E-Mountainbiken ist teuer? Ja - und auch nein. Tatsächlich sind vollgefederte E-Mountainbikes immer noch recht teuer - gute Einsteigermodelle starten um 4000 Euro, rund doppelt so viel, wie ein vergleichbares "Fully" ohne Motor. Wer auf die Heckfederung verzichten kann, findet wie bei den motorlosen Kollegen, mit sogenannten Hardtails sein Schnäppchen. Wir haben 15 Modelle für dich gecheckt!
Die 15 besten E-MTBs um 3000 Euro im Check
Im Folgenden werden 15 E-MTB Hardtail-Modelle vorgestellt, die im Preisbereich um 3000 Euro angesiedelt sind. Diese Bikes bieten eine gute Balance zwischen Preis und Leistung und sind ideal für Einsteiger und fortgeschrittene Fahrer.
1. Bulls LT CX Evo 29
Das Bulls LT CX Evo 29 prescht in unserer alphabetischen Reihenfolge nach vorn! Das ZEG-Rad kommt mit Boschs neuestem CX-Motor samt praktischer App-Anbindung. Für 3299 Euro gibt’s jedoch nur einen 500-Wh-Akku dazu. Aber keine Bange: Vielfahrer können für 200 Euro Aufpreis den 625er-, für 400 Euro extra gleich den dicken 750-Wh-Akku dazubestellen. Die restlichen Anbauteile sind für den Preis einfach gehalten: Die 1x8-Altus-Schaltung von Shimano ist funktional und im Unterhalt günstig, die Tektro-Bremsen sind mit den 180er-Bremsscheiben adäquat. Schade: Die Suntour-Gabel mit 100 mm Federweg und Stahlfeder ist für die Stadt und Touren okay, für Trails aber eher ungeeignet.
- Preis: ab 3299 Euro
- Rahmengrößen: M bis XXL
- Gewicht: keine Angabe
- Zul. Gesamtgewicht: 130 kg
- Motor/Akku: Bosch CX / 625 Wh
2. Canyon Grand Canyon:ON 7
Auch die Koblenzer-Bikeschmiede Canyon hat ein Herz für elektrisierte Hardtails: Im Modelljahr 2023 wechselte man von Shimano zu Bosch - weswegen hier auch der neue CX-Motor samt Smart-Anbindung und (!) 750-Wh-Akku zum Einsatz kommt. Typisch für den Direktversender ist der äußerst faire Preis: Für 3299 Euro bekommt man neben der Bosch-Peripherie noch einen schick gemachten Alu-Rahmen samt Anschraubmöglichkeiten für Gepäckträger, Schutzbleche und Ständer. Ebenfalls zu loben ist die im Vergleich wertige 120-mm-Rock-Shox-Luftgabel und die moderne Shimano 1 x 12-Schaltung. Dafür fehlt leider eine Vario-Sattelstütze.
- Preis: 3299 Euro
- Rahmengrößen: S bis XL
- Gewicht: 23,6 kg
- Zul. Gesamtgewicht: keine Angabe
- Motor/Akku: Bosch CX / 750 Wh
3. Centurion Backfire E R750i
Wer einen besonders robusten zweirädrigen Partner sucht, wird beim schwäbischen Traditionshersteller Centurion fündig. Für bis zu 150 Kilo Gesamtgewicht geben die Magstadter ihr preisattraktives Backfire mit 100-mm-Gabel frei. Zum soliden Alu-Rahmen gesellt sich der bewährte Bosch CX Smart-Motor sowie ein ausreichend großer 625-Wh-Akku. Gebremst und geschaltet wird mit einfachen, aber funktionalen Shimano-Parts. Eine Vario-Sattelstütze fehlt jedoch. Löblich dagegen: Trotz Lichtanlage von Lezyne und der stabilen Auslegung soll das 29"-Hardtail nur rund 21,7 Kilo auf die Waage bringen.
