Die Ducati 900 SS aus den 90er Jahren erfreut sich großer Beliebtheit als Basis für Customizing-Projekte. Ihr cleveres und zugleich einfaches Design macht sie zu einem dankbaren Objekt für Umbauten. Als Halter einer reinblütigen Italienerin von der Rasse Ducati 900 SS braucht man sich wenig Sorgen um Motor, Fahrwerk oder Rahmenschändung machen.
Motor und Leistung
Wer die Vergasermotoren kennt, weiß, dass diese Maßnahmen die Performance im unteren Drehzahlbereich brauchbar steigern, Stichwort Loch bei 4000 Touren und Hacken bei 3000 Drehern pro Minute.
So wurden Motor und Zylinderköpfe revidiert, mit programmierbarer Zündung und neuen Vergasern versehen, in der Basis aber unberührt gelassen.
Ob am Ende dann 80 PS oder deren 78 (Serie) bei 7500 Touren anliegen, ist vernachlässigbar. Die deutlich erleichterte SS wird durch die Wucht der 80 PS zum Kurvenkatapult.
Optische Modifikationen
Optik, Details und Kram, den kein Mensch braucht. Aus diesen drei Musen ist der Stoff zum Customizing gemacht und davon bietet die El Chupacabra genug.
Das laminierte Heckteil scheint über dem Heckrahmen zu schweben und die Kennzeichenbeleuchtung in Form eines illuminierten Desmo-Schriftzuges lässt niemanden im Unklaren über den Antrieb der Ventile.
Die Lackierung erinnert an eine Mischung aus Tarnfarben und Britishracing Green, dezent, unspektakulär, aber sehr wirkungsvoll.
Für ein optisches Tuning reicht das Weglassen der Kupplungs- und Riemenabdeckungen, das gibt dem Motor ein martialisches Gesicht.
Machmal reicht das Weglassen der Riemanabdeckung für die martialische Optik.
Elektrik und Elektronik
Eine Hürde, an der wir alle im Schrauberwahn straucheln, ist der Kupferwurm in den Eingeweiden der künftigen Schönheit. Damit hinterher alle Lampen blinken, der Motor rumpelt und die Karre uns beim Start nicht direkt abbrennt ist beim Eingriff in die Elektrik Vorsicht geboten.
Soulmoto zahlte bei diesem Thema sehr viel Lehrgeld.
Die originalen Anzeigen mussten einem Motoscope von Motogadget weichen und werden von einem, Obacht, Samsung Tablet mit allerlei Spielerei unterstützt.
Aber auch die Königsdisziplin ist individuell gelungen: Die Lenkerschalter sind entfernt und nach Möglichkeit unsichtbar in die Verkleidung verlegt worden. Die notwendigen Restknöpfe sind klein und fein in Karbonschellen am Stummel verbaut worden.
Fahrwerk und Handling
Das unangetastete Fahrwerk ist Garant für sportlichste Fahrbarkeit mit Charakter und Seele.
Schnell, leicht und getarnt geht die Duc El Chupacabra nun auf die Pirsch.
Supersportlergene treffen auf Customdesign.
SuperStrada 1100: Ein Extrem-Umbau
Wie extrem und zugleich formschön eine Supersport 900 SS sein kann, zeigt die Ducati SuperStrada 1100. Gebaut von Mike Vienne, Chef der Custom-Schmiede Championship Cycles.
Mike Vienne baut all seine Motorräder nach einem Credo: leicht müssen sie sein. Und folgt damit Lotus-Gründer Colin Chapman und dessen Maxime: "Vereinfache, und dann mach es leichter!".
Leichtbau
So wurde das Herz der Ducati Supersport 900 SS, Baujahr 1995, aus dem Rahmen genommen und gegen den V2 einer Ducati Monster 1100 getauscht. Der ist, trotz seines Mehrhubraums, nicht nur leistungsstärker als das 900er-Pendant (95PS zu 70PS), sondern aufgrund modernerer Bauweise wesentlich leichter.
Den V2-Klopper in das Rahmengeflecht zu hängen war indes kein Problem, denn der 900 SS Rahmen baut ähnlich wie der Monster-Rahmen, und so ging ohne große Änderungen fix vonstatten.
Gegen den Hitzetod montierte Mike noch einen großen Kühler von Februr, eine Anti-Hopping-Kupplung von Yoyodyne sorgt für Kraftschluss und ein Quickshifter lässt die SuperStrada ohne Zugkraftunterbrechung beschleunigen.
Für besseres Ansprechverhalten wurde noch die ECU geflasht.
Die komplette Verkleidung fertigte Mike aus Karbon an. Seine Vorlage waren originale Teile aus dem damaligen Ducati Performance Katalog, weshalb die SuperStrada auch fast wie aus dem Werk aussieht.
Der Tank ist aus einer Karbon-Kevlar-Mischung hergestellt und wie die Verkleidung eine Einzelanfertigung.
Für noch mehr Gewichtsverlust entnahm Mike alle Rahmenteile, die keine tragende Rolle spielen, und ersetzte sie durch leichte Aluminiumteile. Natürlich wurde auch der Kabelbaum auf das Mindeste gekürzt.
Insgesamt wiegt die Ducati laut Mike nun ungefähr 160 Kilogramm - fahrfertig wohlgemerkt!
High-End-Fahrwerk
Damit die Leichtbau-Rakete auch ordentlich ums Eck geht, wurde dem Fahrwerk ein grundlegendes Update verpasst. Die Gabel bekam ein Racing-Cartridge von Mupo, hinten hält ein Federbein von Öhlins die SuperStrada 1100 auf Kurs.
