Der A2 Führerschein ist frisch bestanden, und nun steht die große Entscheidung an: Welches Motorrad soll es sein? Muss es wirklich immer das typische Einsteigermodell mit vielen Kilometern und Vorbesitzern sein? Keineswegs! Es gibt auch exklusive Optionen, die nicht nur gut aussehen, sondern auch ordentliche Performance bieten. Ein Beispiel hierfür ist die Triumph Street Triple S, die seit 2020 auch für A2-Neulinge erhältlich ist. Aber eignet sich die auf 48 PS gezähmte Streety wirklich als Einstiegsmotorrad?
Triumph Street Triple S: Ein Premium-Fahrzeug für A2-Fahrer
Die Street Triple S ähnelt ihren größeren Schwestern optisch sehr. Die ikonischen Doppelscheinwerfer sind auch bei diesem Modell das prägnanteste Designmerkmal. Triumph setzt hier auf neue Voll-LED-Scheinwerfer mit Tagfahrlicht, die deutlich weißer und heller leuchten. Auch das Bodywork hat ein Facelift bekommen, und auf verschiedenen Bauteilen finden sich Triumph-Embleme. Besonders positiv fällt die Auspuffanlage auf, die im Gegensatz zu den meisten vergleichbaren Motorrädern einen kurzen Endtopf hat, was das Heck optisch aufwertet.
Ein kräftiger Zug am Gashahn bestätigt: Ein voluminöser und kraftvoller Sound dröhnt durch die Straßen. Motor, ESD und Airbox harmonieren hier einfach sehr gut. Mit diesem Sound kann keine herkömmliche 48-PS-Maschine mithalten, auch nicht mit Akrapovic. Die kleine Streety bietet ein sportliches und zeitgemäßes Design mit einer Stimme zum Verlieben.
Technische Details der Street Triple S
Die Street Triple S ist leistungsmäßig die kleinste im Vergleich zu ihren Schwestern. Mit einem Hubraum von 666 ccm liefert der standardmäßig auf 48 PS gedrosselte, flüssigkeitsgekühlte Dreizylinder-Reihenmotor eine Kraftentfaltung von 60 NM bei 9.000 U/min. Die Kraftübertragung erfolgt über 6 Gänge mittels Kettenantrieb. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei etwas über 170 km/h. Das Fahrwerk besteht aus einem Aluminiumrahmen und einem verschraubten Alu-Heck. Hinten sind eine Zweiarmschwinge aus Leichtmetall und ein Showa-Zentralfederbein verbaut.
Die Größe der Leichtmetall-5-Speichenräder beträgt 120/70 ZR17 (vorne) und 180/55 ZR17 (hinten). Der Kniewinkel ist durch die hohen Fußrasten eher spitz, befindet sich jedoch noch im bequemen Bereich, sodass selbst lange Touren damit kein Problem sind. Vorne wurden 310 mm Doppelscheibenbremsen verbaut, hinten eine 220 mm Einscheibenbremse. Die Reichweite ist im Vergleich zum Tankvolumen von 17,4 Litern eher schwach. Bei sportlicher Fahrt meldet sich nach durchschnittlich 240 Kilometern die Tankanzeige. Mit einer Sitzhöhe von 81 cm wird ein gutes Mittelmaß für sowohl große als auch kleinere Fahrer geboten.
Bedienung und Komfort
Neben dem Display befinden sich zwei Tasten, mit denen man sich durch das Menü navigieren kann. Zudem ist es möglich, die Begrenzeranzeige bzw. Anzeige für deinen Schaltpunkt auf individuelle Vorlieben anzupassen. Die Griffe und deren Armaturen wirken hochwertig und sind selbst mit dicken Handschuhen leicht zu bedienen. Sogar ein Warnblinker ist am rechten Griff vorhanden. On top gibts es dreistufig einstellbare Brems- und Kupplungshebel dazu.
Für 8900 € bietet Triumph mit der Street Triple S ein Naked Bike der Extraklasse. Maximale Power, ein präzises Fahrwerk, diverse Sicherheitsfeatures, moderne LED-Technologie und ein Sound zum Dahinschmelzen.
Triumph hat bewiesen: Es muss nicht immer die 0815-Maschine zum Einstieg in das Bikerleben sein. Wer auf Qualität, Leistung, Sicherheit und Fahrspaß setzt, gleichzeitig aber seine Vernunft beibehält, dem stehen langfristig schöne Jahre mit der Street Triple S bevor.
Sportliche Alternativen: Aprilia RS 457, Kawasaki Ninja 500, Honda CBR 500 R
Vollverkleidete Sportler liegen wieder im Trend, besonders bei jungen Fahrern. Da diese mit dem A2-Führerschein auf 48 PS beschränkt sind, gibt es diverse Superbikes auch in diesem Format. Aprilia RS 457, Honda CBR 500 R und Kawasaki Ninja 500 sind Beispiele dafür.