- Preis: 3399 Euro
- Rahmengrößen: XS bis XL
- Gewicht: 21,7 kg
- Zul. Gesamtgewicht: 150 kg
- Motor/Akku: Bosch CX / 625 Wh
4. Conway Cairon S
Das Cairon von Conway glänzt mit Boschs bockstarkem Performance-CX-Motor samt großem 625-Wh-Akku. In der Front werkelt eine RST Blaze ML mit 120 mm, Antrieb und Bremse stammen von Tektro. Kritik? Mit fast 25 Kilo ist das 29"-Bike kein Leichtgewicht, und eine praktische Vario-Sattelstütze fehlt. Gibt es auch mit Trapez-Rahmen.
- Preis: 3300 Euro
- Rahmengrößen: S bis XXL
- Gewicht: 24,6 kg
- Zul. Gesamtgewicht: 130 kg
- Motor/Akku: Bosch CX / 625 Wh
5. Cube Reaction Hybrid One 625
Was für ein Preiskracher: Bereits für schmale 2849 Euro kommt man bei Cube in den Genuss des großen Bosch CX-Motors samt reichweitenstarkem 625-Wh-Akku. Der schicke Alu-Rahmen kommt für kleinere Piloten mit 27,5-Zoll-Rädern, ab Größe M rollt das Reaction Hybrid dann auf großen 29ern. Komplettiert wird das Cube wie in dieser Preisklasse üblich mit günstigen, aber funktionalen Shimano-Anbauteilen aus der Deore-Baureihe. Die 10-Gang-Kettenschaltung ist für den Alltag ideal, auch die Bremse mit 180-mm-Scheiben reicht für das anvisierte Systemgewicht von 135 kg. Bei dem günstigen Preis kann man die fehlende Vario-Sattelstütze verschmerzen.
- Preis: 2849 Euro
- Rahmengrößen: S bis XXL
- Gewicht: 23,4 kg
- Zul. Gesamtgewicht: 135 kg
- Motor/Akku: Bosch CX / 625 Wh
6. Ghost E-Teru Y Universal
Mal was anderes gefällig? Statt auf Bosch oder Shimano setzt Ghost bei seinem E-Teru Y Universal auf Motor-Power von Yamaha! Der ist hier mit seinen 70 Nm Drehmoment zwar nicht ganz so kräftig wie andere, im Alltag ist das aber nur für schwere Piloten von Relevanz. Bei den Anbauteilen ist das Ghost wieder auf einer Linie mit dem Rest in dieser Liste: Geschaltet wird mit einer 12-fach-Deore, auch die Bremse mit 180-mm-Scheiben rundherum stammt von Shimano - günstige, aber gute Ware. Wie das Cube rollt das Ghost in Rahmengröße S auf 27,5-Zoll-Rädern, sonst auf größeren 29-Zöllern. Die SR-Suntour-Gabel kommt mit 120 mm Federweg.
- Preis: 3399 Euro
- Rahmengrößen: S bis XL
- Gewicht: 25,7 kg
- Zul. Gesamtgewicht: keine Angabe
- Motor/Akku: Yamaha / 630 Wh
7. Giant Fathom E+ 2 Pro
Auch der Rad-Gigant aus Taiwan mischt auf dem E-Hardtail-Markt mit: Das Fathom E+ 2 Pro kommt mit dem zusammen mit Yamaha entwickelten SyncDrive Pro-Motor mit konkurrenzfähigen 80 Nm Drehmoment und reichweitenstarkem 625-Wh-Akku. Auch die weitere Peripherie passt: Die Suntour-Gabel hat stattliche 130 mm Federweg, geschaltet wird mit Shimanos für E-Bikes optimierte Link-Glide-Gruppe, gebremst mit 180-mm-Stoppern von Tektro, auch die Maxxis-Reifen sind hochwertig und gripstark. Löblich: Giant gibt das Rad für bis zu 156 Kilo Systemgewicht (Bike und Fahrer) frei.
