Die teuersten Motorräder der Welt: Eine exklusive Liste

Zugegeben, die Zusammenstellung dieser Liste von Traummotorrädern hat viel Spaß gemacht. Allerdings werden wir diesen Bikes wohl nie näher als auf diesen Fotos kommen, da sie einfach zu teuer sind. Dennoch haben wir eine Liste der teuersten Motorräder zusammengestellt, die auf dieser Welt verkauft werden.

Aktuelle Top-Liste der teuersten Oldtimer-Motorräder

Seit etwa drei, vier Jahren tobt in der Oldtimer-Szene ein Bieterkampf um besterhaltene Exemplare der Luxusmotorräder von Einst. Gefahren werden diese Schmuckstücke ohnehin nicht - haben wollen und ins Wohnzimmer stellen, heißt die Devise. Maß aller Dinge sind bei dem inflationären Wettbieten englische Maschinen der Marken Vincent und Brough aus den dreißiger und vierziger Jahren sowie einige exotische Amerikaner. Dass alte deutsche Maschinen wie die Wanderer, Ardi oder Max eher im Mittelfeld der Versteigerungen verschwinden, liegt an dem entscheidenden Faktor der Anzahl der verfügbaren Maschinen und vor allem am Auktionsort. Und dort sitzt bei den fanatischen Liebhabern der Unikate das Geld trotz Finanzkrise immer noch locker - sieben von zehn Höchstpreisen wurden im Jahr 2008 erzielt.

  1. Cyclone Board Track Racer - 430.000 Euro: Von den gelben Rennmaschinen wurde in den Jahren 1915 bis 1917 rund ein Dutzend von der Joerns Motor Manufacturing Company in St. Paul, Minnesota, gebaut. Dann wurde die Produktion wegen der hohen Kosten eingestellt. Nur zwei der Maschinen, die den Konkurrenten zu ihrer Zeit technisch weit voraus waren, sind im Original erhalten. Eine Cyclone von 1915 erzielte bei der Versteigerung im Juli 2008 in Monterey, Kalifornien, den Rekordpreis von 430.000 Euro.
  2. Supercharged Vincent Black Lightning - 280.000 Euro: Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchten viele Hersteller, den Geschwindigkeitsweltrekord für Motorräder auf den Bonneville Salt Flats in Utah zu brechen, den BMW seit 1937 mit 279 km/h hielt. Das Einzelstück aus dem Jahr 1949 wurde am 19. Oktober 2008 im britischen Stafford für 280.000 Euro ersteigert.
  3. Vincent-HRD Series-A Rapide - 250.000 Euro: Die englische Edelmarke Vincent baute ab 1936 ihr Top-Modell, die HRD Series-A Rapide, in verschwindend geringen Stückzahlen. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und dem Stopp der Produktion im Jahr 1939 entstanden höchsten 70 Stück. Davon sind heute weltweit fahrbereit und mit Originalpapieren kaum ein Dutzend zu finden.
  4. Zenith-JAP 8/45hp mit Seitenwagen - 225.000 Euro: Als der britische Hersteller Zenith im Jahr 1927 die Zenith-JAP 8/45hp zum Neupreis von 140 Pfund anbot, schlug der erste Besitzer Roland Martin spontan zu. Seitdem hat die Maschine, die zwei Jahre später mit einem Graisley-Seitenwagen ausgerüstet wurde, mehrfach den Besitzer gewechselt, hat aber der ursprünglichen Bestimmung treu gedient: Rennbetrieb.
  5. Brough Superior 996cc SS100 - 211.000 Euro: Machos und Motorräder ergeben ein gutes Paar - nicht erst seitdem Brad Pitt und Tom Cruise biken. Auch in den goldenen Zwanzigern schwangen sich die Megastars in den Sattel - so wie der Schriftsteller T. E. Lawrence, der als "Lawrence von Arabien" zu Weltruhm kam. Er fuhr damals den Rolls-Royce unter den Motorrädern - die Schöpfung des genialen britischen Konstrukteurs Georg Brough. Seine 100er Superior glänzte nicht nur mit Motorentechnik, sondern mit innovativem Design und einem Fahrwerk der Sonderklasse. Eine Brough von 1934 wurde im April 2008 von Bonhams für 211.000 Euro versteigert.
  6. AJS Porcupine - 208.000 Euro: Die britischen AJS-Motoren mit 500 Kubikzentimetern Hubraum waren in den Grand-Prix-Rennen in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg eine feste Größe. Ursprünglich konstruiert für den Betrieb mit Turboladern, funktionierten sie auch ohne den Extradruck hervorragend: Leslie Graham gewann damit die erste nach dem Krieg ausgefahrene GP-Weltmeisterschaft im Jahr 1949. Rennmaschinen aus dieser Zeit sind rar - besonders solche in gutem Zustand.
  7. Brough Superior 982cc SS100 - 192.000 Euro: Als der Konstrukteur Georg Brough im Jahr 1936 die legendäre Superior SS100 neu auflegte, stand die Motorradwelt Kopf: Statt der erprobten JAP-Motoren war nun ein neu entwickeltes 1000er-V-Twin-Aggregat von AMC verbaut.
  8. Crocker Big Tank - 179.000 Euro: Als Albert G. Crocker 1931 mit dem Bau von Motorrädern begann, konnte er nicht ahnen, dass die knapp hundert Maschinen, die er auslieferte, zu amerikanischen Ikonen werden sollten. Die großen 1000er V-Twins, die er 1936 wenige Monate vor den bekannten Harley Knuckleheads präsentierte, waren die ersten amerikanischen Maschinen mit serienmäßig oben liegenden Nockenwellen. Mit Originalteilen restaurierte Crocker kommen nur selten auf den Markt. Das Modell Big Tank, Baujahr 1941, wurde im Januar 2007 in Las Vegas für 179.000 Euro ersteigert.
  9. Crocker V-Twin Big Twin - 179.000 Euro: Ein Jahr nach der ersten Crocker kam im Januar dieses Jahres in Las Vegas wieder eine Crocker unter den Hammer - und wieder erlöste die Maschine 179.000 Euro. Für die Sammler sind das schlechte Nachrichten: Zu viele Nachbauten und Ersatzteile verwässern den Markt.
  10. Brough Superior SS100 - 174.000 Euro: Platz zehn auf der aktuellen Motorradpreisliste nimmt eine weitere Brough SS100 ein - 174.000 Euro wurden für die Maschine im November 2005 in Los Angeles gezahlt.

