Ein Laufrad ist weniger ein Fahrrad und mehr eine Laufhilfe. Mit einem Kinderfahrrad gewinnt das Kind an Selbstbewusstsein und Unabhängigkeit. Vorbei ist die Zeit, in der das Kind im Kindersitz von A nach B gefahren wurde.
Bis zu einem Alter von etwa 2 bis 3 Jahren sind Kinder idealerweise mit einem Laufrad unterwegs. Je nach Entwicklungsstand kann ein Laufrad auch für 4- bis 5-Jährige sinnvoll sein. In dieser Zeit üben die Kleinen Gleichgewicht zu halten, und die motorischen Fähigkeiten werden geschult. Hierdurch verinnerlichen die Kinder das Fahrradfahren bereits bis zu einem gewissen Grad, ehe sie auf das spätere Kinderfahrrad steigen.
Die richtige Größe finden
Kinder mit einer Körpergröße zwischen etwa 85 und 100 cm können in das Abenteuer Kinderfahrrad starten. Ein 12 Zoll Rad ist hierzu ideal. 16 Zoll Kinderfahrräder kommen für Kids mit einer Körpergröße zwischen circa 110 und 120 cm in Betracht. Für eine Körpergröße zwischen 120 und 135 cm ist ein 20 Zoll Kinderfahrrad die richtige Wahl. Diese Kinderfahrräder sind für Kinder und Jugendliche mit einer Körpergröße von 135 bis 145 cm gedacht.
Die Angabe erfolgt in der Einheit ‚Zoll‘. Sie bezieht sich beim Kinderfahrrad auf den Durchmesser der Räder. Die Maße 12 bis 24 Zoll gelten als gängigen Größen für Kinderfahrräder. Um herauszufinden, welche Größe die richtige für das Kind ist, bedarf es der Kenntnis der Körpergröße.
Viele Hersteller von guten Kinderfahrrädern geben neben der Mindestkörpergröße auch die Mindestinnenbeinlänge (auch Schrittlänge genannt) an. Dies ist insofern sinnvoll, als dass jeder Mensch unterschiedliche Körperproportionen hat. Als Beispiel sei erwähnt, dass Hersteller ein 12 Zoll Kinderfahrrad für eine Körpergröße zwischen 85 und 100 cm und eine Schrittlänge zwischen 36 und 43 cm empfehlen. Zur Bestimmung der Schrittlänge genügt ein Buch und ein Maßband.
Tipp: Im Allgemeinen kommt ein Kind am besten mit einem Rad zurecht, welches etwas zu klein ist. Ein solches eignet sich gut, weil es zum einen ein geringeres Gewicht, und zum anderen einen tieferen Schwerpunkt hat, was ein leichteres Ausbalancieren ermöglicht. Wird hingegen ein zu großes Rad gewählt, führt es mitunter dazu, dass das Kind verunsichert wird.
Wichtige Kriterien beim Kauf
Um nicht zu riskieren, dass das für den Nachwuchs beste Kinderfahrrad letztlich nicht bewegt wird und nur im Keller steht, sollte ein Rad gewählt werden, das dem Kind auch optisch zusagt. Entscheidender sollten jedoch die Punkte Gewicht und Ergonomie sein. So sollte die Wahl auf ein möglichst leichtes Rad fallen, auf welchem der kleine Fahrer eine aufrechte Haltung einnimmt.
Um dem Kind sicheren Fahrspaß zu ermöglichen, ist dringend davon anzuraten, das erst-beste Kinderfahrrad zu kaufen. Auch die Komponente Sicherheit kommt bei sehr günstigen Rädern meist zu kurz. Um auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt sich der Kauf eines Rades, das bestimmten Kriterien genügt.
Im Kinderfahrrad Test wird hierzu neben dem optischen Eindruck ein genauer Blick auf die Verschraubung des Rades geworfen. Wichtig ist, dass sämtliche Elemente fest verarbeitet sind. Nur so ist ein sicheres Fahren mit dem Kinderfahrrad gewährleistet. Unter die Lupe genommen werden insbesondere die Lenkung sowie Bremsen.