- Preis: 3799 Euro
- Rahmengrößen: S bis XXL
- Gewicht: 24,1 kg
- Zul. Gesamtgewicht: 156 kg
- Motor/Akku: Yamaha SyncDrive Pro / 625 Wh
8. Haibike Hardnine 6
Haibike gilt als Erfinder des E-Bikes - und hat auch im Hardtail-Bereich einen Ruf zu verlieren. Entsprechend auffällig sieht das Hardnine 6 im Vergleich aus: Das Oberrohr des Alu-Rahmens hat einen kecken Knick, zudem kommt Yamahas PW-ST-Motor mit einem großen 630-Wh-Akku zum Einsatz. Geschaltet und gebremst wird mit guten, aber einfachen Shimano-Parts, als Gabel kommt eine SR Suntour mit 100 mm Federweg zum Einsatz. Schade: Das maximal zulässige Gesamtgewicht (Fahrer plus Gepäck plus E-Bike) beträgt maue 120 Kilo.
- Preis: 3099 Euro
- Rahmengrößen: M bis XL
- Gewicht: keine Angabe
- Zul. Gesamtgewicht: 120 kg
- Motor/Akku: Yamaha PW-ST / 630 Wh
9. KTM Macina Race 572
Auch die Blutorangen von KTM buhlen um deine Moneten: Die Österreicher haben mit dem Macina Race 572 ein eher einfach ausgestattetes E-Hardtail im Programm. Geschaltet wird mit der sehr günstigen, aber dennoch sehr funktionalen Shimano Alivio-Gruppe mit neun Gängen, gebremst wird mit dem Shimano-Dauerbrenner MT-200. Die Stahlfedergabel von SR Suntour ist für den Alltag in Ordnung, für Trail-Einsätze gibt es bessere Bikes mit wertigeren Forken. Dafür geizt man nicht am Antrieb: Boschs CX Smart-Antrieb ist wie gewohnt bärenstark und erprobt, wird hier aber mit dem kleinen 500-Wh-Akku gepaart - dafür ist das Rad mit 22,3 Kilo nicht zu schwer und mit einem Systemgewicht von 141 Kilo hart im Nehmen.
- Preis: 3199 Euro
- Rahmengrößen: S bis L
- Gewicht: 22,6 kg
- Zul. Gesamtgewicht: 141 kg
- Motor/Akku: Bosch CX / 500 Wh
10. Merida eBIG.Nine 400 (EP6)
In dieser Preisklasse sind Shimanos EP-Motoren selten geworden. Was schade ist, denn der Mittelmotor ist dank tollem Ansprechverhalten und kräftigem Antritt ein richtig guter Alltagsbegleiter. Umso erfreulicher, dass er in Meridas E-Hardtail seinen Platz findet. Zwar als günstigere, weil etwas schwerere EP6-Variante, aber dafür mit einem großen 630-Wh-Akku kombiniert. Zusammen mit einer 100-mm-Suntour-Gabel und Shimano-Schaltung und -Bremsen ist eBig.Nine ein guter Begleiter für ausgiebige Touren, erst recht mit dem praktischen Seitenständer. Übrigens: Auch als EQ-Variante mit Gepäckträger und Lichtanlage erhältlich.
- Preis: 3599 Euro
- Rahmengrößen: S bis XL
- Gewicht: k.A.
- Zul. Gesamtgewicht: 135 kg
- Motor/Akku: Shimano EP6 / 630 Wh
11. Mondraker Thundra
Ein buchstäblicher Dauerläufer: Das Mondraker-E-Hardtail „Thundra“ kommt mit einem riesigem 720-Wh-Akku daher und wird mit Shimanos kultiviertem EP6-Motor kombiniert. So wird aus dem spanischen E-Hardtail ein Sparringspartner für wirklich lange Touren. Auch die Anbauteile passen: Vorne arbeitet eine Rock Shox Recon-Gabel mit 120 mm Federweg, gebremst wird vorne mit einer großen 200-mm-Bremsscheibe, die Schaltung stammt aus dem Einsteiger-Fundus von Sram und ist ähnlich wertig wie die Shimano-Parts bei der Konkurrenz. Als X-Modell auch mit Gepäckträger erhältlich.
- Preis: 3699 Euro
- Rahmengrößen: XS bis XL
- Gewicht: k.A.
