die Trägersysteme selbst Belastungs-Limits, die in deren Anleitungen unter “Technische Daten” benannt werden.
Der hohe Luftwiderstand und der damit einhergehende höhere Kraftstoff-Verbrauch sowie die erhöhte Gefahr bei Durchfahrung von Unterführungen oder Brücken sind eindeutige Schwächen dieses Konzepts. Übrigens gilt für Vans und Wohnmobile: Die Fahrzeughöhe inklusive der auf dem Dach transportierten Bikes darf vier Meter nicht überschreiten.
Einfache Heckträger werden mit Spannbändern und Polsterrollen an der Heckklappe befestigt. Sie sind vergleichsweise günstig und verursachen weniger Luftwiderstand als Dachträger. Nachteil: Sie verbeulen manchmal die Heckklappe und zerkratzen hin und wieder den Lack. Egal, für welches Trägersystem Sie sich entscheiden: Dach- und Heckträger können nicht beliebig beladen werden. Die Dachlast beträgt meist 100 Kilogramm, oft aber auch weniger. Die genaue Zahl steht in der Anleitung zum Fahrzeug. Für die Träger auf der Hängerkupplung gilt die maximale Stützlast.
Ihr Problem ist oft die Sicherheit, außerdem wirken sie sich vergleichsweise stark auf Fahrverhalten und Spritverbrauch aus: Und zwar im Schnitt mit zwei Litern mehr pro 100 Kilometer. Das hat der Schweizer Automobilclub TCS mit einem VW Golf bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h gemessen.
Beste Lösung: Am Heck
Die beliebteste und verbreitetste Variante des Trägersystems ist der Heckträger, der bei den meisten Fahrzeugen an einer Anhängerkupplung fixiert wird. Die Räder hinten erhöhen den Luftwiderstand kaum, und die meisten Systeme verfügen über Kipp-Komponenten, die die Zugänglichkeit des hinteren Laderaums oder Kofferraums deutlich einfacher machen. Auch hier ist der Werte-Check obligatorisch, bevor ein geeignetes System gekauft oder gemietet wird.
Für längere Reisen, eine häufige Nutzung oder den Transport schwerer Elektroräder (E-Bikes) ist diese Trägervariante am sinnvollsten. Auf der Anhängerkupplung am Autoheck beeinflussen die Träger Spritverbrauch und Fahrverhalten vergleichsweise gering. Außerdem müssen die Fahrräder nur etwa einen halben Meter angehoben werden.
Entscheidend für die Anzahl der zu transportierenden Fahrräder sind die zulässige Stützlast der Anhängerkupplung sowie die Maximalbelastung, die der Hersteller des Trägersystems angibt. Neben der Frage nach dem maximalen Gewicht gibt es auch Vorschriften für die maximale Ausdehnung. Vorgeschrieben ist, dass die Räder an den Seiten maximal je 40 Zentimeter über die Schlussleuchte ragen dürfen, sodass das Fahrzeug durch die Zulast nicht breiter als 2,55 Meter ist. Dazu bedarf der Fahrradträger der Montage eines Zusatzkennzeichens sowie einer autarken Kennzeichen-Beleuchtung.
Zu den Anbietern von Heckträgern zählen Übler, Atera oder Thule. Beispielhaft stellen wir hier zwei Produkte vor.
Fahrradtransport: Beispiele für Heckträgersysteme
Atera Strada E-Bike: Eignet sich durch die breiten Radschienen und die robuste Bauweise besonders für den Transport schwerer E-Bikes. Zwischen den Schienen ist besonders viel Platz, sodass auch ausladende Akkus oder E-Motoren nicht aneinander reiben. Drei E-Bikes sind in der Regel zu schwer für das Trägersystem.
