Die Besten Motorräder im Test: Top-Modelle mit herausragendem Preis-Leistungs-Verhältnis

Motorradfahren ist zweifellos ein emotionales Thema. Beim Kauf spielt jedoch in den meisten Fällen das Verhältnis von Kosten und Nutzwert eine entscheidende Rolle. Daher ist das Preis-Leistungs-Verhältnis ein wichtiger Bestandteil der MOTORRAD-Tests. Es wird aus dem Ergebnis der 1.000-Punkte-Wertung sowie dem Preis des Motorrads errechnet und in Schulnoten von 1,0 bis 4,0 ausgedrückt.

Wie MOTORRAD das Preis-Leistungs-Verhältnis ermittelt

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist Bestandteil der MOTORRAD-Tests. Errechnet aus dem Ergebnis der berühmten 1.000-Punkte-Wertung sowie dem Preis des Motorrads, verpackt in Schulnoten von 1,0 bis 4,0.

Die Bestenliste von MOTORRAD zeigt: Die Mischung macht’s. Modelle, die Wert auf eine ausgewogene Komposition aus Motor, Fahrwerk, Ausstattung, Sicherheit und Unterhaltskosten legen, brillieren hier.

Die 1.000-Punkte-Wertung von MOTORRAD

Die 1.000-Punktewertung von MOTORRAD erfasst Preis, Alltagstauglichkeit, Ausstattung, Sicherheit und Komfort-Kriterien. Was daraus folgt? Objektive Vergleichbarkeit und Transparenz. Die 1.000-Punktewertung dient als Grundlage, um - den eigenen Prioritäten folgend - das Wunschmotorrad ausfindig zu machen.

Kategorien der 1.000-Punkte-Wertung

  • Preis
  • Alltagstauglichkeit
  • Ausstattung
  • Sicherheit
  • Komfort

Alle Motorräder, die diese Punktwertung durchlaufen haben, sind in der Marken und Modell-Übersicht auf motorradonline.de zu finden.

11 Motorräder mit Top-Preis-Leistung

Dank den Tests von MOTORRAD können Sie ein sehr gutes Motorrad für "wenig" Geld finden. Wir zeigen 11 Modelle aus den Tests seit 2024, die die Note 1 für die Preis-Leistung erhielten. Es sind allesamt nicht die absoluten Top-Modelle - weder die neueste Reiseenduro mit 150 PS Leistung, noch der jüngste 200-PS-Supersportler mit deutlich unter 200 Kilo Gewicht.

Honda CB 750 Hornet

Eine glatte 1,0 heimste die Honda CB 750 Hornet ein. Keine Überraschung: Die Hornet ist ein gutes Motorrad mit einer Test-Wertung von 663 Punkten zu einem sehr günstigen Preis: 7.800 Euro.

Voge DS 900 X

Mehr BMW für weniger Geld geht fast nicht. Unter der eigenständigen Karosse steckt ein Klon der aktuellen BMW F 900 GS Adventure, da Voge zu Loncin gehört, die den Zweizylinder für BMW bauen. BMW dürfte kaum happy über die DS sein, wobei die Voge mit 684 Punkten im Vergleich deutlich schlechter abschneidet als das Original mit 700 Punkten. Dafür kostete die Voge zum Test 2024 nur 9.499 Euro. Preis-Leistungs-Note: 1,1.

Triumph Trident 660

Dreizylinder Nummer 3 mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis ist die Triumph Trident 660. Im Test 2025 standen unter dem Strich 658 Punkte, die es für 8.395 Euro gab und die Preis-Leistungs-Note 1,2 ins Zeugnis brachten.

Triumph Speed 400

Nichts weniger als ein Mega-Erfolg sind die 400er-Modelle für Triumph. Gerade in Indien, wo aktuell 3 Modelle bei Bajaj entstehen, sind die kleinen Bikes ein Hit. Im Test 2024 bei MOTORRAD fuhr die Triumph Speed 400 insgesamt 601 Punkte ein, was bei einem Preis von 5.345 Euro die Preis-Leistungs-Note 1,2 ergibt.

Suzuki GSX-8R

Nach den beiden Enduros mit der neuen Twin-Plattform von Suzuki überrascht die GSX-8R im Reigen der Bikes mit der besten Preis-Leistung kaum. Ein Test 2024 ergab 670 Punkte für 9.800 Euro, was die Note 1,3 ergibt.