- Zul. Gesamtgewicht: So
12. Radon Jealous Hybrid
So auch beim beliebten Jealous Hybrid: Für faire 3199 Euro bekommst du Boschs hervorragenden CX-Motor - allerdings ohne Smartphone-Anbindung - samt großem 625-Wh-Akku. Komplettiert wird das Jealous mit guten Shimano-Parts und einer wertigen Rock-Shox-Gabel mit 120 mm Federweg. Schade: Für eine Vario-Sattelstütze war trotzdem kein Budget über. Maximales Systemgewicht: 135 Kilo
- Preis: 3199 Euro
- Rahmengrößen: 16" bis 22"
- Gewicht: 22,5 kg
- Zul. Gesamtgewicht: 135 kg
- Motor/Akku: Bosch CX / 625 Wh
13. Scott Aspect eRide 930
Auch die Multisport-Marke Scott mischt natürlich im E-Hardtail-Segment mit - und hat mit dem Aspect eRide 930 einen feschen Vertreter dieser Gattung im Programm. Für 3400 Euro bekommst du hier einen bärigen Bosch CX-Motor, einen 625 Wh fassenden Akku, Shimano-Parts und der in dieser Preisklasse beliebten Suntour-Gabel mit 120 mm Federweg. Schade: Auch hier ist das zulässige Gesamtgewicht bestehend aus E-Bike und Fahrer für großgewachsene mit 128 Kilogramm eher mau.
- Preis: 3399 Euro
- Rahmengrößen: S bis XL
- Gewicht: 25,9 kg
- Zul. Gesamtgewicht: 128 kg
- Motor/Akku: Bosch CX / 625 Wh
14. Specialized Turbo Tero
Mit Grüßen aus Kalifornien: Das Specialized Turbo Tero kommt mit dem quirligen, eigens entwickeltem Motor mit ausreichenden 50 Nm Drehmoment, nach heutigem Stand aber eher kleinem 530-Wh-Akku. Aber: Mit 20,1 Kilo soll das Turbo Tero richtig leicht sein. Und das geht nicht zulasten einer funktionalen Ausstattung. Die günstige Shimano Alivio-Schaltung samt passender Bremse ist prima, die Suntour-Stahlfedergabel mit 110 mm Federweg für Stadt-Land-Touren adäquat. Schade: Zum zulässigem Gesamtgewicht macht Specialized keine Angabe - dafür ist das Turbo Tero mit 2800 Euro für den Markennamen sehr fairbepreist. Gibt es auch als Tiefeinsteiger.
- Preis: 2800 Euro
- Rahmengrößen: S bis XL
- Gewicht: 20,1 kg
- Zul. Gesamtgewicht: keine Angabe
- Motor/Akku: Specialized 2.0E / 530 Wh
15. Trek Marlin+ 8
Auch Trek darf in unserer Übersicht nicht fehlen: Das Marlin+ 8 kommt mit Boschs Active Line Plus-Motor mit „nur“ 50 Nm Drehmoment daher, überzeugt dafür jedoch mit Rock Shox Recon-Gabel mit 120 mm Federweg, 1 x 12-Deore-Schaltung und fetten 203-mm-Bremsscheiben vorne wie hinten. Nur 21,3 Kilo gibt Trek an - auch das ist vergleichsweise leicht. Doch das Traumgewicht wird leider mit einem kleinen 400-Wh-Akku erkauft - zudem ist das zulässige Gesamtgewicht mit 136 Kilo besonders für (sehr) schwere Piloten nicht ideal.
- Preis: 3299 Euro
- Rahmengrößen: XS bis XL
- Gewicht: 21,3 kg
- Zul. Gesamtgewicht: 136 kg
- Motor/Akku: Bosch Active Line Plus / 400 Wh
Die Motoren der Hardtail E-Bikes
Klarer Platzhirsch ist der Bosch Performance Line CX in Bionicon, Canyon, Radon und Stevens. In Sachen Leistung steht der Brose Drive S Mag mit seinem bärenstarken Drehmoment dem Bosch-Konkurrenten in nichts nach. Doch das Bosch-System punktet zusätzlich mit hoher Fahrdynamik, speziellen Trail-Funktionen und den Vernetzungsmöglichkeiten des Smart-Systems. In Kombination mit dem 750 Wattstunden großen Powertube-Akku bietet er zudem die größte Reichweite. Starke Leistungsdaten liefern auch der Yamaha PW-X2 im R Raymon und der Shimano EP6 im BESV. Mit steigender Trittfrequenz können aber beide Aggregate dem Bosch nicht mehr folgen. Die günstigeren Antriebe im Feld sind deutlich schwächer: Der Shimano E7000 im HoheAcht liefert 60 Nm Drehmoment, der Bosch Active Line Plus im Trek nur 50 Nm.