Das Material sollte idealerweise stabil genug sein. Allerdings sollte es dem Kind auch problemlos möglich sein, das Kinderfahrrad anzuheben und beispielsweise selbstständig die Treppe hochzutragen, ohne einen körperlichen Schaden davonzutragen. Um die Langlebigkeit zu ermitteln, setzen Tester ein Kinderfahrrad diversen Belastungssituationen aus.
Ausstattung und Sicherheit
Ein 12 Zoll Rad sollte leicht sein, einen tiefen Einstieg haben und über einen geschlossenen Kettenschutz verfügen, damit sich die Kleidung nicht in der Kette verfängt. Wichtig sind auch ein gepolsterter Lenker sowie weiche Griffe. Schutzbleche halten das Kind beim beliebten Durchqueren von Pfützen sauber. Stützräder und Rücktrittbremse sind eher kontraproduktiv. Ausreichend und vorteilhafter ist eine Handbremse.
Beim Laufrad kommen noch keine Bremsen zum Einsatz. Das Rad kommt zum Stehen, indem das Kind die Füße gegen den Boden stemmt. Beim 12 Zoll Kinderfahrrad gibt es eine Handbremse, bei der der Hebelweg nicht zu groß sein sollte, denn die Finger sind noch klein. Da noch nicht sehr viel Kraft vorhanden ist, ist auf einen leicht zu ziehenden Bremshebel zu achten.
Ein tiefer Einstieg ist optimal. Schließlich soll es dem Kind ohne Hilfe möglich sein, auf das Fahrrad zu steigen und wieder abzusteigen. Darüber hinaus lassen sich mit einem tiefen Einstieg Unfälle vermeiden, denn das Kind kann beim Gleichgewichtsverlust schnell vom Rad springen und fällt nicht auf das Oberrohr.
Stahlrahmen vs. Alurahmen
Stahlrahmen sind bei Kinderfahrrädern am häufigsten. Sie sind stabil und aufgrund der geringen Fahrradgröße relativ leicht, sodass das Kind das eigene Fahrrad aus dem Keller holen kann und die Eltern dadurch entlastet werden. Zwar sind auch Alurahmen erhältlich, doch ist der Preis deutlich höher. Die Investition lohnt sich, wenn das Kind sehr viel Fahrrad fährt.
Kinderfahrrad Modelle im Überblick
Hier ist eine Übersicht einiger Kinderfahrrad Modelle:
| Modell | Geeignet für | Besondere Merkmale |
|---|---|---|
| Frozen Huffy von Toimsa | Mädchen bis zu 4 Jahren | Stützräder, Schutzblech, Vollgummireifen, Korb |
| Peppa Pig von Toimsa | Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren | Stützräder, Felgenbremse vorne, Trommelbremse hinten |
| BI-14-CM-02-BKGN von BIKESTAR | Kinder ab vier Jahren | Rücktrittbremse, Felgenbremse vorne, Kettenschutz, Reflektoren, Klingel, Schutzbleche |
| ins Star Kinderfahrrad von HH HILAND | Kinder ab drei Jahren (90 - 125 cm) | Rücktritt- und Handbremse, Klingel, Stützräder, Korb |
Wo kaufen?
Wer ein Kinderfahrrad kaufen möchte, steht vor der Frage, ob der Online-Kauf oder der Kauf im Fachhandel die bessere Wahl ist. In beiden Fällen gibt es Argumente, die sowohl dafür als auch dagegen sprechen. Fakt ist, dass in vielen Online-Shops die Auswahl an Kinderfahrrädern sehr groß ist. Ein Vergleich der Räder ist auf dem Bildschirm sehr einfach möglich. Detailbeschreibungen und Erfahrungsberichte anderer Kunden machen es möglich, sich ausführlich zu informieren.
Im Internet locken Händler in Form von Rabattaktionen und Sonderangeboten mit im Vergleich zum Fachhändler günstigeren Preisen. Der Kauf im Fachhandel bietet zwar den Vorteil, Kinderfahrräder Probe zu fahren, allerdings ist das Angebot aufgrund einer beschränkten Ausstellungsfläche sehr begrenzt.
Statt den Händler zu einer bestimmten Öffnungszeit im Geschäft aufsuchen und das Rad ins eigene Auto wuchten zu müssen, lässt sich das gewünschte Rad online bequem vom Sofa aus zu jeder Zeit per Mausklick bestellen und binnen weniger Tage nach Hause liefern.
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