Triumph Street Triple 765 R

Wer sehr viel Motorrad und Motor zu einem überschaubaren Preis sucht, könnte mit der Triumph Street Triple 765 R richtig liegen. Im Test 2024 fuhr sie starke 688 Punkte ein. Für diese Punkte und die Leistung von 120 PS bei nur 191 Kilo musste man nur 10.395 Euro zahlen. Das ergibt eine 1,3 in der Preis-Leistungs-Wertung.

Yamaha MT-09

Seit über einer Dekade ist die Yamaha MT-09 der Inbegriff eines "Bang-for-the-Buck-Bikes". Selten waren deutlich über 100 PS so günstig. Und über das Jahrzehnt reifte die MT-09 zu einem sehr guten Motorrad, ohne dafür zu teuer zu werden. Zwar kostete das Test-Bike 2024 13.386 Euro, allerdings standen nach dem Test in MOTORRAD 690 Punkte auf dem Konto, was eine 1,3 in der Preis-Leistungs-Note ergibt.

Der Begriff "Bang-for-the-Buck-Bike" beschreibt Motorräder, die ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Wörtlich übersetzt bedeutet es "viel Knall für das Geld", was darauf hinweist, dass man für den bezahlten Preis viel Leistung, Ausstattung und Qualität erhält. Typischerweise finden sich solche Motorräder in der Mittelklasse, wo die Hersteller versuchen, ein hervorragendes Gesamtpaket zu einem erschwinglichen Preis zu bieten.

Kawasaki Ninja 500 SE

Zwar scheint der niedrige Preis von nur 6.995 Euro der Kawasaki Ninja 500 SE ihr die sehr gute 1,4 in der Preis-Leistung zu bescheren, doch das ist nur die halbe Wahrheit. 2024 fuhr die kleine Ninja im Test beachtliche 613 Punkte ein, womit sie auch im Segment der getesteten Einsteiger bis 48 PS auf Platz 3 der Bestenliste steht.

Suzuki V-Strom 800DE

Sie belegt mit 703 Punkten im Test aktuell nicht nur den 4. Rang des Segments mit einem Vorderrad in 21 Zoll, sondern hält sich auch beim Preis zurück. Durch ihr Vorderrad in 19 Zoll und das einfachere Fahrwerk sammelte sie 2024 zwar nur 694 Punkte im Test, kostete allerdings nur 10.600 Euro. Das bringt ihr das nötige Notenzehntel ein. Wobei sie natürlich kaum vergleichbar ist mit der DE und ihrem großen Vorderrad.

DE steht für Dual Explorer - ein Hinweis auf die duale, also sowohl straßen‑ als auch geländeorientierte Abenteuerfähigkeit der V-Strom. Die Ausstattung - 21″-Vorderrad, Speichenräder, Gravel-Modus bei der Traktionskontrolle - unterstreicht diesen Anspruch.

Kawasaki Z 500

Wie ihre sportliche Schwester Ninja 500 SE taucht das Naked Bikes Kawaski Z 500 in der Bestenliste Preis-Leistung auf.

Die besten Enduros im Test 2024

MOTORRAD testete zahlreiche Enduros im Jahr 2024 und vergab maximal 1.000 Punkte. Hier sind die besten Modelle des Testjahrgangs 2024 aufgelistet.

56 Motorräder durchliefen 2024 die 1.000-Punkte-Wertung im MOTORRAD-Test. Darunter 21 Modelle, die zur Kategorie Enduro gehören. 17 davon bilden die MOTORRAD-Bestenliste in der Kategorie Enduro für das Testjahr 2024. 4 weitere Motorräder wurden in einer anderen Modellversion oder Ausstattung getestet und werden im jeweils besten Platz zusammengefasst.

Top 3 Enduros im Überblick:

  1. BMW R 1300 GS
  2. Ducati Multistrada V4 S
  3. KTM 1290 Super Adventure S

Die Top 17 Enduros im Detail:

  1. BMW R 1300 GS (780 Punkte)
  2. BMW R 1300 GS (Komfortausstattung, 770 Punkte)
  3. Ducati Multistrada V4 S (762 Punkte)
  4. Ducati Multistrada V4 S Grand Tour (761 Punkte)
  5. BMW R 1300 GS (Endurositzbank, 758 Punkte)
  6. KTM 1290 Super Adventure S (742 Punkte)
  7. Triumph Tiger 1200 GT Pro (731 Punkte)
  8. Triumph Tiger 900 GT Pro (715 Punkte)
  9. KTM 890 Adventure (714 Punkte)
  10. BMW F 900 GS (710 Punkte)
  11. Triumph Tiger 900 Rally Pro (708 Punkte)
  12. Suzuki V-Strom 800DE (703 Punkte)
  13. Harley-Davidson Pan America 1250 S (700 Punkte)
  14. Ducati DesertX (697 Punkte)
  15. Ducati DesertX (19-Zoll-Vorderrad, 694 Punkte)
  16. MV Agusta Enduro Veloce (691 Punkte)
  17. Voge DS 900 X (685 Punkte)
  18. Moto Guzzi Stelvio (681 Punkte)