Richtig geklotzt wurde dann bei der Stopperanlage: Als Sättel fungieren exquisite Brembo GP4RX, welche die Bremsbeläge in Racing-Scheiben von Brake-Tech beißen lassen.
Über eine Brembo Corsa Corta Bremspumpe wird der Anker dann schließlich geworfen.
Für einen cleanen Gesamteindruck bekam das Motorrad eine LED-Beleuchtung rundum, die das Wort "Minimal" nochmals unterbieten.
Zu guter Letzt wurde die Ducati im klassischen Rot-Weiß lackiert.
Technische Daten im Überblick
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Motor | Ducati Monster 1100 V2 |
| Leistung | 95 PS |
| Gewicht | ca. 160 kg (fahrfertig) |
Sitzbankumbau für mehr Komfort
Um deine Motorradtour auf kurzen & langen Strecken komfortabler zu machen, bauen wir Gel-Einlagen in deine vorhandene Sitzbank ein. Je nach Sitz kannst du dich für eine Fahrer-Geleinlage oder das Doppelpack für Fahrer und Sozius bzw. Sozia entscheiden. Die Gel-Einlagen sorgen für eine gleichmäßige Verteilung des Körpergewichtes auf dem Sitz.
Zusätzlich kannst du das Aufpolstern (Art. A040802) oder Abpolstern (Art. Besonderes Highlight hierbei: Wir werten deine Sitzbank nicht nur im Komfort auf.
Auf dem Begleitschein kreuzt du bitte deinen Farbwunsch für die Kederbänder und die Nähte an. Sobald die Sitzbank bei uns eintrifft dauert die Bearbeitung ca. 21 Tage (Mo-Fr).
Bei diesem Angebot handelt es sich um den Umbau einer vorhandenen Sitzbank (egal ob ein- oder zweiteilig.
Häufige Fragen zum Sitzbankumbau
- Frage: Ist ein Umbau auch mit vorhandener Sitzheizung möglich?Antwort: Nein, ein Umbau mit vorhandener Sitzheizung ist leider nicht möglich.
- Frage: Meine Sitzbank ist zweiteilig, gibt es hier etwas zu beachten?Antwort: Eine zweiteilige Sitzbank bleibt auch nach dem Umbau zweiteilig. Es wird kein Zuschlag berechnet.
- Frage: Werden die Kederbänder an Sozius- und Fahrersitz aufgebracht?Antwort: Nein, die Kederbänder werden nur am Soziussitz vernäht.
- Frage: Kann ich die Form meiner Sitzbank ändern lassen?Antwort: Nein, das ist leider nicht möglich.
Herausforderungen und Lösungen
Kennt Ihr das? Es gibt so Tage, da gelingt einem irgendwie gar nichts. Mittlerweile habe ich die SS soweit zusammengebaut, daß ich sie starten könnte bzw. 4 verschiedene Ducati-Schlüssel hängen zu Hause am Schlüsselbrett. Keiner passt bzw. ST2-Zündschloß provisorisch angestöpselt, Schlüssel gedreht, kurz Elektrik gecheckt.
Beleuchtung geht, Blinker gehen, Benzinpumpe geht, Anlasser dreht, Zündfunke ist grundsätzlich auch vorhanden. Ok, Hupe hupt nicht und Bremslicht habe ich verkehrt herum angeschlossen.
Das kann doch eigentlich nur das Schwimmernadelventil sein, oder? Das ist jedenfalls noch gar nicht so alt und wurde gereinigt. Am besten bestelle ich wohl einen kompletten Dichtungssatz und fummel den ganzen Vergaser-Kram wieder auseinander und neu zusammen.
Dann ist mir beim Tausch der alten Benzinleitungen noch etwas aufgefallen. Im Schlauch (ich meine, der für die Zuleitung) habe ich eine dicke Stelle gefühlt.
Erhöhung der Durchflußgeschwindigkeit führt. Somit kommt doch am Vergaser nicht mehr Benzin an, als bei großem Durchmesser. Welchen Sinn hat das teil an der Stelle also?
Die Ignitech-Software lässt an der Stelle "Leitstückzahl des Rotors" aber als größte Eingabe nur die Zahl 58 zu. Hier hätte ich nun 60 erwartet. Ist 58 dennoch korrekt?
Die zweite Frage bezieht sich auf das Menü "Leitstück". Hier kann ich den Punkt "2. Kante" auswählen. Nach meinem angelesenen Wissen geht es dabei darum, ob die Zündung an der Stelle zählen soll, an der der lochfreie Bereich bei der Umdrehung unter dem Sensor eintritt (1. Kante) oder wieder austritt (2. Kante).
Und falls ja, was mache ich mit dem Wissen? Ein Viertakter macht alle 2 Umdrehungen eine Zündung. Was gebe ich an der Stelle korrekterweise ein?
Erschwerend für mein Verständnis kommt noch hinzu, daß das Signal am Schwungrad auf der Kurbelwelle abgenommen wird. die gesammelt dokumentiert werden sollen. Das Motorrad war im vergangenen Jahr eines der Hochwasseropfer.
Dadurch sind weniger Schäden entstanden als z.B. Außerdem befindet sich an so einem alten Motorrad natürlich auch viel weniger empfindlicher Schnickschnack, z.B. - diverse Kleinigkeiten instandsetzen und aufhübschen, z.B. - Ggfs. Beim letzten Punkt bin ich noch unschlüssig.
Das dauert wieder und kostet. Zylinder, Kolben, Lager gereinigt und genauer betrachtet - alles tiptop! Aktuell grübel ich nun über die Zündung.
Der alte Motor hat zwei Pickups, der neue nur eines. Ok, das ließe sich recht einfach umbauen auf den alten Stand.
Ließe sich das mit z.B.
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