Aprilia RS 457: Sport als Kernkompetenz
Die Aprilia RS 457 ist komplett neu entwickelt und entspricht mit ihrem 270-Grad-Hubzapfenversatz modernem Reihenzweizylinder-Zeitgeist. Ihr Punch (48 PS/44 Nm) liegt etwas später an als beim Wettbewerb. Ihre Ergonomie mit tiefem, weit ausgestelltem Lenker und hohem Sitz vertritt den sportiven Grundgedanken. Im lockeren Swing entert die Italienerin erstaunlich stabil die kurvigen Landstraßen und bietet echtes Superbike-Feeling.
Dennoch zieht der Antrieb vom Drehzahlkeller bis zum elektronischen Stopp schön gleichmäßig durch. Dazu reagiert der Twin dank mustergültig abgestimmtem E-Gas sehr direkt auf Marschbefehle. Mit drei Fahrmodi (Eco, Rain, Sport), dreistufiger Traktionskontrolle und dem deaktivierbaren Hinterrad-ABS bietet die Aprilia reichlich elektronische Fahrhilfen und ein top ablesbares Fünf-Zoll-TFT-Cockpit.
Honda CBR 500 R: Komfort und Alltagstauglichkeit
Die Honda CBR 500 R bekam zu dieser Saison ein Facelift. Sie klotzt mit einer Doppelscheibenbremse inklusive feiner Wave Discs. Beim Beschleunigen und auch in flotten Wechselkurven kämpft die CBR mit ihrem hohen Kampfgewicht von 193 Kilo. Von seiner besten Seite zeigt sich der Antrieb, wenn das TFT-Cockpit mittlere Drehzahlen anzeigt. Astreine Leistungsentfaltung, ordentliche Werte, alles supi. Auf der Habenseite stehen auch die hohe Laufkultur des Twins, eine klasse dosierbare und leichtgängige Kupplung, easy Gangwechsel und trotz der direkt an die Drosselklappen mündenden Gaszüge ein weiches und gleichermaßen direktes Ansprechverhalten.
Ins Bild passen die passabel ansprechenden und soft abgestimmten Federelemente. Um der Honda CBR 500 R etwas der angeborenen Hecklastigkeit zu nehmen, kann man die Feder auf die zweithöchste Stufe vorspannen. Die Honda ist geeignet für längere Etappen.
Kawasaki Ninja 500: Die Kurven-Königin
Mit 173 Kilo stemmt die Kawasaki Ninja 500 satte 20 Kilo weniger auf die Waage als die Honda CBR 500 R und immerhin noch fünf weniger als die Aprilia RS 457. Dazu rollt sie auf den schmalsten Rädern, und ihre Entwickler verpassten der Ninja auch den geringsten Nachlauf und damit extrem handlingfördernde Zutaten. Eine echte Show, wie easy sie in die Ecken sticht, die Linie in Schräglage beliebig enger zieht und regelrecht durch Kurvenkombinationen giert. Allerdings einhergehend mit einer Prise Nervosität. Herrlich spritzig stellt sich der Kawa-Motor dem Fahrer vor. Seine etwas geringere Spitzenleistung gleicht er locker mit kräftigem Punch von unten aus, wodurch die Grüne ebenso flott aus den Ecken pfeffert wie die Aprilia RS 457, sich dabei aber wesentlich unaufgeregter zeigt - tatkräftig unterstützt von der insgesamt kürzesten Übersetzung des Vergleichs.
Im Gegensatz zu ihr erzeugt der Kawa-Antrieb allerdings ab 6.000/min feinnervige Vibrationen, die sich am Lenker, dem Sitz und an den Rasten austoben. Auch die Kawasaki Ninja 500 ist mit einem Old-School-Gasgriff ausgestattet. Die Ninja ist ein äußerst lebendiger Feger, der fahrdynamisch auf der Landstraße auftrumpft. Das TFT-Cockpit mit Ganganzeige und Connectivity ist aufgeräumt und hält alle relevanten Trip-Infos parat.
Vergleichstabelle der A2-Sportmotorräder
| Motorrad | Leistung | Gewicht | Besonderheiten | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|
| Triumph Street Triple S | 48 PS | 186 kg | Premium-Design, toller Sound, Sicherheitsfeatures | Einsteiger, die Wert auf Qualität und Leistung legen |
| Aprilia RS 457 | 48 PS / 44 Nm | 175 kg | Sportliche Ergonomie, E-Gas, Fahrmodi | Sportliche Fahrer, die ein Superbike-Feeling suchen |
| Honda CBR 500 R | 48 PS | 193 kg | Komfortable Ergonomie, hohe Laufkultur, gute Bremsen | Tourenfahrer, die Wert auf Komfort legen |
| Kawasaki Ninja 500 | 48 PS | 173 kg | Agiles Handling, spritziger Motor, leichtes Gewicht | Fahrer, die ein wendiges Motorrad für kurvige Strecken suchen |
| CFMOTO 450SR S | 48 PS | - | Kraftvoller Zweizylindermotor, aggressiver Sound | Fahrer, die Wert auf einen kraftvollen Motor und modernes Design legen |
| KTM RC 390 | 44 PS | - | Quirliges Fahrverhalten, Supermoto-Strecke geeignet | Sportlich orientierte Fahrer, die Fahrspaß suchen |
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