Die Dolomiten sind ein Paradies für Motorradfahrer. Mit ihren kurvenreichen Straßen, atemberaubenden Panoramen und der einzigartigen Landschaft bieten sie ein unvergleichliches Fahrerlebnis. Hier sind einige Tipps und Routen für Ihre nächste Motorradtour durch die Dolomiten.
Die Sella-Runde: Ein Muss für jeden Biker
Die bei weitem attraktivste Strecke einer jeden Motorradtour durch die Dolomiten dürfte die Sella-Runde sein. Eine Rundfahrt von 95 Kilometern, sechs Pässe - wo gibt es das sonst noch? Nur die Dolomiten bieten ein so verdichtetes Fahrerlebnis. Der Puls kommt kaum zur Ruhe, man kommt mit dem Kurvenzählen nicht mehr mit, der Kupplungsarm schmerzt, die Bremsscheiben glühen, das Motoröl siedet. Motorradfahren pur. Sechsmal rauf und runter, sechsmal Adrenalin. Und nicht vergessen: sechsmal traumhafte Ausblicke.
Wer die Sellarunde in Arabba startet, bekommt gleich die Auffahrt zum Pordoisattel serviert - die Nummer eins der Dolomiten mit dem Motorrad. Weiter hinab ins Fassatal. Wieder Kurven „en masse“. Die folgende Besteigung des Sellasattels ist eine eher ruhige Angelegenheit. Hinab ins Grödnertal und hinauf zum Grödner Joch. Eine anspruchsvolle Fahrt auf seiner Motorradtour in den Dolomiten wegen der oft schlechten Straße und der sehr spitzen Spitzkehren. Weiter geht es hinab nach Corvara. Hinter dem Ort wartet der Campolongopass. Lang gezogene Bögen, guter Asphalt. Zurück in Arabba folgt diese Motorradtour in den Dolomiten dem Schild Falzaregopass. Kenner halten diesen für Biker an interessantesten. Sie sind in der Hitparade der weiß Gott attraktiven Dolomitengipfel die absolute Nummer eins. Fahrerisch eine Herausforderung, optisch eine Glanznummer.
Die Drei Zinnen: Ein unvergessliches Panorama
Diese drei Felsnadeln stehen nordöstlich von Cortina d’Ampezzo und lassen sich sehr gut als Mittelpunkt einer sportlichen Motorradtour in den Dolomiten verwenden. Als Ausgangspunkt könnte die Olympiastadt Cortina dienen. Hübsche Fußgängerzone, Traumblick von oben auf die in einem Talkessel gelegenen Stadt, Traditionshotel Miramonti. Schon James Bond kämpfte in der Fußgängerzone mit bösen Motorradbuben. Dann raste er mit Skiern die Bobbahn hinab, verfolgt vom Killer auf seiner Yamaha XT 500, und erholte sich anschließend im Miramonti (Roger Moore, 1981, „In tödlicher Mission“).
Über den Passo Tre Croci erreicht unsere Motorradtour durch die Dolomiten den Misurinasee und sein malerisches Panorama. Hier beginnt die neun Kilometer lange Bergstraße hinauf zu den Drei Zinnen. Und die hat es in sich. Unterhalb der Auronzohütte wartet auf dem Parkplatz in 2.400 Metern Höhe die Belohnung - ein Ausblick, der sich gewaschen hat. Vermutlich ist es gerade das, was eine Fahrt in den Dolomiten mit dem Motorrad so einmalig macht - dieses Gefühl, irgendwie über den Dingen zu stehen bzw. zu fahren. Als ob man oben in aller Ruhe dahinschweben würde, während unten der Alltag vorüber rast.
Weitere Touren und Tipps für Ihren Motorradurlaub in den Dolomiten
Die Gletscher der Dreitausender am Alpenhauptkamm, Dolomitenpässe und blühende Apfelplantagen im Tal: im Motorradurlaub in Südtirol und den Dolomiten erlebst du landschaftliche Kontraste gepaart mit herzlicher Gastfreundschaft. Die bizarren Berge mit ihren spektakuläre Felsformationen der weltberühmten Gebirgsgruppe des UNESCO Welterbe Dolomiten sind deine Kulisse - und dein Bike-Revier der Extraklasse. Entdecke Sellagruppe, Stilfserjoch, Sextner Dolomiten, Eisacktal und Eggental. Vor allem die unzähligen schmalen Bergstraßen abseits der vielbefahrenen Standard-Routen bieten im Motorradurlaub in Südtirol und den Dolomiten eine erfrischende Abwechslung. Es gilt die gut versteckten, fast schon geheimen Verbindungen von Dolomitental zu Dolomitental zu entdecken.
In Südtirols Süden geht es rund um den Kalterer See - einem der größten Seen Südtirols - etwas sanfter zu: Hier erstreckt sich dein Revier fürs Motorradfahren zwischen Bozen und Triest und lockt mit Traumrouten an der Südtiroler Weinstraße.
Kurveneldorado Tipp
14 Dolomitenpässe an einem Tag sind sicher ein Hit, doch übertreibt es nicht und macht genügend Pausen. Man kann diese Motorradtour auch gemütlich an 2 Tagen bewältigen, womit genug Zeit für die Naturschönheiten und Fotos bleibt.