Weitere bemerkenswerte Motorräder

Einige andere Motorräder, die ebenfalls Beachtung verdienen, sind:

  • Confederate Wraith B120: Brad Pitt und Tom Cruise fahren diese handgefertigte Maschine, die in der Manufaktur in Birmingham im US-Bundesstaat Alabama hergestellt wird. Viele finden sie unbequem und im normalen Betrieb kaum zu fahren.
  • Ecosse ES1 Superbike: Dieses Bike der kleinen US-Motorrad-Schmiede aus Denver bietet eine Leistung von 200 PS und ist fast 400 km/h schnell. Dazu trägt auch Formel-1-Technik bei, da Dick Glover von McLaren an der Entwicklung beteiligt war.
  • Lauge Jensen "Goldfinger": Dieser Chopper aus Dänemark ist mit vergoldeten Teilen und 250 Diamanten verziert.
  • Cosmic Starship Harley Davidson: Dieses Bike wurde von dem US-Künstler Jack Armstrong lackiert und wird für eine Millionen Dollar angeboten.
  • Dodge Tomahawk V10 Superbike: Dieses Zweispurfahrzeug mit je zwei Rädern vorne und hinten bietet auf dem Papier imposante Fahrleistungen. Ein V-Motor mit zehn Zylindern bietet eine Leistung von 506 PS und eine Spitzengeschwindigkeit von fast 500 km/h. Im Alltag bezeichnet der Hersteller die Maschine als kaum fahrbar.

Die teuersten Harley-Davidson-Motorräder aller Zeiten

Ob limitierte Serienmodelle, echte Filmikonen oder skurrile Einzelstücke: Hier sind einige der teuersten Harley-Davidson-Motorräder aller Zeiten.

  1. Harley-Davidson Blue Edition: Was passiert, wenn ein Uhrmacher, ein Edelmetall-Fan und ein Motorradbauer in eine Schweizer Werkstatt eingeschlossen werden? Richtig: die Blue Edition. Goldbeschichteter Motor, eingebaute Uhr von Carl F. Bucherer, eine Leuchte für das Schmuckstück im Tank und mehr Diamanten als auf einem Rap-Konzert.
  2. Harley-Davidson "Easy Rider": Eines der wenigen erhaltenen Filmexemplare wurde 2014 versteigert für knapp über eine Million Euro. Dabei wurde das Bike ursprünglich aus einer alten 1950er Hydra Glide zusammengebaut.
  3. Harley-Davidson Strap Tank (1908): 2023 wurde eine dieser Raritäten bei einer Auktion für 935.000 US-Dollar verkauft. Kein Wunder - sie stammt aus der Frühzeit von Harley, als die Motoren noch aus Fahrrädern geboren wurden.
  4. Harley-Davidson CVO Road Glide RR (2025): Ausgestattet mit dem größten Harley-V2 aller Zeiten (131 cui / 2.147 cm³), 153 PS, Titan-Auspuff, Öhlins-Fahrwerk, Carbonverkleidung - alles, was man braucht, um auf der King of the Baggers-Rennstrecke auch mal den inneren Valentino zu channeln.
  5. Harley-Davidson Knucklehead: Manche sagen, mit dem Knucklehead fing der Mythos Harley erst so richtig an. Heute werden originale Knuckleheads wie Reliquien behandelt.

