Das Saarland beeindruckt mit einer Vielfalt an abwechslungsreichen Radtouren auf insgesamt 1.500 km jenseits der vielbefahrenen Verkehrswege. Wildromantische Flusstäler und Genussfreude gehören zu den vielen Vorzügen des Saarlandes. Auf zwei Radfernwegen und in einer Fahrradregion bietet die gehobene Küche exzellente Anreize für Genießer. Das dichte Tourennetz ist perfekt beschildert und bietet Strecken für Familien, Genussradler, Mountainbiker und Rennradfahrer gleichermaßen.
Vielfalt der Radwege im Saarland
Es gibt viele Möglichkeiten, das Saarland auf unzähligen, abwechslungsreichen Fahrradtouren zu entdecken und kennenzulernen. Sowohl für sportlich ambitionierte als auch gemütliche Radler stehen ausgeschilderte Radtouren auf aussichtsreichen und gepflegten Radwegen zur Verfügung. Die wunderschöne saarländische Landschaft mit den vielen interessanten Sehenswürdigkeiten macht jeden Ausflug zu einem besonderen Erlebnis.
Saar-Radweg
Der Saar Radweg teilt sich das enge Tal mit Bahn und Straße von der Mündung in die Mosel bei Konz bis Merzig. Die gut ausgeschilderte Strecke entlang der Saar am linken Ufer ist überwiegend eben und asphaltiert. Eine landschaftlich sehr schöne Etappe zur Saarmündung und an der Mosel weiter nach Trier.
Glan-Blies-Radweg
Der Glan-Blies-Radweg, auch als Etappen-Radweg befahrbar, führt auf ca. 130 km durch die wunderschönen Flusslandschaften von Glan und Blies. Von Sarreguemines in Lothringen geht es flussaufwärts an der Blies entlang zum Glan bis zu dessen Mündung in die Nahe.
Bahnradweg Sankt Wendeler Land
Der Bahnradweg Sankt Wendeler Land durchquert die drei Gemeinden Freisen, Nohfelden und Nonnweiler.
Fritz-Wunderlich-Rad- und Wanderweg
Der Fritz-Wunderlich-Rad- und Wanderweg knüpft nahtlos an den Bahnradweg Sankt Wendeler Land an und bietet somit eine Verlängerung der Radstrecke bis nach Altenglan über Kusel. Der in Kusel geborenen Sänger ist Namensgeber des Radweges. Zwischen Altenglan und Kusel verläuft der Weg ebenfalls vollständig auf der Trasse einer ehemaligen Bahnstrecke über 2 hohe Viadukte und 2 Tunnel.
Wendelinus Rad- und Wanderweg
Der Wendelinus Rad- und Wanderweg hat seinen Ausgangspunkt am Bahnhof in St. Wendel. Leichte Halbtages-Radtour von ca. 24 km Länge ohne nennenswerte Steigungen durch die idyllischen Bliesauen und das Kirkeler Bachtal.
Radtour „Im oberen Glantal“
Die Radtour „Im oberen Glantal“ führt von Bruchmühlbach über Miesau nach Schönenberg-Kübelberg und von dort auf dem Radweg „Kirschroute“ entlang des Kohlbaches nach Dittweiler. Dann folgt ein langer Anstieg über Dunzweiler auf den Höcherberg zur Quelle der Glan im benachbarten Saarland.
Grenzenlose Radtouren
Ein Abstecher mit dem Fahrrad in die Nachbarländer Frankreich oder Luxemburg zu unternehmen ist für die Saarländer ganz normal. Landschaftlich und kulturell lohnt sich ein grenzüberschreitender Ausflug allemal. Drei Länder sagen Ihnen sozusagen „Guten Tag!“. Gestartet in Frankreich geht es durch das Biosphärenreservat Bliesgau im Saarland, weiter durch sehenswerte Landschaften und Orte in Rheinland-Pfalz.
GRENZENLOSE RADTOUREN Eben hieß es noch „Tach“, drei Tritte in die Pedale später schon „Bonjour“. Die grenzüberschreitenden Routen machen das Radfahren im Saarland zu etwas ganz Besonderem.
Mountainbiken im Saarland
Ganz sportlich mit direktem Naturkontakt. Das ist der Reiz des Mountainbikens. Durch Wald und Wiesen, über Stock und Stein - die Trails im Saarland haben sich zu einem Paradies für Mountainbiker entwickelt. Dank der unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade ist jede Tour eine individuelle Herausforderung.
Bikepacking
Viele Radwege im Saarland eignen sich gut für mehrtägige Bikepacking-Touren. Wer mit seinem Gravelbike und breiten Reifen unterwegs ist, wird sich auf dem Saarland-Radweg besonders wohl fühlen. Die Saarlandrunde führt über Schotter- und Feldwege, auf Singletrails durch Wälder oder auf schmalen Straßen durch Ortschaften.
Top 10 Radtouren im Saarland:
- Saar-Bliesgau-Runde: 74,8 km, mittelschwer, ca. 5,5 Stunden.
- Sieben-Weiher-Tour: 28,7 km, ca. 2 Stunden, Biosphärenreservat Bliesgau.
- Warndt-Runde: 40,3 km, mittelschwer, ca. 4,5 Stunden.
- Lebacher Runde: 42,3 km, Überbleibsel aus der Zeit des Bergbaus.
- Namborn-Eisweiler Runde: 27,6 km, ca. 3 Stunden, Wälder des Weiselbergs.
- Köllertal-Radweg: 20,6 km, leicht, UNESCO Weltkulturerbe Völklinger Hütte.
- Adebar-Runde: Leichte Tour, auch für Kinder geeignet, Bliesauen.
- Cloef-Runde: 27 km, mittelschwer, ca. 2 Stunden, römische Villa Borg.
- Niedtal-Radweg: Verbindet Rehlingen und Hemmersdorf, einer der schönsten Radwege.
- Glan-Blies-Radweg: 126 km, leicht, Tagesausflug, überquert die französische Grenze.
E-Bike-Touren im Saarland
Im Saarland ist es gelungen, ein regionales Netzwerk aus Fahrrad-Verleihstationen für E-Bikes einzurichten. Insgesamt 11 E-Bike-Touren laden im Saarland ein, die Höhenzüge entspannt zu meistern und die umliegende Natur vollends zu genießen. Mit dem Aufkleber „Pedelec Willkommen“ sind u.a.
ADFC: Ihr Partner für sicheres Radfahren
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 240.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.
ADFC-Mitgliedschaft: Vorteile für Radfahrer
Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür - auch Dank Ihrer Mitgliedschaft - nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben.
ADFC empfohlene Radtouren für Ihre Reiseplanung
Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich.
Tipps für eine sichere Radtour
Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone - deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen. Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.
Verkehrssicheres Fahrrad
Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben.
Pedelec oder E-Bike?
Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle.
Verwandte Beiträge:
- Schönste Radtouren auf Rügen: Routenplaner & Tipps
- Brandenburg: Die schönsten Radtouren & Radwege entdecken
- Die schönsten Radwege um Seen in Deutschland
- Elektrofahrrad Damen Kalkhoff Test: Ultimative Kaufberatung & Top Modelle im Vergleich
- Geheime Einblicke in den Erlkönig von BMW Motorrad: Prototypen, die die Zukunft verändern
Kommentar schreiben