Noch bezahlbar und gerade noch zulassungsfähig. Ob Literleistung, Drehzahllimit, Fahrwerkstechnologie, Leistungsgewicht oder Effizienz der Assistenzsysteme, diese Eisen kratzen an allen Grenzen des Machbaren.
Top-Modelle im Überblick
Hier ist eine Übersicht einiger der Top-Motorräder in Bezug auf Leistung und Drehmoment, die aktuell auf dem Markt erhältlich sind:
63 Motorrad (Kraftvoll) 8,541
Die Messung der Geschwindigkeit bei Motorrädern, insbesondere im Bereich von 50 bis 120 km/h, ist ein wichtiger Aspekt der Leistungserfassung und Sicherheitsbewertung, vor allem im Kontext von Supersport-Motorrädern.
Mit dem Einsatz von GPS-Technologie hat sich die Möglichkeit, Geschwindigkeit exakt und in Echtzeit zu messen, revolutioniert. GPS-basierte Systeme bieten eine hohe Genauigkeit und können in Echtzeit die Geschwindigkeit eines Motorrads unter verschiedenen Bedingungen und in unterschiedlichen Fahrumfeldern ermitteln.
Einfluss der Reifenbreite und Geometrie auf das Handling
Oft wird auf Stammtischen der Einfluß der Reifenbreite auf das Handling diskutiert. Doch es ist selten die Reifenbreite alleine, welches ein Motorrad handlich oder eben stabil macht. Wie in der Tabelle gut zu sehen ist, haben Motorräder mit breiteren Hinterrädern meistens auch einen längeren Radstand und einen konservativen Aufbau der Frontgeometrie.
Grundsätzlich kann man sagen: Je kürzer der Radstand, je kürzer der Nachlauf und je steiler der Lenkkopfwinkel desto handlicher ist das Motorrad. Einen starken Einfluß auf das tatsächliche Gefühl auf der Straße hat jedoch auch die Sitzposition und die breite des Lenkers.
Fällt es leicht Impulse für das Einlenken zu setzen, wirkt die Maschine ebenfalls handlicher. Kombiniert man die Geometrie Daten mit den Daten zum Fahrzeuggewicht, bekommt man schon ein gute Vorausahnung wie handlich sich das Motorrad in der Praxis anfühlen wird.
Ins Auge sticht hier natürlich die federleichte Triumph Street Triple RS. 187kg voll in Kombination mit relativ handlichen Geometriedaten ergeben das bekannt spielerische und wunderbare Handling der Maschine. Die hochwertigen Komponenten sorgen dann noch für Sicherheit und Präzision.
Motorkonzepte und Fahrerlebnis
Famos ist die Auswahl an unterschiedlichen Motorkonzepten. Ob ein Reihenvierer, ein V2 oder ein Eintopf die beste Lösung für einen Nakedbikemotor lässt am Stammtisch vermutlich niemanden kalt. Einzig BMW Fans dürften sich sicher sein: Nur ein 2-Zylinder Boxermotor ist die beste Lösung für einen himmlischen Nakedbike Motor.
Erfahrene Motorradpiloten können auch aus den Bohrung und Hub Angaben schon einiges ablesen. Drehfreudige Motoren wie zum Beispiel der Reihenvierer in der MT10 sind mit einem sehr kurzen Hub ausgestattet. Das bollernde Damphammer Feeling mit sattem Druck aus dem Keller und einem sehr souveränen und etwas gelassenerem Feeling kommt bei den Langhubern rüber.
Drehmoment oder Leistung? Am besten beides! Doch verantwortlich für den Fahrspaß ist auch ein gutes Ansprechverhalten, ein angenehmes Vibrationsniveau und ein gutes Gefühl für die Leistungsentwicklung. Platt gesprochen. 80PS und 80Nm reichen eigentlich für wunderbaren Fahrspaß auf der Straße. Mit diesen Werten kann man in der Praxis sämtliche Vorhaben mit seinem Motorrad intensiv erleben.