Was ist ein E-MTB Hardtail?
Ein E-MTB Hardtail ist ein E-Mountainbike mit gefederter Frontgabel, aber ohne Hinterbaufederung. Diese Bauweise sorgt für eine direkte Kraftübertragung und ein geringeres Gewicht im Vergleich zu vollgefederten E-Mountainbikes (E-MTB Fullys). Besonders effizient sind Hardtail E-MTBs auf Anstiegen und im flachen Gelände. E-MTB Hardtail Modelle wie das Cube Reaction Hybrid stehen für Innovation, Zuverlässigkeit und ein breites Einsatzspektrum - von sportlichen Ausfahrten bis zum täglichen Pendeln.
E-MTB Hardtails sind die perfekte Wahl für dich, wenn du ein vielseitiges Bike suchst, das sowohl im Alltag als auch auf Touren und im Gelände überzeugt. Tipp: In aktuellen E-MTB Hardtail Tests schneiden Modelle mit Bosch Performance Line CX Motor und hochwertigen Akkus besonders gut ab.
Alltagsausstattung
E-Hardtails sind praktische Allround-Vehikel. Die meisten Modelle sind für die Montage von Gepäckträger, Schutzblechen und Ständer vorbereitet.
Zahlen, Daten, Fakten
Die acht klassischen E-Hardtails in unserem Test liegen im Schnitt bei 24,3 Kilo. Das Trek ist mit 21,84 also etwa 2,5 Kilo leichter. Das schafft der Hersteller hauptsächlich über den fest verbauten 400er-Bosch-Powertube-Akku und die schlanke Rahmenkonstruktion.
Was ist das beste E-Mountainbike 2025?
In diesem E-Mountainbike Test liefern wir euch alle Antworten und sagen euch, warum immer mehr Leistung nicht gleich besser ist - und welche Bikes 2025 wirklich liefern. Wir bringen Licht in den Spec-Dschungel, entlarven Marketing-Märchen und liefern Analysen & Daten aus der Praxis, wie ihr sie sonst nirgends bekommt. Plus: Klare Handlungsempfehlungen für die Entwicklungsabteilungen der Hersteller.
IMTEST-Favoriten
Kraftvolle Motoren und leistungsstarke Akkus - das zeichnet die E-Mountainbikes aus. Wie der Test- und Preisleistungssieger dabei im Labor und in der Praxis performt haben, fasst IMTEST hier zusammen.
Testsieger: Canyon Grand Canyon:ON 8
Das Grand Canyon:ON 8 von Canyon richtet sich an alle, die sportlich im Gelände unterwegs sein wollen. Dafür ist es auf das wesentlichste reduziert: kein Display, kein Ständer, keine Klingel. Der Motor der Bosch Performance Line (85 Nm) sorgt für gleichmäßige Unterstützung. In Tests bei 6 % Steigung erreichte das Grand Canyon:ON 8 laut Qima 22,7 km/h, mit einem Unterstützungsfaktor von 3,6. Die Kombination aus breiten Reifen und 120 mm Federweg sorgt für Komfort, auch auf rauem Untergrund. Auf Asphalt gleitet das Bike weich dahin. Die XT-Schaltung von Shimano (1×12) schaltet exakt. Bremshebel mit griffiger Beschichtung, ein breiter Lenker und eine absenkbare Sattelstütze runden die Ausstattung ab.