Die 9 teuersten Motorräder in Deutschland (2025)

Hier sind die teuersten Serienmotorräder mit Straßenzulassung in Deutschland, basierend auf den Basispreisen im Frühjahr 2025.

  1. Bimota Tesi H2: ab 63.466 Euro. Trotz des Anspruchs eines unlimitierten Sondermodells versucht Bimota seit einigen Jahren, die 250 Stück zu verkaufen.
  2. Harley-Davidson CVO Road Glide ST: ab 50.150 Euro. Die sportlichste und stärkste Big-Twin-Harley bisher.
  3. Indian Roadmaster Elite: ab 44.990 Euro. Noch schwerer und noch teurer als die Gold Wing.
  4. Honda GL 1800 Gold Wing Tour: ab 39.900 Euro. Mit DCT und dem weiter einzigartigen Airbag.
  5. BMW M 1000 RR: ab 36.300 Euro. Die teuerste Basis-BMW ist die leichteste und stärkste BMW überhaupt.
  6. Kawasaki Ninja ZX-10 RR: ab 29.995 Euro. Mit fast 30.000 Euro mit das günstigste der teuersten Motorräder in Deutschland.
  7. Honda CBR 1000 RR-R Fireblade SP2: ab 29.699 Euro. Die Top-Honda mit dem längsten Modellnamen.

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Die teuersten Motorräder mit Straßenzulassung

Die folgende Übersicht zeigt die derzeit teuersten Serienmotorräder mit Straßenzulassung in Deutschland. Vom kompromisslosen Supersportler über bullige Naked Bikes bis hin zu luxuriösen Reisedampfern ist alles vertreten.

Nicht alles wird teurer - manches war schon immer kostspielig. Diese Serienmotorräder mit Straßenzulassung zählen zu den hochpreisigsten in Deutschland.

Wir starten bei knapp 30.000 Euro und gehen bis über 60.000 Euro. Interessanterweise sind nahezu alle Motorradkategorien vertreten, vom Supersportler über Naked Bikes bis hin zu Cruisern, innerhalb einer Preisspanne zwischen ca. 30.000 und rund 60.000 Euro. Als Einordnung dient der Basispreis des jeweiligen Bikes (Stand: Frühjahr 2025).

  1. Bimota Tesi H2 - ab 63.466 Euro

    Die Bimota Tesi H2 führt die Liste mit einem Preis von fast 64.000 Euro an. Obwohl als unlimitiertes Sondermodell konzipiert, versucht Bimota seit einigen Jahren, die 250 produzierten Exemplare zu verkaufen. Hier scheint die Nachfrage die eigentliche Begrenzung zu sein.

  2. Harley-Davidson CVO Road Glide ST - ab 50.150 Euro

    Die CVO Road Glide ST ist die sportlichste und stärkste Big-Twin-Harley bisher: 128 PS und 193 Nm Drehmoment treffen auf ein voll einstellbares Fahrwerk und 380 Kilogramm fahrfertiges Gewicht. Für über 100.000 Dollar gibt es in den USA die noch exklusivere CVO Road Glide RR.

  3. MV Agusta Rush 1000 - ab 49.799 Euro

    Mit 208 PS und 206 Kilogramm Gewicht zählt die MV Agusta Rush 1000 zu den exklusivsten Naked Bikes auf dem Markt. Nach der Rückübernahme durch Alteigner Sardarov könnte dieses Modell bald wieder verfügbar sein.

  4. Indian Roadmaster Elite - ab 44.990 Euro

    Die Indian Roadmaster Elite bringt 417 Kilogramm auf die Waage und wird von einem luftgekühlten V2-Motor mit 92 PS und 171 Nm Drehmoment angetrieben. Ein besonderes Merkmal ist die serienmäßige, kühlende Sitzbank.

  5. Honda GL 1800 Gold Wing Tour - ab 39.900 Euro

    Hondas Flaggschiff, die Gold Wing Tour mit DCT und einzigartigem Airbag, bietet für knapp 40.000 Euro einen 1.800 Kubikzentimeter großen Sechszylindermotor und unvergleichlichen Fahrkomfort.