Zweitages-Motorradtour Trentino-Südtirol
Diese zweitägige Rundtour führt auf einer Gesamtlänge von 550 Kilometern mit insgesamt knapp 23.000 Höhenmetern in die schönsten und kurvenreichsten Ecken der Region Trentino-Südtirol. Mendel- und Manghenpass, Monte Grappa, Passo Brocòn und Pordoijoch liefern ein vielfältiges Gebirgsszenario, das für Tourenfahrer keine Wünsche offenlässt und von Mai bis Oktober herrliche Entdeckungsmöglichkeiten bietet.
Highlights der Tour:
- Der Mendelpass: Über 15 gut ausgebaute Kehren und abwechslungsreiche Kurvenkombinationen mit hohem Fahrspaß-Faktor.
- Der Manghenpass: Eine lustvolle Trainingseinheit für Motorradfahrer mit anspruchsvollen Kombinationen und engen Haarnadelkurven.
- Monte Grappa: Ein Stopp beim Militärfriedhof mit grandiosem Rundumblick.
- Pordoijoch: Fahrerisch und landschaftlich reizvoller südlicher Abschnitt der Sellarunde.
Südtirol: Burgen und Bergpanorama
Attraktionen dieser Tagestour sind Burgen und Gebirgspanoramen, romantische Seitentäler und kurvenreiche Bergstraßen mit traumhafter Aussicht. Durch das Sarntal, über dem die Burg Runkelstein thront, geht es nach rechts in die Höhe auf den Bozener Hausberg Ritten. Hier eröffnet sich eine grandiose Aussicht auf Dolomiten und Schlern, bevor man bei Waidbruck Richtung Grödner Tal fährt. Dessen Eingang bewacht die imposante Trostburg.
Empfehlenswert ist die Weiterfahrt über den Nigerpass (1688 m), vorbei am fotogenen Felsmassiv Rosengarten und über Karersee und Eggental zurück nach Bozen.
Trentino: Dolomiten und Kurvenspaß
Sehenswerte Berglandschaften prägen das Trentino, dazu variantenreiche Kurven, Kehren und Schräglagen für Motorradfahrer. Die Landeshauptstadt Trient, die mediterranes Flair, italienische Gemütlichkeit und Bergpanoramen vereint, ist Ausgangsort dieser Rundtour. Durch das Val di Fiemme und das von Weinbergen geprägte Val di Cembra geht es über Cembra nach Mezzolombardo. Am Lago di Molveno vorbei, einem Bergsee zu Füßen der mächtigen Brenta-Dolomiten, und entlang des Seengebiets Valle dei Laghi wird Trient erreicht.
Ligurien: Küstenstraße und Cinque Terre
Highlights auf der Rundtour sind die herrliche Küstenstraße entlang der Riviera di Levante ab Portofino und die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Cinque Terre. Von der Hafenstadt La Spezia führt die Route zunächst durch das Inland nach Varese Ligure, einem schmucken Städtchen im Vara-Tal. Auf kurvigen Nebenstraßen geht es weiter durch Hügelland nach Rapallo. Hier erinnert die Uferpromenade Lungomare Vittorio Veneto an die Blütezeit des Seebads.
Viel besucht, aber dennoch ein Muss ist Portofino. Rote und ockergelbe schmale Häuser säumen den Hafen des einstigen Fischerstädtchens, in dem heute Luxusjachten ankern. Entlang der Küstenstraße lädt das hübsche Chiavari zum Bummel unter Arkaden ein, die Halbinsel Isola di Sestri Levante mit zwei herrlichen Buchten und später auch der Badeort Levanto machen Lust aufs Schwimmen.
Die fünf autofreien Bilderbuchdörfer des Cinque Terre sind von der hoch über den Orten verlaufenden Straße im Blick und lohnen einen Abstecher, bevor wieder La Spezia erreicht ist.
Toskana: Zypressen und Chianti-Gebiet
Highlights auf dieser Rundtour sind der Besuch von Siena, Volterra und San Gimignano sowie Fahrten auf schmalen Zypressenalleen und über Kurvenstraßen durch die Colline Metallifere und das Grün des Chianti-Gebiets. Die von prächtigen Palästen gerahmte Piazza del Campo in der Altstadt von Siena gehört zu den schönsten Plätzen der Welt. Über Colle di Val d’Elsa wird die Hügelkette der Colline Metallifere erreicht, die schon in der Antike für ihre Bodenschätze bekannt waren. Auf dem Weg nach Roccastrada liegt rechter Hand die beeindruckende gotische Klosterruine Abbazia di San Galgano.
Die Route verläuft an den Geothermalfeldern von Pomarance vorbei nach Volterra. Umschlossen von einer hohen Stadtmauer lädt das charmante mittelalterliche Städtchen mit seinen Wohntürmen zu einem Erkundungsspaziergang ein. Durch seine 15 noch erhaltenen mächtigen Geschlechtertürme ist San Gimignano eine der größten Attraktionen der Toskana. Mit Ausblicken auf Hügel und Weinberge schlängelt sich die Route durch das Chianti-Gebiet zurück nach Siena.
Motorradfreundliche Hotels im Trentino
Die Unterkunftssuche für Motorradfahrer stellt sich denkbar einfach dar: Überall im Trentino sieht man Hotels mit einem orangefarbenen Schild, auf dem ein überdachtes Motorrad abgebildet ist. In der Initiative "Trentino in Moto" haben sich zahlreiche Übernachtungsbetriebe unterschiedlicher Klassifizierung zu einem besonderen Service gegenüber Motorradfahrern verpflichtet.
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