Drehmoment und Schraubverbindungen
Schraubverbindungen sind meist kraftschlüssige Verbindungen, die fest sitzen sollten. Nach "fest" kommt aber bekanntlich "ab". Wir erklären warum die Beachtung des Anziehdrehmoments besonders wichtig ist.
Damit Schrauben und Muttern die notwendige Verbindungs-Haltekraft ausüben können, müssen sie in dem ihnen zugeordneten Gewinde (entweder Innen- oder Außengewinde) mit einem bestimmten Anziehdrehmoment festgezogen werden. Nur damit ist garantiert, dass die durch Schraube oder Mutter zueinander verspannten Bauteile ausreichend fest sind und sich die Schraubverbindung nicht von alleine löst, zum Beispiel durch Vibrationen.
Beispiel: Eine M6-Klemmschraube im Schalthebel wird mit 10 Nm festgezogen, für eine 16-mm-Vorderachsmutter schreibt der Fahrzeughersteller 85 Nm vor. Einfach gesagt: Eine "dünne" Schraube hat weniger zu halten und wird nicht so fest angezogen wie eine "dicke" Schraube, die mehr zu halten hat und deswegen fester angezogen werden muss.
Das Anziehdrehmoment wird in Nm (Newtonmeter) angegeben. Frühere Angaben waren mkp (Meterkilopond) oder mkg (Meterkilogramm).
1 Nm = ca. 0,1 mkp/mkg (Beispiel 5 mkp/mkg = ca. 50 Nm).
Wie ein Anziehdrehmoment wirkt
Ganz einfach gesagt: Der Schlüssel auf dem Schraubenkopf hat einen ein Meter langen Hebel. Auf das Ende des Hebels (also gegenüber dem Schraubenkopf) stellt man ein Gewicht von einem Kilogramm (oder hängt es daran): Der Hebel bewegt sich jetzt so lange nach unten und bewegt den Schlüssel mit der Schraube in Richtung "Schraube zu", bis die Schraube endgültig festgezogen ist mit "1 Kilogramm pro Meter" (= 10 Nm).
Aber weil "Schraube festziehen" ja kein statischer Vorgang ist, bei dem sich die auf das Hebelende wirkende Kraft in Kilopond oder Kilogramm definieren lässt, wird es eben in Newton bzw. "Newtonmeter" angeben. Soweit die knappe Erklärung.
Die richtigen Anziehdrehmomentwerte für die verschiedenen Baugruppen werden vom Fahrzeughersteller festgelegt und in den modellspezifischen Service- und Reparaturanleitungen veröffentlicht. Bei manchen Maschinen sind sie auch in der dem Fahrzeug beigelegten Betriebsanleitung abgedruckt. Im Zweifelsfall weiß der Markenhändler Bescheid.
Beispiel Suzuki GSF 1250 Bandit: Die Lenkerklemmung wird mit 23 Nm angezogen.
Besonders wichtig sind die richtigen Anziehdrehmoment-Werte bei sicherheitsrelevanten Fahrwerksschraubverbindungen wie Achsschrauben und Achsmuttern, den Schrauben der Bremssattel-Befestigung, der Standrohrklemmung in den unteren und oberen Gabelbrücken, bei der Federbeinbefestigung und den Bolzen und Muttern der Federungsumlenkhebel zur Schwinge und zum Rahmen hin.
Bei falscher Behandlung kann Folgendes passieren:
- Schraube zu locker: Werden Schrauben/Muttern zu leicht angezogen, besteht die Gefahr, dass sich die Schraubverbindung lockert, das vorher festgeschraubte Teil fällt ab.
- Schraube zu fest: Werden Schrauben/Muttern zu fest angezogen, werden ihre Gegengewinde "weich", sie reißen bzw. brechen dabei aber (noch) nicht. Die Schraubverbindung erscheint "gefühlt fest", lockert sich aber später und fällt ab.