Thule Epos: Für alle Fahrradtypen geeignet, schnelle und einfache Anwendung, dank eines innovativen ausziehbaren Befestigungssystems nur minimaler Aufwand.
| Merkmal | Atera Strada E-Bike | Thule Epos |
|---|---|---|
| Eigengewicht | 14,9 Kilo | 17,3 Kilo |
| Maximale Zuladung | 60 Kilo | 60 Kilo |
| Zuladung pro Radschiene | 30 Kilo | 30 Kilo |
| Abmessungen Breite/Höhe/Tiefe | 1000/200/590 mm | 690/270/730 mm |
| Preis | 695 Euro | 1099 Euro |
Fahrradtransport per Bahn: Ökologisch, aber kompliziert
Theoretisch ist die Fahrradmitnahme in Regional- und Fernverkehrszügen machbar. Praktisch gestaltet sich das oftmals schwierig - und wenn es auf diese Art mit Rad in den Urlaub gehen soll, muss schon einiges beachtet und vorgeplant werden.
In Deutschland
In den meisten Nahverkehrszügen, den IC- und den EC-Zügen dürfen Räder mit an Bord - allerdings nur, wenn dafür sowohl eine Sitzplatz- als auch ein Stellplatz-Reservierung gebucht wird. Ab 7,50 Euro kostet dieser Service. Auch E-Bikes sind gewichtsunabhängig eingeschlossen.
Folgende Radtypen können grundsätzlich mit in den Zug genommen werden:
- Ein handelsübliches, einsitziges Fahrrad mit zwei Rädern. Das Fahrrad muss in die vorhandenen Fahrradständer gestellt werden. Die Fahrradständer haben in der Regel eine Breite für Reifen von 40 bis 60 mm.
- E-Bikes bis 250 Watt Motorleistung (bei performanteren Antrieben vorher fragen!)
- Ein Fatbike, wenn dieses in die Fahrradhalterung (siehe oben) passt. Lassen Sie gegebenenfalls die Luft aus dem Reifen ab. Denken Sie dabei an das Equipment für das spätere Wiederaufpumpen.
- Ein zusammengeklapptes Faltrad oder Kinderräder mit einem Raddurchmesser bis 16 Zoll können im Zug wie Gepäck untergebracht werden. Hierfür stehen zum Beispiel Gepäckregale und Mehrzweckbereiche zur Verfügung.
- Ein Tandem, Liegerad oder Dreirad kann nur in Zügen mit größerer Stellplatzkapazität mitgenommen werden. Informieren Sie sich im DB-Reisezentrum, in der DB-Agentur oder unter der Service-Rufnummer 0302970.
Sie können die Stellplatzreservierung für ihr Fahrrad zusammen mit der Fahrradkarte online und in der App buchen. Das Fahrradsymbol zeigt Ihnen, ob noch Stellplätze im ICE, IC- oder EC-Zug frei sind (rotes Fahrradsymbol = Fahrradstellplätze nicht mehr verfügbar). Bei manchen internationalen Zügen ist das Fahrradsymbol grau. Das heißt, dass die Fahrradmitnahme nicht sicher möglich ist.
Hinweis: Es gibt eine Kennzeichnungspflicht für Reisen nach Italien (via Österreich/Brenner).
Sie können Klappräder sicher in den Gepäckregalen und Mehrzweckbereichen unterbringen. Gänge, Türen und Sicherheitseinrichtungen, wie z.B.
Wichtig: Alle nicht genannten Modelle können Sie nicht mitnehmen. Dazu zählen auch Fahrräder, die aufgrund ihrer Maße oder Bauweise nicht sicher verstaut werden können.
Sie können Fahrradkarten grundsätzlich bis einen Tag vor dem ersten Geltungstag kostenfrei umtauschen oder erstatten. Die Fahrradkarte ist nicht zuggebunden. Wenn Sie die Fahrradkarte zusammen mit einer Fahrkarte für die reisende Person kaufen, gelten die Bedingungen der jeweiligen Fahrkarte (z. B.
An den Fahrradstellplätzen gibt es keinen Schließmechanismus. Sie können ein Elektro-Kleinstfahrzeug (z. B. E-Scooter, E-Tretroller, E-Kickboard) in allen Fernverkehrs-Zügen mitnehmen (ICE, ECE, IC/EC, RJX, TGV). Gilt als Traglast. Sie dürfen den eingebauten Akku während der Beförderung weder entnehmen, laden, noch anderweitig (z. B.