Die 5 besten A2-Motorräder (Einsteiger-Bikes bis 48 PS)

Die Klasse der Einsteiger-Bikes bis 48 PS zählt in der Bestenliste aktuell 31 Modelle. MOTORRAD zeigt die 5 besten A2-Kräder.

Kaum eine andere Klasse entwickelt sich derzeit so schnell weiter. Die Klasse der Einsteiger-Bikes für den A2-Führerschein (maximal 48 PS) wandelt sich seit gut 3 Jahren weg von der Budget- hin zur Premium-Klasse. Interessanterweise ohne wirklich teurer zu werden. Die neuen Modelle sind piekfein konstruiert und produziert. Gerade die Kategorien 'Kosten' und 'Alltag' sammeln bei den Einsteigern viele Punkte. Überraschung: Selbst in der Fahrwerkswertung sind die besten Einsteiger besser als die schwächsten Supersportler. Spannend!

Top 5 A2-Motorräder im Überblick:

  1. Honda CB 500 X
  2. Kawasaki Ninja 400
  3. Kawasaki Ninja 500 SE
  4. Honda CB 500 Hornet
  5. KTM 390 Adventure

Die Top 5 A2-Motorräder im Detail:

  1. Honda CB 500 X (623 Punkte, Preis-Leistungs-Note 1,0)
  2. Kawasaki Ninja 400 (615 Punkte)
  3. Kawasaki Ninja 500 SE (613 Punkte)
  4. Honda CB 500 Hornet (611 Punkte)
  5. Honda CBR 500 R (611 Punkte)
  6. KTM 390 Adventure (609 Punkte)

Top 10 Naked Bikes im Test 2024

MOTORRAD zeigt die 10 besten Naked Bikes aus den Tests 2024. Die 1.000-Punkte-Wertung zeigt Stärken, Schwächen und das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Nacktfahren ist in Deutschland beliebt. Nichts anderes zeigen die Neuzulassungszahlen bis November 2024. Von 133.226 Motorrädern, die in dieser Zeit neu zugelassen wurden, passen 52.629 Stück oder 39,5 Prozent in die Kategorie Naked Bike. Bei MOTORRAD fuhren im Jahr 2024 18 Modelle dieser Gattung zwischen 398 und 1.349 Kubik durch die 1.000-Punkte-Wertung. Zwischen 40 und 210 PS, von 5.345 Euro bis 27.190 Euro waren die aktuellsten Naked Bikes vertreten. MOTORRAD zeigt die 10 besten Naked Bikes des Testjahres 2024.

Top 3 Naked Bikes im Überblick:

  1. BMW M 1000 R
  2. KTM 990 Duke
  3. KTM 1390 Super Duke R Evo

Die Top 10 Naked Bikes im Detail:

  1. BMW M 1000 R (721 Punkte, Preis-Leistungs-Note 4,0)
  2. KTM 990 Duke (717 Punkte)
  3. KTM 1390 Super Duke R Evo (709 Punkte, Preis-Leistungs-Note 4,0)
  4. KTM 1290 Super Duke R Evo (707 Punkte)
  5. Ducati Streetfighter V4 S (698 Punkte)
  6. Yamaha MT-09 SP (697 Punkte, Preis-Leistungs-Note 1,7)
  7. Yamaha MT-10 SP (689 Punkte)
  8. Triumph Street Triple 765 R (688 Punkte, Preis-Leistungs-Note 1,3)
  9. Husqvarna Svartpilen 801 (686 Punkte)
  10. Ducati Monster+ (683 Punkte, Preis-Leistungs-Note 1,9)

Die Qual der Wahl: Welches Motorrad passt zu Ihnen?

Nach drei intensiven Testtagen, unzähligen Kilometern und hitzigen Diskussionen im Fahrerlager steht das Ergebnis fest. Die Honda CB1000 Hornet SP sichert sich mit einer Durchschnittsnote von 2,21 den Gesamtsieg. Die Yamaha MT-09 SP landet mit 2,94 auf dem zweiten Platz - ein respektables Ergebnis für das leichteste und schwächste Bike im Test. Die Suzuki GSX-S1000 erkämpft sich Platz drei (3,03), knapp vor der Kawasaki Z900 SE (3,26). Das Schlusslicht bildet die KTM 990 Duke mit 3,38 - was ihrer polarisierenden Art durchaus gerecht wird.