Beachten
- Bevor Sie an Ihrer Maschine eine größere Schraubarbeit beginnen, besorgen Sie sich die für Ihr Motorrad vorgeschriebenen Anziehdrehmoment-Werte. Dies gilt besonders für vermeintlich so "kleine und leichte" Arbeiten wie Räder aus- und einbauen; denn die vom Hersteller vorgeschriebenen Anziehdrehmoment-Werte für die Achsen von Vorder- und Hinterrad und die Bremssättel sollen möglichst genau eingehalten werden.
- Viele Schraubverbindungen dürfen nicht auf einmal mit dem endgültigen Anziehdrehmoment festgezogen werden. Dazu gehören zum Beispiel Standrohr-Klemmschrauben in den Gabelbrücken, Bundmuttern auf dem Kettenblatt oder Hinterradschrauben an einer Kardan-BMW. Der Hersteller schreibt dann ein "Voranziehdrehmoment" vor, das bei 30 bis 40 Prozent des endgültigen Wertes liegt. Kettenblatt-Bundmuttern sollen ebenso Schritt für Schritt nacheinander über Kreuz festgezogen werden wie die vielen Schrauben in einem Motorgehäusedeckel.
Basis-Anziehdrehmomente
Nachfolgend finden Sie normgerechte Basis-Anziehdrehmomente für Schrauben, die in Stahl oder Aluminium geschraubt und festgezogen werden.
Stahlschraube in Stahlgewinde (oder Stahlmutter auf Stahlbolzen):
- Schraube/Mutter M5 (SW* 7 oder 8) 5 bis 6 Nm
- Schraube/Mutter M6 (SW 8 oder 10) 9 bis 11 Nm
- Schraube/Mutter M8 (SW 12 oder 13) 22 bis 25 Nm
- Schraube/Mutter M10 (SW 14 oder 17) 44 bis 50 Nm
- Schraube/Mutter M12 (SW 17 oder 19) 77 bis 85 Nm
- Schraube/Mutter M14 (SW 19 oder 21) 95 bis 110 Nm
- Schraube/Mutter M16 (SW 22 oder 24) 125 bis 155 Nm
*SW = Schlüsselweite
Stahlschraube in Aluminiumgewinde (oder Aluminiummutter auf Stahlbolzen):
- Schraube/Mutter M5 (SW 7 oder 8) 3,5 bis 5,0 Nm
- Schraube/Mutter M6 (SW 8 oder 10) 6,0 bis 7,8 Nm
- Schraube/Mutter M8 (SW 12 oder 13) 14 bis 22 Nm
- Schraube/Mutter M10 (SW 14 oder 17) 25 bis 35 Nm
- Schraube/Mutter M12 (SW 17 oder 19) 45 bis 60 Nm
Kreuzschlitz- und Flansch-Schrauben/-Muttern:
- Schraube 5 mm mit Kreuzschlitzkopf 4 Nm
- Schraube 6 mm mit Kreuzschlitzkopf 9 Nm
- Flanschschraube 6 mm mit SW 8 9 Nm
- Flanschschraube/-mutter 6 mm mit SW 10 12 Nm
- Flanschschraube/-mutter 8 mm 26 Nm
- Flanschschraube/-mutter 10 mm 39 Nm
"Flanschschraube": Schraube, bei der eine Unterlagscheibe fest unter dem Schraubenkopf angebracht ist.
"Flanschmutter": Mutter, bei der auf einer Seite der Mutter eine Unterlagscheibe fest angebracht ist.
Grundlagen richtiger Montage
Erste und wichtigste Voraussetzung zum korrekten Anziehen von Schrauben und Muttern ist, dass ihre Gewinde und Anlageflächen unbeschädigt und frei von Schmutz sind. Verschmutzte Schraubgewinde und solche, an denen Reste von Dichtmittel oder Schraubensicherung hängen, werden mit einer Messingbürste gereinigt.