Sie können zusammengeklappte Fahrräder kostenfrei als Handgepäck mitnehmen. Fahrradstellplätze sind immer in der 2. Klasse. Sie können auf mehrere Wagen im Zug verteilt sein.
Im Ausland
Auch die Bike-Mitnahme ins Ausland ist machbar, sollte jedoch frühzeitig reserviert werden. Bei der Online-Ticketbuchung mit der DB-App lässt sich die Fahrradmitnahme anklicken, dann werden ausschließlich Verbindungen angezeigt, bei denen dieser Service möglich ist. Ob tatsächlich noch Stellplätze im internationalen Fernverkehrszug frei sind, erkennen Sie direkt am Fahrradsymbol (rotes Fahrradsymbol = Fahrradstellplätze nicht mehr verfügbar).
Der DB Navigator hat inzwischen auch die Bike-Buchung als Option hinzubekommen. Hier lassen sich für Österreich oder Italien Bikes relativ einfach zum regulären Ticket hinzubuchen. Für weitere Destinationen empfiehlt sich der spezielle Service der Bahn für die Radmitnahme unter www.bahn.de/angebot/zusatzticket/fahrrad/fahrradkarte-fernverkehr.
Generell bietet die Bahn Direktverbindungen in die deutschen Nachbarländer Italien, Österreich, Dänemark, Tschechien, in die Niederlande und in die Schweiz an. Infos ebenfalls unter der Servicenummer 0302970.
Wenn Sie Ihr Fahrrad in einem EC-Zug nach Italien (via Österreich/Brenner) mitnehmen wollen, müssen Sie eine Kennzeichnung anhängen. Bitte drucken und füllen Sie die Fahrradbanderole aus. Befestigen Sie diese vor Fahrtantritt an Ihrem Fahrrad. Die Banderole ist kein Ersatz für die Fahrradkarte bzw.
Aus Sicherheitsgründen können Sie in den Nahverkehrszügen nur begrenzt Fahrräder mitnehmen. Vor allem an den Wochenenden und in den Sommer-Monaten können auf stark befahrenen und touristischen Strecken Züge voll besetzt sein. Tipp: Suchen Sie vor Ihrer Reise nach Alternativrouten oder weichen Sie ggfs.
Sie können eine Fahrradkarte pro Fahrrad erwerben, z.B. die Fahrrad-Tageskarte Nahverkehr, mit der sie einen Tag lang in ganz Deutschland fahren. Es gibt keine Garantie für die Mitnahme von Fahrrädern.
Planen Sie am Reisetag genug Zeit ein. So sind Sie entspannt, falls sich spontan etwas ändern sollte. Aktivieren Sie am besten die Funktion "Benachrichtigungen zur Reise". Auf dem Bahnsteig warten Sie am besten in dem Abschnitt, in dem das Fahrradabteil hält. In der Regel ist das bei den Nahverkehrs-Zügen am Zug-Anfang oder -Ende.
Achtung: Bei Pedelecs muss der Akku während der gesamten Fahrt am Rad montiert bleiben.
Sie reisen als Gruppe? Auf bahn.de/fahrrad finden Sie Alternativen zur Fahrradmitnahme - wie z.B. das Bikesharing Call a Bike oder den Fahrrad-Versand mit DB Gepäckservice.
DB Gepäckservice
Sie können das Angebot in allen DB-Verkaufsstellen oder online unter gepaeckservice-bahn.de/buchung buchen. Bis 18 Uhr am Tag vor der vereinbarten Abholung können Sie den Auftrag stornieren.
- Wunschzeitfenster: Für nur 6 Euro je Richtung können Sie den Abhol- oder Zustellservice Ihres Gepäcks in einem Zeitfenster buchen (ausgenommen Hotels, Kurkliniken und Inseladressen).
- Sendungsverfolgung: Frühestens ein Tag vor der geplanten Abholung können Sie den Status Ihres Gepäcks mitverfolgen. Geben Sie dazu einfach Ihre Auftragsnummer ein.
- Bei Vorlage eines Schwerbehindertenausweises erhalten Sie 2 Euro Rabatt (buchbar in allen DB Verkaufsstellen und bei der Mobilitätsservice-Zentrale (MSZ)).
