Das Dreirad für Erwachsene ist hierzulande schon lange kein ungewöhnliches Fahrradmodell mehr. In Deutschland wird üblicherweise ein Fahrrad mit drei Rädern als Dreirad bezeichnet.
1. Wer sollte ein E-Dreirad fahren?
Ich denke, es ist eine sehr gute Option für jeden, der mit zunehmendem Alter das abnehmende Gleichgewicht hinderlich findet. Und es lohnt sich, den Versuch zu machen. Aber langsam! Bitte, nicht einfach ein solches Gefährt kaufen und losradeln! Vor allem nicht losradeln im Straßenverkehr! Das wäre nämlich lebensgefährlich.
Denn alle die automatisierten Reaktionen vom Fahrradfahren sind auf dem Dreirad falsch. Das kann jeder ausprobieren, der sich auf ein Dreirad setzt und losfährt, aber bitte, bitte, nur auf einem geschützten Platz. Die Umstellung auf ein Dreirad muss trainiert werden. Glücklicherweise wissen das auch die Verkäufer von Dreirädern, und jedenfalls die seriösen unter ihnen geben potentiellen Dreirad-Käufern die Zeit und Gelegenheit, ihre erste Überraschung unter Anleitung zu erleben.
Ich habe lange über den Typ des Dreirads nachgedacht und das vor allem unter Sicherheitsgesichtspunkten. Denn ein Umkippen mit dem Dreirad ist womöglich schlimmer, als ein Fahrrad-Sturz. Ein Bekannter von mir ist kurz nach der Anschaffung eines Dreirads damit umgekippt und hat den Oberschenkelhals gebrochen.
Ich habe mir überlegt, dass die Unterstützungsfläche beim Dreirad ein Dreieck ist, das bei zwei Rädern hinten nach vorne spitz ist. Eine Alternative ist ein Dreirad mit zwei Rädern vorne, da ist die Gefahr beim Bremsen viel geringer, aber da ist das Unterstützungsdreieck gerade hinten schmal, wo man sitzt. Auch nicht erfreulich.
Ich dachte an ein sportliches Dreirad mit normalem Fahrradsattel, das gute Bremsen und einen zuverlässigen Motor zur Unterstützung hat. Die erste Probefahrt lief katastrophal. Geradeaus ging ja, aber mit dem Kurvenfahren wurde es hässlich. Immer lenkte ich in der Kurvenrichtung ungewollt immer weiter, ohne Bremse wäre ich am nächsten Baum gelandet.
Der Händler schlug als Alternative ein Scooter-Dreirad vor, und in der Tat ging es da viel leichter. Außerdem machte der niedrige Schwerpunkt beim Scooter aus Sicherheitsgründen Sinn.
Nun zu dem gekauften Typ: Es ist ein Pfautec-Scoobo. Kann jeder im Internet nachsehen. Mit dem bewährten Bosch-Motor und einer 7-Gang Shimano Nexus ausgestattet. Alternative wäre ein vergleichbares Scooter-Dreirad von van Raam gewesen, das ich ebenfalls zur Probe gefahren habe, und das für meine Bedürfnisse keine entscheidenden Vorteile hatte, aber viel teurer war.
Abschließend kann ich allen, die bei alterbedingter Abnahme des Gleichgewichtsgefühls zunehmend die Unsicherheit beim Bike oder E-Bike spüren, ziemlich uneingeschränkt zu einem Umstieg auf das Dreirad raten.
2. Was sind die Vorteile von Dreirädern?
Durch ihren Aufbau, sind diese Räder besonders stabil und können auch von Personen genutzt werden, die die Balance nicht so gut halten können. Zudem eigenen sie sich als Lastenrad oder Rikscha.
2.1. Das E-Bike-Dreirad
In diesem Zusammenhang kann auch die wachsende Beliebtheit des Elektrodreirades für Erwachsene gesehen werden. Bei einem Elektro Dreirad wird der Fahrer dann beim Treten unterstützt, was Kräfte spart und längere Fahrten ermöglicht. Dies ist besonders für Senioren und auch Radfahrer, die Kräfte nicht so gezielt einsetzten können, von Vorteil.
Das E-Dreirad für Erwachsene kann, wie alle E Bikes, mit verschiedenen Antriebsarten ausgestattet sein. Das Dreirad für Erwachsene bietet im Gegensatz zum herkömmlichen Fahrrad auch mehr Stauraum, da durch die breitere Achse hinten, oder bei einem Liegerad-Dreirad hinter dem Sitz, eine größere Fläche entsteht.
Dieser Raum kann mit Körben oder Radkästen sowie Netzen oder Radtaschen ausgestattet werden. Somit ist es mit einem Dreirad wesentlich einfacher Einkäufe oder bei Reisen auch Gepäck zu transportieren.
3. Worauf sollte man beim Kauf eines Dreirads achten?
3.1. Anfahrhilfe
Ein E-Bike-Dreirad kommt gut und gerne auf 30 bis 40 Kilogramm Eigengewicht. Dazu tragen die zusätzlichen Bauteile sowie der integrierte Akku bei. Diese zusätzliche Belastung spüren Sie während der Fahrradtour nicht, da sie ausschließlich vom Motor kompensiert wird.
In einem besonderen Fall macht es sich für Sie jedoch trotzdem bemerkbar, und zwar bei der Anfahrt. Denn da muss der Motor von Ihnen erst einmal in Gang gesetzt werden. Dafür müssen Sie in die Pedale treten, wobei Sie neben Ihrem Eigengewicht auch das Gewicht des E-Bike-Dreirads in Bewegung bringen, bevor der Motor anspringt.