KEINE Stahlbürste benutzen, dadurch kann das Gewinde beschädigt werden. Schrauben mit verrostetem oder beschädigtem Gewinde müssen durch Neuteile ersetzt werden. Schrauben, Muttern und Unterlagscheiben vor dem Einbau etwas einölen. Dazu normales Motoröl verwenden.
An einigen Schraubverbindungen ist die Verwendung von flüssiger Schraubensicherung vorgeschrieben, z. B. "Loctite" in den drei Qualitäten "leicht", "mittelfest" und "hochfest". Am häufigsten wird "mittelfest" benötigt: wenn hohe Festigkeit verlangt wird, die Schrauben und Muttern aber auch ohne Zerstörung des Gewindes wieder gelöst werden sollen.
Wichtig: Bei der Verwendung von Loctite müssen die Gewinde öl- und fettfrei sein.
Drehmomentschlüssel
Um die vorgegebenen Anziehdrehmomentwerte exakt einhalten zu können, ist die Verwendung einen Drehmomentschlüssels zwingend erforderlich. Man unterscheidet zwischen den eher günstigen und heutzutage fast ausgestorbenen anzeigenden Drehmomentschlüsseln (mit Skala und Zeiger) und den auslösenden Modellen ("Knick- oder Knackschlüssel").
Die oft in Baumärkten angebotenen Billigheimer sind für Motorradschrauber eher ungeeignet, denn sie sind mit einem Halbzoll-Antrieb und einem Nm-Bereich, der erst weit jenseits von 20 Nm beginnt, überdimensioniert und oft von zweifelhafter Qualität. Eine Nm-Skala fehlt bei den Discount-Angeboten oft, man darf also ggf. aus "ft.lbs" umrechnen. Eine vernünftige Betriebsanleitung oder gar ein Prüfzertifikat (DIN oder ISO) gibt es ebenfalls nicht immer.
Bedienungstipps
- Ein Drehmomentschlüssel ist ein sensibles Messwerkzeug und sollte auch IMMER so behandelt werden.
- Ein Drehmomentschlüssel ist nicht zum Lösen von Schrauben oder Muttern gedacht. Die Umschaltung auf Linkslauf hat nur einen Grund: Es gibt auch Linksgewinde!
- Auslösende Drehmomentschlüssel sollten nach der letzten Benutzung immer entspannt, also auf den niedrigsten Skalenwert zurückgedreht werden.
- Ruhig und gleichmäßig arbeiten, den Drehmomentschlüssel nicht ruckartig benutzen.
- Das Werkzeug bei Nichtgebrauch sicher lagern - ein Sturz von der Werkbank ist Gift für die Mechanik.
- Regelmäßig zur Wartung geben. In der Industrie ist für Hazet-Drehmomentschlüssel nach 5.000 Anwendungen bzw. einmal jährlich ein Service fällig.
Die drehmomentstärksten Serienmotorräder
Sind es bei den PS-stärksten Serienmotorrädern durch die Bank Superbikes, die ihre vielen Pferde für schnelle Rundenzeiten brauchen, so sind es bei den Motorrädern mit dem höchsten Drehmoment vorrangig dicke Cruiser, die mit ihrem abartigen Schmalz die vielen Kilos kompensieren wollen.
Top 10 der drehmomentstärksten Motorräder
- Yamaha VMAX (167 Newtonmeter bei 6500 Umdrehungen)
- Harley-Davidson CVO Tri Glide
- Indian Chieftain, Springfield Dark Horse, Chieftain Elite, Vintage Dark Horse oder Chieftain Limited (168 Newtonmeter bei lediglich 2800 Touren)
- Harley-Davidson CVO-Linie
- Honda Goldwing (170 Newtonmeter bei 4500 Touren)
- Indian Challenger (1768 Kubik Hubraum namens Power Plus)
- BMW K 1600 (180 Newtonmeter bei 5250 Umdrehungen)
- Zero SR/F und SR/S (190 Newtonmeter)
- Energica (über 200 Newtonmeter)
- Triumph Rocket 3 (221 Newtonmeter bei 4000 Touren)
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