  6. BMW M 1000 RR - ab 36.300 Euro

    Die M 1000 RR ist BMWs leichtestes und stärkstes Serienmotorrad. Für einen Grundpreis von 36.300 Euro erhält man 218 PS bei nur 194 Kilogramm fahrfertigem Gewicht. Mit zusätzlichen Optionen kann der Preis auf über 45.000 Euro steigen.

  7. Ducati Panigale V4 S - ab 34.790 Euro

    Die Ducati Panigale V4 S mit Zweiarmschwinge startet bei 34.790 Euro. Mit individuellen Anpassungen im Konfigurator kann der Preis jedoch um weitere 30.000 Euro steigen. Die Maschine bietet 214 PS bei knapp 200 Kilogramm Gewicht.

  8. Kawasaki Ninja ZX-10 RR - ab 29.995 Euro

    Die Kawasaki Ninja ZX-10 RR, ehemals Homologationsbasis für die WSBK, bietet bis zu 214 PS bei 207 Kilogramm fahrfertigem Gewicht. Sie ist eines der günstigeren Modelle in dieser exklusiven Liste.

  9. Honda CBR 1000 RR-R Fireblade SP2 - ab 29.699 Euro

    Die Honda CBR 1000 RR-R Fireblade SP2, ausgestattet mit Öhlins-Fahrwerk und Hochleistungsbremsen, wiegt vollgetankt 201 Kilogramm und leistet 218 PS. Sie ist das günstigste Modell unter den teuersten Motorrädern Deutschlands.

Weitere exklusive Motorräder

Einige andere exklusive Motorräder, die ebenfalls erwähnenswert sind:

  1. Honda RC 213 V-S: Keine Honda ist technisch näher an den HRC Werksmaschinen in der MotoGP als die in einer Kleinserie von nur 250 Stück hergestellte Honda RC 213 V-S.
  2. MTT Y2K: Die 2YK von MTT wird seit 20 Jahren in Kleinserie von 5-10 Stück/Jahr produziert und trägt in den USA ganz normal ein Kennzeichen.
  3. Ducati Superleggera V4: Um ihre unglaublichen 152,2 kg Trockengewicht (mit Racekit) zu erreichen, hat Ducati quasi den Rotstift abgeschafft und die gleichen Technologien und Materialien, die sonst nur den Prototypen in der MotoGP vorbehalten sind, verwendet.
  4. MV Agusta F4 1000 CC: Die auf 100 Stück limitierte „CC“ war trotz selbstbewusst aufgerufener 118.000 Euro blitzartig vergriffen.
  5. Münch Mammut 2000: Die „Mammut 2000“ entwickelte Münch Ende der 90er und begann kurz nach der Jahrtausendwende die Produktion einer Kleinserie.
  6. Bimota Tesi H2: Mit einer Einarmschwinge am Hinterrad fällt man heute nicht mehr auf, mit einer Achsschenkellenkung vorne allerdings schon.
  7. Horex VR6 Black Edition: Extrem Hochwertig im Detail (Red Dot Award Gewinner!), trumpft die Horex VR6 Black Edition mit einigen Alleinstellungsmerkmalen auf.
  8. Ducati Desmosedici RR: 2007 überraschte Ducati die Welt mit einer MotoGP Replika für die Straße.
  9. Norton V4SV Carbon: Norton ist Britischer Spezialist für handgefertigte Luxusmotorräder die durch extrem hochwertige, innovative Lösungen auffallen.
  10. Honda NR 750: Die Ovalkolbentechnologie der Honda NR 750 ist bis heute das spektakulärste Motorkonzept aller Verbrennungsmotoren des Planeten!

Die teuersten Motorräder der Welt

Bei luxuriösen Autos und Oldtimern sind Millionensummen mittlerweile fast Standard. Auch wer mit zwei Rädern unterwegs ist, muss für die teuersten Maschinen sechsstellige Summen hinlegen.

Schon für klassische Bikes mussten Sammler zuletzt tief in die Tasche greifen. Im Oktober 2014 erzielte ein Motorrad aus dem Kultfilm "Easy Rider" sogar einen neuen Rekord. Die legendäre Harley-Davidson von "Captain America" alias Peter Fonda kam für 1,35 Millionen Dollar (umgerechnet rund 1,24 Millionen Euro) unter dem Hammer.

Doch für den Titel "teuerstes Motorrad der Welt" reichte es bei weitem nicht. Unangefochtener Spitzenreiter ist das Ecosse ES1 Superbike für 3,6 Millionen Dollar (3,3 Mio. Euro). Das Bike der kleinen US-Motorrad-Schmiede aus Denver bietet eine Leistung von 200 PS und ist fast 400 km/h schnell. Dazu trägt auch Formel-1-Technik bei.

Überhaupt werden die teuersten Bikes in der Regel von Kleinherstellern angeboten und sind oft nur Einzelstücke.

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