Preis-Leistungs-Sieger: Decathlon Rockrider Hardtail 29 Zoll E-Expl 700
Der Preis-Leistungs-Sieger von Decathlon überzeugt nicht nur aufgrund seines Preises von 2.599 Euro, sondern durch seinen hohen Fahrkomfort. Wie Canyon, HoheAcht und Hepha fährt auch das E-Expl 700 auf 61 Millimeter breiten 29-Zoll-Reifen - laufruhig auf jedem Untergrund. Die 130-Millimeter-Federgabel glättet Unebenheiten spürbar. Die absenkbare Sattelstütze hilft im Gelände und im Stadtverkehr - etwa beim Ampelstopp. Der Sattel ist bequem, der Lenker dagegen wie beim Hepha etwas breit. Der Brose-Motor liefert mit 70 Newtonmetern weniger Drehmoment als andere Modelle. Antritt und Unterstützung wirken im Vergleich schwächer. Auch der Lauf ist weniger gleichmäßig - gelegentlich spürt man ein Nachziehen. Mit 541 Wattstunden fällt die Akkukapazität eher gering aus. Im R200-Test reichte das für 62,33 Kilometer. Es zeigt Ladestand, gefahrene Kilometer und Geschwindigkeit.Im Labortest bei 6 % Steigung erreichte das Rockrider Expl 700 mit 23,7 km/h den zweitschnellsten Wert hinter dem Hepha. Der Unterstützungsfaktor lag bei 3,7.Das E-MTB bietet vier Unterstützungsstufen. Nach jedem Einschalten startet es jedoch in der niedrigsten - die höchste Stufe muss jedes Mal neu aktiviert werden. Die 1×10-Gang-Schaltung von microShift arbeitet zuverlässig und präzise.
Weitere empfehlenswerte E-MTBs
Auch die verbleibenden drei E-Mountainbikes versprechen eine Menge Spaß im Gelände.
2. Platz: Stevens E-Juke (2. Generation)
Das Stevens E-Juke unterscheidet sich rein optisch deutlich von allen anderen Testkandidaten, da es als einziges mit sogenannter Vollausstattung samt Fernlicht sowie etwas kleinere 28-Z0ll-Reifen kommt. Der Fahrer sitzt aufrechter als beim Modell von Canyon. Sattel und Griffe sind bequem. Das 2-Zoll-Farbdisplay Kiox 300 zeigt klar Fahrdaten und Navigation. Es dient zusätzlich als digitaler Schlüssel. Laut Qima liegt die Reichweite bei 98,7 Kilometern und damit knapp hinter dem Modell von Hepha. In der Bergfahrt-Simulation war das E-Juke mit 20,1 km/h langsamer. Der Unterstützungsfaktor lag bei 2,8 - ebenfalls unter dem Durchschnitt. Ein Grund dafür dürfte das hohe Gewicht sein: Mit 28 Kilogramm ist das E-Bike rund drei bis vier Kilo schwerer als die Konkurrenz. Wie Canyon setzt auch Stevens auf eine Shimano-XT-Schaltung, hier mit 1×11 Gängen. Die Bremshebel liegen gut in der Hand, bestehen aber aus Plastik statt Metall. Durch Sitzposition und Ausstattung eignet sich das E-Mountainbike auch für längere Touren. Das zulässige Gesamtgewicht von 140 Kilogramm erlaubt reichlich Gepäck. Wer viel auf Schotter fährt, muss sich allerdings an das ständige Klackern gewöhnen - kleine Steine treffen oft das Schutzblech.
3. Platz: Hepha Mountain 7 Ultra
Hepha verbaut den stärksten Motor im Test: 100 Newtonmeter Drehmoment. Kombiniert mit einem Akku von 804 Wattstunden erreichte das Mountain 7 Ultra im Reichweitentest 111,5 Kilometer - Bestwert im Vergleich. Auch in der Bergfahrt-Simulation überzeugte das Rad: Es fuhr mit 23,9 km/h und erhielt mit einem Unterstützungsfaktor von 3,8 deutlich Schub. Allerdings war stets ein lautes Surren zu hören. Beim Komfort muss man Abstriche machen: Der breite Lenker belastete bei längeren Touren die Handgelenke, der Sattel wirkte hart. Als einziges Rad im Test besitzt das Hepha keine absenkbare Sattelstütze - ein Nachteil im Gelände. Der Motor spricht bereits in der niedrigsten Stufe direkt an, braucht in der höchsten einen Moment, um voll durchzuziehen. Der Preis von 2.999 Euro ist attraktiv - möglich durch Eigenentwicklungen bei Motor und Akku. Bei der Schaltung wurde ebenfalls gespart: Die Shimano Cues (1×11) arbeitete zuverlässig, reagierte aber nicht so direkt wie die XT-Variante der Konkurrenz.