Mit einer Anfahrhilfe umgehen Sie dieses Problem. Die Anfahrhilfe beschleunigt das Fahrrad bis zu einer Maximalgeschwindigkeit von sechs Kilometern pro Stunde. Dafür betätigen Sie nur den Hebel am Lenker und brauchen für die ersten Meter nicht selbst zu fahren. Diese Funktion ist für jeden E-Bike-Fahrer praktisch und sollte bei einem E-Bike-Dreirad-Testsieger vorhanden sein. Sowohl Erwachsene ohne Beschwerden als auch Senioren und Erwachsene mit einer Gehbehinderung profitieren davon.
Nach einer EU-Norm darf ein Dreirad als E-Bike nur bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Kilometer pro Stunde unterstützend wirken. Darüber hinaus benötigen Sie einen Führerschein und einen Helm. Solche Dreiräder mit Elektromotor sind ideal für den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen. Eine geringere Leistung empfehlen wir Ihnen, wenn Sie es nicht so eilig haben oder sich mehr Sicherheit wünschen.
3.2. Akku und Akkulaufzeit
Das motorisierte Dreirad für Erwachsene ist das umweltfreundliche und praktische Fortbewegungsmittel für den Stadtverkehr. Mit dem Lastenfahrrad in Form eines Dreirads erledigen Sie Einkäufe, fahren zur Arbeit und können durch die hohe Akkuleistung sogar ausgiebige Fahrradtouren in der Freizeit unternehmen.
Je nachdem, wie oft Sie das Dreirad unter der Woche nutzen, sollte der Akku schnell aufladbar und leistungsstark sein. Das gilt vor allem für Gehbehinderte und Senioren, die durch das E-Bike ein hohes Stück Mobilität für sich gewinnen. Wenn Sie fast täglich das Dreirad mit Motor nutzen, empfehlen wir Ihnen eine Aufladezeit des Akkus von maximal sechs Stunden. Dadurch können Sie die Batterie aufladen, während Sie schlafen.
Der Akku sollte zudem eine maximale Reichweite von mindestens 40 Kilometern überstehen. Im Alltag reichen dadurch ein bis zwei Akkuladungen pro Woche völlig aus.
3.3. Nabenschaltung
Sie finden an Fahrrädern und E-Bike-Dreirädern verschiedene Gangschaltungen. Die häufigsten Arten sind dabei laut Elektro-Dreirad-Tests die Kettenschaltung und die Nabenschaltung. Letztere hat laut der Stiftung Warentest den Vorteil, dass sie durch geringeren Verschleiß wartungsärmer ist.
Daher eignet sich die Kategorie Nabenschaltung vor allem, wenn Sie das elektrische Dreirad für die Stadt und flaches Gelände kaufen möchten. Nur in hügeligen Gebieten benötigen Sie eine Kettenschaltung. Sie kann Ihre Pedalleistung und die Motorleistung des Akkus besser auf die Räder umsetzen, wodurch die Kettenschaltung Ihre Fahrt in unebenem Gelände deutlich erleichtert.
Die Nabenschaltung hat gegenüber der Kettenschaltung für Ihr Fahrrad oder City-Dreirad viele Vorteile:
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| wartungsärmer | geringere Kraftübertragung |
| geringerer Verschleiß | scheitert an Steigungen |
| Fahrradkette springt nicht heraus |
Wenn Sie in einer Stadt wohnen, die keine großen Steigungen aufweist, empfehlen wir Ihnen die Nabenschaltung mit drei Gängen. Wenn Sie im Gebirge wohnen oder das E-Bike-Dreirad auch für ausgiebige Fahrradtouren verwenden, empfehlen wir Ihnen nach E-Bike-Dreirad-Tests die umsetzungsstärkere Kettenschaltung mit mindestens sechs Gängen.
3.4. Klappbares E-Bike-Dreirad
Wenn Sie das Dreirad vornehmlich für den Weg zur Arbeit nutzen, ist ein klappbares Dreirad besonders praktisch. Die meisten E-Bike-Dreiräder besitzen dafür einen Hebel an der Mittelachse. Nachdem Sie diesen betätigen, können Sie das Vorderrad samt Lenker nach hinten einklappen.
Auf diese Weise stört das Dreirad wenig. Sie können es einfach an die Wand im Büro oder im Flur lehnen, ohne den Weg zu versperren. Durch den faltbaren Rahmen sparen Sie mit dem E-Bike-Dreirad die Hälfte an Platz ein und können das Dreirad sogar mit in den Zug nehmen oder im Auto transportieren.
4. Zusätzliche Informationen
4.1. Was müssen Dreiräder erfüllen?
Zu den vorgeschriebenen Bauteilen für verkehrssichere Fahrräder zählen unter anderem zwei unabhängig Bremsen, eine Klingel sowie verschiedene Beleuchtungseinrichtungen.
Das heißt ein Dreirad für Erwachsene muss, so wie ein Fahrrad, bei der Nutzung im öffentlichen Straßenland mit zwei voneinander unabhängigen Bremsen sowie einem weißen Frontstrahler und einem roten Rücklicht ausgestattet sein. Darüber hinaus müssen zwei Reflektoren an jedem Rad montiert sein sowie jeweils vorn und hinten an den Pedalen. Die Pedale müssen außerdem auch rutschfest sein.
4.2. Benötige ich eine Genehmigung oder Versicherung?
Eine besondere Genehmigung oder Versicherung für die Nutzung eines einfachen Erwachsenen Dreirades wird nicht benötigt. Auch eine Helmpflicht besteht hier nicht.
4.3. Gibt es eine Radwegpflicht?
Über die Radwegpflicht herrscht jedoch noch Uneinigkeit, da die Straßenverkehrsordnung (StVO) von einspurigen Fahrzeugen ausgeht, Dreiräder jedoch mehrspurig sind.
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