Jedes Gepäckstück muss von Ihnen mit einem Adressanhänger gekennzeichnet werden, damit es Ihnen zu jeder Zeit zugeordnet werden kann. Normalgepäck wie Koffer oder Reisetaschen muss mit einem Schloss verriegelt sein. Für Ihr Fahrrad können Sie beim Ticketkauf gleich eine spezielle Verpackung aus Karton kostenfrei mitbestellen.
Auch wenn Sie selbst verpacken möchten: Lenker müssen nicht geklappt, Pedale nicht abgebaut werden. Es ist wichtig, dass Ihr Fahrrad weiterhin lenk- und rollbar bleibt. Rollstühle und orthopädische Hilfsmittel nach Möglichkeit einklappen und dann vollständig verpacken.
Abholung/Zustellung: Montag bis Samstag zwischen 8 und 18 Uhr (ohne Wunschzeitfenster).
Erlaubt sind nur gültige Adressen mit Bezug auf die dazugehörige Bahnreise, bei denen sichergestellt wurde, dass dort ein Empfänger (bei Zustellung) des Reisegepäcks zum gebuchten Termin anzutreffen ist und dieser von Ihnen vorab in Kenntnis gesetzt wurde.
Hermes befördert normales Gepäck wie Reisetaschen, Rucksäcke und Koffer, aber auch Sondergepäck, etwa Skier, Rollstühle oder Fahrräder. E-Bikes sind jedoch vom Gepäckservice ausgeschlossen.
Das kostet der Service:
- Normalgepäck (maximal 31,6 Kilogramm und bis zu 120 × 60 × 60 cm sowie Kinderwägen): 19,90 Euro
- Normalgepäck mit Ermäßigungsnachweis (Schwerbehindertenausweis, nur buchbar in DB-Verkaufsstellen und der Mobilitätszentrale): 17,90 Euro
- Sondergepäck wie Skier oder Rollstühle (maximale Länge 200 cm): 29,90 Euro
- Fahrrad: 49,90 Euro
Bestimme Gegenstände können nicht über den DB-Gepäckservice transportiert werden. Dazu gehören Sachen, die leicht kaputt gehen, etwa Fernseher oder Möbel. Auch Tiere, Pflanzen, Bargeld, andere Wertgegenstände sowie Fahrräder mit Elektromotor kann man nicht verschicken lassen.
Die Preise gelten pro Gepäckstück und für eine Fahrtrichtung. Für die Rückfahrt müsst ihr also den Preis noch einmal bezahlen.
Für sperrige Gegenstände wie Skier kann man kostenlos eine Verpackung buchen. Alle Gepäckstücke sollten vor der Abfahrt mit Adressanhängern versehen und sachgerecht verpackt werden. Es ist nicht erlaubt, seine Reiseutensilien in einem Paket zu verstauen, um sie mit dem Gepäckservice zu verschicken.
Falls ihr Fragen zum DB-Gepäckservice habt, nutzt die entsprechende Hotline: 030-2970 (Ortstarif). Gibt es Probleme mit der Lieferung und kommt das Gepäck zum Beispiel verspätet, beschädigt oder gar nicht an, kontaktiert den Hermes-Kundenservice unter der Nummer 040-593551236 (Ortstarif) oder nutzt das Kontaktformular der Deutschen Bahn.
Fahrrad am Urlaubsort leihen: Vorher gut informieren
Mittlerweile gibt es in vielen Reise-Destinationen gute Möglichkeiten, ein taugliches Rad zu leihen. Es gibt derzeit keine internationale oder europäisch vernetzte Vermietservices in der Art von Autovermietern. Deshalb bedarf es einer Online-Recherche vor dem Urlaub. Dazu lohnt sich, neben klassischen Radvermietern am Urlaubsort auch die lokalen Fahrrad-Fachhändler zu ermitteln und dort nach Mietangeboten zu fragen.
Es empfiehlt sich natürlich, das Angebot der potenziellen Vermieter eingehend zu prüfen. Zumindest Fahrrad-Gattung, Rahmenhöhe und die Ausstattung mit Komponenten sollten dem heimischen Bike nahekommen, vor allem, wenn sportliches Biken im Fokus steht. Die Preise variieren stark, aber generell sind ab 20 Euro pro Tag für Alu-Räder mit einfacher Ausstattung zu rechnen, sportliche E-Bikes sind teurer. Die Miete für eine Woche oder 14 Tage ist deutlich günstiger als die Tagesmiete.