Am Ende dieses marathonartigen Tests steht eine Erkenntnis: Es gibt nicht das eine perfekte Naked Bike. Die Honda ist der Überflieger für Puristen - mechanisch perfekt, elektronisch spartanisch, preislich attraktiv. Die Yamaha MT-09 SP bietet Hightech perfekt für Genießer, die es komfortabel mögen. Die Kawasaki Z900 SE ist der Allrounder schlechthin - sie macht nichts falsch und fast alles richtig. Die Suzuki GSX-S1000 ist die unterschätzte Größe - souverän, erwachsen, mit Rennstrecken-DNA. Und die KTM 990 Duke? Beim Blick auf die Preise zeigt sich: Die Unterschiede sind marginal. In Deutschland trennen gerade einmal 1.300 Euro das günstigste vom teuersten Modell. Die wahre Entscheidung fällt nicht über den Geldbeutel, sondern über das Herz. Welchen Charakter suchen Sie? Die Antwort darauf kann nur eine ausgiebige Probefahrt liefern.

Empfehlungen der Testcrew:

  • Honda CB1000 Hornet SP: Für Puristen, die ehrliche Performance suchen.
  • Yamaha MT-09 SP: Hightech für Genießer, die es komfortabel mögen.
  • Kawasaki Z900 SE: Der Allrounder, der in jeder Situation funktioniert.
  • Suzuki GSX-S1000: Die unterschätzte Größe mit Rennstrecken-DNA.
  • KTM 990 Duke: Für Fahrer, die Charakter und Emotionen suchen.

Kurzer Überblick über verschiedene Motorradtypen

Dazu kommt eine große Typenvielfalt bei Motorrädern für unterschiedlichste Einsatzmöglichkeiten, Fahrstile und Vorlieben. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter Begriffen wie Café Racer, Naked Bike oder Enduro? Die gängigsten Typen wollen wir Ihnen kurz vorstellen, wobei das in der Praxis bei vielen Maschinen nie ganz eindeutig abgrenzbar ist.

Die Allrounder

Allrounder sind ideale Motorräder für den Alltag. Fahrspaß wird bei ihnen kombiniert mit Zuverlässigkeit und Sicherheit. Sie eignen sich für die Stadt ebenso wie für Überland-Fahrten. In Handling, Fahr- und Bremsverhalten sind sie ausgewogen konstruiert und gut beherrschbar. Die Motoren sind robust, die Fahrwerke nehmen es auch mit kurvigen Landstraßen oder Serpentinen auf. Grundsätzlich sind es Straßenmaschinen, kommen aber auch auf festen Feldwegen noch klar.

Die Naked Bikes

Bei den Naked Bikes gibt es nichts außer dem absolut notwendigen, was ein Motorrad braucht: Zwei Räder, Motor, Fahrgestell, Sitzbank, Lenker und Cockpit. Keine Verkleidung, kein Windschutz, keine Gepäckbefestigung, keine sonstigen Anbauten oder Verschönerungen. In Sachen Fahrverhalten ähneln sie ansonsten den Allroundern. Sie sind alltagstauglich. Aufgrund ihrer puristischen Ausstattung allerdings eben nicht wirklich für längere Touren geeignet.

Die Café Racer

Heutzutage ist der Begriff Café Racer eher zum Marketing-Begriff mutiert. Schließlich bauen Motorradhersteller Modelle und Serien, die sie von vornherein als Café Racer bezeichnen. Technisch unterscheiden sie sich kaum von den Naked Bikes. Für lange Touren sind sie, schon wegen ihrer unkomfortablen Sitzposition, wenig geeignet.

Die Tourer

Tourer sind die Limousinen unter den Motorrädern und nicht selten kosten sie auch so viel wie manche PKW der Kompakt- oder Mittelklasse. Tourer sind kraftvolle, schwere Maschinen, bei denen nicht die Höchstgeschwindigkeit oder das Fetzen durch Kurvenpassagen im Vordergrund steht. Bei ihnen geht es um das Reisen auf Langstrecken und einen hohen Komfort. Möglichst mit Entertainment-Systemen an Bord, beheizbaren Sitzen und Griffen, einem bequemen Soziusplatz für das Reisen zu zweit und komplexen Gepäckträgersystemen. Sie sind indes auch sehr schwer und entsprechend träge.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0