5. Platz: HoheAcht SentoMonto
Auffällig ist die Lackierung in Rosenkäfer-Optik des SentoMonto: je nach Licht schimmert das Rad grünlich oder violett-braun. Unter der Hülle arbeitet ein Shimano EP801-Mittelmotor mit 85 Newtonmeter Drehmoment. Der Antrieb unterstützt gleichmäßig und kraftvoll. Im Bergtest erreichte das Sento Monto 22,7 km/h - ein solider Wert, der mit einem Unterstützungsfaktor von 3,2 einherging. Die Reichweite fiel mit 66 Kilometern am niedrigsten im Test aus. Ursache war die geringe gemessene Akkukapazität von 482,2 Wattstunden. Dennoch überzeugt das E-Mountainbike beim Fahrkomfort: Die ergonomisch geformten Griffe mit Noppenstruktur entlasten die Hände spürbar. Der Sitz ist bequem, die Sitzhaltung ausgeglichen. Diese arbeitet präzise und direkt - vergleichbar mit der Shimano XT. Die Federung glättet Unebenheiten souverän. Das Rad fährt stabil und agil zugleich. Auch in der niedrigsten Unterstützungsstufe tritt es sportlich an. Per Shimano-App lassen sich Fahrdaten anpassen und Zusatzfunktionen freischalten. Die App ist funktional, aber weniger intuitiv als das Bosch-Pendant.
Die wichtigsten Fakten rund um E-Mountainbikes zusammengefasst
Beim Kauf eines Hardtail-Mountainbikes sollte man das Einsatzgebiet, die persönlichen Vorlieben und das Budget berücksichtigen. Eine optimale Kombination aus Rahmenma...
Tabelle: Übersicht der getesteten E-Bike Hardtails
| Modell | Preis (ca.) | Motor | Akku | Federweg | Gewicht |
|---|---|---|---|---|---|
| Bulls LT CX Evo 29 | 3299 € | Bosch CX | 625 Wh | 100 mm | k.A. |
| Canyon Grand Canyon:ON 7 | 3299 € | Bosch CX | 750 Wh | 120 mm | 23,6 kg |
| Centurion Backfire E R750i | 3399 € | Bosch CX | 625 Wh | 100 mm | 21,7 kg |
| Conway Cairon S | 3300 € | Bosch CX | 625 Wh | 120 mm | 24,6 kg |
| Cube Reaction Hybrid One 625 | 2849 € | Bosch CX | 625 Wh | k.A. | 23,4 kg |
| Ghost E-Teru Y Universal | 3399 € | Yamaha | 630 Wh | 120 mm | 25,7 kg |
| Giant Fathom E+ 2 Pro | 3799 € | Yamaha SyncDrive Pro | 625 Wh | 130 mm | 24,1 kg |
| Haibike Hardnine 6 | 3099 € | Yamaha PW-ST | 630 Wh | 100 mm | k.A. |
| KTM Macina Race 572 | 3199 € | Bosch CX | 500 Wh | k.A. | 22,6 kg |
| Merida eBIG.Nine 400 (EP6) | 3599 € | Shimano EP6 | 630 Wh | 100 mm | k.A. |
| Mondraker Thundra | 3699 € | Shimano EP6 | 720 Wh | 120 mm | k.A. |
| Radon Jealous Hybrid | 3199 € | Bosch CX | 625 Wh | 120 mm | 22,5 kg |
| Scott Aspect eRide 930 | 3399 € | Bosch CX | 625 Wh | 120 mm | 25,9 kg |
| Specialized Turbo Tero | 2800 € | Specialized 2.0E | 530 Wh | 110 mm | 20,1 kg |
| Trek Marlin+ 8 | 3299 € | Bosch Active Line Plus | 400 Wh | 120 mm | 21,3 kg |
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