In den Miet-Pauschalen ist in der Regel eine Versicherung inkludiert, die dann aufkommt, wenn das Bike beim Abstellen ordnungsgemäß gesichert wird - meist geben die Vermieter Fahrrad-Schlösser mit auf den Weg.
Tipps zur Radleihe
- Tarif mit dem Vermieter im Vorfeld abklären und bestätigen lassen
- Rad-Typen aus dem Verleihangebot vorher mit den eigenen Vorlieben abgleichen
- Preise von Vermietern und Händlern vergleichen
- Bei extremen Abweichungen den Vermieter fragen, ob er die Möglichkeit hat, Mieträder anderer Kategorien zu besorgen; oder ob er andere Vermieter empfehlen kann, die ein breiteres Sortiment anbieten
- Bei E-Bikes nach dem Ladenetz in der Region erkundigen; gegebenenfalls nach Zweit-Akkus fragen
- Versicherungsbedingungen klären und genau einhalten (Gilt der Schutz in der Nacht? Muss das Rad an der Unterkunft verschlossen geparkt werden?)
- Das Rad bei der Übernahme auf Schäden kontrollieren, diese fotografieren und den Vermieter darauf hinweisen
- Eigenen Helm, Luftpumpe, Repair-Set und Navigations-App oder Kartensatz einpacken
- Eigene Radbeleuchtung (Aufsteckset) mitnehmen
- Bei der Online-Miete zuvor Checkliste (Versicherung, Zubehör, Tourentipps, landestypische Besonderheiten) mit dem Vermieter durchgehen
Fahrradtransport per Flugzeug: No Akku please
Beinahe alle Airlines bieten einen Gepäckservice für Fahrräder an. Allerdings sollte das Bike vor dem Check-in professionell verpackt werden. Eine Option sind die Fahrradtaschen oder Fahrradboxen aus dem Fachhandel. Alternativ eignet sich aber auch ein Karton im Format und der Machart, wie er von Online-Radhändlern für den Versand genutzt wird.
Wichtig: beim Verpacken Lenker querstellen, Pedale abmontieren. Mit E-Bikes wird es ganz schwierig. Zum einen stößt das Gewicht vollausgestatteter E-Bikes schnell an die durch die Airlines gesetzten Grenzen. Zum anderen machen die Akkus Schwierigkeiten, weil sie als brandgefährlich gelten.
Waren bis vor wenigen Monaten noch Akkus bis zu bestimmten Powergrenzen als Handgepäck gestattet, sind sie nun aus dem Flugzeug verbannt, wenn sie mehr als 100 Wh Leistung aufweisen. Soll das E-Bike trotzdem mit an Bord, besteht nur die Möglichkeit, am Urlaubsort einen baugleichen Akku auszuleihen oder sich ihn als Paket an die Urlaubsadresse schicken zu lassen.
Die Tarife der Airlines für den Biketransport unterscheiden sich gewaltig. Eine aktuelle Übersicht über die Bestimmungen, Konditionen und Preise der Airlines hat Michael Luplow in seinem Blog “Bikepacking Adventures” aufwendig recherchiert und zusammengefasst. bikepacking-adventures.com/fahrrad-im-flugzeug-mitnehmen
Hier exemplarisch die Konditionen von Lufthansa, Ryan Air und Qatar Airways:
- Lufthansa: Für Sperrgepäck wird eine Gebühr von etwa 100 Euro im Inland und bis zu 400 Euro auf Interkontinentalstrecken berechnet, wenn das Gepäckstück maximal 52 Kilogramm wiegt und bis zu zwei Meter breit ist.
- Ryanair: Die Mitnahme eines Fahrrads ist nicht in der Freigepäckmenge inbegriffen. Die Gebühr beträgt ab 60 Euro für maximal 30 Kilogramm.
- Qatar Airways: Mitnahme eines Fahrrads innerhalb der Freigepäck.
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